Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Irlands Ministerpräsident Enda Kenny greift durch, klasse
[…]Irland will offensichtlich das Beichtgeheimnis abschaffen. Irlands Ministerpräsident Enda Kenny kündigte ein Gesetz an, das das Zurückhalten von Beweisen über Kindesmissbrauch strafbar macht und solle selbst für Informationen gelten, welche ein Priester während der Beichte erfährt. Dies berichtete der „Standart“. Die Ankündigung erfolgte nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts über die Vertuschung von Kindesmissbrauch durch katholische Priester. Enda Kenny erklärte, dass es „absolut schändlich“ sei, dass der Vatikan sein Kirchenrecht über das irische Strafrecht stelle. Das Irland des 21. Jahrhunderts werde sich nicht länger katholischer Macht fügen. Auch der Justizminister Alan Shatter äußerte, dass kein ausländischer Staat irgendeiner Organsiation Vorgaben machen sollte, wenn es um den Schutz von Kindern gehe, dies gelte vor allem für die katholische Kirche. Die irische Regierung hatte gestern (Donnerstag) den vatikanischen Botschafter einbestellt, damit er Stellung nehme zu dem Vorwurf, dass 1997 der Vatikan irischen Bischöfen davon abgeraten habe, pädophile Priester der Polizei zu melden.[…]

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Kein Gottvertrauen: „Unzulässige Rasterfahndung“ beim Papstbesuch

Quelle: derhonigmannsagt.files.wordpress.com

Glaube allein reicht nicht: um eine Messe des Papstes bei seinem Deutschlandbesuch im September erleben zu können, bedarf es einer Anmeldung – mit viel zu vielen Angaben, wie Datenschützer kritisieren.

Von Ulli Schauen WDR

Von jedem, der eine Messe mit Benedikt XVI. besuchen will, verlangen die deutschen Bischöfe eine Anmeldung, die nicht nur Namen und Adresse enthält, sondern auch Geburtsdatum und Geburtsort. Bisher haben sich nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn rund 175.000 Menschen registriert, mit weit über 200.000 Gläubigen rechnen sie. Dem WDR5-Hörfunkmagazin Politikum sagte der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert dazu, das sei „ganz klar ein Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung“.

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USA: Klage gegen Verbot der Vielehe

In den USA gerät das gesetzliche Verbot der Vielehe unter Druck. Am Mittwoch hat das Oberhaupt einer polygamistischen Familie in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah eine Zivilklage eingereicht. Das Verbot sei verfassungswidrig

jesus.de

Das Verbot sei verfassungswidrig und greife in die Privatsphäre von Bürgern ein, heißt es darin zur Begründung.

Der Kläger Kody Brown stützt sich US-Medienberichten zufolge auf ein US-Verfassungsurteil von 2003, wonach der Staat freiwilliges «intimes Handeln» Erwachsener nicht behindern darf. Damals ging es um gleichgeschlechtliche Beziehungen. Das Nicht-Einmischungsprinzip gelte auch für Männer und Frauen, die polygam leben wollten, erklärte Browns Anwalt, der Verfassungsrechtler Jonathan Turley.

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Wiki-Watch: Vorstandsmitglied des evangelikalen KEP auf kriminellen Pfaden

Quelle: esowatch.com

Schon Großmutter war zuckerkrank
Vorsicht vor diesem Insulin-Experten: Jetzt gibt der Wiki-Watch-Betreiber Wolfgang Stock selbst zu, Wikipedia-Artikel bearbeitet zu haben – mit „bescheidenem Wissen“.

Von Jörg WittkewitzFrankfurter Allgemeine

In der Affäre um Wiki-Watch überschlagen sich die Ereignisse. Die als Arbeitsstelle der Universität Frankfurt an der Oder firmierende Internetseite, die der PR-Unternehmer Wolfgang Stock gemeinsam mit dem auf Presserecht spezialisierten Rechtsanwalt Johannes Weberling betreibt, verspricht die wissenschaftliche Beobachtung der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Wie diese Zeitung am 1. Juli berichtete (Wiki-Watch im Zwielicht: Hier prüft der Staatsbürger das Insulin noch persönlich), besteht der Verdacht, dass Stock gegen die für ein Forschungsprojekt zumal in der Medienforschung geltenden Maßstäbe der Unabhängigkeit verstoßen hat.

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Abgedroschene Contergan-Polemik

Quelle: The European

Die PID-Zulassung durch den Bundestag ist eine wichtige und richtige Entscheidung. Es geht um einen guten und gleichberechtigten Start ins Leben; daran ist nichts verwerflich. Wir müssen Kranke und Behinderte wo immer wir können unterstützen, am Einsatz gegen Behinderungen ist hingegen nichts Verwerfliches festzustellen.

Von Michael Schmidt-SalomonThe European

Ethische Werte sind uns nicht objektiv vorgegeben, sondern müssen unter den Menschen auf der Basis ihrer jeweiligen Interessen ausgehandelt werden. Auch wenn es Gläubige gibt, die Probleme mit dieser Aussage haben, so ist sie doch Grundlage des „Gesellschaftsvertrags“, auf dem der moderne Rechtsstaat beruht.

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Flughafengebete: Der kurze Weg in den Himmel

Der Terminal des neuen Hauptstadtflughafens. Grafik: PR

Der künftige Hauptstadtflughafen „Berlin Brandenburg Willy Brandt“ wird Reisenden die Möglichkeit zu Gebet, Meditation und Innehalten bieten.

idea.de

Eine christliche Kapelle und ein Raum der Stille werden im Hauptterminal des Flughafens eingerichtet, der am 3. Juni 2012 eröffnet werden soll. Die Finanzierungs- und Nutzungsvereinbarung haben jetzt die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und das katholische Erzbistum Berlin unterzeichnet. Die Gesamtkosten des Baus von zwei jeweils 25 Quadratmeter großen Räumen mit Kuppel wurden auf 500.000 Euro beziffert, die von der Flughafengesellschaft und den Kirchen getragen werden sollen. Die Kapelle wird als Andachtsraum für Christen mit Kreuz, Altar sowie 10 bis 15 Sitzplätzen ausgestattet. Im Raum der Stille für Anhänger anderer Religionen soll es bronzene Bodenmarkierungen geben, die in alle Himmelsrichtungen sowie nach Mekka und Jerusalem weisen.

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Mother Russia und Despot Putin

Umstrittener Preisträger: Trotz heftiger Kritik soll Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin den "Quadriga"-Preis des Vereins "Werkstatt Deutschland" bekommen. Foto: dpa/Misha Japaridze

Trotz des Eklats um die Vergabe des Einheitspreis Quadriga an Russlands Premier Putin soll dieser die Auszeichnung erhalten. Mitglieder flüchten aus dem Kuratorium des Preis-Verleihers, und Menschenrechtler gehen auf die Barrikaden.

evangelisch.de

Für das Kuratorium des Quadriga-Preises bleibt es trotz aller Proteste dabei: Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin soll am Tag der Deutschen Einheit die Auszeichnung erhalten. Er werde wegen seiner „Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen“ geehrt, hieß es in einer Stellungnahme des Kuratoriums nach einem Krisentreffen am Dienstag.

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