Esoterik: „Es gibt die Freiheit, Unsinn zu glauben“

Hartmut Zinser leitet ein Projekt zur „Rückkehr der Religionen“ Bild: FU-Berlin

Professor Hartmut Zinser forscht kritisch über Esoterik. Er erklärt, warum Pendel, Orakel und Jenseitskontakte zu Irrtümern führen – und wieso asiatischer Glaube so fasziniert.

Von Holger KreitlingDIE WELT

Hartmut Zinser, Jahrgang 1944, ist pensionierter Professor für Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Er hat sich lange kritisch mit Esoterik und Okkultismus beschäftigt, war Mitglied der Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ des Deutschen Bundestages. Daneben leitet er ein Forschungsprojekt zur „Rückkehr der Religionen“.

Die Welt: Wird Esoterik immer noch stärker?

Hartmut Zinser: Esoterische und okkulte Vorstellungen sind zu einem Teil unserer Alltagskultur geworden. Dies könnte noch weiter zunehmen mit der Verschärfung der sozialen Fragen, also Arbeitslosigkeit, Orientierungs- und Perspektivlosigkeit.

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US-Kardinal Roger Mahony hat pädophile Priester gezielt geschützt

Kardinal Roger Mahony
Kardinal Roger Mahony

Kardinal Roger Mahony hatte offenbar 1986/87 mit einem damaligen kirchlichen Missbrauchsreferenten eine Strategie entworfen, um drei Priester den polizeilichen Ermittlungen zu entziehen. Diese Priester hatten der Kirchenleitung Pädophilie gestanden.

kath.net

Der US-amerikanische Kardinal Roger Mahony (Foto) soll kircheninternen Akten zufolge pädophile Priester gezielt vor Strafverfolgung geschützt haben. Laut den Dokumenten von 1986 und 1987, aus denen die Zeitung «Los Angeles Times» (Montagnachmittag Ortszeit) zitierte, entwarfen Mahony als damaliger Erzbischof von Los Angeles und der für Missbrauchsfälle zuständige Referent Thomas Curry eine Strategie, um drei Priester, die der Kirchenleitung sexuellen Missbrauch von Kindern gestanden hatten, polizeilichen Ermittlungen zu entziehen.

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Bezahlte Provokateure, ein beschämter Dodo-Meisner und etwas Lächerlichkeit

Erklärungsversuche: Wencke Ruhwedel vom St. Vinzenz Krankenhaus, Hendryk Pilch vom Heilig Geist Krankenhaus in Köln. (Foto: dpa)

Dogmatisches Dilemma
Der Fall der unbarmherzigen Mediziner an zwei katholischen Kliniken in Köln löste bundesweit Empörung aus: Einem Vergewaltigungsopfer war dort eine gynäkologische Untersuchung verwehrt worden. Teil des dogmatischen Dilemmas sind auch militante Abtreibungsgegner, die auf die Moral kirchlicher Krankenhäuser pochen.

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Eine junge Frau fürchtet, bewusstlos vergewaltigt worden zu sein, sie sucht Hilfe im katholischen St.-Vinzenz-Hospital – und wird abgewiesen, auch in einem zweiten katholischen Krankenhaus. Angeblich fürchteten die Ärzte berufliche Konsequenzen, wenn sie der Frau zur „Pille danach“ raten.

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Aggressive Abtreibungsgegner schicken Detektive in Kliniken

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Ablehnung einer Vergewaltigten hat eine Vorgeschichte. Eine bezahlte Provokateurin denunzierte beim Erzbistum Ärzte in katholischen Kliniken, die ihr die „Pille danach“ verschrieben haben. Aus Angst lehnten die Ärzte daraufhin die Behandlung vergewaltigter Frauen ab.

Hinter dem Skandal um katholische Krankenhäuser in Köln steht eine Kampagne radikaler Abtreibungsgegner. Wie sich jetzt herausstellt, hatte eine von Abtreibungsgegnern angeheuerte Detektivin im Oktober 2011 in vier katholischen Kliniken in Köln um die „Pille danach“ gebeten und Einrichtungen, die ihren Wunsch erfüllten, beim Erzbistum Köln angeschwärzt. Diese Denunziation hat dazu beigetragen, dass es kürzlich zwei katholische Kliniken abgelehnt haben, eine junge Frau zu untersuchen, die mutmaßlich vergewaltigt worden war.

