Wegen Rassismusvorwurfs: Wegschauen bei muslimischen Tätern?

Hat die britische Polizei teilweise nicht ermittelt, weil sie sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen wollte? Foto: Arpingstone / Wikipedia
Die englischen Behörden sollen in den vergangenen Jahren oft nur zögerlich gegen die Zuhälterei minderjähriger Kinder ermittelt haben. Der Grund: Viele der Täter sind Muslime – die Polizei wollte nicht in den Verdacht des Rassismus geraten.


pro Medienmagazin

Kriminelle Gangs bringen systematisch Mädchen in ihre Gewalt, missbrauchen sie und zwingen sie zur Prostitution. Eine heikle Situation, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet: Die Mädchen sind minderjährig, weiß und leben oftmals in staatlicher Obhut. Die Täter: In der Regel Muslime mit Wurzeln in Afrika oder Pakistan. Die Ergebnisse einer eingesetzten Kommission zeigen, dass in den vergangenen 16 Jahren mindestens 370 Kinder sexuell missbraucht wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. In der nordenglischen Stadt Rotherham sollen pakistanische Gangs sogar 1.400 Mädchen zu sexuellen Diensten gezwungen haben.

Muslime nicht unter Generalverdacht stellen

Seit 2011 laufen die Ermittlungen in bestimmten britischen Regionen. Die lokalen Behörden, darunter Polizei und Jugendämter, ignorierten einige Hinweise oder schauten weg, berichtet Zeit Online. Einer der Gründe: Die Angst, mit dem Finger auf muslimische Einwanderer zu zeigen und deswegen als Rassist zu gelten. In Rotherham trat der gesamte Stadtrat wegen der schlechten Ermittlung der Missbrauchsfälle zurück.

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Hypatia and the Double-Edged Sword of Women’s Science History

„Death of the philosopher Hypatia, in Alexandria“ from Vies des savants illustres, depuis l’antiquité jusqu’au dix-neuvième siècle, 1866, by Louis Figuier. Bild: wikimedia.org/PD
International Women’s Day, an annual opportunity to celebrate the empowerment of women—past, present, and future. It’s a time to reflect on the legacies of female historical figures, while also ruminating on the challenges facing women in the 21st century.


By Becky Ferreira|MOTHERBOARD

To the latter point, there are certainly plenty of challenges, ranging from expanding reproductive rights to passing the ​Bechdel test in pop culture. But one of the most hot-button issues, frequently addressed on Motherboard, is the ongoing effort to bridge the gender gap in STEM (science, technology, engineering, and mathematics) fields.

This fight to empower female scientists actually goes back millennia, and it’s one of the most simultaneously fascinating and frustrating stories in history. In both the ancient and Medieval world, female scientists made substantial scientific discoveries and engineered new technologies, but often experienced harsh backlash due to the patronizing attitudes towards women at the time.

Of course, this narrative is not unique to women. Male scientists born into low social standing, like Michael Faraday or Joseph von Fraunhofer, also faced an uphill battle when proving their worth.

he difference is that the history of science is packed to the brim with lots of other male archetypes, in addition to hard-working underdogs like Faraday and von Fraunhofer. Isaac Newton and Konstantin Tsiolkovsky were lone geniuses, for example, while Humphrey Davy and Carl Sagan were both charismatic science communicators.

The same diversity is not afforded to early women scientists, because they are so often pigeonholed into martyrdom. Take the life story of Hypatia of Alexandria, considered by many to be the first female astronomer and mathematician, as an example.

She was born sometime between 350 and 370 AD, and was famous for building astrolabes and delivering fiery populist lectures. “The woman used to put on her philosopher’s cloak and walk through the middle of town and publicly interpret Plato, Aristotle, or the works of any other philosopher to those who wished to hear her,” wrote the 5th century historian Damascius, in his biography Life of Hypatia.

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Kinderhilfs-Verein „Nestwärme“: Gründer als Kinderschänder verhaftet

Auch Promis wie Schauspielerin und Ex-Playboy-Model Jessica Stockmann unterstützten den scheinbar so sozialen Vereinsgründer Michael Janda, wie hier in Berlin bei der Übergabe von Sachspenden an die Kita „Nestwärme“. Foto: Eventpress Krohn
Jetzt wurde Michael Janda verhaftet. Der Vorwurf: Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes in wenigstens vier Fällen.


