Neues Kirchenbuchportal „Archion“ freigeschaltet

Screenshot: bb
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Für Familienforscher hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das neue Kirchenbuchportal „Archion“ freigeschaltet. Es gehöre zu den Pflichten der evangelischen Kirche, Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten und zur Auswertung bereitzustellen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm anlässlich der Freischaltung der Internetseite am Freitag in Kassel. Für den Erhalt der Kirchenbücher sei eine Digitalisierung förderlich, weil jedes Blättern die Dokumente gefährde.


evangelisch.de

Kirchenbücher – Tauf-, Ehe- und Totenbücher – gelten auch nach Einführung der staatlichen Standesämter im 19. Jahrhundert als eine zentrale Quelle für die Familienforschung (Genealogie). In Deutschland gibt es rund 200.000 evangelische und 100.000 katholische Kirchenbücher. Sie werden in den kirchlichen Archiven oder in den Kirchengemeinden aufbewahrt.

„Archion“ (www.archion.de), das neue Kirchenbuchportal der EKD, bietet neben Recherchemöglichkeiten auch die Möglichkeit, die eigenen Forschungsergebnisse hochzuladen und sich in einem Forum auszutauschen. Ein Serviceteil führt Ansprechpartner in den landeskirchlichen Archiven auf. Zudem gibt es Tipps für die Ahnenforschung und zum Lesen von alten deutschen Schriftformen. Eine individuelle Lesehilfe wird das Team des Kirchenbuchportals aber wegen der erwarteten hohen Nutzerzahl nicht anbieten.

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Religiöse Eifersüchtelein um Kreuz und Kopftuch

Ist das Karlsruher Kopftuch-Urteil eine Benachteiligung des christlichen Kreuzes gegenüber islamischen Symbolen? Diese Ansicht vertritt das Kirchenrechtliche Institut der Evangelischen Kirche Foto: Getty Images,pa/dpa
Das Kopftuch-Urteil des Verfassungsgerichts löst in der evangelischen Kirche Kritik aus: Gegen das Kruzifix an der Wand dürften Schüler vorgehen – aber gegen muslimische Kopfbedeckungen nicht.


Von Matthias Kamann|DIE WELT

Was können Schüler machen, wenn sie sich am Kruzifix im Klassenzimmer stören? Sie können sich auf ein Grundrecht berufen, auf ihre negative Religionsfreiheit: Man darf nicht gezwungen werden, sich einem religiösen Symbol auszusetzen. Daher können religionsallergische Schüler oder ihre Eltern, so bestimmte es das Bundesverfassungsgericht 1995, unter Bezug auf ein Grundrecht gegen das Kruzifix in der Klasse vorgehen.

Was aber können Schüler machen, wenn sie sich an der islamischen Glaubensbekundung einer Lehrerin mit Kopftuch stören? Sie können sich nicht auf ihre negative Religionsfreiheit berufen. Das hat in der vergangenen Woche der Erste Senat des Verfassungsgerichts im neuen Kopftuch-Urteil entschieden. Demnach kann der Lehrerin das Kopftuch nur dann verboten werden, wenn der „Schulfrieden“ gefährdet ist.

Auf Unverständnis stößt diese Unterscheidung zwischen Kreuz und Kopftuch bei einem führenden evangelischen Juristen. Es handelt sich um Hans Michael Heinig, Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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China: Terrakotta-Armee war knallbunt

Ein Bogenschütze aus der Terrakotta-Armee – heute und in der farbigen Rekonstruktion. © Blänsdorf/ Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaf
Grün geschminkte Gesichter und bunte Gewänder: Die Krieger der berühmten Terrrakotta-Armee waren einst enorm farbenprächtig. Erst beim Ausgraben ging ihre Farbenpracht verloren und sie wurden eintönig graubraun. Wie diese Figuren zur Zeit ihrer Erschaffung aussahen, haben deutsche und chinesische Restauratoren in jahrelanger Detailarbeit entschlüsselt und rekonstruiert. Die Rekonstruktionen enthüllen einen erstaunlichen Farb- und Detailreichtum.


scinexx

Generäle, Bogenschützen, Infanteristen, Offiziere, Wagenlenker: Sie alle stehen oder knien lebensgroß in der Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Aus 7.300 Figuren, so schätzen Experten, besteht die berühmte Terrakotta-Armee. Wie groß die gesamte Grabanlage jedoch tatsächlich ist, weiß niemand. Denn bisher wurden 200 Beigabengruben auf einer etwa 50 Quadratkilometer großen Fläche um den mächtigen Grabhügel entdeckt – es könnte aber noch einige mehr geben.

