Kirche präzisiert Anforderungen an Mitarbeiter

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Immer wieder landen Fälle, in denen das kirchliche Arbeitsrecht eine Rolle spielt, vor dem Europäischen Gerichtshof. Ein Grund für die Kirchen, die Anforderungen an die Mitarbeiter klarer zu fassen.

katholisch.de

Nach den jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) klären die Deutsche Bischofskonferenz und der Deutsche Caritasverband die jeweiligen besonderen Anforderungen an Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen. Zu erwarten sei zwar „kein Masterplan“, aber stabile Richtlinien, sagte der Direktor des Instituts für Staatskirchenrecht der Diözesen Deutschlands, Ansgar Hense, am Mittwochabend in der Berliner Katholischen Akademie.

In Deutschland haben die beiden großen Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände rund 1,3 Millionen Beschäftigte. Sie dürfen ihren Mitarbeitenden dienstrechtlich bestimmte Auflagen machen, wenn diese religiös begründet sind. Der EuGH befasste sich in den vergangenen Monaten in zwei Fällen mit dem kirchlichen Arbeitsrecht in Deutschland.

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Schadet Triclosan dem Darm?

Der in vielen Alltagsprodukten enthaltene Wirkstoff Triclosan könnte der Darmgesundheit schaden. © Eraxion/ thinkstock
Schädlicher Nebeneffekt: Das umstrittene Desinfektionsmittel Triclosan schadet offenbar auch der Darmgesundheit – zumindest bei Mäusen. Eine Studie zeigt: Schon geringe Dosen des antimikrobiellen Wirkstoffs können bei Nagern nach kurzer Zeit zu Entzündungen im Dickdarm führen und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verschlimmern. Außerdem beschleunigte die Substanz im Experiment das Wachstum von Darmtumoren. Die Forscher fordern nun, diesen Zusammenhang in künftig genauer zu untersuchen.

scinexx

Das Desinfektionsmittel Triclosan wurde ursprünglich für die Anwendung in der Medizin entwickelt. Heute ist der antimikrobielle Wirkstoff aber auch in vielen Alltagsprodukten enthalten – zum Beispiel in Flüssigseifen, Deodorants und Zahnpasta. Auch in Küchenbrettern und Textilien kommt die Substanz als Keim-Bremse zum Einsatz. Das Problem: Triclosan steht inzwischen in Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein.

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Leitkultur: Christen treiben Keil zwischen Juden und Muslime

Alan Posener Quelle: Martin U. K. Lengemann
Die meisten Deutschen wissen vom Judentum noch weniger als vom Christentum. Wenn jetzt jemand behauptet, das Jüdische sei Teil der deutschen Leitkultur, erinnert das an die Lügen der Schweine in Orwells „Farm der Tiere“.

Von Alan Posener | DIE WELT

In diesen Tagen lese ich wieder einmal George Orwells „Farm der Tiere“, die Geschichte einer gescheiterten Demokratie. Nachdem die Tiere die Herrschaft des Bauern beseitigt haben, errichten sie eine multirassische und inklusive Gesellschaft ohne Ausbeuter. Ihre Leitkultur fassen die Tiere in sieben Geboten zusammen: 1. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind. 2. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund. 3. Kein Tier soll Kleider tragen. 4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen. 5. Kein Tier soll Alkohol trinken. 6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten. 7. Alle Tiere sind gleich.

