Doppeltes Schwarzes Loch beobachtet

Künstlerische Darstellung eines doppelten Schwarzen Lochs, Bildquelle. NASA, PD
Die 380 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie NGC 7674 beherbergt in ihrem Zentrum offenbar ein doppeltes supermassereiches Schwarzes Loch. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Astronomenteams mit dem Very Long Baseline Interferometer VLBI, einem Zusammenschluss großer Radioteleskope auf der ganzen Welt.

Von Rainer Kayser | welt der physik

Es handelt sich dabei erst um den zweiten Nachweis eines doppelten Schwarze Lochs im Zentrum einer Galaxie. Solche Objekte bieten einen Einblick in die Entwicklung großer Galaxien, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

Das Modell der hierarchischen Galaxienentstehung beschreibt, wie sich im Kosmos zunächst kleine Galaxien bilden, die dann durch Zusammenstöße und Verschmelzungen zu immer größeren Galaxien anwachsen. Da nach heutigen Erkenntnissen die meisten Galaxien in ihrem Zentrum ein Schwarzes Loch mit der millionen- oder gar milliardenfachen Masse unserer Sonne besitzen, sollten durch verschmelzenden Galaxien auch zahlreiche doppelten Schwarzen Löcher entstehen. Indem Astronomen solche Objekte beobachten, können sie Rückschlüsse auf die Entwicklungsgeschichte der Galaxien ziehen. „Doch bislang konnte nur eine einziges solches Objekt tatsächlich beobachtet werden“, so Preeti Kharb von der Universität Pune und ihre Kollegen.

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NSU-Prozess: Die Bundesanwaltschaft zerstört den Rechtsstaat

Grafik: heise.de/TP
Wie im falschen Film: Mit ihrem manipulativen Verhalten täuscht die zentrale Strafverfolgungsbehörde Gericht und Öffentlichkeit – Ein Kommentar

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Angesichts des Schlussvortrages der Bundesanwaltschaft drängt sich mir die Frage auf, in welcher Welt Oberstaatsanwältin Greger in den letzten sechs Jahren gelebt hat, seitdem der rechtsterroristische NSU aufflog.

(Nebenklageanwalt Yavuz Narin, Stuttgarter Nachrichten, 1.8.2017)

Die Bundesanwaltschaft hat im NSU-Verfahren Staatsschutz im umfassenden Sinne betrieben – also auch Schutz vor einer zu weitgehenden Aufklärung und einer damit sicherlich einhergehenden Beschädigung des Verfassungsschutzes.

(Nebenklageanwalt Stephan Kuhn, Spiegel Online, 11.9.2017)

Die Bundesanwaltschaft sagt, bei dem Prozess gehe es nicht um Aufklärung, sondern um Bestrafung. Sie hat nicht Recht. Es geht um gesellschaftlichen Frieden, Bestrafung ist das Mittel, Aufklärung das Ziel.

(Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler, Kundgebung in Berlin, 17.9.2017)

Zur Zeit steht der NSU-Prozess in München wieder seit einer Woche. Die Nebenklage konnte bisher nicht mit ihren Plädoyers beginnen. Acht Tage lang hat die Anklagebehörde des Generalbundesanwaltes ihre Sicht vorgetragen. Die Inhaftnahme des Angeklagten André Eminger, der bisher auf freiem Fuß war, führte dann zu einem Ablehnungsantrag seiner Verteidiger gegenüber dem Gericht. Die Verteidigung von Ralf Wohlleben folgte. Darüber wird nun zunächst verhandelt.

Man kann den NSU-Komplex jedoch nicht verstehen, wenn man nur auf den Schauplatz München schaut. Was dort vor Gericht geschieht oder auch nicht geschieht, muss gemessen werden an dem, was an anderen Schauplätzen über den Skandal zu Tage gefördert wurde, zum Beispiel in den zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen.