Von PHILIPPE DEBIONNE und NIKE HEITH|Berliner Kurier

Janda wurde nach monatelangen Ermittlungen von Elitepolizisten an seiner Steglitzer Wohnadresse verhaftet. „Zudem wurden Beweismittel wie Computer und Datenträger sichergestellt, die ausgewertet werden müssen“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Im konkreten Fall soll es um den Missbrauch „an einem zur Tatzeit 13-jährigen Jungen“ gehen. Zudem soll der 52-jährige Janda Kinderpornografie „hergestellt und verbreitet haben. Im Klartext: Er hat sich bei seinen Taten gefilmt“, so der Sprecher.

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Sechsjährigem Albino-Buben in Tansania Hand abgehackt

Mütter aus Tansania mit Albino-Kindern © AFP
Körperteile werden für Zauberrituale verwendet


derStandard.at

Erneut ist im ostafrikanischen Tansania einem Albino-Kind die Hand abgehackt worden. Bei dem Opfer handle es sich um einen sechs Jahre alten Buben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Bub und seine Mutter wurden den Angaben zufolge im Schlaf von den Angreifern überrascht.

Die Männer stürmten am Samstagabend in ihr Haus im Dorf Kipenda und verprügelten zuerst die Mutter, weil sie ihren Sohn nicht ausliefern wollte. Dann hackten sie dem Jungen mit einer Machete die rechte Hand ab. Mutter und Kind liegen nun im Krankenhaus.

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Islamismus: Die verschwundenen Hetzer aus Bonn

Mordaufruf im Internet. Im Jahr 2012 verfasste Yassin Chouka unter seinem Kampfnamen Abu Ibraheem dieses Hetzpamphlet gegen Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW. – Foto: dpa / picture alliance
Die Bonner Brüder Yassin und Mounir Chouka haben lange von Wasiristan aus den Dschihad propagiert. Dann wollten sie nach Syrien zur Terrormiliz „Islamischer Staat“. Doch nun verliert sich ihre Spur.


Von Frank Jansen|DER TAGESPIEGEL

Sie zählen zu den gefährlichsten Agitatoren des Heiligen Krieges. Die aus Bonn stammenden Brüder Yassin und Mounir Chouka werben seit Jahren von der pakistanischen Terrorhochburg Wasiristan aus für den Dschihad und hetzen in Richtung Deutschland. Beinahe wäre eine Bluttat die Folge gewesen. Im Mai 2012 forderte Yassin Chouka in einer Audiobotschaft seine Glaubensbrüder in der Bundesrepublik auf: „Ihr sollt die Mitglieder von Pro NRW alle töten“. Zehn Monate später nahm die Polizei in Bonn, Leverkusen und Essen vier Islamisten fest, die mutmaßlich kurz davor waren, den Chef der islamfeindlichen Partei zu ermorden.

Die Tatverdächtigen, die sich derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten müssen, fühlten sich offenbar von dem Aufruf zum Mord animiert, den Vorsitzenden von Pro NRW anzugreifen.

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Am Berliner Helmholtzplatz feiert die Idiotie fröhliche Urständ

Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
Es ist erstaunlich, warum Deutsche so schnell in die USA schauen, wenn sie nach Prototyp-Idioten suchen. Religiöse Amerikaner findet man besonders dumm. Vor allem die, die glauben, Gott hätte die Welt in sechs Tagen erschaffen und zwar erst vor ein paar Tausend Jahren.


Böss in Berlin

Diese Leute nennen sich Kreationisten und bauen Museen, in denen Kinder auf Dinosauriermodellen reiten können, denn einst lebten Dinosaurier und Mensch nebeneinander. Eine These, die noch plausibler wäre, wenn es bei Jesaja heißen würde: „Tyrannosaurus Rex und Lamm sollen weiden zugleich, der Herrerasaurus wird Stroh essen wie ein Rind, und der Allosaurus soll Erde essen. Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.“

Tatsächlich bringen die Kreationisten ein beeindruckendes Maß an Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen mit. Sollte das ein Maßstab für Dummheit sein, sind die Kreationisten tatsächlich dumm. Dann müsste aber auch nicht extra in die USA geschaut werden. Ein Blick nach Berlin würde völlig reichen. Genauer: Berlin Prenzlauer Berg. Hier leben gebildete Jungeltern, die ihre Kinder nicht impfen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen muss man denen gar nicht kommen. Die kennen all diese Argumente und haben sie geprüft, doch sie konnten nicht vor ihrem homöopathischen Gewissen bestehen. Deswegen werden die Kinder nicht geimpft. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus vollster Überzeugung.