Von grau-braun zu knallbunt

Die Krieger der berühmten Terrakotta-Armee sind heute eintönig grau-braun gefärbt, doch das war nicht immer so. Schillernd bunt waren die beeindruckenden Krieger, hatten nachgebildete Pferde und Wagen und waren sogar mit echten Waffen ausgestattet. Werden die Figuren aber bei den Ausgrabungen der feuchten Erde entnommen, verdunstet das Wasser aus dem damals verwendeten und die Grundierung löst sich – die Krieger verlieren ihre Farbe.

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Eine Beigabengrube,  in der Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Die Halle ist riesig. Bild: BB
Eine Beigabengrube, in der Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Die Halle ist riesig.
Bild: BB

Tonie van der Merwe: „Ich wollte einen Helden für schwarze Kinder schaffen“

Ungewöhnlich für die 1970er Jahre: Ken Gampus körperliche Präsenz und Lässigkeit lassen an James Bond denken. Foto: Gravelroad Entertainment
In den 70er Jahren sorgte in Südafrika ein Film für Furore. „Joe Bullet“, der schwarze James Bond, kam in die Kinos. Nach nur zwei Vorstellungen wurde der Film verboten, weil er schwarze Menschen in den Augen des Apartheid-Regimes zu positiv darstellte. Über 40 Jahre war der Film verschollen, nun läuft er erfolgreich auf deutschen Festivals.


Von Christiane Meister|evangelisch.de

Es ist noch eine Woche bis zum großen Finale zweier Fußballteams, da wird der Trainer der „Eagles“ umgebracht. Gangster nötigen außerdem die zwei besten Spieler der Mannschaft, sich dem gegnerischen Verein anzuschließen. Um die Chancen auf einen Sieg zu wahren, kann nur einer helfen – Joe Bullet. Der Held des Films ist Kampfsport erprobt und am Ende auch dem Oberschurken überlegen. So verbannt er die Korruption aus dem Sport.

Am Samstag läuft der Actionthriller auf dem Fußballfilm-Festival „11mm“ in Berlin. Erstmals wurde er auf der diesjährigen Berlinale außerhalb Afrikas gezeigt. Nach der Aufführung trat Tonie van der Merwe gerührt vor den bis auf den letzten Platz gefüllten Kinosaal: „Das ist ein bewegender Moment. Ich habe ein leeres Kino erwartet“, gestand der Drehbuchautor und Produzent des Films. „Joe Bullet“ ist der erste Film des heute Mitte 70-Jährigen. Entstanden ist er vor über 40 Jahren in Südafrika. In den 70er Jahren war van der Merwe einer der beliebtesten Filmemacher das Landes, danach gerieten er und seine Filme in Vergessenheit.

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ZDFinfo: Dreiteilige Reihe über den Propheten Muhammad

ZDF © by grundkonzept auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ
ZDFinfo strahlt die dreiteilige Reihe “Muhammad – Der Prophet” aus, in dem es darum geht, wie Muhammad zum Propheten wird und anschließend Frieden zwischen den verfeindeten heidnischen Stämmen Arabiens stiftet und die Religion des Islam gründet.


IslamiQ

Die dreiteilige Reihe “Muhammad – Der Prophet” von Faris Kermani und Ziauddin Sardar, am Sonntag, 22. März 2015, ab 15.00 Uhr, in ZDFinfo, begibt sich auf die Spuren des Propheten. Presenter Rageh Omaar zeichnet Muhammads Leben von seinen Anfängen in Mekka, über seine militärischen und politischen Errungenschaften, bis hin zu seinem Tod und Vermächtnis nach.

Der erste Teil der Reihe mit dem Titel “Erste Offenbarungen” erzählt von der Geburt und dem frühen Leben des Propheten. Im Alter von 25 Jahren heiratet er seine erste Frau Hadidscha, die heute als erste Muslimin gilt. Muhammads “Erste Offenbarung”, bei der ihm der Erzengel Gabriel auf dem Berg Hira erschien, beeinflusste ihn und seine nahe Umgebung tiefgreifend.