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Skurril: Spinnen-„Tanten“ opfern sich

Bei der sozialen Spinne Stegodyphus dumicola versorgen auch jungfräuliche Weibchen die Eikokons und Jungspinnen – und opfern dafür sogar ihr Leben. © Anja Junghanns
Tödliche Fürsorge: Einige Spinnenarten sind sozial bis in den Tod. Denn bei ihnen helfen unverpaarte Weibchen nicht nur bei der Aufzucht des Nachwuchses, sie lassen sich ihm sogar fressen. Der Hintergrund dieses selbstlosen Opfers: Die Weibchen sind die Tanten der Spinnenkinder – und damit genetisch eng verwandt. Tragen sie dazu bei, dass der Nachwuchs überlebt, geben sie gleichzeitig damit auch einen Teil ihrer eigenen Gene weiter.

scinexx

Von sozialen Insekten wie den Honigbienen, Ameisen oder Termiten kennt man das: Während die Königin für den Nachwuchs sorgt, versorgen die Arbeiterinnen selbstlos sie und den gesamten Stock mit Nahrung und verteidigen ihn auch – ohne dass sie selbst jemals eigene Nachkommen haben. Dieser Altruismus scheint auf den ersten Blick widersinnig, doch er hat für alle Seiten Vorteile – und machte die sozialen Insekten zu einer der erfolgreichsten Tiergruppen überhaupt.

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Beratungszentrum für Rückkehrer in Marokko eröffnet

Marrakesch in Marokko © SuperCar-RoadTrip.fr @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Bundesregierung investiert Millionenbeträge im zweistelligen Bereich, um die Rückkehr von Marokkanern in ihre Heimat lukrativ zu gestalten. Zuletzt wurde in Casablanca ein Beratungszentrum für Rückkehrer eröffnet. Es soll auch über die Gefahren illegaler Migration informieren.

MiGAZIN

Deutschland und Marokko haben Mitte vergangener Woche in Casablanca ein Beratungszentrum für Rückkehrer aus Deutschland eröffnet. Die Mitarbeiter des Zentrums sollen ihnen bei der Jobsuche helfen und zudem die lokale Bevölkerung beraten, teilte das Bundesentwicklungsministerium in Berlin mit. Das Zentrum kläre auch über die Gefahren der illegalen Migration auf und informiere über legale Einwanderungsmöglichkeiten.

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Berlin: Lieber eine tote Ratte als ein krankes Kind

In Berlin sind viele Parks und Spielplätze gesperrt, weil sich dort Ratten herumtreiben, die gefährliche Krankheiten übertragen können. Der Grund für die aktuelle Plage ist ein ganz einfacher.

Von Anna Kröning | DIE WELT

Der Spielplatz ist mit Bauzäunen und einem Schloss verriegelt, daneben hängt ein Zettel: „Der Bereich ist wegen einer Schädlingsbekämpfung vorübergehend gesperrt“. Schon seit vier Wochen ist es still im Heinrich-Zille-Park in Berlin-Mitte, die Rutsche bleibt unbenutzt und kein Kind spielt im Sand. Eine Frau mit einem kleinen Jungen an der Hand kommt die Bergstraße entlang und bleibt vor dem Tor stehen. „Was soll das denn? Hier war doch immer auf?“ Der Junge will zur Rutsche, doch die Mutter zieht ihn weg.

Der Spielplatz in der Bergstraße ist einer von vielen öffentlichen Plätzen, die derzeit in der Hauptstadt gesperrt sind – wegen Ratten. Die Stadt kämpft gegen die Schädlinge, die mehr als 70 verschiedene Krankheiten wie Salmonellen, Borreliose, Tollwut, Leptospirose und Tuberkulose übertragen können.

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Serie von sexuellen Übergriffen schockt Italien

Archivbild. Die italienische Polizei sucht nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger. – APA/AFP/FILIPPO MONTEFORTE
Eine deutsche Frau wurden im Park der Villa Borghese in Rom überfallen und gefesselt. Es gibt Berichte mehrere Überfälle auf Touristinnen. Bürgermeisterin Raggi ist besorgt.

Die Presse.com

Eine Serie von sexuellen Übergriffen schockt Italien. Vor allem in der Hauptstadt Rom mehren sich die Überfälle auf Frauen. Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi erklärte sich besorgt und kündigte Maßnahmen an.

Die Polizei jagt in Rom nach einem jungen Mann zwischen 20 und 25 Jahren, der eine 57-jährige Deutsche im bekannten Park Villa Borghese im Herzen der Stadt überfallen und anschließend gefesselt haben soll.

Ein Taxifahrer hatte die Frau am Montag kurz nach Mitternacht im Park Villa Borghese gefunden. Sie sei nackt und ihre Hände seien mit einem Band fixiert gewesen, teilte die Polizei mit. Im Mund hatte sie ein Taschentuch. Damit wollte der Täter verhindern, dass die Frau um Hilfe rufen konnte. Die Deutsche berichtete, von einem jungen Mann vergewaltigt worden zu sein, der ihr 40 Euro gestohlen hatte.