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Feminismus: Uni Leipzig sperrt indische Männer aus

Bild: Wikimedia Commons/Tuxyso (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/Tuxyso (CC-BY-SA 3.0)
An der Uni Leipzig hat die Professorin Annette Beck-Sickinger einem indischen Studenten, der sich um einen Praktikumsplatz bewarb, geschrieben, dass sie indische Männer nicht zulässt, weil das (sinngemäß) alles Vergewaltiger sind und sie die Frauen an der Uni schützen müsste. Geht gerade um die Welt. Aus der E-Mail-Korrespondenz:

Von Hadmut Danisch|Ansichten eines Informatikers

An der Uni Leipzig hat die Professorin Annette Beck-Sickinger einem indischen Studenten, der sich um einen Praktikumsplatz bewarb, geschrieben, dass sie indische Männer nicht zulässt, weil das (sinngemäß) alles Vergewaltiger sind und sie die Frauen an der Uni schützen müsste. Geht gerade um die Welt. Aus der E-Mail-Korrespondenz:

“unfortunately I don’t accept any Indian male students for internships. We hear a lot about the rape problem in India which I cannot support. I have many female students in my group, so I think this attitude is something I cannot support, [SIC]” […]

“Many female professors in Germany decided to no longer accept male Indian students for these reasons, and currently other European female association are joining. Of course we cannot change or influence the Indian society, but only take our consequences here in Europe.”

Absoluter, krimineller Machtmissbrauch, der gegen jegliche Beamten- und Professorenpflichten verstößt. Zweifellos würden da auch Prüfungsergebnisse manipuliert. Wer sich so äußert, der würde auch Männer und Frauen nicht mehr gleich bewerten. Noch Fragen, wo die angeblich so guten Noten für Frauen herkommen?

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Malaysia geht gegen „Alternativheiler“ vor

Bild: svz.de
Bild: svz.de
Malaysia macht Ernst im Kampf gegen den Aberglauben: „Alternativmediziner“, die Kranken gegenüber unhaltbare Versprechungen machen, müssen künftig mit Strafen rechnen.


Von Holger von Rybinski|GWUP

Einem Bericht des „Daily Express“  zufolge plant der kleine Staat zum Schutze der Allgemeinheit ein Gesetz zur Regelung traditioneller und komplementärer Medizin. Damit sollen Standards für diejenigen festgelegt werden, die „alternative“ Heilmethoden anwenden. In dem Bericht ist von Tausenden Malaysiern die Rede, die Opfer dubioser Gesundmacher wurden. Viele dieser „Alternativheiler“ bezeichnen sich offenbar fälschlicherweise als Doktoren, obgleich dies auch in Malaysia nicht ohne Erwerb eines entsprechenden Titels erlaubt ist. Außerdem müssen homöopathische und pflanzliche Arzneien künftig registriert werden. Der Gesundheitsminister des kleinen Landes sprach von über 12000  Arzneien in dieser Sparte. Die Polizei sieht in dem Gesetz, das auf eine Initiative aus dem letzten Jahr zurückgeht nun eine Möglichkeit, gegen die teils kriminellen Aktivitäten der falschen Doktoren vorzugehen.

Dalai Lama und Tibet streiten um Wiedergeburt

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Tibetischer Parlamentschef: „Das hat nicht der Dalai Lama zu entscheiden“


derStandard.at

Die chinesischen Kommunisten wollen die buddhistische Tradition der Wiedergeburt des Dalai Lamas bewahren. Der Vorsitzende des regionalen Parlaments von Tibet, Padma Choling, kritisierte den im indischen Exil lebenden 14. Dalai Lama am Montag in Peking für seine Äußerungen, dass es nach seinem Tod vielleicht keine Reinkarnation geben werde.

„Das hat nicht der Dalai Lama zu entscheiden“, sagte der hohe tibetische Parlamentsvertreter am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses. Religion und Geschichte müssten respektiert werden.

