Kardinal: Kommunion für Wiederverheiratete möglich

Kardinal Francesco Coccopalmerio ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte. Jetzt hat auch er sich zu „Amoris laetitia“ positioniert – allerdings als Moraltheologe. Für ihn ist die Zulassung Wiederverheirateter zur Kommunion möglich, wenn zwei wesentliche Voraussetzungen erfüllt sind.

katholisch.de

Aus Sicht des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Francesco Coccopalmerio, könnte die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen zur Kommunion zulassen. Das geht aus einem am Dienstag im Vatikan vorgestellten Buch des Kurienkardinals zum strittigen achten Kapitel des Schreibens „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus hervor. Bei der Präsentation wurde mehrfach betont, Coccopalmerio, der selbst nicht anwesend war, habe das Buch als Moraltheologe und nicht als Kirchenrechtler verfasst.

Zwei wesentliche Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Der Kurienkardinal kommt in der gut 50-Seitigen im Vatikanverlag LEV veröffentlichten Ausgabe zu dem Schluss, die Kirche könne Gläubige zu Beichte und Kommunion zulassen, die sich in einer „nicht legitimen Verbindung“ befinden, jedoch zwei wesentliche Voraussetzungen aufweisen: „Sie wünschen sich, diese Situation zu ändern, können aber ihren Wunsch nicht verwirklichen.“

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Exoplaneten: Hundert auf einen Streich

Der 8,3 Lichtjahre von uns entfernte Rote Zwerg GJ 411 (Lalande 21185) hat wahrscheinlich doch einen Planeten. © Ricardo Ramirez
Der 8,3 Lichtjahre von uns entfernte Rote Zwerg GJ 411 (Lalande 21185) hat wahrscheinlich doch einen Planeten. © Ricardo Ramirez
Planetenfahndung für Alle: Astronomen haben hundert weitere Exoplaneten entdeckt, darunter einen Planeten um einen sehr nahen Stern: GJ 411 liegt nur gut acht Lichtjahre von uns entfernt. Gleichzeitig veröffentlichten die Forscher gut 60.000 Beobachtungsdaten zu 1.600 Sternen. Sie sind frei zugänglich und sollen es allen ermöglichen, bei der Suche nach extrasolaren Planeten mitzuhelfen.

scinexx

Mehr als 3.500 extrasolare Planeten sind inzwischen bekannt. Nachdem lange Zeit vor allem ferne Gasriesen und eher exotische Welten entdeckt wurden, finden Astronomen nun immer mehr Erdzwillinge auch in unserer unmittelbaren Nähe. Unter ihnen ist unser nächster Nachbar, ein erdähnlicher Planet um den Stern Proxima Centauri, aber auch gleich drei Erdzwillinge um einen 40 Lichtjahre entfernten Zwergstern und eine Supererde um einen 14 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg.

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Forscher bewahren genmodifizierte Mäuse vor Kokainsucht

Die Steigerung der Cathein-Abgabe führt zu weniger und nicht zu mehr Verlangen nach der Droge

derStandard.at

Ob man das Verlangen nach Drogen besiegen kann, hat womöglich auch etwas mit Willensstärke zu tun. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive hat Drogensucht sehr viel mehr mit Genetik und Biochemie zu tun. Einen sehr anschaulichen Beweis dafür haben nun Forscher um Shernaz Bamji (University of British Columbia) im Fachmagazin „Nature Neuroscience“ vorgelegt – und zwar anders als ursprünglich gedacht.

Die Neurobiologen haben Mäuse genetisch so manipuliert, dass sie mehr Catheine produzierten, die Synapsen im Hirn stärken. Die Forscher gingen davon aus, dass sich auf diese Weise die neuronale Netze im Belohnungszentrum so verändern würden, dass die Nager noch anfälliger für Suchtverhalten werden würden.

