Bill Maher’s Bigoted Atheism: His Arrogant Shtick Is Just as Ugly as Religious Intolerance

'Real Time' host Bill Maher [YouTube]
‚Real Time‘ host Bill Maher [YouTube]
As the ‚Real Time‘ host and his ilk prove, you don’t need a religion to be in the business of spreading hate.


By Mary Elizabeth Williams|Alternet

You know what you call someone who makes sweeping generalizations on billions of people based on the extreme actions of a few? A bigot. Bill Maher, for example, is a bigot. And if you’re a fan of his smug, dismissive shtick, you’re a bigot too.

On Friday’s “Real Time,” Maher, who has been openly atheist his whole career but has been increasingly vocal against organized religion in recent years, squared off against Fareed Zakaria, who gave a powerful rebuttal to Maher’s reiteration of the “Islam is the motherlode of bad ideas”assertion. “My problem with the way you approach it,” Zakaria said, “is I don’t think you’re going to reform a religion by telling 1.6 billion people — most of whom are just devout people who get some inspiration from that religion and go about their daily lives — I don’t think you’re going to change religion by saying your religion is the motherlode of bad ideas, it’s a terrible thing. Frankly, you’re going to make a lot of news for yourself and you’re going to get a lot of applause lines and joke lines.” Instead, he urged, “Push for reform with some sense of respect for the spiritual values.”And on behalf of Muslims, Christians, Jews and anybody else who prays to somebody sometimes, let me just say, thank you.

As the threats of terrorism and right-wing Christianity have risen in the past few years, Maher’s aggressive brand of atheism — also popularized by the likes of Richard Dawkins and Sam Harris — has gained a strong following among a certain type of self-professed intellectual. Maher has famously said, “Religion is dangerous because it allows human beings who don’t have all the answers to think that they do” — which is pretty funny, given the know-it-all arrogance of the anti-religion big leaguers like Maher himself. As Zakaria very eloquently pointed out, that stance has given Maher more power and reach than he’s ever had in his long career. But whatever you believe or don’t, if you’re selling blanket intolerance, you don’t get to call yourself one of the good guys. You shouldn’t even get to call yourself one of the smart ones.

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Klimawandel: Gefahr für die Sicherheit

klimawandelDer Klimawandel bedroht nicht mehr nur unsere Umwelt und die Nahrungsversorgung in den ärmsten Länder, sondern zunehmend auch die Stabilität und den Frieden in der Welt. Das geht aus einer noch unveröffentlichte Klimastudie hervor, die von den G-7-Außenministern in Auftrag gegeben wurde.


greenpeace magazin

Die Bundesregierung ist in diesem Jahr Gastgeber des G-7-Gipfels. Auf Schloss Elmau in Bayern werden die Staats- und Regierungschefs im Juni zusammenkommen. Oben auf der Themenliste steht unter anderem der Klimawandel: Nach wie vor ringt man um einen globalen Klimavertrag – bis Ende dieses Jahres soll er abgeschlossen werden. Dabei geht es auch um das erklärte Ziel der 195 am UN-Klimaprozess beteiligten Staaten, die Erderwärmung – gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung – auf maximal zwei Grad Celsius bis Ende dieses Jahrhunderts zu begrenzen. Wissenschaftler erachten dieses Ziel für kaum noch realistisch, wie etwa der Politikexperte Dr. Oliver Geden, der seit Jahren eine realistische Zielsetzung fordert.

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Finnland: Christen-Zoff in der Orthodoxie

Die 1869 geweihte Uspenski-Kathedrale in Helsinki ist das größte orthodoxe Sakralgebäude in der westlichen Welt. Bild: wikimedia.org/SamSegar
Der geplante Finnlandbesuch des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. am 24. April ist überraschend abgesagt worden. Obwohl keine Angabe von Gründen dafür erfolgte, liegt auf der Hand, dass dafür die Auseinandersetzung in der finnischen Orthodoxie über die Frauenordination ursächlich ist. Anlass des Besuchs hätte die Eröffnung eines Museums „Tausendjährige orthodoxe Kirche in Finnland“ sein sollen.


kathweb

Der Konflikt entstand, nachdem der Metropolit von Helsinki, Ambrosius Jääskeläinen – ein evangelischer Konvertit – die lutherische Bischöfin Irja Askola zur Teilnahme an einer orthodoxen Priesterweihe eingeladen hatte. Der Primas der Orthodoxen Kirche von Finnland, die mit einer gewissen Autonomie Konstantinopel untersteht, Erzbischof Leo Makkonen von Kuopio, verklagte seinen Amtsbruder daraufhin bei Bartholomaios und dem Heiligen Synod in Istanbul.

