Athen: Landeskirche bietet Staat gesamtes Vermögen an


In einer österlichen Radiobotschaft hat das Oberhaupt der orthodoxen Landeskirchen von Griechenland (Ekklisia tis Ellados/ETE), Erzbischof Hieronymos Liapis, dem krisengeschüttelten Staat das gesamte Kirchenvermögen zu seiner Sanierung angeboten. Das Land ist seit 2009 vom finanziellen Zusammenbruch bedroht. Besonders akut jetzt wieder, da die neue griechische Linksregierung das Vertrauen ihrer Gläubiger in der EU und international zu verspielen droht.


kathweb

Erzbischof Hieronymos präzisierte laut Bericht der römischen Zeitung „Repubblica“, dass er den kirchlichen Besitz nicht einfach an den Staat verschenken wolle. Doch sei er bereit, das Vermögen in Zusammenarbeit mit der Regierung so zu nutzen, dass mit den Erlösen Griechenlands Schuldendienst gesichert werden könne.

Die Diözesen, Pfarren, Stiftungen und Klöster der ETE verfügen über einen Milliardenbesitz an Immobilien, Wertpapieren und Firmenbeteiligungen. Die Rechtstitel dafür sind zum Teil fraglich, da es sich oft um mittelalterliche Urkunden handelt. Griechenland verfügt auch nach 34 Jahren EU-Mitgliedschaft noch immer über kein Grundbuch.

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