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Vatikan weist Beteiligung an mutmaßlicher Entführung zurück

Der Vatikan hat Behauptungen zurückgewiesen, an dem Verschwinden der damals 15-jährigen Emanuela Orlandi im Jahr 1983 beteiligt gewesen zu sein. Anlass ist die Veröffentlichung eines Dokuments, das angeblich vom damaligen Chef der vatikanischen Güterverwaltung Kardinal Lorenzo Antonetti stammen soll und demzufolge der Vatikan eine geheime Unterbringung Orlandis im Ausland organisiert haben soll.

Von Burkhard Jürgens | kathpress

Dazu erklärte das päpstliche Presseamt am Montagabend, das vatikanische Staatssekretariat dementiere nachdrücklich die Echtheit des Dokuments. Die darin enthaltenen Informationen seien „durchweg falsch und ohne jede Grundlage“. Weiter hieß es, die Publikation verletze die Ehre des Heiligen Stuhls und rühre vor allem den „ungeheuren Schmerz der Familie Orlandi“ wieder auf.

Der Fall Orlandi gehört zu den spektakulärsten Kriminalfällen Italiens. Am 22. Juni 1983 kehrte die Jugendliche, Tochter eines Vatikanangestellten, nicht nach Hause zurück; bald meldeten sich angebliche Entführer, die eine Freilassung des türkischen Papstattentäters Ali Agca forderten. Später hieß es, das Mädchen sei von der Magliana-Bande entführt, kurze Zeit später getötet und im Küstenstädtchen Torvaianica einbetoniert worden.

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Deutschland: Einreiseverweigerung für evangelischen Bischof

Visaanträge aus afrikanischen oder anderen nichteuröpäischen Staaten werden oftmals abgelehnt – trotz guter Gründe für den Antrag – AFP
Einem Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) aus Nigeria ist offenbar die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Wie die frühere Bischöfin der Methodisten, Rosemarie Wenner, auf „Facebook“ schreibt, kann der Nigerianer John Wesley Yohanna nicht an einer Tagung der Zukunftskommission der EmK teilnehmen, weil ihm das Visum verweigert wurde.

Radio Vatikan

Die Erfahrungen der Methodisten reihen sich ein in eine ganze Liste verweigerter Einreiseerlaubnisse für Teilnehmer von kirchlichen Austauschprojekten: Wie der Referent für internationale ökumenische Jugendarbeit der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend (aej), Dirk Thesenvitz, am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur berichtete, ist erst kürzlich Teilnehmern aus Russland die Einreise zu einem von der Bundesregierung finanziell geförderten Jugendcamp in Wittenberg verweigert worden. Im August war auch ein Austauschprojekt des Brandenburger Kirchenkreises Oberes Havelland an verweigerten Visa gescheitert.

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Glyphosat: Die Gefährlichkeit bestimmt Monsanto

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
Das entscheidende Gutachten für die weitere Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat stammt aus der Feder des Bundesinstituts für Risikobewertung. Die Passagen zur Gefährlichkeit des Herbizids hat die Behörde einfach vom Hersteller Monsanto übernommen.

Von Stefan Sauer | Frankfurter Rundschau

Die deutsche Sprache hält für den Umgang deutscher und europäischer Lebensmittelsicherheitsbehörden mit dem Ackergift Glyphosat eine treffende Redewendungen bereit: Man hat den Bock zum Gärtner gemacht. Zur Klärung der Frage, ob das Pflanzenschutzmittel in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen werden soll, hat sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nämlich vor allem einer Quelle bedient: den Glyphosat-Hersteller Monsanto. Seitenweise hat das BfR Textpassagen kopiert und hat dabei gerade auch besonders heikle Bewertungen des Herstellers einfach übernommen.

So hatte Monsanto im Glyphosat-Zulassungsverfahren Studien, die Krebs erregende und Erbgut schädigende Wirkungen des global eingesetzten Herbizids nahe legten, durchweg als irrelevant qualifiziert. Diese und andere Textpassagen wurden wörtlich von der BfR übernommen, wie aus Unterlagen hervorgeht, die der FR vorliegen. Der angesichts dessen wenig überraschende Tenor der BfR-Stellungnahme lautete: Glyphosat sei bei sachgemäßer Anwendung ungefährlich.