Die Schweine – die intelligentesten Tiere – richten die Schafe ab, auf Kommando eine vereinfachte Fassung der Leitkultur zu blöken: „Vier Beine GUT, zwei Beine BÖSE!“ Im Parlament der Tiere werden damit alle Gegner der Schweine niedergeblökt. Als sie freilich selbst die Macht übernehmen und auf zwei Beinen gehen, ändern die Schweine die Schafsparole ein wenig: „Vier Beine GUT, zwei Beine BESSER!“

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Aktionstag gegen Söders Kreuz-Verordnung

Bild: GBS
Pünktlich zum Inkrafttreten der neuen Kreuz-Verordnung in Bayern am Freitag, dem 1. Juni 2018, veranstalten die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) und der Bund für Geistesfreiheit (bfg) einen „Aktionstag für ein weltoffenes Bayern und einen weltanschaulich neutralen Staat“. Der Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly hat hierzu eine Karikatur von Markus Söder gezeichnet, der mit einer Säge das deutsche Grundgesetzbuch auf Kreuzform zurückgeschnitten hat. Am Wochenende wird das Söder-Plakat in München vielerorts zu sehen sein.

Giordano-Bruno-Stiftung

Die von der gbs unterstützte Aktionsgruppe „Das 11. Gebot„, die im vergangenen Jahr mit ihrem „nackten Luther“ für Furore sorgte, wird am Freitag mit dem Plakat sowie der Skulptur „Der Quengel-Bischof“ durch die Fußgängerzone ziehen, während ein PR-Car mit dem Söder-Plakat von Freitag bis Dienstag durch die Münchener Innenstadt fahren und an symbolträchtigen Orten haltmachen wird. Für Presseanfragen und Fotos gibt es am Freitag folgende Gelegenheiten:

  • 09:30 Uhr: Marienplatz/Dienerstraße (mobile Einheit mit Söder-Plakat und Quengel-Bischof + PR-Car)
  • 13:30 Uhr: Max-Joseph-Platz/Residenzstraße (mobile Einheit mit Söder-Plakat und Quengel-Bischof)
  • 14.00 Uhr: Hofgarten/Bayerische Staatskanzlei (mobile Einheit mit Söder-Plakat und Quengel-Bischof)
  • 17:00 Uhr: Marienplatz/Dienerstraße (mobile Einheit mit Söder-Plakat und Quengel-Bischof + PR-Car)

Bei dem Termin um 14.00 Uhr an der Bayerischen Staatskanzlei soll dem bayerischen Ministerpräsidenten ein besonderes Präsent überreicht werden. Ob Markus Söder der Einladung folgen und die angebotene Möglichkeit zur Aussprache nutzen wird, ist nicht bekannt.

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Antarktis: Japanische Fischer töteten 122 trächtige Zwergwale

Japans Walfang in der Antarktis ist umstritten. Nun zeigen sich Umweltschützer besonders entsetzt – weil klar wird: Die Fischer aus Fernost haben bei ihrer letzten Fahrt auch mehr als 120 schwangere Tiere erlegt.

SpON

Japanische Walfänger haben bei ihrer jüngsten Expedition 122 trächtige Zwergwale und Dutzende Jungtiere getötet. Die Naturschutzorganisation Humane Society International bezeichnete die Zahlen als „schockierende Statistik und traurige Anklage der Grausamkeit von Japans Walfang“. Sie zeigten erneut die „grausame und unnötige Art der Walfangaktionen“, zumal sich gezeigt habe, dass „nichttödliche Studien für wissenschaftliche Zwecke ausreichen“, sagte Alexia Wellbelove von der Organisation.

Die umstrittene viermonatige Expedition in der Antarktis war im März zu Ende gegangen. Dabei waren fünf Schiffe im Einsatz. Sie hatten 333 Zwergwale getötet, wie die japanischen Behörden im vergangenen Monat der Internationalen Walfangkommission (IWC) mitgeteilt hatten.

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Facetten der Evolution: Der Fressfeind als biologisches Taxi

Die Eier der Stabheuschrecken überleben den Verdauungsprozess ihrer Fressfeinde Bild: Kobe University
Stabheuschrecken sind unmobil, wehrlos und eine willkommene Speise für Vögel. Doch wie Forscher nun herausfanden, ziehen Stabheuschrecken aus ihren Fressfeinden auch einen Nutzen.

