Liechtenstein: Im Fürstentum entflechten sich Staat und katholische Kirche

Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Liechtenstein streicht die römisch-katholische Kirche als «Landeskirche» aus der Verfassung. Ein mit dem Heiligen Stuhl ausgehandeltes Konkordat über die Entflechtung von Staat und Kirche soll im Januar unterzeichnet werden.

Von Günther MeierNeue Zürcher Zeitung

Die Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Kirche in Liechtenstein, die seit der umstrittenen Bildung des Erzbistums Vaduz im Jahr 1997 gefordert wurde, steht vor dem Abschluss. Im Unterschied zu ursprünglichen Forderungen nach vollständiger Trennung von Kirche und Staat, die nach der Einsetzung von Erzbischof Wolfgang Haas in weiten politischen und kirchlichen Kreisen die Runde machten, hat sich im Laufe der Zeit ein gewisser Pragmatismus durchgesetzt.

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Kroatien: Die katholische Angst vor Sexualkunde

Bild: Seiya123/wikipedia

Vor dem Altar lassen sich unbotmäßigen Ehrengästen am besten die Leviten lesen. Nachdem der Zagreber Kardinal Josip Bozanic schon in der Weihnachtsmesse Kroatiens Staats- und Regierungsspitze zum Thema „Sexualerziehung“ allzu deutlich seine Meinung gesagt hatte, legte der 63-Jährige beim Neujahrs-Gottesdienst noch einmal nach.

Von Thomas RoserDIE WELT

Die Forderungen der Eltern müssten „berücksichtigt“ werden, forderte der Kirchenfürst: Die Demokratie und „der Frieden im Land“ stünden „auf dem Prüfstand“.

Seit fast zwei Wochen in dem Adriastaat mittlerweile ein Konflikt, den die heimischen Medien gar als „Kalten Krieg“ zwischen Kroatiens katholischer Kirche und der linksliberalen Regierung bezeichnen. Der Grund des kirchlichen Unmuts ist die geplante Einführung von Sexualerziehung an den Schulen: Besorgt warnen die Kirchenväter, dass Minderjährige in Pornografie, Masturbation und Homosexualität „unterrichtet“ werden sollten.

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Evangelische Kirche: Gold, Weihrauch, Myrrhe und BR2

Neue Erfahrungen mit Gott machen: dazu lädt die Thomasmesse ein. Bild BR2

Im Vergleich mit der katholischen Liturgie wirken protestantische Gottesdienste reduziert und ganz auf das Wort Gottes konzentriert. Doch es gibt zahlreiche Bemühungen, neue Zugänge zu Gott zu finden und die Sinnlichkeit wiederzuentdecken.

Von Clemens FinzerBR2

Nach all der weihnachtlichen Sinnlichkeit, dem Lichterglanz, den wunderbaren Düften, scheint mit dem Dreikönigstag wieder die Nüchternheit und Sinnreduziertheit in den protestantischen Kirchenalltag einzukehren. Doch weit gefehlt! Eine neue Sinnlichkeit hält zaghaft Einzug in das Gemeindeleben evangelischer Kirchen. Clemens Finzer hat sich auf Spurensuche begeben.

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Die Bettelsinger im Kanzleramt

Bild: reuters Screenshot:brightsblog
Bild: reuters Screenshot:brightsblog

Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im neuen Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Sternsinger aus allen 27 Bistümern im Berliner Kanzleramt empfangen.

FOCUS ONLINE

Dabei waren auch Kinder aus den Bistümern mit Gebieten in Hessen: Limburg, Fulda und Mainz. Zum Auftakt der 55. Aktion Dreikönigssingen, bei der bundesweit 500 000 Kinder in Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen und Geld für einen guten Zweck sammeln, spendete Merkel die Mittel für eine Krankenstation, die im ostafrikanische Tansania entstehen soll. „Wir wollen, dass überall auf der Welt Jungen und Mädchen gesund aufwachsen können“, sagte die Kanzlerin.