Diese Auseinandersetzung ist nur ein Symptom für die klaffenden Differenzen unter den 60.000 orthodoxen Christen in Finnland. Diese kommen trotz ihrer kleinen Zahl aus drei verschiedenen Traditionen: Erste Gruppe sind die karelischen Orthodoxen, die schon vor 1.000 Jahren von Osten her für die byzantinisch-ostslawische Kirche gewonnen wurden und weiterhin zum Teil beim Patriarchat Moskau geblieben sind, statt sich der eigenständigen finnischen Orthodoxie anzuschließen.

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Geschürte Hysterie über (russische) U-Boote vor der Küste Schwedens?

Der schwedische General Anders Grenstad muss zurückrudern. Bild: forsvarsmakten.se
Schwedens Armee muss einräumen, dass es sich bei einem mutmaßlichen U-Boot um ein ziviles Schiff handelte, beharrt aber weiter darauf, Mitte Oktober eines ausgemacht zu haben


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Was war es letztes Jahr für eine Aufregung, als angeblich am 17. Oktober und danach noch zweimal in den Schären vor der Küste Stockholms ein Objekt gesichtet worden war, das für ein U-Boot gehalten wurde – natürlich für ein russisches. Das schwedische Militär bezeichnete die Berichte als „sehr glaubwürdig“ und sprach davon, man habe „Unterwasseroperationen“ beobachtet (Schweden: Steckt hinter der verdächtigen „Unterwasseroperation“ Russland?). Bis Ende Oktober wurde mit großem Aufgebot mit Kriegsschiffen, Minensuchbooten und Hubschraubern nach dem vermeintlichen U-Boot gesucht. Russland wies die Vorwürfe zurück.

Zur selben Zeit hatte die schwedische Regierung beschlossen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Kurz nachdem die erste Suche abgeblasen worden war, wurde eine zweite Suche gestartet, weil von hatte Ex-Oberstleutnant Sven-Olof Kviman wieder ein mögliches U-Boot gesehen worden war. Die Geschichte entwickelte sich wie die Jagd nach dem Ungeheuer von Loch Ness.

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Bas Kast – Plötzlich macht es klick!

Wie kommen wir auf gute Ideen? Bas Kast hat den Stand der Wissenschaft ausgewertet und die vielversprechendsten Methoden selbst erprobt. Er trug Datenbrillen, ließ sein Gehirn verkabeln und schmierte sein Brot verkehrt herum. So entstand mit Und plötzlich macht es KLICK! ein Buch, das die herkömmlichen Strategien der Kreativitätsgurus hinterfragt und uns das Zeug an die Hand gibt, unsere eigene Kreativität zu entdecken. In einem interaktiven Vortrag wird der Autor auch die Kreativität des Publikums herausfordern.


Palästinenser: Opfer der eigenen Elite

Palästinenser zeigen Solidarität mit den Eingeschlossenen des Flüchtlingslagers Jarmuk Jarmuk picture alliance
Das Flüchtlingslager Jarmuk am Rande der syrischen Hauptstadt Damaskus entwickelt sich nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum „Todeslager“. 18.000 Palästinenser sollen dort eingeschlossen sein. Doch auf Hilfe aus den eigenen Reihen können sie nur bedingt hoffen. Denn das palästinensische Volk ist Opfer arabischer, islamischer – und elitär palästinensischer Politik.


Von Michael Wolffsohn|Cicero

„Jarmuk“ in Damaskus ist die Hölle der Palästinenser. Bis vor Kurzem kannte kaum jemand diesen Namen. Der Jarmuk, Grenzfluss zwischen Syrien und Jordanien, ist der größte Nebenfluss des religions- und geschichtspolitisch so bedeutsamen Jordan. Jarmuk weist auf den ersten Blick also nicht unbedingt gleich auf Palästina.

