Meteoriten-Relikt vom Steinheimer Becken entdeckt

Das rund zwei Zentimeter lange Meteoritenrelikt war 20 Jahre lang in im Kalkstein verborgen. © Michael Hölzel
Spektakulärer Fund: Forscher haben erstmals ein Bruchstück des Meteoriten entdeckt, der vor 15 Millionen Jahren das Steinheimer Becken schuf. Das zwei Zentimeter kleine Eisenstück steckte in einem größeren Kalksteinblock und trat erst jetzt durch einen Riss zutage. Der Fund dieses Eisenmeteoriten ist nicht nur eine Rarität, er enthüllt auch, dass die Einschläge im Nördlinger Ries und im Steinheimer Becken von zwei verschiedenen Meteoriten herrühren müssen.

scinexx

Vor knapp 15 Millionen Jahren ereignete sich in Süddeutschland eine kosmische Katastrophe: Ein rund ein Kilometer großer Asteroid und sein rund 150 Meter großer Begleiter rasten direkt auf die Erdoberfläche zu – und schlugen ein. Die tropische Landschaft verwandelte sich in eine Gluthölle, Unmengen Gestein verdampften und zwei Krater entstanden – das Nördlinger Ries und das Steinheimer Becken.

weiterlesen

Advertisements

„Die Religion schottet Menschen ab“

Eine muslimische Frau mit Kopftuch steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin (picture-alliance / dpa / Wolfgang Kumm)
Alfred Schlicht war Diplomat und lebte in islamisch geprägten Ländern. „Gehört der Islam zu Deutschland?“, heißt sein neues Buch. Hilft eigentlich diese Frage bei der Integration? Ja, meint der Autor. „Wir müssen sehen, dass wir die Muslime zu deutschland-kompatiblen Mitmenschen hier machen.“

Monika Dittrich im Gespräch mit Alfred Schlicht | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: In vielen westlichen Gesellschaften wird der Islam heutzutage vor allem als Problem gesehen – als Religion, die Integration verhindert, Frauen unterdrückt, Gewalt verherrlicht. Das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen ist schwieriger geworden, auch in Deutschland. So beschreibt es Alfred Schlicht in seinem aktuellen Buch. Der promovierte Orientalist war jahrelang als Diplomat in muslimischen Ländern. Der Titel seines Buches heißt: „Gehört der Islam zu Deutschland?“. Ich wollte von ihm wissen, ob man diese Frage angesichts von mindestens viereinhalb Millionen Muslimen in der Bundesrepublik überhaupt stellen kann.

Herr Schlicht, Ihr Buch heißt „gehört der Islam zu Deutschland?“. Kann man das überhaupt fragen, angesichts von mindestens viereinhalb Millionen Muslimen, die hierzulande leben?

Alfred Schlicht: Es ist eine Frage, die gestellt worden ist. Es ist eine Frage, die immer noch viele Bürger beschäftigt. Aber in der Tat, wir haben sehr viele Muslime hier, wir haben eine wachsende Zahl von Muslimen, nicht nur durch die Flüchtlinge und insofern stellt sich die Frage mehr und mehr, denn die Frage bedeutet ja auch: Passen diese Leute zu uns? Passen diese Muslime zu uns? Und wie gehen wir mit ihnen um? Das beinhaltet diese Frage ja auch.

Dittrich: Und: Passen Sie zu uns?

„Wir haben eine große Zahl von Muslimen, die hier angekommen sind“

Schlicht: Auch da ist es wieder schwierig, eine eindeutige Antwort zu geben. Und deshalb ist dieses Buch ja geschrieben worden. All diejenigen, die glauben, dass man eine ganz einfache Antwort hierauf findet, sollten dieses Buch lesen. Für sie ist es geschrieben. Wir haben natürlich eine ganz große Anzahl von Muslimen, die hier angekommen sind. Muslime, die sich mit dem modernen Leben, mit der modernen Gesellschaft, mit dem Rechtsstaat, mit der Demokratie sehr gut arrangiert haben. Und wir haben natürlich leider immer noch Muslime, die beschränkt sind in ihrer wörtlichen Gläubigkeit an Aussagen des siebten Jahrhunderts. Und die müssen wir erst in unsere Realität hineinführen.