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Türkischer Verein Atib: Österreich prüft Auslandsfinanzierung

Kontrolliert wird, ob der türkisch-islamische Verein gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung verstößt

derStandard.at

Angesichts der Vorwürfe der Grünen gegen den türkisch-islamischen Verein Atib lässt die Regierung nun prüfen, ob ein Verstoß gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung vorliegt. „Wenn es da Verstöße gibt, wird man das prüfen und ahnden“, sagte die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) am Dienstag vor dem Ministerrat.

Aufgrund des neuen Islamgesetzes dürfen Moscheevereine nicht mehr direkt vom Ausland aus finanziert werden. Atib gilt als Auslandsarm der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet, die Grünen vermuten daher einen Verstoß gegen das Auslandsfinanzierungsverbot.

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Das Problem, das Israels Existenz mehr bedroht als jede iranische Bombe

 Die Personalie Ivanka könnte die Beziehungen zwischen Israel und den USA belasten Quelle: AP
Die Personalie Ivanka könnte die Beziehungen zwischen Israel und den USA belasten Quelle: AP
Beim Treffen von Trump und Netanjahu geht es indirekt auch um die Präsidententochter. Ultraorthodoxe sehen ihren Übertritt zum Judentum skeptisch. Für Israel symbolisiert sie ein Problem, das seine Existenz gefährdet.

Von Gil Yaron | DIE WELT

Die Liste der Themen, die Israels Premier Benjamin Netanjahu bei seinem ersten Besuch im Weißen Haus mit Donald Trump am Mittwoch besprechen muss, ist lang – vom Atomvertrag mit dem Iran über den Siedlungsbau und den Beziehungen zu Europa und der arabischen Welt. Doch erstmals könnte auch ein Problem auftauchen, das von Staatsoberhäuptern beider Länder noch nie thematisiert wurde. Eines, dass die Existenz Israels mehr bedroht als jede iranische Bombe.

Es geht um den immer tiefer werdenden Riss zwischen Israels religiösem Establishment und dem Judentum in den USA, der bis ins Oval Office reicht. Israels Rabbinat wird immer fundamentalistischer und verprellt so die Glaubensbrüder in den USA, nicht zuletzt einen von Trumps engsten Beratern, seinen orthodoxen jüdischen Schwiegersohn Jared Kushner. An dessen Frau, der Konvertitin Ivanka Trump, entzündet sich ein für die Beziehungen zwischen den Ländern gefährlicher Streit. Denn manchen israelischen Rabbinern ist Trumps Tochter nicht koscher genug.

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Flüchtlingslager in Nordafrika: Nordafrikanische Länder blocken ab

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Die meisten Flüchtlinge kommen seit dem Türkei-Deal wieder über die Mittelmeerroute. Politiker fordern die Einrichtung von Auffanglagern in Nordafrika. Dort sind die Lager umstritten.

Frankfurter Rundschau

Mit dem «Projekt Seepferdchen», einem Überwachungs- und Ausbildungsnetzwerk für die Marine, will die EU die zentrale Mittelmeerroute für Flüchtlinge schließen. Seit dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei ist die Route aus Nordafrika wieder der Hauptweg für Migranten geworden. Allein 2016 kamen mehr als 181 000 Menschen über diese Route in Europa an.

Geht es nach Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière, sollen Flüchtlinge, die auf dem Meer abgefangen werden, in entsprechenden Lagern in Nordafrika untergebracht werden. Und auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach sich kürzlich dafür aus, Flüchtlinge wieder zurückzuschicken, um den Schleuserbanden die Geschäftsgrundlage zu entziehen, wie er es nannte. Solche Pläne hatte schon der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) einmal 2004 ins Spiel gebracht.

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Drohne statt Biene

Pollensammlerin
Honigbiene (CC-by Christopher Down aka Neurolysis)
Es ist eine traurige Tatsache: Die Zahl der Bienenpopulationen geht in vielen Teilen der Welt weiter zurück. Noch sind die Gründe für das Massensterben der für die Landwirtschaft so wichtigen Lebewesen nicht abschließend geklärt. Ein Forscherteam aus dem japanischen Tsukuba hat nun aber eine mechanische Alternative zu den Pflanzenbestäubern entwickelt, das sie zumindest teilweise ersetzen könnte.

