Ohne Taufe keinen Job

DPA

Kindergärtnerinnen, Altenpfleger, Krankenschwestern – Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen leiden unter einem rabiaten Arbeitsrecht: Nichtgetaufte oder Geschiedene bangen um ihren Job. Der Staat könnte eingreifen, denn für die kirchlichen Einrichtungen blecht vor allem der Steuerzahler.

Von Eva MüllerSpON

In Königswinter-Rauschendorf, nahe bei Bonn, bittet Pastor Udo Maria Schiffers in sein Pfarrbüro. Er führt vorbei am Tisch der Sekretärin, die schon Feierabend hat, in ein Hinterzimmer. Ein Kopierer für den Pfarrbrief steht dort, darüber vier goldene Heiligenfiguren. Pfarrer Schiffers ist ein Mann mit ruhigem Gang, in zwei Jahren wird er siebzig. Es ist sein erstes Interview.

„Sie saß genau da“, sagt er, zeigt auf die gegenüberliegende Tischseite und meint Bernadette Knecht, die Kindergartenleiterin am Ort. Pfarrer Schiffers war ihr Vorgesetzter, er hat sie hier am Tisch entlassen, weil sie sich von ihrem Mann getrennt hatte und zu einem neuen Partner gezogen war. KarriereSPIEGEL berichtete, ihr Fall ging bundesweit durch die Presse.

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Ex-Missbrauchs-Ermittler attackiert Kloster Ettal

Die Verantwortlichen im Kloster Ettal in Oberbayern sollen seit dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals vor drei Jahren versucht haben, vieles zu vertuschen. Diese Vorwürfe erhebt nun der ehemalige Sonderermittler Thomas Pfister, Bild: dpa

Als der Missbrauchsskandal im bayerischen Kloster Ettal bekannt wurde, versprach es umfassende Aufklärung. Doch der ehemalige Sonderermittler spricht von Vertuschung und „Leitz-Ordnern des Grauens“.

WELT ONLINE

Drei Jahre nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals im oberbayerischen Kloster Ettal wirft der ehemalige Sonderermittler Thomas Pfister der Benediktinerabtei eine Vertuschungsstrategie vor. Bis heute unterbinde das Kloster die Publikation seines Schlussberichts, sagte der Anwalt der „Süddeutschen Zeitung“.

Pfister war auf Initiative des Erzbistums München und Freising als externer Ermittler eingesetzt worden, nachdem die Jahrzehnte zurückreichenden Fälle bekannt geworden waren. Später beendete das Kloster die Zusammenarbeit.

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„Homo-Eltern“: Vatikan greift italienische Justiz an

Justizministerium in Rom, Bild: wikipedia/lalupa

 

Der Vatikan reagiert empört auf Italiens oberstes Gericht, das am Freitag in einem historischen Urteil entschieden hatte, dass auch homosexuelle Paare Kinder aufziehen können.

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Die Vorstellung, dass eine homosexuelle Familie für das ausgeglichene Wachstum eines Kindes schädlich sei, basiere nicht auf „wissenschaftlichen Gewissheiten“, sondern lediglich auf einem Vorurteil, hieß es in der Begründung des Kassationsgerichts in Rom.

„Kinder sind keine Ware“

Diese Einstellung wird vom Vatikan scharf kritisiert. „Kinder sind keine Ware. Sie müssen mit einem Vater und einer Mutter aufwachsen“, betonte der „Familienminister“ des Vatikans, Bischof Vincenzo Paglia.

„Dieses Urteil ist destruktiv, überraschend und gefährlich. Sollte es im Rechtssystem Anwendung finden, wird es die Stabilität der traditionellen Familie gefährden, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau basiert“, kommentierte Kardinal Elio Sgreccia, emeritierter Präsident der Papstlichen Akademie für das Leben, im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ (Sonntag-Ausgabe).

Blanke Möpse gegen den Vatikan

barbusiger_protest_vatikanUnter dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz im Vatikan hielten vier Frauen aus der Ukraine eine verspätete Bescherung für Papst Benedikt XVI. bereit: „In Gay We Trust“ skandierten sie mitten im wöchentlichen Angelus-Gebet – mit entblößten Brüsten.

FOCUS ONLINE

„In Gay We Trust“ (Wir vertrauen auf die Homosexualität), hatten sich die Aktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsorganisation Femen in Anlehnung an das bekannte „In God We Trust“ (Wir vertrauen auf Gott) auf ihre nackten Oberkörper geschrieben. Sie starteten ihren Protest unmittelbar unter dem Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes und wurden rasch von der Polizei abgeführt.

Live-Mitschnitt eines echten Exorzismus aus dem Jahre 1971

Screenshot Video

Schon Jahre bevor Hollywood-Filme wie „Der Exorzist“ oder „Das Omen“ das Kinopublikum schockierten, übertrug das US-amerikanische Hörfunk- und Fernseh-Network „NBC“ einen Live-Mitschnitt eines echten Exorzismus. Dieses grenzwissenschaftliche Zeitdokument 1971 steht jetzt wieder als Online-Video zur Verfügung.

grenz|wissenschaft-aktuell

Bis zum damaligen Sendetermin war ein Exorzismus, hier in ungewöhnlich gemeinschaftlicher Weise durchgeführt von Rev. William Derl-Davis gemeinsam mit einem spiritistischen Medium, noch nie im Fernsehen gezeigt worden.