weiterlesen

Parteien gehen auf Distanz zu Islam-Verbänden

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Der Zentraltrat der Muslime hat einen Kompass herausgegeben, der eine Entscheidungshilfe für muslimische Wähler sein soll. Darin beschreibt er auch, dass deutsche Parteien immer mehr auf Distanz zu Islam-Verbänden gehen.

Handelsblatt

Die Parteien gehen nach Erkenntnissen des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zunehmend auf Distanz zu den Islam-Verbänden. Dabei treibe sie vor allem die Sorge um, ausländische Staaten und Organisationen könnten mit Geld und der Entsendung radikaler Imame Moscheegemeinden politisch beeinflussen. Das schreibt der ZMD in einem am Montag veröffentlichten „Kompass“ zur Bundestagswahl. Er ist als Entscheidungshilfe für muslimische Wähler gedacht.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer antwortete auf die Frage, wie ihre Partei zur Anerkennung muslimischer Vereine als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des Öffentlichen Rechts stehe: „Wir wollen nicht, dass fremde Staaten Einfluss auf deutsche Religionsgemeinschaften nehmen – und sehen daher das Engagement der Türkei oder Saudi-Arabiens sehr kritisch.“ Die Grünen erklärten, es sei inakzeptabel, „dass Verbände aus dem Ausland gesteuert und zu politischen Zwecken genutzt werden“.

weiterlesen

Nato-Mitglied Türkei kauft russisches Raketenabwehrsystem

Bild: FAZ.net
Die Türkei hat sich mit Russland auf den Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 geeinigt. Es ist der bislang größte jemals geschlossene Rüstungsdeal des Nato-Mitglieds mit Moskau.

Frankfurter Allgemeine

Die Türkei kauft von Russland das Raketenabwehrsystem S-400. Der Vertrag sei nun unterzeichnet worden, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan laut türkischen Medienberichten vom Dienstag. Seiner Kenntnis nach sei bereits eine Anzahlung erfolgt. Es ist der größte jemals geschlossene Rüstungsdeal des Nato-Landes Türkei mit Russland.

Die Vereinigten Staaten hatten die Pläne des Nato-Partners zuvor kritisiert. Das Pentagon warnte, womöglich gebe es bei der Verwendung russischer Technologie Schwierigkeiten bei der militärischen Zusammenarbeit innerhalb der westlichen Allianz.

weiterlesen

Attacke auf Mann in Berlin – weil er ein Kreuz trug

Der U- und S-Bahnhof Neukölln an der Hermannstraße Quelle: pa/Markus C. Hur/dpa/Markus C. Hurek
„Warum bist du Christ geworden?“: Zwei Männer griffen in Berlin-Neukölln einen jungen Mann an, weil er ein Kreuz um den Hals trug. Sie schlugen ihn und fügten ihm Schnittverletzungen zu.

Von Cornelia Karin Hendrich | DIE WELT

Seine Kette mit einem Kreuz provozierte offenbar die Angreifer: Ein 23-jähriger Mann ist am Montagabend in Berlin nahe des S-Bahnhofs Neukölln aus christenfeindlichen Motiven angegriffen und verletzt worden.

Der Mann aus Afghanistan war gegen 22 Uhr in der Nähe des S-Bahnhofes unterwegs und telefonierte dabei. Das sagt Valeska Jakubowski von der Berliner Polizei.

weiterlesen

Bundesanwalt fordert lebenslange Haft für Beate Zschäpe

Angeklagte Beate Zschäpe: Nach fast fünf Jahren nähert sich der NSU-Prozess seinem Ende. (Foto: dpa)
Für jeden einzelnen der zehn Morde sei diese Strafe fällig, sagt Bundesanwalt Diemer in seinem Schlussplädoyer im NSU-Prozess.