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Amerika stoppt Waffenverkäufe an Erdogans Leibwächter

Bild: FAZ.net
Wegen des Angriffs auf Demonstranten in Washington erhalten Personenschützer des türkischen Präsidenten keine Waffen aus Amerika mehr. Eine Bestellung beim Hersteller Sig Sauer wurde gestoppt.

Frankfurter Allgemeine

Nach gewaltsamen Übergriffen auf friedliche Demonstranten während eines Washington-Besuchs sollen die Leibwächter des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan vorerst keine Waffenlieferungen mehr aus Amerika erhalten. Die Regierung habe die Waffenverkäufe an Erdogans Beschützer eingefroren, teilten die Senatoren Patrick Leahy und Chris Van Hollen am Montag (Ortszeit) in Washington mit.

Eine Bestellung der türkischen Leibwächter beim Waffenhersteller Sig Sauer im Umfang von 1,2 Millionen Dollar ( eine Million Euro) kommt damit vorerst nicht zustande.

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Das Cyberkommando der Bundeswehr formiert sich

Bild: heise.de/TP
Die Bundeswehr verkauft sich als Start-up, Ex-Thyssen-Manager Mühleck, der Leiter des Bereichs Cyber- und Informationsraum im Ministerium hat viel vor, politisch müsste die rechtliche Situation des Militärs im Cyberspace geregelt werden

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Bundeswehr hat lange gebraucht, bis sie ebenfalls ein Cyberkommando eingeführt hat. Der Bereich Cyber- und Informationsraum (CIR) im Ministerium und das Kommando bei der Bundeswehr nahmen am 1. April ihre Arbeit auf und wurden neben Land-, Luft- und Seestreitkräften sowie Sanitätsdienst und Streitkräftebasis ein eigenständiger militärischer Organisationsbereich bzw. eine eigenständige Teilstreitkraft (Deutschland wird nun auch im Cyberraum verteidigt).

Im Juli wurden dem Kommando weitere Abteilungen eingegliedert, womit nun insgesamt 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter für Verteidigung und Angriff im Cyberraum tätig sind. 2021 soll die deutsche Cybertruppe dann mit 14.500 Soldaten die volle Einsatzbereitschaft erreicht haben, sofern die geeigneten Cybersoldaten eingestellt werden können. Dazu will sich die Bundeswehr als „IT-Arbeitgeber“ darstellen und die IT-Gründerszene einbeziehen. Geplant ist an der Bundeswehrhochschule München die Einrichtung des „größten Forschungszentrums“ für Cybersicherheit, womit man auch ein „Cyber-Cluster“ schaffen will (Bundeswehrhochschule München richtet „größtes Forschungszentrum“ für Cybersicherheit ein). Mit dem Cyber Innovation Hub will man „eine aktive Rolle im sogenannten digitalen Startup-Ökosystem“ einnehmen.

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Bier macht tatsächlich glücklich

Versteckter Glücklichmacher: Passend zum Oktoberfest haben Forscher eine bisher unbekannte Seite des Bieres aufgedeckt: In ihm steckt – neben dem Alkohol – ein Inhaltsstoff, der im Gehirn ähnlich wirkt wie das Glückshormon Dopamin. Das sogenannte Hordenin dockt an die gleichen Rezeptoren im Belohnungssystem an und könnte daher beim Biertrinken ein zusätzliches Wohlgefühl auslösen.

scinexx

Ob SchokoladeChips oder Pizza: Es gibt Lebensmittel, die machen glücklich – und ein wenig süchtig. Denn vor lauter Genuss fällt das Aufhören schwer und man isst weiter, obwohl man eigentlich schon satt ist. Dieses Phänomen wird in der Fachsprache hedonische Nahrungsaufnahme genannt. Das gute Gefühl wird durch den Neurotransmitter Dopamin ausgelöst: Verlockende Lebensmittel aktivieren das Belohnungszentrum, in denen der Dopamin-D2-Rezeptor zu finden ist.

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Kanton St. Gallen will Burka-Verbot

Am Freitag wurde die nationale Initiative für ein Verhüllungsverbot eingereicht – St.Gallen prescht nun auf Kantonsebene vor. (REUTERS/Moritz Hager)
Dank den Stimmen von CVP und SVP spricht sich der sankt-gallische Kantonsrat für ein allgemeines Verhüllungsverbot aus. Der Entscheid fällt mit knappem Mehr.