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Fußball-WM Katar: Dodo Huber gibt den Jesus-Hooligan

Quelle:dradio.de
Quelle:dradio.de
Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Berlins Altbischof Wolfgang Huber, kritisiert den Fußball-Weltverband FIFA scharf für die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 nach Katar. Er halte es „für eine Katastrophe, wie die FIFA den Fußball repräsentiert“, sagte Huber der „Welt“ (Freitag). Zugleich forderte der Theologe, die Entscheidung für Katar zurückzunehmen: „Es ist doch sehr offensichtlich, dass die Vergabe auf dem Weg der Korruption zustande gekommen ist, auch wenn die FIFA sich selbst von jeglicher Schuld freispricht.“ Aber die Entscheidung bestehe fort, und man versuche, „absurde Korrekturen daran zu vollziehen, statt die Entscheidung selbst zurückzunehmen“.


kathweb

Federführend sollte nach Ansicht Hubers dabei der Deutsche Fußballbund (DFB) sein. Die Kraft dazu habe er, es sei vielmehr eine Frage der Bereitschaft. Diese habe der DFB bisher allerdings noch nicht unter Beweis gestellt : „Ich hoffe, das geschieht noch.“

Wenn diejenigen Recht hätten, die sagen, die FIFA lasse sich nicht reformieren, dann gäbe es nur noch die Möglichkeit, einen neuen internationalen Verband zu gründen, betonte Huber: „Diese Entscheidung steht jetzt an: Entweder gibt es eine Reformfähigkeit der FIFA – dann muss sie jetzt unter Beweis gestellt werden. Oder es gibt sie nicht – dann kann man sich nicht weiter an diesen Verband binden. Dann sind insbesondere die Europäer gefordert, einen neuen Weg zu beschreiten.“

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Papst spendet 500 Kilogramm Lebensmittel an arme Familien

Geben ist seliger denn nehmen.
Geben ist seliger denn nehmen.
500 Kilogramm Lebensmittel hat Papst Franziskus für eine soziale Einrichtung im römischen Brennpunktviertel Tor Bella Monaca gespendet. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Die Gabe des päpstlichen Almosenamts solle Familien in Not helfen, hieß es. Die Auslieferung von frischen Tomaten, Käse, Konservengemüse, Getreideflocken und Marmelade übernimmt der päpstliche Almosenmeister, Erzbischof Konrad Krajewski, am Samstag persönlich.


kathweb

Koordiniert wird die Verteilung vom örtlichen Sozialzentrum „Medicina Solidale“ (Solidarische Medizin). Deren Direktorin, Lucia Ercoli, zeigte sich erfreut über die päpstliche Geste. „Der Papst hat uns nicht vergessen. Nur zehn Tage nach seinem Besuch in Tor Bella Monaca wollte er denen, die in Schwierigkeiten sind, ein Zeichen der Nähe geben“, zitierte sie Radio Vatikan.

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Buddhistische Mönche in Myanmar hetzen gegen Muslime

In Myanmar herrscht offiziell Religionsfreiheit. Einige radikale Buddhisten aber machen Stimmung gegen Muslime – und finden damit inzwischen sogar Gehör beim Gesetzgeber.


Von Sarah Judith Hofmann|Deutsche Welle

In roter Kleidung rennen die Kinder über den staubigen Platz. Sie spielen Fußball. Alles ganz normal. Nur dass es sich bei diesem Fußballplatz um den Hof einer Klosterschule handelt und bei den Spielern um kleine Novizen mit hochgekrempelten Roben und nacktem Oberkörper. Ihr Lehrer, U Nayaka, lacht über die Vorstellung, dass in einer Klosterschule still gelernt und meditiert werde. „Hier ist es nie still. Meine Kinder machen immer Lärm.“ Der Direktor der Integrativen Klosterschule Phaung Daw Oo ist ein fröhlicher Mensch. Er lacht nach jedem Satz.

Seit 1993 unterrichtet U Nayaka hier Kinder, deren Familien sich Bildung sonst nicht leisten könnten. Angefangen hat alles mit knapp 400 Schülern. Heute sind es beinah 8.000. 450 von ihnen leben auf dem Gelände. Jungen und Mädchen. Bauern- und Straßenkinder. Buddhisten und Nicht-Buddhisten. Aus einigen werden Mönche, aus anderen nicht. Ja, selbst ein paar Christen und Moslems, sagt U Nayaka stolz, würden an seiner Schule gemeinsam mit den anderen Kindern unterrichtet.