Süddeutsche.de

Im NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Für jeden einzelnen Mord sei diese Strafe fällig, sagte Bundesanwalt Herbert Diemer in seinem Plädoyer vor dem Münchner Oberlandesgericht.

Das Plädoyer des Bundesanwalts dauert noch an. Offen ist, ob er eine besondere Schwere der Schuld oder einen Grund für eine Sicherungsverwahrung Zschäpes sieht. In diesen Fällen wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

weiterlesen

Ein Terroranschlag auf Rom und den Vatikanstaat ist nur eine Frage der Zeit

Die Schweizergarde. Foto: Andreas Walker. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Dschihadisten drohen dem Papst und dem italienischen Staat mit Anschlägen – Schweizergarde erklärt sich abwehrbereit

Von Jenny Perelli | TELEPOLIS

Die Propaganda der Terrormilizen intensiviert sich, doch im Falle eines großen Angriffs auf den Staat des Vatikans ist die Schweizergarde bereit, den Papst mit allen Mitteln zu verteidigen. Das letzte Gefecht zwischen dem Islam und dem Christentum wird im Vatikan ausgetragen werden.

„Die Schweizergarde fürchtet keinen terroristischen Anschlag“ – das behauptete Christoph Graf, seit 2015 Kommandant des kleinen militärischen Kontingents, das über die Sicherheit des Kirchenoberhauptes und des Vatikans wacht, während der 27. Generalversammlung der Wachen im Schweizer Solothurn. „Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bevor ein solcher Angriff in Rom stattfindet – aber wir sind bereit, den Papst zu verteidigen“.

So der schockierende Kommentar, der auf dem katholischen Portal Cath.ch veröffentlicht wurde. Ein derartiges Schreckensszenario wird demnach ernsthaft in Betracht gezogen, denn Papst Franziskus ist seit langem Zielscheibe der IS-Dschihadisten. Die Zeitschriften und Agenturen des Kalifats haben Rom und den Vatikan, das Zentrum des Christentums, schon immer als den ultimativen Ort des Zusammenstoßes zwischen dem Islam und dem Christentum angegeben. Besonders Papst Franziskus wird von den Terroristen als „Feind“ bezeichnet.

weiterlesen

Häuser dünsten Schadstoffe aus

Tief durchatmen? Auch in den eigenen vier Wänden nicht immer eine gute Idee – denn die Innenraumluft kann voll von gesundheitsschädlichen Stoffen sein. © Antonio Guillem/ thinkstock/ public domain (Collage)
Dicke Luft in den eigenen vier Wänden: In unseren Wohnungen und Häusern sind wir mehr gesundheitsschädlichen Chemikalien ausgesetzt als wir glauben. Denn die Innenraumluft enthält teilweise hohe Konzentrationen von Schadstoffen wie Flammschutzmitteln und Weichmachern. Quellen der Belastung sind dabei selbst in nach modernen ökologischen Standards renovierten Wohnungen oftmals die Gebäude selbst – und nicht nur Konsumprodukte der Bewohner, wie eine US-Studie belegt.

scinexx

Ob Stickoxide, Feinstaub, Ozon oder giftige Schwermetalle: Unsere Luft ist voll von Schadstoffen. Es sind zum Beispiel die Emissionen von Kohlekraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und dem Straßenverkehr, die draußen für dicke Luft sorgen und unsere Gesundheit gefährden. Langfristig kann diese Luftverschmutzung zu Asthma, Herz-Kreislauf-Problemen, Krebs oder Entwicklungsstörungen bei Kindernführen.

weiterlesen

Experten: Al-Qaida gewinnt wieder an Stärke

Soldaten in Syrien im Kampf gegen die al-Nusra-Front, die als al-Qaida-Ableger gilt – imago/Xinhua
In Syrien präsentiert sich eine sunnitische Gruppe, die der al-Qaida nahesteht, als gemäßigt dar und hofft auf mehr Anhänger als der IS.