Von Lea-Melissa Vehling | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wenn man ein besonders unmobiles Tier benennen müsste, dann wäre es wohl die Stabheuschrecke. Zwar ist das Insekt Meister der Tarnung. Doch mit seinem langen, unbiegsamen Körper ist es leichte Beute für Vögel, die auf der Suche nach Nahrung im Lebensraum der Heuschrecke herumpicken.

Wenn die Heuschreckendame einmal begattet wurde, kann sie – selbst ist die Frau – immer wieder Eier legen. Vögel und andere Fressfeinde galten daher bislang als Existenzgefährdung für Heuschreckenpopulationen. Denn: Ist das Muttertier verschlungen, so dachte man, ist es auch mit den Eiern vorbei.

Eine in „Ecology“ erschienenen Studie zeigt jetzt: Vögel sind nicht nur Fressfeind, sondern auch Verbreitungshelfer für die Stabheuschrecken.

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Wie öffentlich darf Religion sein?

Bild: Leipziger Blatt
Der Kreuzzwang in Bayern ist eine weitere Etappe in der Debatte um Religion in der Öffentlichkeit. Der Druck zu mehr Laizismus wächst. Sind religiöse Äußerungen in Deutschland peinlich geworden?

Alexander Brüggemann | katholisch.de

Man kann es auch brachial lösen: ein Kreuz in jede Amtsstube, wie es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will. Christliches Bekenntnis quasi verordnet – und in Abgrenzung zum Islam. Das scheint (neben parteipolitischen Erwägungen) eine trotzige Gegenbewegung zum Trend aus Brüssel oder den Nachbarländern Frankreich und Großbritannien zu sein, religiöse Äußerungen aus dem öffentlichen Leben fernzuhalten. Denn grundsätzlich wächst eher der Druck zu mehr Laizität.

Die Älteren werden sich noch erinnern: Jugendliche mit tendenziell langen Haaren ziehen mit Gitarre durch die Fußgängerzonen und singen „Hava nagila hava“, ein Lied aus dem chassidischen Judentum. Oder die orangenen Hare-Krishna-Jünger mit ihren Zimbeln und Trommeln. Recht normal damals; etwas ver-rückt im eigentlichen Wortsinn, aber jedenfalls harmlos und also toleriert.

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Tod am Wiener Würgegalgen. Was für eine „Mordsgaudi“

Von der Hinrichtung Georg Ratkays hat sich kein Bild erhalten. Das Foto zeigt den toten Cesare Battisti, der ebenfalls am Würgegalgen starb Quelle: Fotograf unbekannt/ Wikipedia gemeinfrei
Als der Mörder Georg Ratkay 1868 in Wien zur Hinrichtung geführt wurde, säumte eine „riesige Pöbelmenge“ mit Gesang, Alkohol und Sex den Weg. Angewidert zog Kaiser Franz Joseph Konsequenzen daraus.

Von Florian Stark | DIE WELT

Die bürgerliche Presse war pikiert: Von einer „riesigen Pöbelmenge, aus dem Abschaume der Bevölkerung bestehend“ war die Rede, die sich „zu einem schrecklichen Acte“ drängte. Dabei fielen „Äußerungen des empörendsten Zynismus“. Es ging um ein „trauriges, tief verdüsterndes Ereignis“: die Hinrichtung des Mörders Georg Ratkay in Wien am 30. Mai 1868. Offenbar gehörte auch Kaiser Franz Joseph I. zu den Lesern derartiger Berichte. Auf jeden Fall verfügte der Monarch, dass Hinrichtungen künftig nicht mehr zur allgemeinen Volksbelustigung auf dem Wienerberg, sondern nur noch hinter den verschlossenen Türen eines Gerichts vollstreckt werden sollten.