Beim zweiten Blick ist klar: Wer diesen Namen für das 1957 damals bei, heute in Süd-Damaskus gelegene Lager (bis zur Zerstörung wurde es ein eher bürgerlicher Stadtteil) wählte, wollte signalisieren: Palästina ist ein Teil Syriens, es geht in Syrien auf. Der Name Jarmuk ist Programm: Palästina habe in Syrien aufzugehen. Nicht nur Palästina, auch Jordanien, welches zu Groß-Syrien, dem eigentlichen, historischen Syrien, gehörte.

Das Völkerrecht ist im Nahen Osten eine Gefahr

Historisch ist der großsyrische Gedanke belegbar, völkerrechtlich ist er überholt, obwohl er den ethnischen, bevölkerungspolitischen und religiösen Strukturen der Region organischer angepasst war als die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden künstlichen Staatengebilde Syrien, Libanon oder Jordanien. Dieser künstlichen Grenzziehung wegen brachen die Bürgerkriege aus, und wir stehen noch lange nicht am Ende dieser Entwicklung. Sie wird auch Jordanien und weitere arabisch-islamische Staaten treffen. Hart, aber wahr: Das Völkerrecht ist, so gesehen, kein Garant, sondern in diesem Fall strukturelle Gefahr für Frieden und Gerechtigkeit in Nahost.

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Ankara treibt Umwandlung der Hagia Sophia in Moschee voran

Hagia Sophia, Bild: wikimedia.org/Arild Vågen/CC-BY-SA-3.0
Aus der Türkei mehren sich die Zeichen, dass Pläne für die Verwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee – wie sie das schon einmal von 1453 bis zu ihrer Säkularisierung 1931 gewesen war – vor der Verwirklichung stehen. Zum ersten Mal seit Erklärung der einst größten Kirche des Christentums zum areligiösen Museum 1934 durch den türkischen Reformer-Präsidenten Kemal Atatürk wurde in dem im Zentrum von Istanbul gelegenen Kuppelbau am 10. April wieder ein islamischer Gebetsgottesdienst abgehalten. Bisher waren religiöse Handlungen und Zeichen jeder Religion in seinen Mauern verboten. Daran mussten sich sogar drei Päpste bei ihren Besuchen halten; nur Paul VI. war 1967 das Niederknien zu einem – stillen – Gebet gelungen.


kathweb

Diesmal betete jedoch der über die Türkei hinaus in der islamischen Welt berühmte Koran-Rezitator Ali Tel aus Ankara laut und lange ganze Suren, dass es in der Hagia Sophia widerhallte. Nach dem Religionsrecht der Scharia ist schon damit die säkularisierte Reichsmoschee der Osmanen wieder als solche eingeweiht, ohne dass noch ein besonderer Umwandlungsbeschluss dazu notwendig ist. Dabei geht es dann nur noch um Durchführungsbestimmungen. Solche werden für den Jahrestag der Eroberung von Konstantinopel am 29. Mai 1453 befürchtet.

Den offiziellen Charakter dieses neuerlichen islamischen Gebetsgottesdienstes in der Sophienkirche unterstrich die Teilnahme von Mehmet Görmez. Er ist Direktor des staatlichen Religionsamtes Diyanet. Offizieller Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung mit Kalligraphien zu Ehren des Propheten Mohammed an dessen Geburtstag.

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Argentinischer Staat erkennt Piusbruderschaft als Teil der katholischen Kirche an

logo_fsspxDer Staat Argentinien hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) offiziell als Teil der katholischen Kirche anerkannt. In der Resolution des zuständigen Ministeriums, die in der katholischen Welt zunächst von Adelante la Fe und Rorate Cæli (siehe auch DICI) verbreitet wurde, heißt es, der:


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

„Erzbischof von Buenos Aires, Mario Aurelio Kardinal Poli, bittet, dass die ‚Bruderschaft der Apostel Jesu und Mariens‘ (Priesterbruderschaft St. Pius X.) bis zu dem Moment, an dem sie einen definitiven juristischen Rahmen innerhalb der Universalkirche findet, als eine Vereinigung diözesanen Rechts betrachtet werde, gemäß der Einrichtung von Kanon 298 des Kodex des kanonischen Rechts, sodass sie ‚in fieri‘ eine Gesellschaft des apostolischen Lebens ist, mit all den Vorteilen, die ihr entsprechen, und alle Pflichten befolgend, worauf dieselbe hinweist, und ebenso alle Verantwortungen annehmend, die dem diözesanen Prälaten obliegen.“