Das religiöse Oberhaupt der Tibeter hatte zuletzt erläutert, dass es nach seiner Auffassung nicht unbedingt einen weiteren Dalai Lama geben müsse. Der 79-jährige Tenzin Gyatso sagte, dass er seine politische Macht schon 2011 freiwillig abgegeben habe und die fast 500 Jahre alte Institution damit auch enden könne. Möglicherweise will der 14. Dalai Lama damit den chinesischen Behörden zuvorkommen, die nach seinem Tod in China ein Kind nach den üblichen Riten als seine Wiedergeburt suchen und unter ihrer Kontrolle großziehen werden.

Raumsonde „Dawn“ hat Ceres erreicht

Ankunft von Dawn beim Zwergplaneten Ceres (künstlerische Darstellung) © NASA/JPL-Caltech
Erstes Rendezvous mit einem Zwergplaneten: Am vergangenen Freitag ist die Raumsonde „Dawn“ in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres eingeschwenkt. Anhand der Zusammensetzung des Gesteins von Ceres wollen Wissenschaftler auch einen Blick auf die Anfangstage der Erde werfen. Bis zu den nächsten detaillierten Bildern von müssen sie sich jedoch vorerst noch gedulden: Dawn sieht zurzeit nur die dunkle Seite von Ceres.


scinexx

Die Asteroiden im breiten Gürtel zwischen Mars und Jupiter gelten als Überreste aus der Anfangszeit des Sonnensystems. Die NASA-Sonde „Dawn“ nimmt nun der größten dieser Brocken ins Visier: Am 6. März ist sie in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres eingeschwenkt. Dawn ist damit die erste Mission, die einen Zwergplaneten aus der Nähe begutachtet – mit einem knappen Vorsprung: In etwa vier Monaten soll „New Horizons“ den Zwergplaneten Pluto und seine Monde erreichen.

Blick aufs Rohmaterial der Erde

Siebeneinhalb Jahre lang war Dawn unterwegs, über eine Strecke von fast fünf Milliarden Kilometern. Allerdings flog die Sonde nicht die ganze Strecke am Stück: Im Jahr 2011 legte sie am Asteroiden Vesta einen Zwischenstopp ein. Ein Jahr lang lieferte sie aus einer Umlaufbahn um Vesta eine Flut an Daten und Bildern, bevor sie sich auf den weiteren Flug in Richtung Ceres machte. Dawn ist damit die erste Raumsonde, die nacheinander zwei verschiedene extraterrestrische Himmelskörper umkreist.

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«Die islamische Gesellschaft braucht eine sexuelle Revolution»

Die Lust der Frau stellt für den Islam eine Gefahr dar. Ein junges Paar gönnt sich am Ufer des Nils in der Nähe von Kairo einen intimen Moment. Foto: Asmaa Waguih (Reuters)
Der Philosoph Rachid Boutayeb befasst sich mit der Verdrängung der Erotik und Sexualität im Islam. Als verspätete Religion übe sie Gewalt aus gegen die Frau, spreche ihr Körper und Autonomie ab.


Mit Rachid Boutayeb sprach Michael Meier|Tages Anzeiger

Ist es in der islamischen Gesellschaft statthaft, über den Orgasmus der Frau zu sprechen?
Es ist überhaupt nicht vorstellbar, in den heutigen islamischen Gesellschaften über die Frauen als souveräne ­Subjekte zu sprechen, geschweige denn über ihren Orgasmus. Freilich muss man sagen, dass es die islamische Gesellschaft an und für sich gar nicht gibt: Die Frauen zum Beispiel in Tunesien und Marokko verfügen über mehr Freiheiten und fürchten darum die Sexualität weniger als jene in den Golfstaaten. Die freieren Frauen werden in den nahöstlichen Medien als «Prostituierte» dämonisiert.

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Kirchenzeitungs-Chefredakteur: „Weg mit den katholischen Sonnengöttern“

B16-Ratze erklärt II. Vatikanisches Konzil, schlimmer geht nimmer!