Von Jörg Krummenacher | Neue Zürcher Zeitung

Neben der SVP macht sich nun auch die CVP für ein allgemeines Verhüllungsverbot stark – zumindest im Kanton St.Gallen. Mit den Stimmen der beiden Parteien hat das Kantonsparlament einen entsprechende Gesetzesartikel in erster Lesung knapp mit 59:54 Stimmen gutgeheissen. Auf Antrag der vorberatenden Kommission sprach es sich für eine Strafbestimmung mit folgendem Wortlaut aus: «Wer sich im öffentlichen Raum sowie an Orten, die öffentlich zugänglich sind, durch Verhüllung des Gesichts unkenntlich macht und dadurch die öffentliche Sicherheit oder den religiösen oder gesellschaftlichen Frieden bedroht oder gefährdet, wird mit Busse bestraft.»

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Warum Los Angeles aus politischen Gründen jetzt weiße Straßen hat

Los Angeles lässt Straßen als Maßnahme gegen den Klimawandel weiß streichen Quelle: Los Angeles Street Services/Twitter
In Los Angeles wird seit wenigen Wochen weißer Straßenbelag getestet, der die Stadt abkühlen soll. Für die Bewohner hat dieser einen angenehmen Nebeneffekt, außerdem setzt die Stadt damit ein deutliches Zeichen.

DIE WELT

Für eine konsequente Linie in seiner Politik ist US-Präsident Donald Trump derzeit nicht gerade bekannt: Erst will er die Kinder von Einwanderern rauswerfen, dann trifft er sich doch mit den Demokraten, um über ihre Bleibeperspektiven zu sprechen. Erst erklärt er öffentlichkeitswirksam den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen, dann relativiert das Weiße Haus seinen Vorstoß: Unter bestimmten Bedingungen könnte man ja darüber nachdenken, doch dabeizubleiben.

Auf dieses Hin und Her wollen sich Klimaschützer nun nicht mehr verlassen. US-Bürgermeister und -Gouverneure kündigten schon unmittelbar nach Trumps Rede im Juni an, die Klimaziele wie geplant umsetzen zu wollen.

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Schorlemmer warnt vor Ausgrenzung der AfD

Der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer hat vor einer Ächtung der AfD und ihrer Wähler gewarnt. „Wir dürfen die Wähler nicht diffamieren“, sagte Schorlemmer am Montag im Deutschlandfunk.

evangelisch.de

Vielmehr müsse man sich inhaltlich mit der Partei und ihren Politikern auseinandersetzen. Anstatt die AfD zu stigmatisieren, gelte es jetzt, sie „ganz klar inhaltlich“ zu stellen. „Hier braucht es klare Kante der demokratischen Parteien, ohne dass sie sich dem verhassten Stil anpassen“, unterstrich Schorlemmer. Dazu seien „historisch kundige, rhetorisch begabte“ und menschennahe Demokraten im Bundestag nötig. Außerdem gehörten die Debatten „wieder aus den Talkshows in den Bundestag“, betonte der evangelische Theologe.

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Spyware Company That Said It Would Leave Spyware World Shows Up At Arms Fair

Image: Matt Kennard
Aglaya said it wasn’t interested in selling sketchy products to governments. Now, it’s advertising the same products at arms shows.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

In the unregulated, digital weapons gold rush, it looks like old habits die hard.

Last year, Motherboard published some pages of a leaked catalog offering governments sketchy services such as „weaponized information“ to infiltrate, „ruse,“ and „sting,“ with the goal to discredit a target or a company—basically astroturfing, disinformation campaigns. The catalog, prepared by the little-known Indian-based vendor Aglaya, also offered distributed denial-of-service or DDoS as a service, and a wide range of other more commonplace products such as computer and smartphone spyware, or alleged industrial control systems exploits.

When we exposed the catalog and inquired about it, Aglaya’s founder and CEO Ankur Srivastava had a puzzling response. These offerings, he said, don’t „represent the vision of our product portfolio.“ Srivastava said the products were only a „custom proposal for one customer,“ and not something that was advertised on the company’s site or actually sold to any customer. And, moreover, they were outdated information anyway, since „we are not a part of this market and unintentionally underwent a marketing event at the wrong trade-show,“ Srivastava told me over email.