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Muslime übergießen christlichen Jungen mit Benzin

brennender_koranIn Pakistan haben zwei Muslime einen christlichen Jungen mit Benzin übergossen und angesteckt. Der 14-Jährige trug schwere Brandverletzungen davon. Etwa die Hälfte seiner Haut ist versengt. Der Überfall ereignete sich am 10. April in Lahore. Die nicht identifizierten Muslime griffen nach dem Freitagsgebet den Teenager an, dessen Name mit Nuaman angegeben wird. Die Angreifer fragen ihn nach seiner Religionszugehörigkeit.


kath.net

Als er antwortete, er sei Christ, verprügelten sie ihn. Als er flüchten wollte, übergossen sie ihn mit Benzin und steckten ihn an. Der Junge ließ sich in einen Sandhaufen fallen. Augenzeugen riefen den Rettungsdienst, der ihn in ein Krankenhaus brachte. Wie die Internetzeitung Christian Post berichtet, vermuten Beobachter, dass der Überfall ein Racheakt für die Tötung von zwei Muslimen durch Christen gewesen sein könnte. Nach einem Angriff radikal-islamischer Taliban-Kämpfer auf zwei Kirchen am 15. März, bei dem 17 Menschen zu Tode kamen, waren Hunderte aufgebrachte Christen aus Protest auf die Straße gegangen.

Bei den Unruhen wurden zwei Muslime getötet. In Pakistan kommt es immer wieder zu Angriffen muslimischer Extremisten auf Christen und andere religiöse Minderheiten. Von den 174 Millionen Einwohnern des Landes sind etwa 95 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen sowie zwei Prozent Hindus. Der Rest sind Sikhs, Buddhisten und Anhänger anderer Religionen.

Athen: Landeskirche bietet Staat gesamtes Vermögen an

In einer österlichen Radiobotschaft hat das Oberhaupt der orthodoxen Landeskirchen von Griechenland (Ekklisia tis Ellados/ETE), Erzbischof Hieronymos Liapis, dem krisengeschüttelten Staat das gesamte Kirchenvermögen zu seiner Sanierung angeboten. Das Land ist seit 2009 vom finanziellen Zusammenbruch bedroht. Besonders akut jetzt wieder, da die neue griechische Linksregierung das Vertrauen ihrer Gläubiger in der EU und international zu verspielen droht.


kathweb

Erzbischof Hieronymos präzisierte laut Bericht der römischen Zeitung „Repubblica“, dass er den kirchlichen Besitz nicht einfach an den Staat verschenken wolle. Doch sei er bereit, das Vermögen in Zusammenarbeit mit der Regierung so zu nutzen, dass mit den Erlösen Griechenlands Schuldendienst gesichert werden könne.

Die Diözesen, Pfarren, Stiftungen und Klöster der ETE verfügen über einen Milliardenbesitz an Immobilien, Wertpapieren und Firmenbeteiligungen. Die Rechtstitel dafür sind zum Teil fraglich, da es sich oft um mittelalterliche Urkunden handelt. Griechenland verfügt auch nach 34 Jahren EU-Mitgliedschaft noch immer über kein Grundbuch.

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„Gewalt zieht sich durch die Frühgeschichte des Islam“

Abdel-Hakim Ourghi Foto: J. Trauden
Abdel-Hakim Ourghi, islamischer Theologe an der PH Freiburg, über die Wurzel der Gewaltbereitschaft bei den Islamisten.