Georg Ratkay war einer der zahllosen Tagelöhner, die die Aussicht auf Arbeit in die pulsierende Hauptstadt des Habsburgerreiches getrieben hatte. Als Beruf hatte der gebürtige Ungar „Tischlereigehilfe“ angegeben, als er sich bei dem Tischlerehepaar Henke unter falschem Namen als Bettgeher vorstellte. Darunter verstand man Leute, die nur für wenige Stunden am Tag eine Bettstatt mieteten, die von den Wirtsleuten daher mehrfach vergeben werden konnte. Am 9. Januar 1868 erschlug Ratkay die Frau des Tischlers mit einem Hobel und tauchte unter.

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EuGH veröffentlicht Schlussanträge zu kirchlichem Arbeitsrecht: Chefarzt kündigen wegen Wiederheirat?

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Wie ist das Diskriminierungsverbot der EU mit dem kirchlichen Arbeitsrecht in Deutschland vereinbar? Abermals beschäftigt die Frage die europäischen Richter in Luxemburg. In Deutschland beschäftigte der Fall bereits alle gerichtlichen Instanzen.

DOMRADIO.DE

Es geht um einen Chefarzt, der 2009 von einem katholischen Krankenhaus in Düsseldorf gekündigt wurde, weil er ein zweites Mal standesamtlich heiratete. Im Februar war der Europäische Gerichtshof in mündlicher Verhandlung damit befasst. Am Donnerstag nun veröffentlicht Generalanwalt Melchior Wathelet seine Schlussanträge. Sie sind richtungsweisend, aber nicht bindend für die Richter, die in einigen Wochen ihr Urteil bekanntgeben.

Der Streit hängt mit dem Sonderstatus der Kirchen im deutschen Arbeitsrecht zusammen. Im Grundgesetz gesteht der Staat den Kirchen zu, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Entstanden ist in der katholischen Kirche ein Arbeitsrecht, das strenge Anforderungen auch an das Privatleben der kirchlichen Mitarbeiter stellt. Danach kann unter anderem gekündigt werden, wer sich gegen die kirchliche Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe scheiden lässt und standesamtlich erneut heiratet.

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Der Staat darf sich beim Glauben nicht bekennen

Das Kreuz kann zur Provokation werden: In staatlichen Institutionen hat es nichts verloren. (Bild: Christopher Clem Franken / Visum)
Das Kreuz hat in einem Amtsgebäude nichts verloren. Und ein Kopftuch wird auf dem Kopf einer Richterin zum Skandal, auch wenn es im Alltag Ausdruck einer Lebensform ist, die toleriert werden muss. Das müssen wir unterscheiden können. Um der Religionsfreiheit willen.

Thomas Ribi | Neue Zürcher Zeitung

Der Auftritt war effektvoll: Vor fünf Wochen gab der bayrische Ministerpräsident Markus Söder vor der Presse bekannt, ab Juni müsse in allen Behörden der bayrischen Staatsverwaltung ein Kreuz hängen. Zur Bekräftigung brachte er in der Staatskanzlei gleich selber das erste Kreuz an, vor laufenden Kameras natürlich, und inszenierte sich als Vorkämpfer einer in seinen Augen längst fälligen Rückeroberung. «Klares Bekenntnis zu unserer bayerischen Identität und christlichen Werten», twitterte er später in die Welt hinaus. Damit waren die Themen gesetzt, mit denen die CSU die Hoheit über das von der AfD besetzte Terrain zurückgewinnen will: Heimat und Identität.

Dass sich das Kabinett mit dem verordneten Kreuz über ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts hinwegsetzte, war dem promovierten Staatsrechtler Söder natürlich bewusst. 1995 hatte das oberste deutsche Gericht entschieden, dass Kreuze in staatlichen Schulen, die keine Bekenntnisschulen sind, gegen das Grundgesetz verstossen. Sie gefährdeten die Glaubensfreiheit, hielten die Richter fest. Der Paragraf der bayrischen Schulordnung, der das Anbringen von Kruzifixen in allen Klassenzimmern vorschrieb, sei deshalb nichtig.

