Zehn Tage bei Scientology: „Meine Persönlichkeit ist im Arsch“

Scientology Headquarter Berlin,Das 2007 eröffnete Scientology-Büro in Berlin. Die Bewegung startete in den vergangenen Wochen im deutschsprachigen Raum eine Kampagne, um Jugendliche anzusprechen. Neben den Fällen in Klagenfurt gibt es entsprechende Berichte auch aus Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Bild: Brightsblog
Scientology Headquarter Berlin,Das 2007 eröffnete Scientology-Büro in Berlin. Bild: Brightsblog

Tun Sie es nicht“, warnte ein Sektenexperte. „Genauso wenig würde ich Ihnen raten, testweise Heroin zu spritzen.“ Trotzdem wagte der Journalist Philipp Mattheis den Selbstversuch: zehn Tage bei Scientology. Die Gehirnwäsche wirkte auch bei ihm.

Von Philipp Mattheisstern.de

1. Tag: Der Einstieg

Vor dem Dianetik-Zentrum an der Münchner Freiheit wirbt ein Schild: „Heute kostenloser Stresstest“. In der Eingangshalle steht ein Bionade-Automat. Mir ist mulmig. Ein junger Mann mustert mich aufmerksam und kommt dann auf mich zu. Er heißt Markus*. Ich gebe mir und Scientology zehn Tage Zeit.

In der Aula stehen mehrere kleine Tische mit Stühlen. Darauf das „E-Meter“, ein Apparat mit Zeigern und zwei Aluminium-Dioden an den Enden. Das „E-Meter“ reagiert auf elektrische Impulse an der Hautoberfläche.

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Anglikanische Kirche: Homosexuelle Priester dürfen zu Bischöfen geweiht werden

Königin Elizabeth II., Oberhaupt der anglikanischen Kirche
Königin Elizabeth II., Oberhaupt der anglikanischen Kirche

Voraussetzung für Bischofsweihe ist sexuelle Enthaltsamkeit

derStandart.at

Die anglikanische Kirche in England hat offiziell bestätigt, dass sie das Verbot der Bischofsweihe für homosexuelle Priester in Lebenspartnerschaften aufhebt. Wie die Kirche am Freitag in der Zeitung „Church Times“ mitteilte, sollen künftig auch in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebende Priester Bischöfe werden können, solange sie versprechen, sexuell enthaltsam zu bleiben. Die Regelung trat nach Angaben eines Kirchensprechers unmittelbar in Kraft.

Über das Thema gab es in Englands Staatskirche seit 2003 Streit, nachdem der homosexuelle Theologe Jeffrey John zum Bischof der Stadt Reading im Südosten Englands ernannt worden war. Nach einem Proteststurm des konservativen Flügels der Kirche trat John zurück. 2010 zog er seine Bewerbung für das Bischofsamt der Londoner Diözese Southwark zurück, weil sich an seinem Bekenntnis zur Homosexualität abermals eine heftige Debatte entzündet hatte.

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Vatikan erfüllt Geldwäsche-Vorschriften nicht

habemus_granaDie italienische Zentralbank hat den elektronischen Zahlungsverkehr mit dem Vatikanstaat eingeschränkt. Seit Jahresbeginn kann innerhalb der Grenzen des kleinsten Staates der Welt nicht mehr mit Kreditkarten oder EC-Karten bezahlt werden. Vermutet wird, dass dieser Schritt mit Anti-Geldwäsche-Vorschriften zusammenhängt, die der Vatikan nicht erfüllen würde.

Versicherungsbote

Jährlich besuchen rund 5 Millionen Menschen den Vatikanstaat. Petersdom, Petersplatz und die Sixtinische Kapelle zählen neben den Museen, Palästen und Gärten zu den Besuchermagneten.

Wer derzeit den kleinsten Staat der Welt besucht, sollte sich in Italien mit Bargeld versorgen. Denn die Einschränkungen des elektronischen Zahlungsverkehrs führen auch dazu, dass die Geldautomaten, die sich auf dem Territorium des Zwergstaates befinden, kein Bargeld ausgeben.

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Krefeld: Waldorf-Kita brutal

Dirk Jochmann Der Rudolf-Steiner-Kindergarten an der Kaiserstraße: Der Betrieb dort wird erst am Montag wieder aufgenommen. Hinter den Mauern brodelt es schon seit Monaten wegen schwerer Vorwürfe gegen das Personal.

Schweren Vorwürfen ausgesetzt sind zwei frühere Mitarbeiterinnen des Waldorf-Kindergartens. Eltern erstatteten Anzeige, nachdem ein Junge in einem Keller des Hauses an der Kaiserstraße eingesperrt und ein weiteres Kind körperlich misshandelt worden sein soll.

Von Alexander Alber newsline Westdeutsche Zeitung

Es sei mit dem Knöchel gegen einen Schrank geschlagen worden. Zur Strafe hätten sich Kinder auf einen Tisch stellen müssen, um für kleine Vergehen um Vergebung zu bitten.

Eine weitere Kita-Mitarbeiterin, Therapeutin, ist sogar bezichtigt worden, zwei Pflegekinder sexuell missbraucht zu haben. Beide Frauen sind unter dem Druck der Beschuldigungen suspendiert worden. Alle Taten sollen zwischen Dezember 2010 und Februar 2012 passiert sein. Bei allen Opfern soll es sich um Kinder aus der integrativen Gruppe gehandelt haben.

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