Dalai Lama und D. Tutu: „Gott ist kein Christ“

God Is Not A Christian: Desmond Tutu And The Dalai Lama’s Extraordinary Talk On God And Religion

The Dalai Lama, wearing an orange visor, was on stage sitting next to Archbishop Desmond Tutu, who had just flown in from South Africa. The Dalai Lama sat in his usual lotus position on a leather armchair that was a size too small for his folded legs. His knees stuck out a smidgen beyond the armrests.

“My main concern,” he said to Tutu, “what’s the best way to talk about deeper human values like love, compassion, forgiveness, these things. Not relying on God, but relying on ourselves.”

Tutu was hunched forward in his chair; he was carefully examining his hands, which were resting on his lap. He was dressed in a dark suit and a striking purple shirt with a decidedly magenta hue. A large metal cross hung below the clerical collar.

The Dalai Lama said, “I myself, I’m believer, I’m Buddhist monk. So for my own improvement, I utilize as much as I can Buddhist approach. But I never touch this when I talk with others. Buddhism is my business. Not business of other people. Frankly speaking”—he stole a glance at the archbishop and declared firmly—“when you and our brothers and sisters talk about God, creator, I’m nonbeliever.” He laughed, perhaps a little self-consciously.

It seemed to me that the Dalai Lama’s feelings about God have changed over the years. In an early interview, when I asked him if he thought there was a God, he answered simply, “I don’t know.” He took the view of an agnostic: he understood that it’s not possible to know one way or another whether God exists.

“In Buddhism no creator,” the Dalai Lama said at the Chan Centre. “But we also accept Buddha, bodhisattvas, these higher beings. However, if we only rely on these higher beings, we would just sit there, lazy.” He leaned into his chair, threw his head back, and rolled his eyes heavenward.

weiterlesen

Adapted from THE WISDOM OF COMPASSION: Stories of Remarkable Encounters and Timeless Insights by His Holiness the Dalai Lama and Victor Chan by arrangement with Riverhead Books, a member of Penguin Group (USA), Inc., Copyright © 2012 by His Holiness the Dalai Lama and Victor Chan

Missbrauchsstudie: Lässt katholische Kirche die Studie scheitern(Zensur)

Ihre Glaubwürdigkeit hat durch die Missbrauchsfälle gelitten: Doch die unbhängige Aufarbeitung des Skandals steht vor dem Aus.

Um die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist heftiger Streit entbrannt. Das Projekt droht zu scheitern.

tagesschau.de

Auslöser ist ein Streit zwischen der deutschen Bischofskonferenz und dem mit einer umfassenden Studie beauftragten Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in Hannover. Wie der „Trierische Volksfreund“ berichtet, hat die Kirche sich am Auftreten des renommierten Kriminologen Christian Pfeiffer gestoßen und sieht das Vertrauensverhältnis als zerrüttet an.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA wollte die Kirche die Veröffentlichung von Ergebnissen nachträglich reglementieren und notfalls verbieten, nachdem sich in den eigenen Reihen Widerstand gegen die Studie formiert hatte. Eine vorzeitige Kündigung wurde dem Institut angekündigt. Pfeiffer seinerseits ist über die nachträgliche Forderung der Kirche entrüstet, in die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen eingreifen zu können.

weiterlesen

Facebook ist keine Religion

Facebook Welt 2010
Facebook Welt 2010

Seitdem der Papst neuerdings bei Twitter vertreten ist, sind soziale Netzwerke ganz oben in der Kirche angelangt. Welche Gefahren dieser Trend mit sich bringt und wie sich Facebook und Co. mit Religion vereinbaren lassen, erklärt Dekan und Pfarrer der Michaeliskirche Günter Saalfrank im Interview.

frankenpost.de

Neuerdings twittert der Papst unter dem Namen @pontifex. Die religiöse Facebookseite „Jesus Daily“ hat knapp 15 Millionen Fans. Welche Chancen bieten soziale Netzwerke der Religion?