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Tetrapoden: Landgang aus dem Brackwasser?

Woher kamen die Vorgänger der ersten Landwirbeltiere? © Mazan (http://www.mazanonline.fr)
Überraschend anders: Als die ersten Wirbeltiere das Land eroberten, robbten sie nicht aus dem Süßwasser an Land. Stattdessen lebten die Vorfahren aller heutigen Landwirbeltiere offenbar im brackigen Wasser von Flussmündungen, wie nun Isotopenanalyen von Fossilien belegen. Demnach war die Umwelt dieser Ur-Tetrapoden durch stark wechselnde Salzgehalte geprägt. Das widerlegt die bisher gängige Annahme zum Ursprung der Tetrapoden, so die Forscher im Fachmagazin „Nature“.

scinexx

Es war ein echter Meilenstein der Evolution: Vor rund 395 Millionen Jahren begannen die ersten Wirbeltiere die Landmassen der Erde zu besiedeln – und eroberten damit einen ganz neuen Lebensraum. Diese ersten Tetrapoden waren vermutlich noch eher fischähnlich, besaßen aber bereits Lungen und kräftige, beinähnliche Flossen.

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„Gaza steht jeden Tag am Rande eines Krieges“

„Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ Screenshot: bb
Die UN warnt vor dem Ausbruch eines Krieges im Gazastreifen. Sie verurteilt die Angriffe militanter Palästinenser und verweist auf deren Situation, die maßgeblich für die Aggression verantwortlich sei.

DIE WELT

Die Eskalation der Gewalt zwischen militanten Palästinensern und Israel zeigt nach Ansicht des UN-Sondergesandten Nikolaj Mladenow, dass die Region „jeden Tag am Rande eines Krieges“ steht.

Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York forderte Mladenow die internationale Gemeinschaft am Mittwoch auf, die Angriffe der militanten Palästinenser auf Israel zu verurteilen. Gleichzeitig müssten diese Attacken jedoch im Kontext der wochenlangen Proteste im Gazastreifen gesehen werden, bei denen mindestens 100 Palästinenser ums Leben gekommen waren.

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US-TV-Prediger sammelt Spenden für seinen vierten Privatjet

Jesse Duplantis gibt sich nicht mit seinen drei Jets zufrieden. – (c) Screenshot
Der Video-Appell von Jesse Duplantis macht klar: „Jesus würde heute keinen Esel reiten.“ Und der neue Jet würde durch geringeren Verbrauch für mehr Reichweite sorgen.

Die Presse.com

Seine bisherigen drei Privatflugzeuge reichen dem US-Fernsehprediger Jesse Duplantis nicht – weshalb er jetzt an seine Anhängerschaft appelliert, ihm eine neue Maschine zu bezahlen. Wenn Jesus heute auf der Welt wäre, „würde er keinen Esel reiten“, sondern zur Verbreitung des Evangeliums im Flugzeug um die Welt reisen, sagt der 68-Jährige in einem Webvideo, das US-Medien seit Tagen verbreiten.

In dem fünfminütigen Film ruft Duplantis seine Schäflein dazu auf, ihm ein Geschäftsreiseflugzeug des Modells Falcon 7X des französischen Herstellers Dassault Aviation zu spendieren. Der Kaufpreis liegt bei rund 54 Millionen Dollar (46,72 Mio. Euro). Seinen Wunsch begründet Duplantis damit, dass die moderne Maschine deutlich weniger Kerosin verbrauche als seine bisherigen und er damit lange Reisen ohne Zwischenstopp absolvieren könne.

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Sachsens AfD-Spitze verhängt Parteistrafen gegen eigene Mitglieder

©dpa
Der AfD-Landesvorstand Sachsen hat beschlossen, mehrere Strafen gegen Mitglieder einer internen Chatgruppe zu verhängen. Diese hatten neonazistische und gewaltverherrlichende Nachrichten in einer geschlossenen Whatsapp-Gruppe ausgetauscht.