Von Antonio Regalado | Technology Review

Das Team vom National Institute of Advanced Industrial Science suchte eigentlich nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für klebrige Spezialflüssigkeiten aus der Klasse der ionischen Gele, die ungewöhnliche physikalische Eigenschaften aufweisen.

Um ihren „Pollinator“ zu entwickeln, kauften die Wissenschaftler Einsteigerdrohnen von Amazon für rund 100 Dollar und befestigten Flicken aus Pferdehaar an ihrer Unterseite. Nachdem diese mit dem Gel bestrichen wurden, das feucht und ungefähr so klebrig wie Post-It-Notizzettel ist, waren die Fluggeräte bereit zum Einsammeln und Weitergeben von Pollenkörnern.

Erprobt wurde die Technik an japanischen Lilien in den Farben Rosa und Weiß. Die Drohne flog dazu an die männlichen und weiblichen Teile der Pflanzen heran. Das sei das erste Mal, dass eine Drohne eine Blume bestäubt habe, so Projektleiter Eijiro Miyako.

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Bürger von Illinois sollen sich auf Zombies vorbereiten

Symbolbild: Als Zombie verkleidete Frau – (c) APA (GEORG HOCHMUTH)
Symbolbild: Als Zombie verkleidete Frau – (c) APA (GEORG HOCHMUTH)
Abgeordnete des Parlaments der Illinois General Assembly fordern die Bürger auf, sich über jede Art von Naturkatastrophe zu informieren – auch über eine „Zombie-Apokalypse“.

Die Presse.com

Der kommende Oktober gilt im US-Staat Illinois offiziell als „Zombie-Vorbereitungs-Monat“. Abgeordnete des Parlaments der Illinois General Assembly verabschiedeten eine entsprechende Resolution. Darin fordern sie die Einwohner des Staates auf, sich über jede Art von Naturkatastrophe zu informieren und darauf vorzubereiten – auch auf eine potenzielle „Zombie-Apokalypse“.

In einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Resolution heißt es wörtlich: „Wenn die Bürger von Illinois auf Zombies vorbereitet sind, sind sie vorbereitet auf jede Art von Naturkatastrophe.“ Auch wenn eine Zombie-Apokalypse womöglich niemals passieren werde, erfordere sie doch dieselbe Vorbereitung wie andere Katastrophenfälle auch, heißt es in dem Dokument. Dazu zähle die Anschaffung von Wasser- und Essensvorräten sowie anderer Notversorgungen, die für bis zu 72 Stunden ausreichen sollten.

Umweltgifte selbst im Tiefseegraben

Der Flohkrebs Hirondellea gigas lebt im Marianengraben - und ist eort extrem hoch mit PCB belastet. © Alan Jamieson/ Newcastle University
Der Flohkrebs Hirondellea gigas lebt im Marianengraben – und ist eort extrem hoch mit PCB belastet. © Alan Jamieson/ Newcastle University
Überraschend giftig: Selbst die tiefsten Gräben der Ozeane sind mit Giftstoffen wie PCB und polybromierten Diphenlyethern (PBDE) belastet – und das überraschend stark. Am Grund des Marianengrabens ermittelten Forscher in Krebsen PCB-Werte, die sogar 50-fach höher liegen als im dreckigsten Fluss Chinas. Woher die Schadstoffe stammen und warum ausgerechnet die vermeintlich unberührte Tiefsee so stark belastet ist, bleibt vorerst rätselhaft.

scinexx

Polychlorierte Biphenyle (PCB) gehören zum „dreckigen Dutzend“ der langlebigen organischen Schadstoffe (POP). Diese hormonähnlich wirkenden und krebserregenden Chlorverbindungen sind teilweise seit Jahrzehnten verboten. Dennoch lassen sich diese in der Natur kaum abbaubaren Umweltgifte bis heute im Gletschereis, in Meeressäugern und sogar in Blut und Muttermilch von Menschen nachweisen.

