Innenminister Friedrich: Religiotie ist in Politik und Gesellschaft unerlässlich

Quelle: ad-hoc-news.de

„Es muss Politikern erlaubt sein, ihren persönlichen Glauben zu leben“
Wer ein religiöser Mensch ist, akzeptiert eine höhere Vernunft und eine höhere Autorität. Darauf hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im Rahmen seiner Videobotschaft-Reihe „Sie fragen – der Minister antwortet“ hingewiesen. Der Glaube präge auch politisches Handeln.

Pro-Medienmagazin

Die aktuelle Ausgabe des Minister-Podcasts widmet sich der „Bedeutung der Kirchen und Religionsgemeinschaften für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Friedrich macht deutlich, dass es der Bundesregierung darum gehe, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern und jedem in Deutschland zu ermöglichen, seinen Glauben zu leben, um auf diese Weise auch in Deutschland Heimat zu finden und Heimat zu haben. Die Religionen trügen dazu bei, den Zusammenhalt einer Gesellschaft zu fördern. Deshalb sei auch der Dialog zwischen den Religionen von entscheidender Bedeutung. Die Bundesregierung unterstütze diesen Dialog mit ganz praktischen Beispielen, etwa der Ausbildung von Notfallhelfern muslimischen Glaubens. „Und sie fördert den Dialog auch auf einer staatlichen Ebene, indem sie die Deutsche Islam Konferenz eingerichtet hat und dort den Dialog zwischen muslimischen Verbänden, Einzelpersonen und staatlichen Einrichtungen fördert“, sagt der Minister. Das alles zusammengenommen solle dazu führen, dass Menschen jeden Glaubens in Deutschland leben könnten und aus der Verantwortung ihres Glaubens heraus auch Verantwortung für den Staat und für die Gesellschaft übernähmen.

weiterlesen

Advertisements

Kreationismus: Die Arche Noah in Köln

Seit dieser Woche liegt die „Arche Noah“ in Köln vor Anker. Direkt neben dem Schokoladenmuseum, also in der Innenstadt, können sich die Besucher an Bord des Arche-Nachbaus biblische Geschichten näherbringen lassen. Wir haben das Schiff und seinen Besitzer, den holländischen TV-Entertainer Aad Peters, besucht.

pro Medienmagazin

Warum Papstgegner den Pontifex nicht in Freiburg sehen wollen

Quelle: hpd.de

„Freiburg ohne Papst“ heißt eine Gruppe von Bürgern, die den Besuch von Papst Benedikt XVI. ablehnen. Was sind ihre Motive? Der 71-jährige Sozialarbeiter und Jurist Albrecht Ziervogel, Sprecher der Gruppe, gibt Auskunft.

Von Frank ZimmermannBadische Zeitung

BZ: In Leserbriefen haben sich Bürger sehr verärgert über Ihr Logo, ein über das Münster gezogenes Kondom, geäußert, sie fanden das niveau- und geschmacklos. Wollen Sie provozieren?
Albrecht Ziervogel: Ein gewisses Maß an Provokation ist natürlich beabsichtigt. In unserer Gesellschaft ist man so daran gewöhnt, alles auf die Gefühlslage und Empfindsamkeit der katholischen Kirche abzustellen. Die Menschen sind bei der kleinsten kritischen Bemerkung schnell verletzt, ihnen ist es aber ganz egal, wie die katholische Kirche mit ihren moralischen „Positionen“ andere Leute am laufenden Band verletzt, zum Beispiel die Schwulen und die Frauen, die nicht Priesterinnen werden dürfen und in keiner Weise gleichberechtigt sind. Wir wollen durch diese kleinen Nadelstiche deutlich machen: „Seht her, so geht es einem, wenn man auf der anderen Seite sitzt.“ Ich frage die Kritiker des Kondomlogos: Können Sie sich vorstellen, warum uns genau das eingefallen ist? Es geht uns nicht um die Person des Joseph Ratzinger, sondern darum, dass er das Oberhaupt einer Gemeinschaft ist, die eine verquere Geschlechterpolitik betreibt, welche menschenverachtend im Hinblick auf Schwule und Lesben ist.

weiterlesen

Gott zockt nicht

Das Bistum Magdeburg wollte seine Kassen aufbessern. Das ging gründlich schief. Ein Lehrstück darüber, wie die Kirchenmänner sich selbst im Weg standen

Von Sebastian Jost und Lucas WiegelmannWELT ONLINE

Die katholische Kirche witterte das große Geld und gründete eine Beteiligungsfirma. Viele der Investments floppten allerdings.