MDR SACHSEN

Wie die Partei mitteilte, hat eine Einzelanhörung der beteiligten Personen stattgefunden. Anschließend habe der Vorstand beschlossen, gegen den Vorsitzenden des Kreisverbands Vogtland ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, sowie eine Ämtersperre zu verhängen. Auch ein weiteres Mitglied sei mit einer Ämtersperre belegt worden. Darüber hinaus werde ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet, ein Mitglied sei nach der Anhörung mit sofortiger Wirkung selbst aus der Partei ausgetreten, heißt es. Zwei Rügen wurden den Informationen zufolge ausgesprochen und alle namentlich bekannten Beteiligten wurden verwarnt.

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What’s the Absolutely Amazing Theory of Almost Everything?

Credit: Shutterstock
The Standard Model. What a dull name for the most accurate scientific theory known to human beings.

SPACE.com

More than a quarter of the Nobel Prizes in physics of the last century are direct inputs to or direct results of the Standard Model. Yet its name suggests that if you can afford a few extra dollars a month you should buy the upgrade. As a theoretical physicist, I’d prefer The Absolutely Amazing Theory of Almost Everything. That’s what the Standard Model really is.

Many recall the excitement among scientists and media over the 2012 discovery of the Higgs boson. But that much-ballyhooed event didn’t come out of the blue – it capped a five-decade undefeated streak for the Standard Model. Every fundamental force but gravity is included in it. Every attempt to overturn it to demonstrate in the laboratory that it must be substantially reworked – and there have been many over the past 50 years – has failed.

In short, the Standard Model answers this question: What is everything made of, and how does it hold together?

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Eins zu Null für Dr. Computer

Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung – was hier ein Arzt aus Fleisch und Blut tut, könnten bald Computerprogramme übernehmen. Bild: dpa
Die Einschätzung eines Muttermals entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod. Was Aufgabe von Dermatologen ist, können jetzt auch Computerprogramme. Sind Hautärzte bald überflüssig?

Von Nicola von Lutterotti | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sind intelligente Computer auf dem besten Weg, den Ärzten den Rang abzulaufen? Laut den Ergebnissen einer neuen Studie scheint dies zumindest teilweise der Fall zu sein. Mit einem auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Bilderkennungs-Verfahren ist es Wissenschaftlern der Universität Heidelberg jedenfalls gelungen, Doktoren aus Fleisch und Blut auszustechen. Bei der smarten Maschine handelte es sich um einen öffentlich zugänglichen Algorithmus des IT-Riesen Google (Inception v4 Convolutional Neural Network [CNN]), der auf künstlichen neuronalen Netzen beruht und ähnlich wie das menschlichen Gehirn aus Erfahrungen zu lernen vermag.

Mensch gegen Maschine

In einem ersten Schritt trainierten der Dermatologe Holger Hänßle und seine Kollegen den künstlichen Gesellen, zwischen gutartigen und bösartigen Hautverfärbungen zu unterscheiden. Hierzu setzten sie diesem rund 100.000 Fotos von Melanomen und harmlosen Pigmentmalen vor, die sie mit der jeweils richtigen Diagnose verknüpften. Nach dem aufwändigen Base-Camp prüften sie dann, wie gut der Computer sein neues Handwerk beherrschte und ob er erfahrenen Dermatologen diesbezüglich das Wasser reichen kann.

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Kirche in Spanien bettelt um Steuergelder

Bild: tilly
Die Phase der Steuererklärungen in Spanien ist auch für die katholische Kirche eine heiße Zeit. Es laufen große Werbefeldzüge, um Gelder in die Kasse zu spülen. Die Kampagnen zu Einnahmen durch Steuergelder haben Gründe.