Pur-Magazin: Der Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat im „Katholischen Sonntagsblatt“ schwere Angriffe gegen Papst Benedikt XVI. erhoben.


kath.net

Der Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat im „Katholischen Sonntagsblatt“ schwere Angriffe gegen Papst Benedikt XVI. erhoben. Dies berichtet das „Pur-Magazin“ in der jüngsten Ausgabe. Reiner Schlotthauer schreibt, lange sei es her, dass sich Europa seiner Sonnenkönige entledigt habe, in der Kirche allerdings habe diese Spezies bis heute überlebt. Die Kirche habe sich nicht nur mit der monarchischen Herrschaftsform gemein gemacht, sondern auch „gerne missbrauchen lassen, bis heute“. Die Schuld schreibt der kirchliche Medienmann dem früheren Pontifikat von Papst Benedikt XVI. zu. „Ausgerechnet jene Männer, welche die Verweltlichung am lautesten beklagten, befördern sie in Worten. Gesten, Normen und sogar Moden in eine gar seltsame Welt- und zwar in die von gestern.“ Damit spielt Schlotthauer auf die Freiburger Rede Papst Benedikts an, in der er eine „Entweltlichung“ der Kirche einforderte.

Marine Le Pen: „Es gibt keine Islamophobie in Frankreich“

Marine Le Pen (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Die Präsidentin des Front National zeichnet ein eigenwillig geschöntes Bild von der Situation im Land


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Zwei Monate nach den Terrorakten in Paris ist das zwischenzeitliche Umfragehoch für Präsident Hollande und Premierminister Valls Schnee von gestern. Im Frühling stehen Wahlen an, in den Departements, wo die Generalräte gewählt werden. Bei den auch Kantonalwahlen genannten Stimmabgaben geht es nicht um die Besetzung von Spitzenposten – wie Manuel Valls erklärte, werde er in jedem Fall Premierminister bleiben -, aber eben doch um etwas, das im Politikgeschäft sehr wichtig ist, die Stimmungslage der Wähler.

Hatte man früher die Regionalwahlen nicht all zu hoch gehängt und Niederlagen als mehr oder weniger üblichen Gegenreflex auf die Pariser Regierung bewertet, so hat sich dies mit den Erfolgen des Front National sehr geändert. Valls sprach in einem Medieninterview von „Angst“.

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de Maizière: Verfolgte sind willkommen

Thomas de Maizière (2012), Bild: wikimedia.org/PD
Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußert sich im Interview über Flüchtlingspolitik, Kirchenasyl, das „C“ in „CDU“ und die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört.


Von Karsten Huhn|kath.net

Deutschland diskutiert über die Flüchtlingspolitik: Wer darf kommen? Wer darf bleiben? Und wann ist das Kirchenasyl legitim? Der engagierte evangelische Christ – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) – ist mit solchen Fragen täglich beschäftigt. Mit ihm sprach idea-Redakteur Karsten Huhn.

idea: Herr Bundesminister, weltweit gibt es derzeit 50 Millionen Flüchtlinge. Deutschland hat 2014 200.000 von ihnen aufgenommen. Reicht das?

de Maizière: Für politisches Asyl kennt das deutsche Recht keine Obergrenze – und das ist auch richtig. Von den mehr als 200.000 Asylantragstellern stammen über die Hälfte aus Europa, insbesondere aus den Balkanstaaten Serbien und Kosovo. Allerdings ist die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union unangemessen. Deutschland, Schweden, Österreich und Malta nehmen überproportional viele Flüchtlinge auf, Deutschland allein fast 40 Prozent aller Flüchtlinge in Europa. Das liegt unter anderem daran, dass sie bei uns anständig untergebracht werden und ein anständiges Asylverfahren bekommen. Dieses wollen wir beschleunigen, damit schneller klar wird, was aus ihnen wird. Diejenigen, deren Asylantrag abgelehnt wird, sollten zurückgeführt werden. Es gibt aber auch Länder, die nahezu keine Flüchtlinge aufnehmen. Ich strebe an, dass wir das in Europa ändern.

idea: Sie sagten, Flüchtlinge würden anständig untergebracht. Oft handelt es sich um Notunterkünfte wie Turnhallen.

de Maizière: Ich habe mir etliche Erstaufnahmelager angesehen. Zugegeben: Sie sind nicht immer besonders schön. Aber insgesamt werden die Flüchtlinge in Deutschland ordentlich versorgt. Dazu muss man wissen, dass der Anstieg der Flüchtlingszahlen für uns nicht vorhersehbar war. 2008 hatten wir weniger als 30.000 Asylbewerber. Entsprechend hatten die Länder und Kommunen ihre Kapazitäten abgebaut. Aber wenn jetzt an einem Wochenende 800 neue Flüchtlinge ankommen, wird es schwierig. Doch wir geben uns Mühe und müssen uns im internationalen Vergleich nicht verstecken. Außerdem hat der Bund die Anstrengungen der Länder und Kommunen, wieder mehr Unterkünfte für Flüchtlinge bereitzustellen, sehr unterstützt.