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Opferzahlen des „Krieges gegen den Terror“

Oslo 22.07.2011
Oslo 22.07.2011
 
Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges veröffentlicht Zahlen zu Irak, Afghanistan und Pakistan


Von Jens Wagner und Christoph Krämer|TELEPOLIS

Die Gesamtzahl der Todesopfer der Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak wird öffentlich drastisch unterschätzt. Sie liegt bei weit über 1 Million. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die deutsche, US-amerikanische und kanadische Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) heute 12 Jahre nach Beginn des Irakkrieges zeitgleich in Berlin, Washington und Ottawa veröffentlichen (siehe Body Count: Casualty Figures After 10 Years of the »War on Terror« – Iraq, Afghanistan, Pakistan).

Die Rechtfertigung von Kriegen ist immer auch eine Frage ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Im Fall des sogenannten „Krieges gegen den Terror“ war eine öffentliche Diskussion über die Opfer unerwünscht. Wenige Zahlen wurden bekannt gegeben und diese schienen erheblich zu niedrig. US-General Tommy Franks sagte am 18. März 2002 in Bagram, Afghanistan, auf Fragen von Journalisten nach den Opfern des Krieges: „Wir zählen keine Leichen.“

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UNESCO-Weltnaturerbe akut bedroht

Das Great Barrier Reef – einzigartiges Weltnaturerbe in akuter Gefahr © Sarah Ackerman / CC-by-sa 2.0
Forscher schlagen Alarm: Drei der wichtigsten UNESCO Weltnaturerbe-Stätten stehen kurz vor dem Kollaps. Ohne verstärkte Maßnahmen drohen dem Great Barrier Reef, dem Amazonaswald und den Doñana-Feuchtgebieten in Südspanien das Ende. Das aber hätte Folgen für die gesamte Menschheit, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“ betonen. Denn diese Ökosysteme haben globale Bedeutung – und müssen daher unbedingt erhalten werden.


scinexx

Dass die UNESCO neben dem Weltkulturerbe auch ein Naturerbe benennt, hat seinen Grund. Denn es gibt Ökosysteme, die weltweit einzigartig und für die gesamt Welt unersetzlich sind. In besonderem Maße gilt dies für Lebensräume, die weit über die Region hinaus wichtige Funktionen erfüllen. Zu diesen gehören unter anderem der Amazonas-Regenwald – die grüne Lunge des Planeten – und das größte Korallenriff der Erde, das Great Barrier Reef vor Australien. Auch die weniger bekannten Doñana-Feuchtgebiete in Andalusien sind eines dieser überregional bedeutenden Systeme, denn hier überwintern alljährlich eine halbe Million europäischer Vögel.

Es ist fünf vor zwölf

Doch dieses Welterbe ist in akuter Gefahr, wie Marten Scheffer von der Universität Wageningen und seine Kollegen betonen. Denn neben globalen Problemen wie dem Klimawandel und der damit zusammenhängenden Meeresversauerung hapert es bei diesen Welterbestätten auch an lokalen Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen. „Schlechtes lokales Management aber macht ein Ökosystem weniger tolerant gegenüber dem Klimawandel und verringert seine Kapazität, effektiv zu funktionieren“, warnt Scheffer.

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Koran verbrannt: Frau in Afghanistan zu Tode geprügelt

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Vier Verdächtige festgenommen – 32-Jährige war laut Familie geisteskrank


derStandard.at

Eine Menschenmenge hat nach Angaben der Polizei in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Frau zu Tode geprügelt. Auslöser des Lynchmordes sei die Verbrennung einer Ausgabe des Korans durch die 32-Jährige gewesen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Farid Afzali, am Donnerstag.

Lokalen Presseberichten zufolge warfen die Täter die Leiche der Frau in einen Fluss. Sie war nach Angaben ihrer Familie geisteskrank. Das Innenministerium teilte mit, vier Verdächtige seien festgenommen worden.

