Religionssoziologe: „Nicht einfach weiter machen wie bisher“

Foto:brightsblog
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Eine Studie aus dem Bistum Münster zeigt: Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrer Kirche. Prof. Michael Ebertz, Religionssoziologe der Uni Freiburg, nennt im domradio.de-Interview Möglichkeiten der Kirche, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.


Von Hilde Regeniter|domradio.de

domradio.de: Dass viele Menschen heute unzufrieden mit der katholischen Kirche sind, das ist wirklich keine Überraschung. Laut aktueller Studie sind quer durch alle Altersstufen 20 Prozent unzufrieden mit der Institution – denken Sie, dass die Münsteraner Ergebnisse in etwa übertragbar ist auf die katholische Kirche in Deutschland insgesamt?

Prof. Michael Ebertz (Religionssoziologe Uni Freiburg): Ich bin nicht ganz sicher. Sie wird zwar als repäsentativ bezeichnet, aber es sind Telefoninterviews, und schon bei Telefoninterviews weiß man, nicht jeder hat ein Telefon, jedenfalls nicht einen Festnetzanschluss. Die meisten jungen Leute haben heute Handys. Darum bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese Übertragbarkeit gegeben ist. Das müsste man methodisch nochmal genau klären.

domradio: Hat sie an der Studie etwas besonders überrascht?

Prof. Michael Ebertz: Zum einen muss ich eine kritische Bemerkung machen. Es wird nach der Zufriedenheit gefragt, diese Studie nennt sich auch „Zufriedenheitsstudie“. Sie wird allerdings nur sehr vage abgefragt. Ich hätte schon bei einer Zufriedenheitsstudie erwartet, dass man da genauer hinschaut. Also, dass z.B. gefragt wird, wie erlebe ich die Einflussmöglichkeiten, die Möglichkeit, Anerkennung zu finden, oder wie zufrieden bin ich mit der Freundlichkeit, mit der Hilfbereitschaft, der Empathie. Das alles wird in den verschiedenen Dimensionen, die ganz wichtig sind, bei Zufriedenheitsstudien nicht abgefragt. Es wird sehr allgemein über die Zufriedenheit mit den Pfarrgemeinden und mit der Kirche als Institution gefragt. Von daher halte ich den Erkenntniswert in dieser Hinsicht relativ gering. Was mich aber am meisten überrascht hat, ist die massive Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Mitarbeiter und der befragten Katholikinnen und Katholiken hinsichtlich der karikativen Leistungsfähigkeit der Pfarrgemeinden. Das ist eine unglaubliche Diskrepanz und weist auf ein Krisenproblem hin.

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Neue Schau im Berliner Dom – „Du sollst dir (k)ein Bild machen“

Bild: rbb,inforadio
Kein neobarocker Prunk mehr im Zentrum des Berliner Doms, sondern glatte Wände und ungewöhnliche Skultpuren. In der gegenwärtigen Ausstellung geht es bis Pfingsten um das Bilderverbot in Religionen und um die Wiederkehr des Phänomens Bildersturms. Die Bandbreite der insgesamt 70 Kunstwerke ist groß.


Von Sigrid Hoff|rbb Kultur

Im Dom, Berlins imposantester Kirche, werden Gottesdienste gefeiert. Orgelmusik erklingt, alles läuft wie gewohnt. Die Tauf- und Traukirche südlich des Hauptraums jedoch bietet einen überraschenden Anblick: Die reich dekorierten Wände sind hinter sechs Meter hohen, grauen Einbauten verschwunden. Gleich gegenüber vom Eingang begrüßt eine lilafarbene Neonskulptur den Besucher: „Du sollst dir kein Bild machen“, das zweite Gebot, steht dort in hebräischer Schrift.

Auf der linken Seite, wo normalerweise der Altar zu sehen ist, zeigt ein kleines Fenster in der dunklen Wand eine aufgeschlagene alte Bibel mit Goldschnitt. Daneben ist ein 30 mal 30 Zentimeter großes Kunstwerk von Luciano Fontana aus dem Jahr 1968 in die Wand eingelassen: ein rosaroter Kunststoff mit einem tiefen Schnitt in der Mitte. Er klafft wie eine Wunde auseinander, aber er weckt auch sexuelle Assoziationen.