Schuld an der Misere sollen die ehemaligen Chefs sein. Dabei waren die geistlichen Würdenträger maßgeblich an den Geschäften beteiligt

Wenn man nach der Bibel geht, könnte man das Bistum Magdeburg vorbildlich nennen. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“, heißt es im Markus-Evangelium. Dass die Magdeburger Kirchenmänner zu reich fürs Seelenheil wären, wird ihnen niemand vorwerfen. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren haben die Lenker des Bistums durch fatale Geschäfte ihre Chancen auf das Himmelreich nachhaltig verbessert. Aber da die Bibel ja selten wörtlich ausgelegt wird, auch nicht in der Kirche, mag sich derzeit niemand so richtig darüber freuen. Die Würdenträger nicht. Und die Gläubigen, deren Geld verspielt wurde, erst recht nicht.

weiterlesen

CDU Schirmherrschaft: Religiöse SPD-Prostitution

v.l. Frank-Walter Steinmeier, Thomas Maier, Henry Maske Foto: CVJM

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier (Berlin), hat am 13. Juli das Sportcamp des CVJM-Ostwerks Berlin-Brandenburg besucht.

idea.de

An dem Lager, das vom 9. bis 16. Juli in Mötzow bei Brandenburg stattfindet, nehmen 90 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren teil. Steinmeier informierte sich zusammen mit dem ehemaligen Boxweltmeister Henry Maske über das Ferienlager, beteiligte sich an sportlichen Aktivitäten und stellte sich Fragen der Teilnehmer. „Seit wann interessieren Sie sich für Politik?“ wollte eine Jugendliche wissen. „Seit ich etwa so alt war wie ihr“, antwortete der 55-Jährige, der sich dem reformierten Flügel des Protestantismus zugehörig weiß. Ein ehrenamtlicher Kirchvorsteher aus seiner Heimatgemeinde habe eines Tages einen Missionar aus Afrika mit in die Jugendgruppe gebracht. Da habe er zum ersten Mal richtig begriffen, dass Kinder und Jugendliche in anderen Teilen der Welt unter wesentlich schwierigeren Bedingungen aufwachsen müssen. Er habe sich dann vorgenommen mitzuhelfen, für etwas mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Für ihn sei Frieden der wichtigste Wunsch für die Zukunft. Er gehöre zur ersten Generation in Deutschland, die keinen Krieg mehr erleben musste.

weiterlesen

Mea Schearim: Eine Parallelwelt in Jerusalem

Bitte züchtig kleiden! Ein Schild am Eingang des Viertels Mea Schearim bittet Passanten um Rücksichtnahme. Foto: Lisa Mathon/Wikipedia

Einmal in der Woche – am Schabbat – steht ein Teil Jerusalems still. Der Grund: Das Viertel Mea Schearim ist von ultraorthodoxen Juden bevölkert. Ihren Kampf gegen die Einflüsse der modernen Welt und für die jüdische Tradition zeigt der Sender „Arte“ in der 90-minütigen Dokumentation „Gott bewahre!“.

pro-Medienmagazin

Mea Schearim ist eine abgeschottete Welt. Die Siedlung der ultraorthodoxen Juden in Jerusalem, der Haredim, ist für viele eine Art Mysterium. Die Alltagssprache dort ist Jiddisch, am Schabbat ruht das ganze Viertel, weder Autos fahren, noch ist das Arbeiten erlaubt. Elektrische Anlagen werden ausgeschaltet. Viele der strenggläubigen Juden verweigern die Kooperation mit dem Staat, leisten etwa keinen Militärdienst. Rund eine halbe Million Juden in Israel gehören dieser religiösen Gemeinschaft an. Die Haredim versuchen, ihr religiöses Erbe und ihre traditionellen Lebensformen zu schützen – und sie sehen den jüdischen Glauben durch den säkularen Staat und seine Institutionen verraten. In die geheimnisvolle Welt dieser Religionsgemeinschaft lädt „Arte“ am Sonntag, 17. Juli, 21.45 Uhr, ein. 90 Minuten lang zeigt der Sender das Leben der Frommen.

Weiterlesen „Mea Schearim: Eine Parallelwelt in Jerusalem“