DOMRADIO.DE

In Spanien gibt es keine herkömmliche Kirchensteuer; auch im üblichen Staatshaushalt ist kein Etat dafür vorgesehen. Stattdessen können sich die Steuerpflichtigen bei der bis Anfang Juli befristeten Steuererklärung per Kreuzchen entscheiden, ob sie 0,7 Prozent ihrer Lohn- und Einkommensteuer entweder der katholischen Kirche oder anderen sozialen Zwecken zukommen lassen. Diese Abgabe ist Pflicht.

Kreuzt man selbst bzw. der beauftragte Steuerberater nichts an, wandern die 0,7 Prozent für nicht näher bestimmte Vorhaben in die allgemeine Staatskasse. Entscheidet man sich für eine doppelte Ankreuzung für die Kirche und für andere soziale Zwecke, kommt es nicht zu einer gleichberechtigten Aufteilung; es wird die doppelte Abgabe fällig.

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Ötzi hatte gleich drei Verkalkungen im Herzbereich

Die Gletschermumie «Ötzi» wird im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen untersucht. (Bild: Augustin Ochsenreiter / Keystone)
Der wohl älteste nachgewiesene Fall von Gefässverkalkung zeigt, wie stark unsere Gene bei der Entstehung einer Arteriosklerose mitspielen.

Neue Zürcher Zeitung

Die Verkalkungen im Herzbereich des «Mannes aus dem Eis» fanden Radiologen des Bozner Spitals bei umfassenden Untersuchungen mit dem Computertomographen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen im Fachblatt «RöFo – Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen» publiziert. Daneben wies die Gletschermumie auch Verkalkungen im Bereich der Halsschlagader und an den Arterien der Schädelbasis auf.

Werte eines 45-Jährigen

Die gemessene koronare Kalklast sei mit der eines 40- bis 50-Jährigen hellhäutigen Mannes aus heutiger Zeit vergleichbar, heisst es in der Studie. Da Ötzi keine überwiegend sesshafte Lebensweise führte, schlussfolgern die Autoren, Patrizia Pernter, Beatrice Pedrinolla und der ehemalige Primar der Röntgenabteilung im Spital Bozen, Paul Gostner, dass bei die genetische Veranlagung ein wichtiger Auslöser für Arteriosklerose war.

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Bayern: Abschiebung von hochschwangerer Frau gescheitert

  • Am Mittwochmorgen wollten die niederbayerischen Behörden eine schwangere 21-Jährige aus Sierra Leone nach Italien abschieben.
  • Die Frau soll sich am Münchner Flughafen so heftig gewehrt haben, dass die Polizei sie nicht ins Flugzeug setzte.
  • Die Abschiebung sollte wenige Tage vor dem Beginn des Mutterschutzes der Frau stattfinden.

Süddeutsche Zeitung

Am Münchner Flughafen ist am Mittwochmorgen die Abschiebung einer hochschwangeren Asylbewerberin gescheitert. Die 21-Jährige aus Sierra Leone wehrte sich laut Bayerischem Flüchtlingsrat so heftig, dass die Polizei sie nicht ins Flugzeug setzte. Die Frau war bislang mit ihrer Familie in einer niederbayerischen Asylunterkunft in Hengersberg untergebracht. Abgeschoben werden sollte auch der fünf Jahre alte Sohn.

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Dodo Käßmann bezweifelt Reform-Willen von Papst Franziskus

Seit fünf Jahren ist Papst Franziskus das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Seitdem habe sich jedoch nichts „wirklich Grundstürzendes verändert“, sagt die evangelische Theologin Margoß Käßmann.

katholisch.de

Die evangelische Theologin Margot Käßmann bezweifelt, dass es in der katholischen Kirche unter Papst Franziskus grundlegende Reformen geben wird. „Noch sehe ich nicht, dass sich durch diesen Papst in der katholischen Kirche wirklich Grundstürzendes verändert“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). Allerdings gab die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland mit Blick auf die Kirchengeschichte zu, dass eine Rückbesinnung auf die Bibel „Verkrustungen“ auflösen könne.

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