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Scheinmedizin boomt

Symbolbild, Bild: brightsblog
Symbolbild, Bild: brightsblog
Scheinmedizin erobert immer mehr Randbereiche des Gesundheitswesens mit rasant steigenden Umsätzen. Auch ein Teil der Ärzteschaft ist an diesem Geschäft interessiert: Scheinmedizin füllt die Kassen der Anbieter.


Initiative für wissenschaftliche Medizin

Ärztekammern in Österreich legitimieren Scheinmedizin

So akkreditiert die Österreichische Akademie der Ärzte als Fortbildungsorganisation der Österreichischen Ärztekammer Kurse und verleiht Spezialdiplome für Diagnose- und Therapiemethoden, die medizinische Kenntnisse missachten (z.B. Anthroposophische Medizin: erklärt Krankheiten als Kampf zwischen „Ätherleib“,“ Astralleib“, „physischer Leib“ und „Ich-Organisation“), den Naturgesetzen widersprechen (z.B. das Prinzip der  Homöopathie, dass die Verdünnung eines Stoffes seine Wirkung verstärkt), auf altem Aberglauben (z.B. das Prinzip Homöopathie, „Ähnliches heile Ähnliches“, hat sich nicht bestätigt) und irrigen Vorstellungen von Krankheiten und ihren Ursachen beruhen (z.B. unterliegt der Muskeltest der Applied Kinesiology dem Zufall und kann nachweislich nichts über Störungen aussagen.).

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Christin trägt muslimische Kopfbedeckung

Themenbild
Themenbild
Eine US-amerikanische Christin trägt während der Passionszeit eine muslimische Kopfbedeckung, den Hidschab.


kath.net

Jessey Eagan aus Peoria (Bundesstaat Illinois) will damit ein Zeichen der Liebe zu Muslimen setzen, wie sie der Internetzeitung Christian Post sagte. Die zweifache Mutter lebte vor sieben Jahren mit ihrem Mann in der jordanischen Hauptstadt Amman. Dort habe sie sich einerseits aufgrund ihres westlichen Aussehens wie eine Außenseiterin gefühlt, andererseits aber Freundschaft mit vielen muslimischen Frauen geschlossen. In Peoria gebe es eine große Zahl von Muslimen, die von vielen Christen ebenfalls als Außenseiter betrachtet würden. Ihnen wolle sie mit dem Tragen des Hidschab ihre Freundschaft zeigen und gleichzeitig einer unberechtigten Angst vor dem Islam entgegenwirken. Muslime würden oft mit Extremisten gleichgesetzt, beklagt Eagan.

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Finnlands Rundfunk lässt den Koran vorlesen – komplett

Finnlands Rundfunk lässt den Koran vorlesen – komplett | Getty
Der öffentlich-rechtliche finnische Rundfunk hat sich zu einem ungewöhnlichen Programm entschlossen, um das Verständnis für den Islam zu fördern: Der Sender YLE strahlt eine Lesung des kompletten Korans in finnischer Sprache aus.


Huffington Post

Das ist ein ziemliches Mammut-Projekt, 60 mal 30 Minuten dauert es. Ergänzt wird die Lesung durch Kommentare des Übersetzers und des Imams Anas Hjjar von der Islamischen Gesellschaft Finnlands.

Schätzungen zufolge leben zwischen 50.000 und 60.000 Muslime unter den insgesamt 5,5 Millionen Finnen. Es gibt nur eine richtige Moschee im Land, gebaut in den frühen 40er-Jahren. Die anderen Gebetsräume für Muslime sind ehemalige Schulen, Kinos oder Gemeindesäle.

