Papst verurteilt am Weltfrauentag Diskriminierung von Frauen

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat die Diskriminierung von Frauen verurteilt. „Eine Welt, in der Frauen an den Rand gedrängt werden, ist eine sterile Welt“, sagte er am Weltfrauentag (Sonntag) auf dem Petersplatz. Der Tag sei ein Anlass, die wichtige Bedeutung von Frauen im öffentlichen Leben zu betonen.


kathweb

Franziskus dankte „allen Frauen, die jeden Tag versuchen, eine menschlichere und einladendere Gesellschaft zu bauen“. Zudem dankte er den Frauen, die sich in der Kirche engagierten und „auf tausend Arten das Evangelium bezeugen“. Frauen sähen die Welt mit anderen Augen und erspürten die Dinge mit mehr Kreativität und Geduld.

Der Vatikan begeht in diesem Jahr zum zweiten Mal den Weltfrauentag. Dazu werden am Nachmittag in der Casina Pio IV in den vatikanischen Gärten zwei Frauenprojekte aus Nicaragua und dem Libanon ausgezeichnet.

Papst zur Tempelreinigung: „Jesus schlägt nie“

Beim Angelusgebet am Sonntag ging der Papst auch auf das Evangelium von der gewaltsamen Tempelreinigung durch Jesus ein. Im eigenen Leben Gott einen Tempel bauen, indem man zum Zeichen der Liebe für die Mitmenschen wird – das ist es, was sich Franziskus für die Gläubigen wünscht, die sich auf das Osterfest vorbereiten. Er lud die Katholiken zu einer inneren „Tempelreinigung“ ein und betonte dazu: „Jesus schlägt nie. Jesus reinigt mit Zärtlichkeit, mit Barmherzigkeit, mit Liebe. Die Barmherzigkeit ist seine Weise der Reinigung. Die Geißel Jesu für uns ist seine Barmherzigkeit.“

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Ägypten: Erster Morsi-Anhänger hingerichtet

muslimbrotherhood

In Ägypten wurde am Wochenende erstmals ein Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Morsi hingerichtet


Von Astrid Frefel|derStandard.at

Das Video mit den Bildern einer Gruppe von Männern, die in Alexandria einen Jugendlichen von einem Gebäude mehrere Meter in die Tiefe werfen, wurde im Juli 2013 mehrere Zehntausend Mal angeklickt. Am Samstag vollstreckten die Justizbehörden ein Urteil zum Tod durch den Strick gegen einen radikalen Islamisten, der in diese Gewalt nach der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Morsi verstrickt gewesen war.

Es war das erste Todesurteil, das im Zusammenhang mit dem Sturz der Islamisten und den anschließenden blutigen Unruhen vollzogen wurde. Hunderte weitere Todesurteile wurden zwar ausgesprochen, sind aber noch nicht rechtskräftig.

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Die radikale Mitte

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Die Anhänger vereint Ressentiment und Verachtung der Demokratie. Der Erfolg der rechten Wutbürger markiert eine tiefe Zäsur.


Von Oliver Nachtwey|derFreitag

Die Pegida-Bewegung hat etwas Gespenstisches. Eine schwarze Verdrossenheit bricht sich einmal wöchentlich auf den Straßen von Dresden und Leipzig Bahn und bringt die Menschen dazu, lauthals „Lügenpresse“ zu skandieren. Auch wenn die Pegida-Organisatoren in ihren Statements immer wieder versuchen, sich von rechten Positionen mehr (Kathrin Oertel) oder weniger (Lutz Bachmann) abzugrenzen – sie verfolgen einen modernen Rechtspopulismus. Dessen Logik lautet: „Ich habe zwar nichts gegen Ausländer und Muslime, aber …“. Stoisch wird der bürgerliche Charakter der eigenen Position betont, die sich auf die Werte der Aufklärung und des Abendlandes beruft. Ganz normale Bürger, die sich sorgen; so wollen die Pegida-Anhänger gesehen werden. Das ist nicht ganz falsch. Und genau das macht diese Bewegung so beängstigend. Denn Pegida ist der Radikalismus der Mitte unserer Gesellschaft. Bei den Demonstrationen, das zeigen die ersten Untersuchungen, laufen überwiegend Männer mittleren Alters mit einem höheren Bildungsgrad mit. Sie arbeiten in Vollzeit und gehören der unteren Mittelschicht an.