Von Julia Trauden|Badische Zeitung

Am Donnerstag sind in Frankreich Fernsehbildschirme schwarz geblieben. Zumindest für den Sender Tele 5 Monde, der in der Nacht offenbar von der Terrororganisation Islamischer Staat gehackt wurde. Die Terrorgefahr bietet in Europa spätestens seit den Anschlägen von Paris wieder Grund zur Debatte. Wie können Anschläge und die Radikalisierung in Europa lebender Muslime verhindert werden? Durch das bewusste Erinnern an die Gewalt in der Entstehungsgeschichte des Islams, sagt Abdel-Hakim Ourghi, Fachbereichsleiter für Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

„Das Phänomen der Gewalt zieht sich durch die ganze Frühgeschichte des Islam“, so die Grundthese von Professor Abdel-Hakim Ourghi, den der ökumenische theologische Arbeitskreis Offenburg im Rahmen seiner Vortragsreihe „Gewalt im Names Gottes?“ eingeladen hatte. Die Frühgeschichte hat viel mit der Gegenwart des Islam zu tun, sagt Ourghi, denn die Extremisten berufen sich auf Verse des Korans aus dem Frühislam, die im 7. Jahrhundert gründen. So habe Prophet Mohammed gerade in den letzten Jahren seiner Herrschaft von 624 bis 632 militärische Gewalt zu Gunsten politischer Interessen genutzt.

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Passionsspiele: Märchenhaftes Theater

Symbolbild. Bild: german-stamps.org
Passionsspiele sind gefragter denn je. Das hat die Volkskundliche Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe herausgefunden.


WAZ

Trotz der rund 600 Kilometer, die Hallenberg von Oberammergau trennen, gibt es doch eine Gemeinsamkeit, die diese beiden Orte, die wohl unterschiedlicher nicht sein können, verbindet: die Passionsspiele.

Seit 1634 werden in Oberammergau alle zehn Jahre Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu Christi aufgeführt. Eine so alte Tradition gibt es in Hallenberg zwar nicht, der Begeisterung des Publikums für die Aufführungen auf der Freilichtühne im Sauerland tut dies aber keinen Abbruch.
Deutliche Zunahme an Spielorten

Die Volkskundliche Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist auf Spurensuche der szenischen Darstellung des Lebens und Leidens Jesu Christi in Westfalen gegangen.

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Zensur-Vorwurf: Filmfestival Istanbul sagt Wettbewerb ab

Die Türkische Nationalversammlung "Der Souverän ist ausnahmslos das Volk" (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Die Türkische Nationalversammlung „Der Souverän ist ausnahmslos das Volk“ (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
23 Regisseure zogen ihre Beiträge aus dem Filmfestival zurück, weil dort eine Dokumentation über kurdische Rebellen nicht gezeigt werden darf.


Die Presse

Der Wettbewerb des Istanbul Film Festivals ist nach dem Boykott mehrerer Regisseure wegen staatlicher „Zensur“ abgesagt worden. Die Veranstalter sagten bei einer Pressekonferenz am Montag, sie unterstützten die Entscheidung der Filmemacher. Nachdem mehrere Regisseure ihre Beiträge zurückgezogen hatten, sagte die Festivalleitung alle Wettbewerbe sowie die Abschlusszeremonie des Festivals ab. Die restlichen Filme würden allerdings noch gezeigt.

Mehr als hundert türkische Filmemacher hatten zuvor in einem offenen Brief erklärt, das Filmfest aus Protest zu boykottieren. In dem Schreiben warfen sie der türkischen Regierung „Unterdrückung und Zensur“ vor und forderten eine Absage des restlichen Festivals. Ankara hatte zuvor angeordnet, dass ein von kurdischen Rebellen handelnder Film nicht auf dem Festival gezeigt werden darf. Insgesamt 23 Regisseure zogen ihre Beiträge daraufhin aus Solidarität zurück.

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Nasrallahs Abrechnung mit den Saudis

Porträt Hassan Nasrallahs als Graffiti von Thierry Ehrmann, Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Das Ziel des Krieges sei es, die Kontrolle und die Hegemonie Saudi-Arabiens über den Jemen wieder herzustellen.


Von Georg Meggle|TELEPOLIS

Der am 25. März von 10 arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens und mit Hintergrundunterstützung der USA eröffnete Krieg gegen den Jemen – genauer: gegen die seit Herbst 2014 dort herrschenden schiitischen Houthis (Ansar Allah) und gegen die mit ihnen verbündeten Einheiten der jemenitischen Armee – wird von dieser Allianz als ein präventiver Verteidigungskrieg gegen die Bedrohung durch den Iran gerechtfertigt. Genau so begründet auch der nach Saudi Arabien geflohene ehemalige jemenitische Präsident Hadi seinen am 13.04.2015 in der New York Times erschienenen Aufruf an diese Allianz, die Houthis und deren Verbündete bis zu deren Niederlage zu bekämpfen (siehe auch: Einkreisungsängste in Riad). Die meisten der westlichen Medien folgen dieser Sicht.