Botschaft Jesu nicht in Harmonie mit weltlichen Denken

DerverzweifelteJesus

Kardinal Cordes: „Wir müssen uns immer klar darüber bleiben, dass Jesus uns eine Botschaft gebracht hat, die mit weltlichem Denken nicht in Harmonie zu bringen ist.“


kath.net

„Wenn Kritiker der kirchlichen Institution sich engagieren würden, dass der Glaube in Deutschland wächst, dass Christus in die Herzen und in die Köpfe der Menschen kommt; wenn Front gemacht würde gegenüber einer Kirche, die immer mehr die Kategorien des weltlichen Denkens übernimmt, d.h. also, die Angst davor hat, irgendetwas zu fordern, was politisch nicht korrekt ist, was Anstoß erregt – dann könnte ich die Kritiker nur loben.“ Dies äußerte der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes im München/Kirchenzentrum St.-Philipp Neri. Im Gespräch mit Veranstalter Michael Ragg von Ragg´s Domspatz erläuterte der frühere langjährige Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“ weiter, dass der Ansatz mancher Vorwürfe für die Kirche leider den entscheidenden Punkt nicht treffe. Er fördere hingegen genau das, was Papst Benedikt in Freiburg bei seiner bekannten Rede als „Verweltlichung‘ der Kirche“ gebrandmarkt habe. „Die Mahnung des Apostels Paulus im 10. Kapitel des Römerbriefs, ‚Gleicht euch nicht dieser Welt an!‘ ist eigentlich der Fanfarenstoß, der heute von solcher Kritik kommen müsste, wenn sie dem Menschen wirklich gut will.“ Wir sollten sehr viel stärker „von der Bibel her und vom Glauben an Gott her leben und uns nicht von weltlichen Lebens-Modellen“ leiten lassen. Zwar könnten wir vom weltlichen Denken manches lernen. „Aber es steht oft quer zur Botschaft der Bibel. Es eckt an. Man hat nicht ohne Grund unseren Herrn Jesus Christus gekreuzigt. Gottes Offenbarung ist mit weltlichem Denken nicht zu harmonisieren. Oder wollen wir so tun, als prägte das Evangelium die Gesellschaft von heute? Wir sehen doch jeden Tag das Gegenteil.“

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Kardinal Caffarra: Homo-Aktion eine „Beleidigung von Christus am Kreuz von diabolischer Perfidie“

Bild: katholisches.info
Bild: katholisches.info
Der Erzbischof von Bologna, Kardinal Carlo Caffarra verurteilte auf das Schärfste die Aktion der örtlichen Homo-Organisation Arcigay. Die Veranstalter sprachen von einem „häretischen und abergläubischen“ Abend mit einer „Enttaufungsstelle“.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Cassero nennt sich die Arcigay-Ortsgruppe im roten Bologna. Die jüngste Initiative der Homo-Organisation nannte sich „Venerdì credici“, ein „häretischer und abergläubischer“ Abend, für die mit Plakaten, Handzetteln und im Internet mit Fotos geworben wurde, auf denen drei Männer zu sehen sind, die wie Christus und die beiden Schächer gekleidet sind, aber homosexuelle Handlungen mimen und dazu ein Kreuz mißbrauchen. Eine Wiedergabe der Bild ist unmöglich. Für den Bericht wurde das „harmloseste“ ausgwählt.

An einem „sbattezza point“ (Enttaufungsstelle) konnten sich Besucher der Veranstaltung „enttaufen“ lassen.

Blasphemische Fotos landen beim Staatsanwalt

Gegen diese gotteslästerliche Darstellung erhoben viele Protest, darunter die rechten Oppositionsparteien, aber auch der katholische Flügel der regierenden Demokratischen Partei (PD). Anstoß erregte vor allem, daß die Homo-Organisation von der Stadtregierung unter Bürgermeister Virginio Merola mit öffentlichen Geldern für „kulturelle“ Veranstaltungen gefördert wird.