„Bundeswehr als Ausbildungscamp für gewaltbereite Islamisten“

Internes Verbandsabzeichen Bild: PD
Internes Verbandsabzeichen
Bild: PD
  • Der Präsident des Militärischen Abschirmdiensts (MAD) Christof Gramm warnt vor Islamisten, die sich in der Bundeswehr ausbilden lassen.
  • Mehr als 20 ehemalige Bundeswehrsoldaten seien bereits ins IS-Kampfgebiet nach Syrien und in den Irak gereist.
  • Gramm fordert erweiterte Kompetenzen für seinen Dienst. Der MAD müsse in der Lage sein, Bewerber vorab zu überprüfen.


Süddeutsche.de

20 ehemalige Bundeswehrsoldaten ins IS-Kriegsgebiet ausgereist

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) warnt vor der Gefahr, dass sich Islamisten bei der Bundeswehr an Waffen ausbilden lassen. „Wir sehen das Risiko, dass die Bundeswehr als Ausbildungscamp für gewaltbereite Islamisten missbraucht werden kann“, sagte MAD-Präsident Christof Gramm der Welt. Gramm verwies auf den Terroranschlag von Paris im Januar, bei dem die Attentäter ganz offenbar eine militärische Grundfertigkeit besessen hätten.

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Weihbischof Zekorn: Saudi-Arabien ist totalitaristisch wie Nordkorea

a736b-saudi-arabia-jpgMünsteraner Weihbischof schreibt auf Facebook: «Stabilitätsanker? Ich glaube, ich höre nicht richtig. Saudi-Arabien ist ein Hauptverursacher der Instabilität in der Region und auch in weiten Teilen Afrikas!»


kath.net

Scharfe Kritik an Saudi-Arabien äußert der Münsteraner katholische Weihbischof Stefan Zekorn. In dem Land herrschten «Zustände, die man im Hinblick auf Totalitarismus nur mit Nordkorea vergleichen kann», schrieb Zekorn am Sonntag auf seiner Facebook-Seite. Auf keinen Fall dürfe man das Land als Stabilitätsanker im Nahen und Mittleren Osten ansehen, wie es so oft von Politikern zu hören sei, warnte der Bischof: «Stabilitätsanker? Ich glaube, ich höre nicht richtig. Saudi-Arabien ist ein Hauptverursacher der Instabilität in der Region und auch in weiten Teilen Afrikas!»

Unter anderem werde aus Saudi-Arabien die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) zu großen Teilen finanziert. Zudem, so Zekorn, hätten ihm Bischöfe aus afrikanischen Ländern berichtet, Riad nutze seinen immensen Reichtum, um in Ländern Afrikas einen radikalen Islam zu stärken.

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Pränataldiagnostik: Neun von zehn Paaren lassen bei Trisomie abtreiben

Schema des Genoms bei translozierter Trisomie 21, Bild: wikipedia.org/PD
Schwangere können schon lange nicht mehr einfach nur schwanger sein. Viele Tests versprechen ihnen mehr Sicherheit. Wie es allen Beteiligten hinterher geht, gerät schnell aus dem Blickfeld.


Von Annett Stein|DIE WELT

Frauen entscheiden sich immer später für ein Kind – und das soll dann möglichst perfekt sein. „Die Anspruchshaltung der Eltern ist größer geworden“, sagt Ralf Schild, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin (DGPGM). „Idealerweise soll ein Kind makellos sein, auch wenn gerade das höhere Alter der Mutter dem entgegenspricht.“ Babys mit schweren Erbgutstörungen oder Organfehlbildungen haben zwar bessere Lebenschancen als je zuvor. Doch nur noch selten werden sie ihnen gewährt. „Neun von zehn Frauen lassen bei einer Trisomie einen Abbruch machen.“

„Kinder stehen jetzt schon während der Schwangerschaft ständig auf dem Prüfstand“, sagt Angelica Ensel vom Deutschen Hebammenverband. „Die Pränataldiagnostik ist zu einem Kanal geworden für alle Ängste, die zur Schwangerschaft als einer Zeit des Umbruchs immer schon gehört haben. Oft haben die Frauen das Gefühl, die Untersuchungen sind Prävention und gehören einfach dazu. Dabei wissen sie meist nicht, wie viel Unsicherheit und Stress durch die Diagnostik selbst entsteht.“ Auffällig sei, dass vor allem Frauen mit einem guten familiären Netz und einer stabilen Partnerschaft auf zusätzliche Analysen neben den normalen Untersuchungen beim Frauenarzt verzichteten.

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