Natürlich bieten Facebook und Twitter den christlichen Kirchen wichtige Chancen für die Verkündigung und Seelsorge. Insbesondere ermöglichen sie, mit den Menschen in Kontakt zu treten, die sonst kaum oder keinen Kontakt zur Kirche haben. Ich begrüße sehr, dass Kirchen die sozialen Netzwerke nutzen. Auch in der Vergangenheit haben neue Medien immer wieder eine wichtige Rolle für die Weitergabe des Evangeliums gespielt – wenn ich nur an die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg denke – ohne die es keine Bewegungen wie die Reformation gegeben hätte.

weiterlesen

Dodo Fliege mit Teilerfolg

newsletter_juergen_fliege_01 Disziplinarverfahren der evangelischen Kirche gegen Jürgen Fliege: „TV-Pfarrer“ erringt Teilerfolg – Weiter Streit über „Fliege-Essenz“

Kölner Stadt-Anzeiger

In dem Disziplinarverfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) gegen „TV-Pfarrer“ Jürgen Fliege hat dieser einen Teilerfolg erzielt. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtet, ließ das Landeskirchenamt in Düsseldorf als ermittelnde Behörde den Vorwurf fallen, Fliege habe im Gespräch mit einem Brautpaar Kirche und Glaubensinhalte diffamiert und so getan, als könnte eine kirchliche Trauung ohne jede äußere und innere Bindung der Eheleute an die Kirche stattfinden. Die in einem Presse-Beitrag zitierte Aussage Flieges, Gott und Kirche seien „erst mal scheißegal“, sei nicht nachweisbar, heißt es in einem Bericht, der die mehr als einjährigen Ermittlungen zusammenfasst. Dagegen wertet das Papier, das der Zeitung vorliegt, Flieges zeitweiligen Handel mit einem von ihm spirituell „aufgeladenen“ Pflanzenextrakt weiterhin eine Verletzung seiner Dienstpflichten als Pfarrer. Er habe den Eindruck erweckt, Segen sei käuflich. Als Strafe droht dem 65-Jährigen, der inzwischen im Ruhestand ist, die Kürzung seiner Altersbezüge. Fliege will das nach eigenen Worten eine etwaige Sanktion nicht hinnehmen. Flieges Werbung für die nach ihm benannte „Essenz“ und deren Verkauf zum Preis von 40 Euro hatten 2011 Aufsehen erregt. Kritiker sahen eine Kombination aus Esoterik, Scharlatanerie und Profitgier.

Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66749 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66749.rss2

Keine Zusammenarbeit mit Humanisten: Kirche kündigt Obdachlosenambulanz

Kirchliche Verbände wollten nicht mit Humanisten zusammenarbeiten. Den Preis bezahlen Berlins Obdachlose. Foto: picture alliance / dpa

Weil die evangelische Kirche eine Zusammenarbeit mit den Humanisten ablehnt, sind die Tage der Obdachlosenambulanz am Ostbahnhof gezählt.

Von Thomas KlattBerliner Zeitung

Noch im November zu Beginn der Kältesaison riefen die Sozialverbände und insbesondere die Kirchen zu gemeinsamen Anstrengungen in der Obdachlosenarbeit auf. Es fehlt vor allem an Geld und geeigneten Räumlichkeiten für Notübernachtungen. Doch wenn es konkret wird, dann möchten zumindest die Protestanten längst nicht mit jedem gegen die Armut ankämpfen. Eine Zusammenarbeit mit den Humanisten jedenfalls lehnt die evangelische Kirche ab.

Konkret unterhält die MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH, eine Tochterunternehmung der Ärztekammer, am Ostbahnhof eine Ambulanz. Unter anderen hatte hier einst die bekannte Obdachlosenärztin Jenny de la Torre gearbeitet. Jeden Öffnungstag werden hier bis zu 30 Kranke medizinisch versorgt, sie können sich duschen oder erhalten saubere Kleidung. Jetzt aber hat die MUT offensichtlich aus Finanznot kurzfristig einen neuen Träger gesucht und ihn gefunden. Der Humanistische Verband HVD soll hier wie auch für drei weitere MUT-Standorte die Geschäfte leiten.

weiterlesen