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BBC-Pseudodokumentation verärgert EU-Gegner

Protest gegen die Politik der EU, verkörpert durch Kanzlerin Merkel und Frankreichs früheren Präsidenten Sarkozy. Szene aus „The Great European Disaster Movie“. Screenshot: Tsp
Wenn Europa kollabiert: Die BBC-Produktion „The Great European Disaster Movie“ empört Europa-Gegner. Sie werfen dem Sender Parteilichkeit in EU-Fragen vor.


Von Matthias Thibaut|DER TAGESPIEGEL

Angela Merkel tritt als Präsidentin des Europäischen Rats zurück. Frankreichs Präsidentin Marine Le Pen ruft den Notstand aus. In Rom werden Demonstranten erschossen. Spanien hat Gibraltar isoliert und der IS steht vor den Toren Wiens. Und dann lässt der Premier von „Großengland“, Nigel Farage, auch noch Millionen von EU-Migranten deportieren.

Alles Teil einer „fiktiven Dokumentation“, in der sich die BBC den Niedergang der EU in nicht allzu ferner Zukunft ausmalt. „The Great European Disaster Movie“ endet damit, dass ein Flugzeug in Glasgow landen muss, das durch das kollabierte Europa irrt. Darin sitzen ein Professor und ein junges Mädchen.

Der Professor muss dem Mädchen erklären, was Europa einmal gewesen ist.

„Von sachlicher Argumentation so weit entfernt wie nur denkbar“, schimpfte der Kritiker des euroskeptischen „Daily Telegraph“ über den „Mischmasch von Fakten, Fiktionen und wilden Spekulationen“ und das „herablassendste Stück Fernsehen seit Langem“. Aber Kontroversen löste der Film nicht etwa aus, weil er schlicht langweilig war, sondern weil EU-Skeptiker in ihm einen weiteren Beweis für die Parteilichkeit der BBC in EU-Fragen sahen.

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Judentum: „Erwählung heißt nicht Erhöhung über andere Völker“

Bild:DTN
Am Donnerstag wird der Journalist Dr. Dirk Pilz in der Evangelischen Akademie Berlin eine Abendveranstaltung zum Thema Judentum moderieren. Dabei wird er auch das Projekt „House of One“ noch einmal vorstellen.


Von Süleyman Bağ|Deutsch Türkisches Journal

In Berlin entsteht ein weltweit einzigartiges Haus, das von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam finanziert und getragen wird. Noch bevor das Haus steht, setzt sich „House of One“ auch mit kritischen Fragen, die an die monotheistischen Religionen gestellt werden, auseinander. Am morgigen Donnerstag wird in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen, was ein „auserwähltes Volk“ ausmacht und wie dieser Begriff zu verstehen ist.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Dirk Pilz. Im DTJ-Interview erzählt Pilz, warum er sich bei dem Projekt engagiert und worüber am Donnerstagabend diskutiert werden wird.

Herr Pilz, was ist ein auserwähltes Volk?

Die Frage nach Auserwählung ist das große Thema der hebräischen Bibel – es gibt darauf keine Antwort, die sich in einfache Formeln packen lässt. Im Buch Exodus steht der Imperativ Gottes: „Ihr sollt mir sein ein priesterliches Reich und ein heilig Volk.“

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Asyl in Berlin: Flüchtlinge vom Oranienplatz ohne Perspektive

Sie müssen draußen bleiben. Flüchtlinge im August 2014 unter einer Zeltplane auf dem Oranienplatz. – Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Die Oranienplatz-Flüchtlinge haben keine Aufenthaltserlaubnis, die Stadt bietet keine Zukunft für sie. Die Kirche bietet einigen Obdach – und mahnt politische Lösungen an.


Von Sigrid Kneist|DER TAGESSPIEGEL

Offiziell gibt es Menschen wie Nasir K. und Moussa S. nicht in Berlin. Eigentlich dürfen sie sich hier überhaupt nicht aufhalten. Dennoch leben sie in der Stadt, und sie sind nicht alleine. Es gibt einige Hundert von ihnen.

Nasir K. und Moussa S. sind Flüchtlinge. Bis vor gut einem Jahr lebten die beiden auf dem Kreuzberger Oranienplatz. Sie waren dorthin gekommen in der Hoffnung, in Deutschland, in Berlin eine Zukunft zu finden. Auf dem Oranienplatz wollten sie – so wie jene Menschen in der besetzten Gerhart-Hauptmann- Schule – dafür kämpfen, sich hier ein neues Leben aufbauen zu dürfen.

Der Senat löste im März des vergangenen Jahres das Problem der Besetzung und der damit verbundenen unhaltbaren Zustände mit der Vereinbarung zum Oranienplatz, die Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) ausgehandelt hatte.