Die Presse.com

Das Al-Qaida-Netzwerk gewinnt nach Einschätzung von US-Experten wieder an Stärke. Zwar stelle die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) derzeit „die größte terroristische Bedrohung“ dar, Al-Qaida in Syrien sei aber „besorgniserregend“, sagte der ehemalige Anti-Terrorismus-Chef des Weißen Hauses, Joshua Geltzer, am Montag bei einer Diskussion der Stiftung New America.

Sorge bereitet den Experten vor allem die sunnitische Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) in Syrien. Diese hatte im August die Kontrolle über die nordsyrische Stadt Idlib übernommen. HTS sei lediglich eine „Neuauflage“ von Al-Qaida, sagte Geltzer. Die Gruppe präsentiere sich gemäßigter als der IS und hoffe somit auf neue Anhänger.

weiterlesen

Jedes Jahr drei Millimeter – US-Ostküste versinkt langsam im Meer

Eine Ansicht der Stadt Charleston, South Carolina, am Cooper River im Jahr 1838. Städte wie Charleston an der Ostküste sind besonders gefährdet Quelle: picture alliance / Everett Colle
Jedes Jahr sinken die Gebiete an der amerikanischen Ostküste ein wenig weiter in den Ozean. Das liegt vor allem am „Gletscher-Effekt“, am Klimawandel – und daran, wie der Mensch das Grundwasser nutzt.

DIE WELT

Der Ostküste der USA drohen einer Analyse zufolge immer häufiger Überschwemmungen. Besonders gefährdet seien die Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina, berichten Wissenschaftler der Universitäten Bonn, South Florida und Rhode Island im Fachjournal „Scientific Reports“.

Nicht unbedingt Wirbelstürme mit verheerenden Regenfällen wie bei „Katrina“, „Harvey“ oder „Irma“ seien die Ursache, das Problem seien die Küstengebiete selbst: Sie versänken langsam, aber stetig im Atlantischen Ozean – jedes Jahr um bis zu drei Millimeter.

Die Forscher hatten unter anderem GPS-Daten und Satellitenmessungen ausgewertet.

weiterlesen

Dem Kaffee wird’s zu heiß

Ein Farmer pflückt Kaffeebeeren in Kolumbien. Durch den Klimawandel könnten die geeigneten Anbauflächen für Kaffee bis 2050 drastisch schrumpfen. © Neil Palmer (CIAT)
Düstere Zeiten für Kaffee-Liebhaber: Der Klimawandel könnte dem Kaffeeanbau in Mittelamerika erheblich schaden. Denn im größten Anbaugebiet der Erde werden die für Kaffee geeigneten Flächen bis 2050 voraussichtlich um bis zu 88 Prozent zurückgehen, wie Forscher prognostizieren. Der Grund: In vielen Gebieten wird es dem Kaffee zu heiß und trocken, zudem gehen die Bestäuberinsekten zurück. Besonders davon betroffen sind Nicaragua, Honduras und Venezuela, so die Prognose.

scinexx

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und für viele ärmere Länder einer ihrer wichtigsten Exportartikel. Doch Kaffeepflanzen sind anspruchsvoll: Um zu gedeihen, benötigen sie ein gleichmäßig warmes Klima, reichlich Regen und geschützte halbschattige Standorte. Geeignete Anbauflächen gibt es heute vor allem in Mittelamerika und dem Norden Südamerikas, aber auch in einigen Regionen Asiens und in Äthiopien.

weiterlesen

„Irma“ wütet weiter: Tote in Georgia und South Carolina

„Irma“ hinterläßt eine Spur der Zerstörung – AFP (SAUL LOEB)
Auch wenn „Irma“ vom Hurrican zum Tropensturm abgestuft wurde: Er hinterläßt eine Spur der Zerstörung.