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Kardinal Meisner „beschämt“ über Klinik-Abweisung nach Vergewaltigung

kathweb

Kölner Erzbischof entschuldigt sich für Vorgang in katholischen Spitälern – „Es gibt keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen“Köln

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat die Abweisung durch die beiden katholischen Kliniken in seiner Stadt bedauert und sich dafür entschuldigt. „Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst“, erklärte der Erzbischof am Dienstag, wie die deutsche katholische Nachrichten-Agentur (KNA) meldete. Es gebe keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen. Zugleich lehnte der Kardinal jegliche Maßnahmen ab, „welche die Tötung eines möglicherweise schon gezeugten Kindes bedeuten“.

Nach den Worten Meisners darf sich ein solcher Fall nicht wiederholen. „Deshalb muss jetzt genau erforscht werden, was dazu führte, diese Frau nicht aufzunehmen“, sagte der Erzbischof. Die Patientin habe in großer Not Hilfe gesucht und keine Aufnahme gefunden. Eine Vergewaltigung sei ein schlimmes Verbrechen. „Gerade hier müssen wir jede notwendige medizinische, seelsorgliche und menschliche Hilfe leisten“, so Meisner. Dies schließe die Spurensicherung ein.

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„Das ist lächerlich

Von Christoph Arens kathnet

Katholische Krankenhäuser weisen Kritik der Politik zurück – Im Kölner Fall hatte bereits eine medizinische Erstversorgung stattgefunden, seitens der Staatsanwaltschaft wird nicht ermittelt.

Berichte, nach denen zwei Kliniken in Köln ein Vergewaltigungsopfer abgewiesen haben, haben zu einer heftigen Debatte über katholische Krankenhäuser in Deutschland geführt. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg wies der Geschäftsführer des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland (KKVD), Thomas Vortkamp , am Dienstag Drohungen von Bundespolitikern zurück.

KNA: Herr Vortkamp, haben die Ereignisse in Köln dem Image katholischer Krankenhäuser bundesweit geschadet?

Vortkamp: Natürlich hat das Ereignis bundesweit Wellen geschlagen. Und viele der katholischen Kliniken wurden angefragt, ob so etwas auch bei ihnen passieren könnte.

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Größte irische Pro-Life-Kundgebung aller Zeiten!

Thousands marched down O’Connell Street today as part of the All-Ireland Rally for Life. Photo Mark Stedman/Photocall Ireland. Bild: the journal.ie

Mindestens 30.000 bis 35.000 Menschen nahmen am Samstag am Abend in Dublin an der größten Pro-Life-Kundgebung aller Zeiten in Dublin teil und wehrten sich gegen ein mögliches Aufweichen der irischen Pro-Life-Gesetzgebung

kath.net

Nur wenige Tage nach der Mega-Kundgebung gegen die „Homo-Ehe“ hat mit Irland ein weiteres Land der EU gezeigt, dass christliche Werte nach wie vor gefragt sind. Am vergangenen Samstag haben in Dublin 30.000 bis 35.000 Menschen, davon viele Jugendliche und Familien, gegen eine geplante Aufweichung des irischen Abtreibungsverbots demonstriert. Die Kundgebung für den Lebensschutz war laut Beobachter die größte Lebensschutzkundgebung, die jemals in Irland stattfand. Derzeit ist in Irland Abtreibung grundsätzlich verboten. Laut den Veranstaltern der Kundgebung ist Fine Gael, die größere Partei der derzeitigen irischen Regierungskoalition, derzeit dabei, das Lebensschutzgesetz aufzuweichen. Offiziell soll es beispielsweise bei einer Gefahr von Selbstmord eine Abtreibungsmöglichkeit geben.