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Nida-Rümelin: „Man will den kritischen Geist aus den Unis rausbekommen“

foto: standard/corn Der Philosoph Julian Nida-Rümelin ermutigt zu Entspannung und Vielfalt bei den individuellen Bildungsentscheidungen.
Julian Nida-Rümelin hat eine Debatte über die Steigerung der Akademikerquote angestoßen


Von Tanja Traxler|derStandard.at

STANDARD: Sie haben – auch mit Ihrem aktuellen Buch – eine Diskussion um eine Entwicklung im Bildungsbereich angestoßen, die Sie „Akademisierungswahn“ nennen. Was verstehen Sie darunter?

Julian Nida-Rümelin: Zentral ist dabei die These, dass Matura und Studium als der normale Bildungsverlauf angesehen werden und andere Ausbildungen wie die Lehre als zwar unumgänglich, aber zweitrangig. Damit geht die Auffassung einher, dass der Anteil von Akademikern das wesentliche Qualitätsmerkmal von Bildungssystemen ist und eine Steigerung der Akademikerquote, wie es von der OECD gefordert wird, unbegrenzt wünschenswert ist.

STANDARD: Was spricht dagegen?

Nida-Rümelin: Es kommt zu einer Abwertung von nichtakademischen Bildungswegen. Über mehrere Jahrzehnte hatten wir in Deutschland und Österreich zum Ärger der OECD zwei Drittel eines Jahrgangs in der beruflichen Bildung. Darin gab es ein breites Spektrum von Begabungen und Interessen. Wenn das auf einmal auf 30 Prozent wie derzeit zurückgeht, ist das System nicht zukunftsfähig.

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Aufschrei der Fundamentalisten: Alles radikale Christen?

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB
Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB
Als auf den Pegida-Demonstrationen in Dresden immer wieder der Ruf „Lügenpresse!“ erschallte, nahm ich meine Kollegen in Schutz. Natürlich gibt es viel Einseitigkeit, ist doch die „große Mehrheit deutscher Medien grün-rot“ (so eine Focus-Analyse). Aber „Lügenpresse“? Doch inzwischen haben wir Verantwortlichen vom Kongress christlicher Führungskräfte unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Was sich der NDR im Internet und in seiner Fernsehsendung Hamburg Journal leistete, war eine böswillige Verleumdung von Christen.


Von Helmut Matthies|kath.net

Christliche Fundamentalisten?

Da fand vom 26. bis 28. Februar in Hamburg die größte Tagung zum Thema „Werte“ in Europa statt: der 9. Kongress christlicher Führungskräfte unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt, Olaf Scholz (SPD). Und wie lautet die Schlagzeile des NDR? „Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen.“ Als sich im Internet darüber ein Sturm der Entrüstung erhob, erklärte die Redaktion im Internet: „‚Radikal’ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Gläubigen zum christlich-fundamentalistischen Spektrum gezählt werden können.“ Damit macht die Redaktion alles noch schlimmer, denn kaum ein Begriff ist durch die islamischen Terrorakte so disqualifiziert wie der, fundamentalistisch zu sein, wird er doch gleichgesetzt mit Gewalt und Fanatismus. Und so etwas sollte Scholz, der grandiose Wahlsieger der Bürgerschaftswahl, unterstützt haben?

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„Gott schickt keine Attentäter los“

Screengrab: bb
Screengrab: bb
In einer Diskussionsrunde traf der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde, Yitzhak Hoenig, in der Synagoge auf drei Pfarrer und den muslimischen Vorsitzenden des Integrationsrates. Thema: Was hilft gegen Extremismus und Rassismus?


Von Dirk Richerdt|RP ONLINE

Es war der Vertreter des Islam, der den Blick auf den Kern des Selbstverständnisses der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam lenkte: „Der eine sagt Allah, also ,der Gott‘, andere nennen ihn Gott oder Herr. Es ist doch ein und derselbe Gott“, stellte Yilmaz Karaca, der türkische Vorsitzende des Integrationsrates, klar. Wenn man Theologen oder „normale“ Bürger fragt, zeigt sich, dass manche dazu noch gern ein seltsames Sackgassen-Denken pflegen: Einerseits sind Gläubige, ob sie nun im Gebet ,Adonai‘, ,Allah-u-akbar‘ oder ,Herr‘ ausrufen, der Überzeugung, es gebe nur einen Gott. Dennoch hängen einige der abstrusen Vorstellung an, der anders genannte Gott sei auf keinen Fall auch der eigene. Wer denn dann?