Die Presse.com

Nach seinem zerstörerischen Zug durch Florida hat der Tropensturm „Irma“ in weiteren US-Bundesstaaten gewütet. Der Sturm bewegte sich am Montag weiter Richtung Norden und brachte schwere Regenfälle und heftigen Wind nach Georgia und South Carolina. Mindestens drei Menschen starben. In Florida wurde das Ausmaß der Schäden erst nach und nach sichtbar.

Der Sturm riss in vielen Teilen Hausdächer herab und kappte Leitungen. Millionen Haushalte waren ohne Strom. „Irma“ war am vergangenen Mittwoch erstmals auf der kleinen Karibikinsel Barbuda an Land getroffen. Es ist einer der schwersten jemals in der Region registrierten Tropenstürme. Einige Gegenden in der Karibik wurden so schwer zerstört, dass sie als unbewohnbar gelten. Schätzungen zufolge kamen mindestens 43 Menschen ums Leben. In der Karibik gab es 34 Todesopfer, darunter 10 in Kuba. In den USA starben mindestens 8 Menschen.

weiterlesen

EU-Anti-Terror-Koordinator: 2500 Europäer kämpfen für IS

Bild: nationalreview.com
Im Irak und in Syrien kämpfen noch etwa 2500 Europäer für die Terrormiliz Islamischer Staat. Das hat der Anti-Terror-Beauftragte der EU, Gilles de Kerchove, gesagt.

Frankfurter Rundschau

Es müsse eine bessere Zusammenarbeit mit im Kampfgebiet eingesetzten Militärkräften geben, um Informationen wie gesammelte Fingerabdrücke für die europäischen Sicherheitsbehörden zu erhalten, sagte er der „Welt“. Um IS-Rückkehrer rechtzeitig zu identifizieren, sei zudem ein Austausch biometrischer Daten innerhalb der EU erforderlich.

Frauenrechte im Iran: Schleierzwang – ein Ende in Sicht?

Seit der Islamischen Revolution von 1979 begann das Regime, Frauen den Schleier aufzuzwingen. Doch der Widerstand dagegen hat nie aufgehört, auch wenn er sich mittlerweile verändert hat. Heute scheint der Schleierzwang nicht mehr in Stein gemeißelt zu sein.

Von Nasrin Bassiri | Qantara.de

„Der Hidschab lässt sich nicht mit Zwang einführen, genauso wie die Entschleierung der Frauen durch Reza Khan nicht erzwungen werden konnte.“ Dieser Satz stammt nicht etwa von einem Mitglied der Frauenrechtsbewegung im Iran, einem Regimekritiker oder einer Reformpolitikerin. Er stammte vom 73-jährigen Ayatollah Ahmad Alamollhoda, Vertreter des obersten religiösen Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, in der heiligen Stadt Mashhad, sowie Mitglied des Expertenrats, einem aus 88 alten Männern bestehenden Gremium, das den Obersten Führer wählen, kontrollieren und absetzen darf.

Um diese späte Erkenntnis zu ergründen, ist ein Blick in die Geschichte des Schleierzwangs im Iran nötig.

Der Versuch, Frauen den Schleier aufzuzwingen, begann bereits zwei Wochen nach der Revolution. Am 7. März 1979 hielt Ayatollah Ruhollah Khomeini eine Rede: Es sei ihm berichtet worden, dass Frauen in Ministerien „nackt“ – gemeint war: ohne Kopfbedeckung – ein und ausgingen. Künftig sollten sie nur noch mit islamischer Bekleidung – dem sogenannten Hidschab – das Haus verlassen und im öffentlichen Dienst arbeiten, „statt sich zu schminken und ihre Reize zu zeigen“, so Khomeini.