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BMI Friedrich: „Staat braucht positive Kraft der Religion“

Bundesinnenminister Dr. Friedrich bei seiner Rede Quelle: Thomas Kretschel

Der Kongress christlicher Führungskräfte ging am Samstag, 19. Januar 2013, mit einem Plädoyer für eine Wiederentdeckung der Werte des Abendlandes zu Ende. Vor dem Plenum des Kongresses betonte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich: „“Der Staat ist angewiesen auf die positive Kraft der Religion. Sie bewahrt vor Selbstüberschätzung und Utopien.““ Friedrich sprach vor mehr als 3.200 christlichen Unternehmern aus ganz Deutschland.

Bundesministerium des Innern

Bundesinnenminister Friedrich nannte die Finanz- und Wirtschaftskrise eine Folge von „egoistischen Auswüchsen“ und „Verantwortungslosigkeit“. In der globalisierten Welt, in der die Möglichkeiten und Auswirkungen unseres Handels so vielfältig seien wie noch nie, steige die Bedeutung an ethischer Orientierung, so Friedrich. Friedrich forderte daher eine Rückbesinnung auf die Werte des Christentums: „Wir Christen haben ein Menschenbild, mit dem wir die humane Gesellschaft von morgen entwickeln können. Es ist der Glaube, dass Gott jeden Menschen als Person mit unverlierbarer Würde geschaffen hat.“

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Sohn stiehlt Leiche des Vaters – für Auferstehung

Vincent Bright konnte den Tod seines Vaters nicht verkraften. (Bilder: AP)

Ein 48-Jähriger hat in Detroit die Leiche seines Vaters aus der Leichenhalle eines Friedhofs gestohlen. Er wollte mit Gebeten den Verstorbenen auferstehen lassen.

20 minuten ONLINE

Der Geist ist gläubig, aber das Fleisch ist schwach. So könnte das Fazit eines kuriosen Falls in den USA lauten: Vincent Bright wurde verhaftet, nachdem die Polizei von Detroit die Leiche seines Vaters in der Kühltruhe des 48-Jährigen gefunden hatte. Die Überreste des mit 93 Jahren verstorbenen Clarence Bright waren am Montag plötzlich aus der Leichenhalle des Gethsemane Friedhofs verschwunden. Ein Tipp aus dem Verwandtenkreis führte die Ermittler rasch zu Sohn Vincent.

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Ch. Pfeiffer und die Studien-Posse mit der katholischen Kirche

Kriminologe Pfeiffer: „Die Opfer müssen die wahren Gründe für das Scheitern erfahren“ Bild: dapd

Die Missbrauchsstudie der katholischen Kirche mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen ist gescheitert – aber wer trägt die Schuld? KFN-Chef Pfeiffer wehrt sich im Interview gegen Kritik an seinem Vorgehen und sagt: „Es ist der größte Frust meines gesamten Wissenschaftlerlebens.“

Von Barbara HansSpON

2010 erschütterte der Missbrauchsskandal die katholische Kirche: Immer mehr Opfer brachen ihr Schweigen, anhand immer weiterer Fälle wurde deutlich, wie die Kirche auf die Übergriffe durch Geistliche jahrelang reagiert hatte – indem sie die Kirchenleute versetzte, die Taten vertuschte. Die Glaubwürdigkeit der Kirche war ramponiert.

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Deutsche Bischöfe erleiden Rückschlag bei Streit um Missbrauchsstudie

Der «Anwalt der Kirche» habe einen Antrag vor dem Hamburger Landgericht zurückgezogen

kath.net

Im Streit um die kirchliche Missbrauchsstudie hat die Deutsche Bischofskonferenz laut «Süddeutscher Zeitung» (Dienstag) offenbar einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der «Anwalt der Kirche» habe einen Antrag vor dem Hamburger Landgericht zurückgezogen, der dem bisherigen Leiter der Studie, Christian Pfeiffer, kritische Aussagen über die Rolle der Kirche bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals untersagen wollte. «Damit ist dieser erneute Zensurversuch gescheitert», zitiert das Blatt den Kriminologen.

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