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„Der Fisch in uns“ – 3sat bietet Evolution für Einsteiger

Neil Shubin, Bild: wikimedia.org
DFB-Pokal und keine Alternativen? Von wegen. Wenn die Großen dem Fußball nur olle Kamellen entgegensetzen, schlägt die Stunde der Kleinsender.


Von Andreas Böhme|WAZ

Die Materie ist komplex, zuweilen gar kompliziert. Zum Glück kennt der Mann, der zum Thema spricht, sich aus. Neil Shubin heißt er, ist Professor für Evolutionsbiologie und Anatomie an der University of Chicago.

Viele Bücher hat er geschrieben, noch mehr Vorträge gehalten und auch Dokus für das Fernsehen gedreht. Drei davon zeigt 3sat Mittwoch und Donnerstag. Die erste heißt „Der Fisch in uns“.

Shubin sucht. Nicht nach Nadeln im Heuhaufen, das wäre zu einfach. Shubin sucht, was die Wissenschaft „Brückentiere“ nennt. Tiere sind das, die von einer Art zur anderen verbinden.

Eine Sisyphusarbeit, denn: „Über 99 Prozent aller biologischen Arten, die jemals gelebt haben, sind ausgestorben“, erzählt der Wissenschaftler, „ nur ein sehr kleiner Teil von ihnen ist in Form von Fossilien erhalten geblieben, und von diesen wird wiederum nur ein sehr kleiner gefunden.“

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Ist Gotteslästerung ein notwendiger Straftatbestand?

life-of-brian

In einem aufgeklärten Staat ist eine Strafnorm zum Schutze bestimmter Weltanschauungen überflüssig und rückständig.


Von Thomas Fischer|ZEIT ONLINE

Bilder

Im Jahr 1982 veröffentlichte der deutsche Dichter und Regisseur Herbert Achternbusch einen Film mit dem Titel: Das Gespenst. Er handelt davon, dass eine am Kreuz befestigte Christus-Figur zu (irdischem) Leben erwacht, vom Kreuz steigt und sich mit einer Nonne („Oberin“) zusammentut. Der „Herrgott“ nennt sich fortan „Ober“ und versucht, den Lebensunterhalt für sich und die Oberin als Kellner in bayerischen Wirtshäusern zu verdienen. Einzelheiten seines Leidens an der modernen Welt will ich hier nicht verraten, nur so viel: In einer Szene des Films wird ein Frosch – in ökologisch einwandfreier, nicht tierquälerischer Weise – an ein aus kleinen Ästen gefertigtes Kreuz gebunden, sodass er – sehr, sehr kurz! – die ikonographische Stellung Christus‘ einnimmt.

(Verzeihung, Tierfreunde! Es war so! Bitte jetzt keine Kommentare über Frösche und Kreuze! Einige Hunderttausend dieser Geschöpfe werden von Ihnen jährlich auf den Landstraßen zermatscht. Weitere Zehntausende opfern Sie der Wiederansiedlung des Storchs im Feuchtgebiet nahe Ihrem Villenviertel. Vom Sterne-Restaurant will ich hier gar nicht erst sprechen. Begnadigen Sie also, bitte, den Dichter Achternbusch und entsinnen Sie sich des Themas dieser Kolumne!)

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Thomas Fischer ist Bundesrichter in Karlsruhe und schreibt für ZEIT und ZEIT ONLINE über Rechtsfragen. Weitere Artikel seiner Kolumne finden Sie hier – und auf seiner Website.

Anklage will Todesstrafe für Mord an muslimischen Studenten in USA

Craig Hicks, Bild: huffpost.com
Im Fall der Erschießung von drei muslimischen Studenten im US-Bundesstaat North Carolina will die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den Schützen fordern. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Durham habe ein entsprechendes Dokument aufgesetzt, berichtete die in Durham erscheinende Zeitung „Herald-Sun“ am Montag. Die örtliche Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, der Beschuldigte Craig Hicks kooperiere mit den Ermittlern.


DIE WELT

Libyen: „Islamischer Staat“ erobert zwei Ölfelder

Symbolbild: Ölfeld in Libyen / Bild: REUTERS
Die Bewacher der Ölfelder Al-Bahi und Al-Mabruk waren unzureichend bewaffnet. Die Felder sind seit Wochen außer Betrieb.