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Justizsenator zum Kopftuch-Urteil: „Multireligiösität muss man aushalten“

 Als schwuler Mann, sagt Senator Dirk Behrendt, habe er ein Problem mit Religionen, die Schwulsein ablehnen. Auch für sie gelte aber Religionsfreiheit. Foto: BBLZ/Paulus Ponizak
Als schwuler Mann, sagt Senator Dirk Behrendt, habe er ein Problem mit Religionen, die Schwulsein ablehnen. Auch für sie gelte aber Religionsfreiheit. Foto: BBLZ/Paulus Ponizak
Es bahnt sich ein rot-rot-grüner Religionsstreit an: Das Kopftuch-Urteil des Landesarbeitsgerichts stellt das Berliner Neutralitätsgesetz in Frage, das Lehrkräften an staatlichen Schulen alle religiösen Symbole verbietet.

Von Jan Thomsen | Berliner Zeitung

Herr Behrendt, eine Berliner Lehrerin erhält Entschädigung, weil sie wegen ihres Kopftuchs nicht an einer staatlichen Grundschule unterrichten durfte. Können Lehrerinnen also künftig Kopftuch tragen?

Zunächst einmal haben wir die Situation, dass alle Musliminnen, die wegen ihres Kopftuchs als Lehrerinnen abgelehnt werden, einen Anspruch auf Schadensersatz geltend machen können. Und zwar, weil sie aufgrund ihrer Religionsausübung diskriminiert werden. Diesen Zustand halte ich nicht für gut. Daher glaube ich, dass das Neutralitätsgesetz in seiner jetzigen Form nicht aufrechtzuerhalten ist.

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Türkei: Das freie Wort geht ins Exil

Die Türkische Nationalversammlung "Der Souverän ist ausnahmslos das Volk" (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Die Türkische Nationalversammlung „Der Souverän ist ausnahmslos das Volk“ (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Der Wahlkampf zum türkischen Verfassungsreferendum wird begleitet von Massenverhaftungen und dem Kampf gegen Universitäten und Medien

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Der Termin steht: Am 16. April soll in der Türkei über die Verfassungsreform abgestimmt werden. Das Ergebnis wäre ein Präsidialsystem, in dem Recep Tayyip Erdogan nahezu unbegrenzte Macht ausüben könnte. Die Gewaltenteilung würde aufgehoben, das Parlament überflüssig. Allerdings dürfte es ein schwieriger Wahlkampf werden für Erdogan, seine Partei AKP und die Spitze der rechtsnationalistischen MHP, die Unterstützung zugesichert hat. Denn gleich mehrere Umfragen unterschiedlicher Institute haben ergaben, dass momentan rund 58 Prozent der Türken mit „Nein“ stimmen würden.

Abgeordnete von AKP und MHP gaben sich dennoch siegessicher, während Erdogan sagte, mit der Verfassungsreform würde die Macht in die Hände der Menschen gegeben – was faktisch nicht stimmt. „Das Problem fängt schon damit an, dass ein großer Teil der Bevölkerung überhaupt nicht weiß, was mit dem Präsidialsystem auf sie zukommen würde. Vielleicht 20 Prozent der Bevölkerung weiß das einzuschätzen“, sagt die SPD-Politikerin Lale Akgün im Gespräch mit Telepolis (Aufbruch ins Mittelalter?).

Und das soll sich, wenn es nach der AKP geht, auch nicht ändern. Die Kräfteverhältnisse im Wahlkampf sind ungleich verteilt. So wird der AKP für ihre Ja-Kampagne im staatlichen Fernsehen fast doppelt so viel Zeit eingeräumt wie der Opposition – eine Praxis, die seit Langem üblich ist.