Proteste gegen Khomeinis Schleierzwang

Gleich am nächsten Tag, am 8. März 1979, protestierten in Teheran Zehntausende Frauen und Mädchen auf der Straße gegen den Schleierzwang. Viele Schulen blieben geschlossen, weil Schülerinnen den Klassen fernblieben und stattdessen die Straßen bevölkerten. Die Angestellten des Außenministeriums und der staatlichen iranischen Fluggesellschaft weigerten sich, Kopftücher anzulegen und mussten deshalb ihrer Arbeit fernbleiben. Sie protestierten vor ihren Arbeitsplätzen oder schlossen sich den Demonstrantinnen an. Die Proteste waren spontan und erfolgten ohne Vorbereitung.

weiterlesen

 

Angela Merkel warnt vor Vereinnahmung von Religion

Marco Impagliazzo, Gemeinschaft Sant’Egidio, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ahmed Muhammad Al-Tayyeb, Großimam der Al-Azhar-Universität, Ägypten (l-r) sitzen zu Beginn des Weltfriedenstreffen in der Halle Münsterland in Münster. Foto: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Eröffnung des Weltfriedenstreffens an Kirchen- und Religionsvertreter appelliert, sich nicht vereinnahmen zu lassen. „Religionen haben den Auftrag zum Frieden und deshalb kann es keine Rechtfertigung von Krieg und Gewalt im Namen einer Religion geben“, sagte sie am Sonntag im nordrhein-westfälischen Münster.

Berliner Zeitung

Insbesondere die Religionsgemeinschaften selbst seien dazu aufgerufen, „sich deutlich gegen die Vereinnahmung von Religion durch diejenigen zu wenden, die die Würde von Menschen mit Füßen treten“.

Merkel sagt dem Niger Unterstützung zu

Merkel appellierte auch an die Europäer, nicht so zu tun, als würden sie die Krisen der Welt nichts angehen. In der Partnerschaft mit Afrika etwa gehe es auch darum, Sicherheit und Stabilität zu fördern. Menschen lieferten sich aus Not und Verzweiflung Schleppern aus. „Das heißt, in dem Maße, in dem wir afrikanische Partnerländer entwicklungs- und sicherheitspolitisch stärken, können wir auch denen das Handwerk legen, die aus dem Schicksal von Menschen skrupellos Profit schlagen.“

Trump’s Pick For NASA’s New Administrator Used to Own a Rocket Racing Team

Image: Edibobb/Wikimedia Commons
It was meant to be NASCAR for rockets, but it never took off. Gotta go fast.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Trump tapped Rep. Jim Bridenstine of Oklahoma to fill the role of NASA administrator. Unlike NASA administrators of the past, Bridenstine—a climate change denier, former fighter pilot, and moon lover—doesn’t have any science education or background. But boy, does he love planes.

He owned a team in the short-lived Rocket League Racing (not to be confused with Motherboard’s best game of 2015Rocket League), the brainchild of a bunch of rich guys who just wanted to see some stuff go real fast. „Rocket“ might be a slight misnomer in this case: They were rocket-powered planes, with a thruster modified to the back burning liquid oxygen and ethanol. A combination of Top Gun and Days of Thunder, RRL organizers dreamed of being the NASCAR of the skies.

It was meant to be a „21st Century, action-packed, and extremely unique entertainment sports league that combines the exhilaration of motorsport racing with the thunder of rocket power,“ according to the Rocket Racing Association website, the parent owner of the RRL. It was founded in 2005 by X Prize founder Peter Diamandis and entrepreneur Granger Whitelaw, and gained the support of entrepreneurs like Bill Koch and Robert Weiss. Diamandis likened it to Star Wars pod racing from Episode I – The Phantom Menace, which probably would have been accurate, if a race ever actually happened.

read more

Polizei: Mehr als 50 Waffen bei mutmaßlichem „Reichsbürger“

Themenbild.
Mehr als 50 teils scharfe Waffen und mehrere Hundert Schuss Munition hat die Polizei bei einem mutmaßlichen „Reichsbürger“ in Dresden sichergestellt.