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Tens of thousands fill Rabin Square for anti-Netanyahu rally

Israelis take part in a rally to ask for a change in the Israeli policy on March 7, 2015 on Rabin Square in Tel Aviv. Israelis go to the polls on March 17, in a vote that looks set to bring right wing Prime Minister Benjamin Netanyahu a fourth term in office. (photo credit: AFP/JACK GUEZ)
Ex-Mossad chief Dagan intensifies attack on PM as demonstrators pour into central Tel Aviv for ‘Israel wants change’ event


By Times of Israel staff

An estimated 40,000 demonstrators poured into Tel Aviv’s Rabin Square Saturday evening to take part in a rally calling for a change in government.

The plaza was filled with posters supporting the left-wing Meretz party and the center-left Zionist Union.

Former Mossad chief Meir Dagan headlined the speakers who took to the podium to address the teeming crowd. Having unleashed harsh criticism of the Netanyahu administration in an interview aired Friday, Dagan again attacked the prime minister, saying “we have a leader who fights only one campaign — the campaign for his own political survival.”

“In the name of this war, he is dragging us down to a bi-national state and to the end of the Zionist dream,” the former spy chief, 70, said of Prime Minister Benjamin Netanyahu.

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Raif Badawi: Menschenrechte sind gut fürs Geschäft

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei seinem Besuch in Saudi-Arabien | © Bernd von Jutrczenka/dpa
Vizekanzler Gabriel wird in Riad den inhaftierten Blogger Badawi nicht freibekommen. Doch er macht den Saudis klar: Mehr Freiheit kann deutsche Investitionen erleichtern.


Von Bernd Ulrich|ZEIT ONLINE

Das saudische Königshaus ist verärgert, nein: „bestürzt“. Und zwar über deutsche Medien, die sich mit „provokativen Reports und Stellungnahmen“ zum Fall des inhaftierten und mit Stockschlägen malträtierten Blogger Raif Badawi in die „inneren Angelegenheiten“ einmischten. So stand es ganz offiziös in der Zeitung Arab News. Dazu muss man sagen: Schönen Dank, selten so gelobt worden!

Die Staatsgründer von Saudi-Arabien hatten das Glück, unter dem Wüstensand eine Menge Erdöl zu finden. Die Mischung aus diesem Reichtum, extremistischem Islam und militärischer Gewalt hat sich bis dato als ein Erfolgsrezept erwiesen, jedenfalls für die weitläufige königliche Familie und den Klerus.

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How religion and American exceptionalism are undermining our future

James Inhofe (Credit: C-Span)
Despite overwhelming scientific consensus, Americans remain split on climate change. Here’s why.


By Edward L. Rubin|Salon

James Inhofe, the senior Republican senator from Oklahoma and author of “The Great Hoax: How the Global Warming Conspiracy Threatens Your Future,” has recently become chairman of the Senate’s Environment and Public Works Committee. As a result, we can expect his committee, and perhaps the Senate as a whole, to proceed on the basis that human-induced climate change is nothing but a twisted fantasy concocted by misguided intellectuals.

As conspiracy theories go, this one is a dilly. The overwhelming majority of American earth and weather scientists, working in hundreds of private universities and in public universities funded and supervised by all 50 states (red as well as blue), have apparently decided to risk their personal credibility and endanger their careers to tell a complex, well-coordinated lie for no apparent reason. Thousands of other scientists in countries ranging from Australia to Ireland to China, in a remarkable display of cooperation with the U.S., have subjected themselves to similar risks, with a similar lack of possible rewards.

It is hardly surprising that energy companies — whose outsize profits may be reduced once the ongoing damage to the environment is recognized– have for years subscribed to this conspiracy theory, and in some cases funded its proponents. But why do so many Americans believe them? Why do they ignore an overwhelming scientific consensus of the sort that few people question in matters of medical care, electronics design, or factory management? The reason is that the response to climate change affects people’s personal beliefs and lifestyles. It is not simply a political position, like controlling air pollution or saving the blue whale, but an issue that reaches deep inside our patterns of thought and behavior.

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