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Die Bundesbeauftragte für Informationsfreiheit beschäftigt Anti-Transparenz-Anwälte

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Andrea Voßhoff, ist am Dienstag zu Gast in der...Foto: Oliver Berg/dpa
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Andrea Voßhoff, ist am Dienstag zu Gast in der…Foto: Oliver Berg/dpa
Die Kanzlei Redeker springt Behörden bei, damit diese Akten unter Verschluss halten können. Trotzdem pflegt Andrea Voßhoff gute Beziehungen.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff ist an diesem Dienstag in Berlin Gast der Anwaltskanzlei Redeker, die sie zu einer Diskussion über die geplante EU-Datenschutz-Grundverordnung eingeladen hat. Zugleich allerdings ist Voßhoff Bundesbeauftragte für Informationsfreiheit, für Transparenz also – und Redeker jene Kanzlei, die in der Bundesrepublik wie wohl keine zweite dafür zur Stelle ist, um Behörden in Bund und Ländern zu helfen, ihre Akten unter Verschluss zu halten.

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US-Amerikaner muss bei Einreise Smartphone-Passwort verraten

 Einreise nur gegen Smartphone-Passwort - in den USA kein Einzelfall. (Foto: AFP)
Einreise nur gegen Smartphone-Passwort – in den USA kein Einzelfall. (Foto: AFP)
  • Nasa-Mitarbeiter Sidd Bikkannavar wird bei der Einreise in die USA am Flughafen festgehalten.
  • Grenzschützer wollen den Zugangscode seines dienstlichen Smartphones wissen.
  • Bikkannavar gewährt den Beamten schließlich Zugriff, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt.

Von Simon Hurtz | Süddeutsche.de

Sidd Bikkannavar lebt den amerikanischen Traum. Er entwickelt Strahlantriebe für die Nasa, die Teil des James-Webb-Weltraumteleskops werden sollen. In seiner Freizeit fährt er Rennen in futuristischen Autos, die von Solarenergie angetrieben werden. Ende Januar rast er zwei Wochen durch die Hochebenen von Patagonien. Sein Rückflug von Santiago de Chile nach Houston endet am dortigen George Bush Intercontinental Airport: US-Grenzschutzbeamte halten Bikkannavar auf, er darf nicht in seine Heimat einreisen.

Die Grenzschützer der Behörde Customs and Border Protection (CBP) beschlagnahmen sein Smartphone. Sie fordern ihn auf, seinen Zugangscode zu verraten.

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Scharfe Kritik an Schwedens „feministischer Regierung“

Image: UN Watch
Image: UN Watch
Sie bezeichnet sich als „erste feministische Regierung der Welt“. Doch im Iran verhüllen sich Schwedens Ministerinnen. In den sozialen Netzwerken wird der Besuch als „Walk of Shame“ kritisiert.

DIE WELT

Eine schwedische Regierungsdelegation hat bei ihrem Besuch im Iran Kopftücher getragen und damit Kritik auf sich gezogen.

Die Nichtregierungsorganisation UN Watch kritisierte, die schwedische Regierung würde ihre Prinzipien opfern und die iranischen Frauen verraten, indem sie sich dem Kopftuchzwang beuge. Die Frauen besuchten unter anderem den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani.

Ein Tweet und Facebook-Post, in denen der Direktor der NGO das Foto veröffentlichte und von einem „Walk of Shame“ (also einem „Marsch der Schande“) sprach, wurden Tausende Male geteilt.

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Mutmaßlicher Taliban im oberbayerischen Dorfidyll

 Die Idylle im oberbayerischen Schnaitsee ist zurzeit etwas getrübt. (Foto: Gemeinde Schnaitsee/oh)
Die Idylle im oberbayerischen Schnaitsee ist zurzeit etwas getrübt. (Foto: Gemeinde Schnaitsee/oh)
  • In Oberbayern wurde ein junger Mann festgenommen, der als Mitglied der Taliban an einem Mord beteiligt gewesen sein soll.
  • Der 20 Jahre alte Afghane hat zuletzt in einer Flüchtlinglingsunterkunft in Schnaitsee gelebt.
  • In dem Dorf war der Mann sehr engagiert und hilfsbereit – umso betroffener sind die Bewohner nun nach seiner Festnahme.