Der schärfste Widerspruch gegen diese weit verbreitete Deutung des Jemen-Krieges stammt von dem Generalsekretär der libanesischen Hisbullah, Hassan Nasrallah. Dessen TV-Rede vom Abend des 27. März 2015 enthält zugleich eine umfassende Abrechnung mit der Politik von Saudi-Arabien und dessen Verbündeten, insbesondere denen in der Arabischen Liga. Nach Nasrallahs Auffassung wird auch dieser Angriffskrieg – wie die vergleichbaren Kriege gegen Afghanistan, den Libanon und den Irak – in einem Desaster für die Angreifer enden.

Im Kriegskontext verlieren auf beiden Seiten selbst ansonsten triviale Unterscheidungen – wie etwa die zwischen dem zu-Wort-kommen-Lassen, dem Anhören, dem Verstehen-Wollen und dem Akzeptieren bzw. gar Billigen einer abweichenden Meinung – jeglichen Wert. Kriegen fällt nicht nur als erstes die Wahrheit zum Opfer. Noch schlimmer ist: Absoluter Realitätsverlust wird, indem jede abweichende Meinung zum Verbrechen erklärt wird, automatisch zur allseits geforderten Norm.

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Shitstorm wegen Anti-Schwulen-Gesetz: PR-Agentur soll Indianas Image retten

us_flagge_bibel_kreuzDer US-Bundesstaat Indiana steht landesweit in der Kritik, weil ein Gesetz die Diskriminierung Homosexueller erlauben könnte. Jetzt sucht die Regierung Hilfe bei einer großen PR-Agentur – sie soll Indiana wieder als weltoffen präsentieren.


SpON

Indiana hat eine internationale PR-Firma engagiert, um sein Image aufzupolieren. Die Agentur Porter Novelli soll das Kunststück vollbringen, den US-Bundesstaat als „einladenden Ort“ zu charakterisieren, „an dem man gut leben, Urlaub und Geschäfte machen kann“.

Das ist nicht so einfach, denn der Ruf Indianas hat in den vergangenen Wochen gelitten. Ein als schwulenfeindlich kritisiertes Gesetz hat dem Staat landesweit heftige Kritik eingebracht.

Konkret geht es um das Gesetz „zur Wiederherstellung der religiösen Freiheit“. Auf dessen Grundlage könnten ab dem 1. Juli, wenn es in Kraft treten soll, Homosexuelle in Indiana ohne juristische Folgen benachteiligt werden. So dürften sich etwa Ladenbesitzer weigern, Schwule oder Lesben zu bedienen. Unternehmer könnten ihnen einen Job verwehren.

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Verhungerter Häftling: Richtige Behandlung hätte seinen Tod verhindert

Die Justizvollzugsanstalt Bruchsal kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen© Uli Deck/DPA
Sein Tod war vermeidbar, wenn man ihn richtig behandelt hätte: Ein Gutachten zum Hungertod eines Häftlings in der JVA Bruchsal erhebt Vorwürfe gegen die Verantwortlichen.


stern.de

Der Hungertod eines Häftlings vor zehn Monaten im Gefängnis Bruchsal in Baden-Württemberg wäre nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vermeidbar gewesen.

Ein nervenfachliches Gutachten komme zum Schluss, dass bei dem 33 Jahre alten Mann aus dem afrikanischen Burkina Faso eine krankhafte Störung der Geistestätigkeit vorlag. Heißt: Die Entscheidung, sich nicht mehr ausreichend zu ernähren, habe er in diesem Sinne nicht aus freiem Willen getroffen, sondern sie sei dieser Störung geschuldet gewesen.

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Beschwerde abgesessen: Verfassungsbeschwerde gegen Kruzifixe in Schulen geplatzt

Foto: brightsblog
Foto: brightsblog
Es wird keine Grundsatzentscheidung zu Kruzifixen an bayerischen Schulen geben. Grund: Der klagende Lehrer ist nicht mehr beschwert weil er mittlerweile in Vorruhestand ist. Das Bundesverfassungsgericht hatte er bereits 2010 angerufen.