Die Homo-Verbände zeigten Null Sensibilität und Verständnis, geschweigedenn Rücksichtnahme für die verletzten religiösen Gefühle der Christen. Franco Grillini, dem Vorsitzenden von Gaynet fielen auf Facebook zu den Protesten nur weitere Beleidigungen und Verspottungen ein: „Hände weg vom Cassero! Die Religionspolizei unserer Ayatollahs rennt zur Staatsanwaltschaft wegen einer banalen Satire gegen die religiöse Unterdrückung“. Grillini weiter: „Vor einem Monat waren alle Charlie Hebdo, heute sind alle Al-Baghdadi!“

Erst nach heftiger Kritik kam von den Verantwortlichen des Cassero eine halbherzige Entschuldigung, die wenig Einsicht erkennen läßt: „Einige Personen fühlten sich durch jene Fotos beleidigt: aus Respekt für diese Personen – und nicht für eine Ideologie oder ein Gebot – entschuldigen wir uns. Wer hingegen Sanktionen fordert, indem er eine Gelegenheit ausnützt, um das Cassero zu treffen, das sind die wirklichen Blasphemiker.“

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Geert Wilders predigt bei Pegida

Bild: heise.de
Der niederländische Politiker und Islamfeind soll im April in Dresden sprechen


Von Michael Klarmann|TELEPOLIS

Am Dienstag noch hatte „Pegida“-Chef Lutz Bachmann Medienberichte dementiert, denen zufolge der Vorsitzende der niederländischen „Partei für die Freiheit“ (PVV) als Star-Redner an die Elbe kommen wird. Nun, am Donnerstag, verkünden die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) höchstselbst, dass der Rechtspopulist Geert Wilders in Dresden sprechen wird – jedoch eine Woche später als zuerst spekuliert wurde.

„Wir sind sehr glücklich, dass Geert Wilders uns die Ehre erweist“, teilt „Pegida“ dazu mit und kündigt eine Großkundgebung für Mitte April in Dresden an. Ursprünglich angedacht worden war besagte Großkundgebung eigentlich für Ostermontag. Laut „Sächsischer Zeitung“ bestätigte dessen „engster Berater, der belgische Publizist Paul Beliën“, dass Wilders sprechen wird.

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Umweltbeauftragte der EKD fordern bundesweites Anbauverbot für Gentechnik

Foto: Getty Images/iStockphoto/RGtimeline
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) hat zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen einen offenen Brief unterschrieben, der die Agrarminister der Bundesländer auffordert, sich für ein bundesweites Gentechnikanbauverbot auszusprechen.


evangelisch.de

Bundesweite, vom Bund erlassene Anbauverbote seien nötig, um die gentechnikfreie konventionelle und ökologische Lebensmittelerzeugung und damit auch die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig sicher zu stellen, so die Beteiligten in ihrem Brief.

Im Vorfeld hatten Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen über 320.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die ein einheitliches Anbauverbot fordern.

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Artensterben: Diese 15 haben die geringsten Chancen

Ein Frosch der in Brasilien vorkommenden besonders bedrohten Art Physalaemus soaresi. © Ivan Sazima
Die letzten ihrer Art? Für eine Maus in Kamerun, einen Salamander in der Türkei und eine Lerche in Somalia wird die Zeit knapp. Denn sie gehören zu den 15 bedrohtesten Tierarten der Erde. Sie stehen ganz am Ende einer Liste Tierarten, die sich einem internationalen Forscherteam zufolge aber mit sofortigen Schutzmaßnahmen noch retten lassen könnten. Die Wissenschaftler nennen im Magazin „Current Biology“ auch die Kosten für den nötigen Schutz – sie fallen vergleichsweise niedrig aus.


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Tausende von Tierarten weltweit sind vom Aussterben bedroht – Schuld daran ist in den meisten Fällen der Mensch. Maßnahmen zum Artenschutz gibt es zwar mehr und mehr, sie können aber bislang kaum mithalten, um ein drohendes Massenaussterben abzuwenden. Nach den im Rahmen der UN-Biodiversitäts-Konvention im Jahr 2010 beschlossenen Zielen soll der Artenschutz deshalb bis 2020 deutlich ansteigen: Natürliche Lebensräume sollen besser geschützt, die Überfischung der Ozeane gestoppt und große Flächen der Erde unter Naturschutz gestellt werden.

Wissenschaftler unter der Leitung von Dalia Conde von der Süddänischen Universität in Odense haben nun untersucht, wie hoch der Aufwand und die Kosten wären, um besonders bedrohte Tierarten zu retten. Dabei konzentrierten sie sich auf Arten, die nach Angaben der Schutzorganisation „Alliance for Zero Extinction“ (AZE) nur noch an jeweils einem einzigen Ort auf der Erde existieren. Auch das bereits existierende Fachwissen und die Schwierigkeit, eine Art in Zoos zu erhalten, bezogen die Forscher mit ein. Das Ergebnis ist eine Liste von 841 Tierarten, bei denen Aussicht auf Rettung besteht – ein „conservation opportunity index“.