Frankfurter Rundschau

Eigentlich waren die Beamten gekommen, weil gegen den 64-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl wegen 35 Euro vorlag, wie ein Polizeisprecher sagte. Dabei stießen sie auf Pistolen, Revolver und Vorderlader, die entgegen der Vorschrift frei zugänglich lagerten. Der Mann weigerte sich zu zahlen und wurde vorübergehend festgenommen. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Klimafolgen-Forscher: „Die Elemente wenden sich nun gegen uns“

Archiv-Satellitenaufnahme von Hurrikan „Irma“, gefolgt von „José“. – APA/AFP/NASA/GOES Project/HO
Wissenschaftler rechnen mit einer Zunahme der Hurrikans wegen des Klimawandels. Kritik gibt es auch für das Ausbleiben einer politischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Presse.com

Angesichts des Wirbelsturms „Irma“ warnt der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, vor verheerenden Folgen auch für Europa: „Das Jahr 2017 zeigt uns auf bitterste Weise, warum die Wissenschaft seit Jahrzehnten vor dem KlimaChaos warnt: Die Elemente Feuer, Wasser und Luft wenden sich nun gegen uns, weil wir den Planeten aus dem Gleichgewicht bringen.“

Viele weitere Wirbelstürme könnten die Menschheit heimsuchen, meint der Experte. „Und über Andalusien und Sizilien könnte noch in diesem Jahrhundert die Sahara nach Europa eindringen.“ Zugleich kritisierte Schellhuber, dass das Thema im deutschen Bundestagswahlkampf nahezu völlig ausgeblendet werde. Stattdessen häuften sich „unnötige Bekenntnisse zu den Geschäftsmodellen von gestern“, wie Dieselantrieb, Kohleverstromung und industrielle Landwirtschaft.

weiterlesen

Bischofskollegen über Woelkis Flüchtlingsaussagen ’not amused‘

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Zeitungsbericht: Kölner Kardinal Woelki bekommt dafür in der Bischofskonferenz nicht nur Beifall. Er spiele sich in den Vordergrund und nehme zu einseitig Partei für Flüchtlinge und nehme Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung nicht ernst genug

kath.net

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der sich seit geraumer Zeit in der Flüchtlingsdebatte fast jede Woche zu Wort meldet, bekommt dafür in der Bischofskonferenz nicht nur Beifall. Dies berichtet die Berliner Morgenpost. Er spiele sich in den Vordergrund, heißt es da etwa; andere finden, Woelki nehme zu einseitig Partei für Flüchtlinge und nehme die Vorbehalten und Sorgen in Teilen der Bevölkerung nicht ernst genug. Zuletzt meinte Woelki zum Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei: „Dies sei eine Schande für Europa, dass wir mit einem solchen Land solche Abkommen schließen, damit wir hier augenscheinlich weiter in einer geschlossenen Gesellschaft unserem Wohlstand frönen können.

weiterlesen

Right-Wing Pastor: ‘Secular Humanist Caliphate’ & ‘Militant Homofascism’ Taking Over America

Pastor Ken Graves.
The Liberty Counsel’s “Awakening” event certainly had no shortage of crazy preachers to speak and warn of the doom that is about to befall America. One such pastor was Ken Graves of Bangor, Maine. Pastor Graves, as so many people of his ilk are doing these days, was full of hellfire, brimstone, and most of all, fear-mongering when he spoke to the audience of conservative Christians.

By Shannon Barber | Addicting Info/Church and State

Graves warned of the evils of homosexuality, atheism, and Islam, saying that the country is soon to be taken over by “militant homofascism,” thanks to the rise of progressive values. According to Graves, this supposed “homofascism”  “seeks to take over our land and make it Sodom.”

Amazing how it always goes back to what these people feel to be sexual sin, doesn’t it? Repression is no good for you, Pastor Graves. You really should do something about that.

Graves ranted on, becoming more and more agitated and warning his listeners that progressives are in bed with militant Islam, and the goal is to “destroy everything we have” and set up a “secular humanist caliphate” in place of our current society. Of course, this is ignoring the fact that there is nothing progressive about militant Islam, and there’s no way that atheists, secular humanists, or other unfaithful types would want anything to with its tenets becoming the law of the land.

read more