Die Presse

Militante Islamisten haben in Libyen die Kontrolle über zwei Ölfelder übernommen. Nach Angaben eines Sprechers des Sicherheitsdienstes für die Ölindustrie des Landes eroberten extremistische Gruppen am Dienstag die Felder Al-Bahi und Al-Mabruk im Zentrum des Landes. Sie rückten demnach anschließend auf das Ölfeld Al-Dahra vor.

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Krypto-Handy: NSA-Ausschuss wurde womöglich Opfer von Spionage-Angriff

Symbolbild.
Symbolbild.
  • Möglicherweise wurde das Krypto-Handy von Patrick Sensburg gehackt. Der CDU-Politiker ist der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschuss.
  • Im Februar stellte Sensburg einem Medienbericht zufolge eine Funktionsstörung bei dem Blackberry-Gerät fest. Dieses wurde zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geschickt.
  • Auf dem Weg wurde der verplombte Transportbehälter aufgebrochen und das Handy zwischenzeitlich entnommen.


Süddeutsche.de

Krypto-Handy von Patrick Sensburg womöglich gehackt

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Überwachungspraxis von Nachrichtendiensten wurde möglicherweise Ziel eines Spionage-Angriffs. Es besteht der Verdacht, dass das Krypto-Handy zur verschlüsselten Kommunikation des Ausschussvorsitzenden Patrick Sensburg gehackt wurde. Die Zeitung Welt berichtet, das Gerät werde deshalb beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn überprüft.

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CDU-Politiker formulieren Bedingungen für Einwanderungsgesetz

cdu-csu-fraktion-bundestag-logoEinen Tag nach der Vorstellung eines Positionspapiers der SPD geht die Debatte um ein Einwanderungsgesetz weiter.


evangelisch.de

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt äußerte am Mittwoch Zweifel daran, dass die große Koalition ein Einwanderungsgesetz verabschieden wird. „Der Entwurf wird nur ein Entwurf bleiben“, sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Sächsische CDU-Politiker formulierten unterdessen Bedingungen für ein Einwanderungsgesetz. Sie fordern auf der anderen Seite Verschärfungen im Asylrecht. Die Partei lehnte den SPD-Vorstoß bislang ab.

Meuchelmord an Humanismus und Aufklärung

Eines der Opfer – zwar erstochen, aber schon vorher dem Tode nah. Foto: Pete CC-BY-3.0
Der französische Autor und Profi-Provokateur Michel Houellebecq meinte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» dass der Humanismus und die Aufklärung tot seien. Im Angesicht von Islamismus und Nationalismus, die immer bestimmender werden, keine absurde Idee. Nur, wer ist der Mörder?


Von Patrick Etschmayer|news.ch

Die Mordopfer wurden gemeuchelt und sie liegen mit mehreren Messerstichen im Rücken auf dem Boden. Die Frage ist – wer war der Täter? Waren es die jubelnden Islamisten, die dort drüben gerade darüber streiten, ob sie von ihnen entführte Christen enthaupten oder verbrennen sollen? Oder waren es die besorgten national gesinnten Bürger dort hinten, von denen sich einige nach dem Marsch zum Schutz des Abendlandes vor dem Islamismus mit Brandsätzen zu einem Flüchtlingsheim aufmachen? Oder sind es jene populistischen Politiker, welche, obwohl selbst mit fetten Bankkontos ausgestattet, das Übel für alles immer ennet der Grenze verorten, egal in welchem Land sie auch sein mögen und dies von jedem erreichbaren Podest, Balkon oder von jeder Bühne in die Welt hinaus krakeelen? Oder sind es gar jene ultra-konservativen, klandestinen und tief-katholischen Vereinigungen, welche die Wiedererrichtung von Monarchien anstreben?

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Vatikan wird künftig von drei Rechnungsprüfern geprüft

Bild: tilly
Bild: tilly
Drei Rechnungsprüfer werden künftig die Finanzen des Vatikan kontrollieren. Die Statuten für den vatikanische Wirtschaftsrat und das Wirtschaftssekretariat sind seit dem 1. März in Kraft.


religion ORF.at

Das ergibt sich aus den neuen Statuten für das Vatikan-Büro des Obersten Rechnungsprüfers, die nun auf der vatikanischen Internetseite veröffentlicht wurden. Insgesamt drei Statuten traten diese Woche in Kraft und sind jetzt im Internet abrufbar. Sie betreffen das Büro des Obersten Rechnungsprüfers sowie das Päpstliche Wirtschaftssekretariat und den Wirtschaftsrat.