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Mutmaßlicher IS-Terrorist fühlt sich „in seiner Ehre verletzt“

In Düsseldorf muss sich Hamza C. vor Gericht verantworten, weil er einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben soll Quelle: dpa
Ungerecht behandelt, in seiner Ehre verletzt, nicht schnell genug bearbeitet – diese Vorwürfe erhebt ein mutmaßlicher IS-Terrorist gegen ein Kölner Gefängnis. Deshalb ist er nun in den Hungerstreik getreten.

DIE WELT

Ein als mutmaßlicher IS-Terrorist in Düsseldorf angeklagter 29-Jähriger ist in einen Hungerstreik getreten. Das bestätigten ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts und die Leiterin des Kölner Gefängnisses, Angela Wotzlaw, am Montag. Der Gesundheitszustand von Hamza C. sei nach etwa einer Woche im Hungerstreik noch nicht kritisch.

„Er fühlt sich ungerecht behandelt und in seiner Ehre verletzt, weil seine Anträge nicht schnell genug behandelt worden seien“, sagte die JVA-Chefin. Sie sei den Vorwürfen nachgegangen, habe aber kein Verschulden der Bediensteten feststellen können. „Da ist alles ordnungsgemäß abgelaufen.“ Man habe mit ihm ausführlich gesprochen, er habe sich aber von seinem Vorhaben nicht abbringen lassen.

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Türkei bestellt erneut deutschen Botschafter ein

Getötete Armenier. Themenbild.

Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter Martin Erdmann einbestellt.

Frankfurter Rundschau

In dem Gespräch sollte es um türkischen Protest im Zusammenhang mit der Armenien-Resolution des Bundestags von 2016 gehen. Erst Samstag Erdmann ins Außenministerium zitiert worden, weil bei einem kurdischen Kulturfest Bilder des PKK-Führers Abdullah Öcalan gezeigt wurden. Unter Nato-Partnern wird das diplomatische Instrument Einbestellung normalerweise so gut wie nie genutzt.

Zwei Kirchenglocken mit Nazi-Symbolen in Niedersachsen

Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
In der hannoverschen Landeskirche gibt es nach Angaben des Landeskirchenamtes noch zwei Kirchenglocken mit eingegossenen Nazi-Symbolen. Dabei handelt es sich um Hakenkreuze mit einer Aufschrift im NS-Stil sowie einem Luftwaffenadler, wie ein Sprecher am Montag in Hannover mitteilte.

evangelisch.de

Die evangelische Landeskirche hatte in den vergangenen Wochen alle ihre 1.262 Gemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee befragt, ob solche Glocken vor Ort noch existieren. Hintergrund ist der Fall der „Hitler-Glocke“ im pfälzischen Herxheim am Berg, die seit einiger Zeit für Aufsehen sorgt.

Die niedersächsischen Glocken hängen in der Michaelkirche in Faßberg bei Celle sowie im Turm der Kreuzkirche in Schweringen bei Nienburg. „Die betroffenen Gemeinden sind sich der Problematik dieser Glocken bewusst“, sagte Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover. Er empfiehlt den Gemeinden, die Glocken stillzulegen. „Da diese Glocken zu Gottesdiensten, Andachten und zum Gebet einladen, sind sie nicht nur historische Relikte, sondern Teil des aktuellen liturgischen Handelns.“ Er könne sich nur schwer vorstellen, dass diese Glocken weiterhin zu Gottesdiensten oder zu Friedensgebeten einladen.

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Neo-Nazis parade through Swedish city ahead of Yom Kippur march

Nordic Resistance Movement sympathizers participating in an anti-immigrant demonstration in central Stockholm, November 12, 2016. (Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)
Nordic Resistance Movement holds rally in Gothenburg to spread word about demonstration planned to pass near synagogue

By TOI Staff

Dozens of people belonging to a violent Swedish neo-Nazi group paraded through the streets of the country’s second-largest city on Sunday, ahead of a planned march that has raised alarms for its route near a synagogue on Yom Kippur.

According to reports in Swedish media, some 50 members of the Nordic Resistance Movement marched through downtown Gothenburg waving flags and banners.

A minor scuffle between a counter protester and a marcher was broken up by police. Swedish authorities said no arrests were made.

The NRM used Sunday’s march to advertise for their upcoming rally, which is scheduled to pass near Gothenburg’s main synagogue on Yom Kippur, the holiest day on the Jewish calendar.

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