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Auch im Bistum Magdeburg Kritik am Fragebogen zur Familiensynode

REUTERS/Yves Herman
REUTERS/Yves Herman
«Überladene Fragen, unverständliche Begriffe, der zu knappe Zeitrahmen für die Beantwortung und nicht nachvollziehbare kirchliche Aussagen über Ehe und Familie werden kritisiert».


kath.net

Im Bistum Magdeburg gibt es wie in anderen deutschen Diözesen «Unmut» über den zweiten vatikanischen Fragebogen zur Familienseelsorge. «Überladene Fragen, unverständliche Begriffe, der zu knappe Zeitrahmen für die Beantwortung und nicht nachvollziehbare kirchliche Aussagen über Ehe und Familie werden kritisiert», heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an die Deutsche Bischofskonferenz.

Das gehe aus nahezu allen Rückmeldungen hervor, erklärte der Fachbereich «Pastoral in Kirche und Gesellschaft» des Bistums zusammen mit Vertretern des Katholikenrats und des Familienbundes der Katholiken. «Hier wäre eine Klärung der Fragen durch die Deutsche Bischofskonferenz im Vorfeld zu wünschen gewesen.»

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Den Dschihad im Herzen

Viele Jugendliche aus Europa zieht es in den Dschihad – nicht zuletzt weil frühere Gangsta-Rapper darin Vorbild sind. Foto: Anonymous | CC BY 2.0 |
Ein tunesischer Rapper hat sich kurz vor dem Terror-Anschlag in Tunis dem Islamischem Staat angeschlossen. Der Verbindung zwischen Gangsta-Rap und Dschihad spüren die Feuilletons schon länger nach. Auch Ego-Shooter geraten dabei wieder kritisch in den Blick.


pro Medienmagazin

Kurz vor dem blutigen Terroranschlag auf das tunesische Nationalmuseum hat sich ein bekannter Rapper des Landes der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen. Maurouane Douiri, bekannt unter dem Pseudonym „Emino“, habe mit im Internet veröffentlichten Bildern dem IS die Treue geschworen, meldete die Dschihadisten-Beobachterplattform „Site“ am späten Mittwochabend.

Mehrere Bilder sollen Douiri mittlerweile in Syrien zeigen; sein offizieller Fankanal auf Facebook wurde gesperrt. In Tunesien war der 25-jährige Rapper einst für Videos mit freizügigen Mädchen bekannt. Ob der IS hinter dem Anschlag in Tunis steckt, bei dem 19 Menschen getötet wurden, blieb zunächst unklar.

Der Fall erinnert an den Berliner Rapper Denis Cuspert alias „Deso Dogg“. Der frühere Berliner Gangsta-Rapper wandte sich 2007 dem Islam zu, radikalisierte sich mit den Jahren und gehört heute zum Führungskreis des IS. Inzwischen nennt er sich Abu Talha al-Almani („Abu Talha, der Deutsche“).Nützliche VergangenheitIm Zuge seiner Wende entsagte Cuspert der Hip-Hop-Kultur und beschränkte sich musikalisch auf sogenannte Naschids, Lobpreislieder ohne Begleitung von Musikinstrumenten.

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Abdullah-Zentrum-Wien: Rabbiner Rosen warnt Österreich vor Heuchelei

Bild: ntv/Schreenshot BB
Bild: ntv/Schreenshot BB
Während hinter den Kulissen im Bundeskanzleramt und Außenministerium um die Zukunft des saudi-finanzierten Wiener König-Abdullah-Dialogzentrums (KAICIID) gerungen wird, hat am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in der neu eröffneten Österreich-Onlineredaktion der „Neuen Zürcher Zeitung“ (nzz.at) ein prominentes Board-Mitglied Österreich diesbezüglich vor „Heuchelei“ gewarnt. „Wenn die Regierung jetzt den Rückzug anordnet, sich aber gleichzeitig um den Verbleib der OPEC – und des saudisch finanzierten OPEC-Entwicklungsfonds – in Wien bemüht, wäre das ein Höchstmaß an Heuchelei“, sagte der Dialogbeauftragte des staatlichen Großrabbinats von Israel, Rabbi David Rosen (Jerusalem), bei der von nzz.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker moderierten Diskussion.