Besetzungen stehen noch aus

Die Texte wurden von Papst Franziskus unterzeichnet. Ursprünglich war bei der Einführung der Wirtschaftsprüferstelle des Vatikans nur von einem Obersten Rechnungsprüfer die Rede gewesen. Nach einer Prüfung durch den Päpstlichen Rat für Gesetzestexte kam jedoch der Vorschlag auf, dem Leiter des Rechnungsprüfungshofes noch zwei Mitarbeiter zur Seite zu stellen. Ernennungen sind in diesem Bereich noch keine erfolgt.

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Bremen: Islamisches Kulturzentrum legt Beschwerde gegen Razzia ein

Bei den Durchsuchungen der Bremer Moschee wurden keine Waffen gefunden© Carmen Jaspersen/DPA
Polizisten haben am Wochenende auf der Suche nach Waffen, das islamische Kulturzentrum in Bremen gestürmt. Gefunden wurde nichts. Jetzt beschweren sich die Gläubigen


stern.de

Das Islamische Kulturzentrum Bremen (IKZ) hat gegen eine Razzia in seiner Moschee Beschwerde beim Amtsgericht eingereicht. Die Moschee war am Samstag im Zuge einer allgemeinen Terrorwarnung von einem Sondereinsatzkommando der Polizei auf Waffen durchsucht worden. Der Durchsuchungsbeschluss sei „vollkommen unverhältnismäßig“ und verletze die Glaubens- und Religionsfreiheit, heißt es in dem Schreiben, das der Anwalt des IKZ, Hans-Eberhard Schultz, dem Gericht zukommen ließ.

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Radikale Imame wollten offenbar NRW-Gefängnis unterwandern

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Die Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn habe in kurzen Zeitabständen drei muslimische Geistliche wegen Salafismus-Verdachts als ehrenamtliche Häftlingsbetreuer abgelehnt, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty.


kath.net

Radikale Imame haben offenbar versucht, die Gefängnisseelsorge in Nordrhein-Westfalen zu unterwandern. Die Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn habe in kurzen Zeitabständen drei muslimische Geistliche wegen Salafismus-Verdachts als ehrenamtliche Häftlingsbetreuer abgelehnt, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Dienstag in Düsseldorf. Beim Verfassungsschutz seien die drei Imame wegen islamistischer Bestrebungen aufgefallen.

Laut Kutschaty sind derzeit in 30 von 36 Haftanstalten an Rhein und Ruhr annähernd 100 Imame und Hodschas als ehrenamtliche Gefängnisseelsorger tätig. Alle Geistlichen seien vom Verfassungsschutz überprüft worden. Etwa 18 Prozent der landesweit 15.750 Häftlinge bekennen sich zum muslimischen Glauben.

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Berliner Friedhofsverband will Flächen für Flüchtlingsheime freigeben

Themenbild: Die Räumung eines Feldes wird angekündigt. Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0 de/ikar.us
In Berlin könnten auf stillgelegten Friedhofsflächen bald Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte habe bis zu zwölf Standorte ausgewiesen, die entsprechend bebaut werden könnten, sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Quandt. Voraussetzung wäre, dass mit dem zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales und den Stadtplanungsämtern in den Bezirken ein Konzept erstellt wird.


evangelisch.de

Pfarrer Jürgen Quandt betonte, bei allen zur Verfügung stehenden Friedhofsflächen sei die zehnjährige Pietätsfrist abgelaufen. Die Flächen könnten entwidmet werden, da dort keine Gräber mehr genutzt werden. „Klar ist aber, dass wir keinen Schnellschuss machen“, sagte der Verbandsgeschäftsführer.

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Mumbai: Wer Rindfleisch isst, geht ins Gefängnis

Steak ist im Hinduismus sowieso tabu, ab sofort ist es aber auch illegal. Im Bundesstaat Maharashtra in Indien wurde ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.© colourbox.de
Bedenkenlos ein Steak zu essen, kann im Bundesstaat Maharashtra in Indien zu verherrenden Folgen führen: Dort ist es verboten Rindfleisch zu essen. Wer es dennoch wagt, dem droht Gefängnis.


stern.de

Wer in der indischen Metropole Mumbai künftig in einen Rindfleisch-Burger oder Steak beißt, kann ab sofort mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Das neue Rindfleischverbot im Bundesstaat Maharashtra sei eines der striktesten in ganz Indien, berichteten lokale Medien am Dienstag. Für Hindus nimmt die Kuh einen ganz besonderen Stellenwert ein. Da sie Milch spendet, wird sie oft auch „Mutter“ genannt.

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