Von Matthias Köpf | Süddeutsche.de

In den jungen Mann aus Afghanistan haben die Flüchtlingshelfer in Schnaitsee große Hoffnungen gesetzt. Er habe im Deutschkurs gute Fortschritte gemacht, sich auch außerhalb des Unterrichts viel selber beigebracht und viele andere Flüchtlinge, die noch nicht so weit waren, oft als Übersetzer unterstützt. So erzählt es Wolfgang Bachleitner vom Helferkreis in Schnaitsee (Landkreis Traunstein). Er und seine Mitstreiter sind wegen des jungen Mannes jetzt aber besonders gefordert, denn nicht nur die anderen Asylbewerber haben seit einigen Tagen viel Gesprächsbedarf, seit der 20-jährige Abdol S. festgenommen wurde.

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Papst: Suizide von Missbrauchsopfern „lasten auf meinem Herzen“

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Papst Franziskus hat die Angehörigen von Menschen, die sexueller Missbrauch durch Priester in den Suizid trieb, um Vergebung gebeten. Anlass ist die Veröffentlichung des Erfahrungsbericht des Schweizer Ex-Priesters Daniel Pittet. Als Kind wurde er jahrelang von einem Priester missbraucht.

evangelisch.de

„Diese Toten lasten auf meinem Herzen, auf meinem Gewissen und dem der Kirche“, schreibt Papst Franziskus in einem am Montag in der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ vorab veröffentlichten Vorwort zum Buch eines Missbrauchsopfers. „Ihre Familien bitte ich demütig um Vergebung.“

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Die emotionalen Reaktionen der AfD-Anhänger auf den Entschluss zu Höcke

 Björn Höcke soll dem Willen des Bundesvorstandes nach aus der AfD ausgeschlossen werden © Hendrik Schmidt/DPA
Björn Höcke soll dem Willen des Bundesvorstandes nach aus der AfD ausgeschlossen werden © Hendrik Schmidt/DPA
Der AfD-Bundesvorstand hat beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke einzuleiten. Das gefällt nicht allen Mitgliedern. Auf der Facebook-Seite der Partei tobt eine emotionale Debatte.

stern.de

„Die Maßnahme erfolgte nach eingehender juristischer Prüfung und politischer Bewertung der Rede Björn Höckes vom 17. Januar 2017 in Dresden“, schreibt der AfD-Vorstand auf der Facebook-Seite der Partei – und liefert damit die Erklärung, warum die Partei ein Ausschlussverfahren gegen Höcke einleitet.

Der thüringische Landesvorsitzender gilt als Führer des rechten Flügels der AfD. In seiner viel kritisierten Rede am 17. Januar in Dresden hatte er eine „errinerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

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A Supernova Was Imaged Just Three Hours After Detonation

Graphic breaking down the information collected by the survey. Image: Ofer Yaron
Graphic breaking down the information collected by the survey. Image: Ofer Yaron
“Those are the earliest spectra ever taken of a supernova explosion.”

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Scientists have snagged the earliest observations of a supernova ever captured, taken only three hours after a dying star began its fatally explosive finale. The research, published Monday in Nature Physics, opens a new window into the leadup and immediate fallout of stellar self-detonation, information that is normally blown into oblivion before astronomers have a chance to study it.

„There’s a limited time window,“ said study author Ofer Yaron, an astrophysicist based at the Weizmann Institute of Science in Israel, in a Skype interview with Motherboard. Within days, he said, supernova ejecta traveling at the incredible velocity of 10,000 kilometers per second engulf the regions surrounding exploding stars, destroying evidence of the initial collapse.

But this particular supernova, called SN 2013fs, was spotted early on October 6, 2013 by the California-based Intermediate Palomar Transient Factory (iPTF). This wide-field sky survey operates in real time to detect flashy transient phenomenon and trigger follow-up observations over a network of facilities around the world.

Located in the galaxy NGC 7610, about 160 million light years from the Milky Way, SN 2013fs was flagged by iPTF swiftly enough for scientists to glimpse the dense disk of circumstellar material kicked off by the star during its death rattles. (Scientists observed light from the young supernova arriving at Earth; the event itself occurred over 100 million years ago.)

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