MiGAZIN

Das Bundesverfassungsgericht wird keine Grundsatzentscheidung zu Kruzifixen an bayerischen Schulen fällen, weil der klagende Lehrer seine Verfassungsbeschwerde zurückgezogen hat. Das Gericht habe die Klage des inzwischen 64-jährigen Lehrers zu lange liegengelassen. Der Lehrer einer Grundschule in Neusäß-Westheim bei Augsburg sei inzwischen im Vorruhestand, unterrichte nicht mehr und werde in wenigen Monaten pensioniert.

Der Pädagoge hatte den Angaben zufolge seit 2006 verlangt, dass in Klassenzimmern, in denen er unterrichtet, das Kruzifix abgehängt wird. Er wolle nicht “unter dem Kreuz” lehren, da er aus der Kirche ausgetreten sei. Die Schulverwaltung habe dies ebenso wie die bayerischen Verwaltungsgerichte abgelehnt.

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Drohne fliegt mit Gedankenkraft

Bild: BB
Bild: BB
Mit einem EEG-Headset ist es möglich, unbemannte Flugkörper zu kontrollieren. Das hat ein Drohnenhersteller zusammen mit verschiedenen Unis gezeigt.


Von Ben Schwan|Technology Review

Ein europäisches Wissenschaftlerteam, an dem auch Forscher der TU München beteiligt sind, will unbemannte Fluggeräte über ein neuartiges Gehirn-Interface steuerbar machen. Nur per Gedankenkraft könnten Piloten dann in wenigen Jahren Drohnen lenken.

Das Verfahren arbeitet mit einer Sensorkappe, die der am Boden sitzende Kapitän tragen muss und die die Gehirnströme per Elektroenzephalografie (EEG) misst. Die ermittelten Gehirnströme übersetzt ein Algorithmus in Kommandos für die Drohne. Diese steuern dann die Maschine beispielsweise nach links oder nach rechts.

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Rechtspopulist Geert Wilders hetzt bei Pegida gegen den Islam

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
  • Zum Auftritt von Rechtspopulist Geert Wilders kommen in Dresden einige tausend Pegida-Anhänger zusammen.
  • Die Dresdner OB-Kandidaten von CDU, SPD und FDP kritisieren bei einem gemeinsamen Auftritt einhellig den Gast der Pegida-Organisatoren.
  • Den Gegendemonstranten wurde untersagt, sich in Sichtweite der Pegida-Kundgebung zu versammeln.


Süddeutsche.de

Wenige Besucher bei Wilders-Rede in Dresden

Die Veranstalter hatten mit bis zu 30.000 Menschen gerechnet. Gekommen sind nur einige tausend Pegida-Anhänger zum Auftritt des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. Wie andere Pegida-Redner vor ihm betonte er, dass man ja nichts gegen Ausländer habe, die sich integrieren. Oder gegen „echte Kriegsflüchtlinge“. Aber die anderen sollen seinen Worten nach Europa verlassen.

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QR-Code(Evangelikalen-Wirrwarr) entschlüsselt bald Dom-Geheimnisse

Im Kölner Dom sollen QR-Codes den Besuchern die Geheimnisse der vielen Kunstgegenstände offenbaren Foto: CherryX | CC BY-SA 3.0
Die Silhouette der gotischen Doppeltürme beherrscht das Stadtbild Kölns. Nun soll das Wahrzeichen der Stadt mit einer zeitgemäßen Neuerung ausgestattet werden. Um die zu nutzen, muss man ein Smartphone haben.


pro Medienmagazin

Der Kölner Dom, besser gesagt die Hohe Domkirche St. Petrus, zählt zu den markantesten und größten Kathedralen der Welt, die im gotischen Baustil errichtet wurden. Begonnen wurde der Bau der Kirche im 13. Jahrhundert, die Fertigstellung erfolgte nach jahrhundertelangem Baustopp jedoch erst im 19. Jahrhundert. Heute besuchen täglich rund 20.000 Gäste das UNESCO-Weltkulturerbe, zu dessen wertvollsten Kunstschätzen der Dreikönigeschrein gehört. Der beherbergt der Überlieferung nach die Gebeine der heiligen drei Könige und wird als Reliquie verehrt.

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