kathweb

Rosen erntete in diesem Punkt keinen Widerspruch seiner Gesprächspartner, den KAICIID-Gegnern Schriftsteller Doron Rabinovici und Grünen-Politikerin Alev Korun. Der Rabbiner erinnerte an den diplomatischen Schutz Österreichs, der dem KAICIID gewährt wurde, aber ebenso der OPEC und dem OPEC-Entwicklungsfonds, dessen Projekte andernorts bereits mehrfach wegen ihrer wahabitischen Ausrichtung kritisiert worden waren.

Der aus Südafrika stammende Rabbiner betonte, dass für ihn der Dialog eine Lebensaufgabe sei. Rosen berichtete von einer Tagung im KAICIID vor wenigen Monaten in Wien. Die muslimischen Vertreter hätten sehr konservativen Strömungen angehört. Sei seien aus verschiedenen arabischen Staaten gekommen. „Fünf von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Juden gesehen. Es war enorm wichtig, dass es zu dieser Kontaktaufnahme kam. Es ist eine Entwicklung, die über das KAICIID weiter gehen könnte.“

Kirchen: Dialog bringt mehr als Verweigerung

Sehr klar werde das besonders vom Vatikan, vom orthodoxen Ökumenischen Patriarchat und von der anglikanischen Staatskirche gesehen, sagte der südafrikanisch-israelische Dialogexperte: „Warum sind die drei Kirchen mit so hochrangigen Hierarchen im Board vertreten? Weil sie erkannt haben, dass man so mehr erreichen kann als durch Abwesenheit.“ Zudem hätten die vergangenen Jahre klar gemacht, „dass das Zentrum eine bewundernswerte Arbeit leistet“.

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Centaurs have been trashing the Earth for Eons, Study says

Centaurs, Image: NASA/JPL-Caltech
Left Asteroids, right Comets, Centaurs, Image: NASA/JPL-Caltech
While humans are often (and justifiably) painted as the biggest threat to life on Earth​centaurs may have us beat by a longshot. No, we’re not talking about mythical human-horse hybrids here, but rather, a collection of wayward space rocks careening about the boondocks of our solar system. According to one astronomer,these centaurs have been showering their garbage down on us and wreaking havoc for eons.


By Maddie Stone|MOTHERBOARD

“I’d expect giant centaur comets and their associated bombardment episodes to have occurred all the way back to the early days of the solar system,” William Napier, a professor of astronomy at the University of Buckingham, told me in an email.

That belief—highly controversial in the astronomical community—is espoused Napier’s newest paper, which appears this week in Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Napier postulates that mass extinctions throughout geologic history are the result of giant, centaurian comets hurling themselves into our planet’s orbit, shattering apart, and raining death upon our biosphere for thousands of years. Neat.

It’s no secret that massive impacts can spell disaster for life on Earth. We’ve all heard of the infamous collision that probably ended the reign of the dinosaurs some 65 million years ago. The idea of a life-ending space rock captivates us, as evidenced by the popularity of disaster movies such as Deep Impact and Armageddon. But the K-T boundary aside, no other mass extinction event has been strongly tied to a single, monster impact.

While massive collisions may be rare, some astronomers, including Napier, hold that “episodes of bombardment” caused by a large comet or asteroid breaking up in Earth’s vicinity are much more frequent. But where such cosmic shrapnel bombs might originate isn’t clear. Two likely suspects—the Oort cloud and the main asteroid belt— don’t appear to be slinging enough space debris our way to fit the bill.

Another possible perpetrator is the centaur population—a bizarre clan of comet-asteroid hybrids that whiz around the outer solar system between Jupiter and Neptune. These conglomerates of rocks and ice are known for their erratic orbits, and for occasionally getting thrust into our neighborhood. Indeed, the first centaur ever discovered, Chiron, is a 233 kilometer behemoth that’s thought to have crossed our path several times over the last hundred thousand years. If a comet like Chiron were to break up in the inner solar system, the fallout on Earth could be disastrous.

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