Sam Harris rips academics who ceaselessly deny that religion can inspire brutal violence

Neuroscientist Sam Harris speaking at TED2010 (Steve Jurvetson/Flickr)
Neuroscientist and public intellectual Sam Harris conducted a wide-ranging interview with journalist Graeme Wood that was supposed to be about the latter’s cover story in this month’s Atlantic, but which turned into an opportunity for Harris to outline what, to his mind, is the psychological state of a jihadist.


By Scott Kaufman|Raw Story

Harris began by arguing that it was rational to believe that most believers understand religious texts at a literal level. “There are more or less plausible, more or less straightforward, more or less comprehensive readings of any scripture,” he said.

“And the most plausible, straightforward, and comprehensive readings tend to be the more literalistic, no matter how self-contradictory the text. So, for instance, when it says in the Qur’an (8:12), ‘Smite the necks of the infidels,’ some people may read that metaphorically, but it’s always tempting to read it literally.”

“In fact,” he continued, “a line like that fairly cries out for a literal reading. Of course, some Muslims believe that such violent passages must be read in their historical context. But it seems even more natural to assume that the words of God apply for all time. So it’s no accident that the Islamic State has made a cottage industry of decapitation.”

Because “the Islamic State is giving a very plausible reading of the Qur’an and the hadīth. That’s a terrible problem, because one can’t stand up and say that this behavior is un-Islamic.”

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‚Under the Dome‘ Umweltdoku: Chinas Zensur macht Smog-Filmerin mundtot

Chai Jing, Bild:shanghaiist.com
Millionen Chinesen haben die Smog-Doku „Unter der Glocke“ der Journalistin Chai Jing gesehen. Nun ist der Film aus dem Verkehr gezogen, die Debatte darüber beendet. Ein Lehrstück über Politik, Öffentlichkeit und Zensur in China.


Von Bernhard Zand|SpON

Am Samstagmorgen um 10.02 Uhr stellt die Journalistin Chai Jing, 39, einen Film ins Internet. Es ist der 28. Februar, drei Tage vor Beginn der Jahrestagung von Chinas Scheinparlament, dem Nationalen Volkskongress. Chais Film, „Qiong Ding Zhi Xia“ („Unter der Glocke“) ist eine Reportage über den Smog und die Frage, wo er herkommt.

Sie berichtet über Chinas mächtige Öl-, Stahl- und Kohle-Konzerne und die Unfähigkeit der Politik, ihnen Einhalt zu gebieten. Es ist eine Klage über Chinas Luftverpestung, vorgetragen von einer jungen Frau, die in Peking lebt und sich Sorgen um ihr Baby macht.

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Innenministerkonferenz-Chef fordert strengere Abschiebepraxis

Roger Lewentz (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/HaraldKrichel
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Ressortchef, Roger Lewentz, hat sich für eine strengere Abschiebepraxis von abgelehnten Asylbewerbern ausgesprochen.


evangelisch.de

„Wir bekennen uns zu der Aufgabe, Flüchtlinge schützend aufzunehmen“, sagte er der „Welt“ (Freitagsausgabe). „Dazu gehört aber auch: Wenn der Grund für einen Aufenthalt in Deutschland beendet ist, muss die betroffene Person freiwillig gehen oder in das Heimatland zurückgeführt werden.“

Derzeit leben in Deutschland rund 150.000 abschiebepflichtige Personen. An diesem Freitag berät der Bundestag erstmals über einen Gesetzentwurf der Regierung, der neben einer Ausweitung des Bleiberechts eine Reform des Ausweisungs- und Abschieberechts vorsieht.

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Rabbiner gegen Öffnung von christlich-jüdischem Dialog zum Islam

religion_warDie «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre.


kath.net

Gegen eine Ausweitung des Dialogs zwischen Christen und Juden auf die Muslime hat sich der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry G. Brandt, ausgesprochen. «Ein Trialog würde dazu führen, dass die Gespräche verflachen», meinte Brandt in einem Interview der «Jüdischen Allgemeinen» (Donnerstag). Die «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Die Stufe des Vertrauens zwischen Juden und Christen, aber auch die Themen seien «so unterschiedlich, dass ein Trialog nicht dasselbe leisten kann». Brandt äußerte sich aus Anlass der am Sonntag beginnenden jährlichen «Woche der Brüderlichkeit».

Beim christlich-jüdischen Dialog gehe es nicht nur um aktuelle Probleme, sondern um die Aufarbeitung einer 2.000 Jahre alten Geschichte mit tiefen theologischen Wurzeln, so der Augsburger Rabbiner weiter. «Da gibt es noch viel zu klären, aber auch zu verteidigen: Wir wollen die Werte bewahren, die sich als gemeinsames Gut herausgestellt haben.» Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre, fügte Brandt hinzu.

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Bibelfilm ohne Botschaft – Ex nihilo nihil fit

Nicolas Cage wurde für seine Rolle als Rayford Steele für den Negativ-Preis „Goldene Himbeere” nominiert Foto: KSM Media
„Left Behind“, die jüngste Verfilmung des Bibel-Romans „Finale – Die letzten Tage der Erde“, wartet mit Hollywoodstar Nicolas Cage auf. Leider verstrickt sich das Drehbuch in Nebenhandlungen, anstatt den größeren theologischen Rahmen zu erklären.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

Bleiben die Kleider eines Menschen zurück, wenn er entrückt wird? Wer ist der Antichrist und wann findet die Schlacht von Harmagedon statt? Über Fragen wie diese diskutierten Leser der „Finale“-Romane, die zwischen 1995 und 2004 erschienen sind. Geschrieben wurden die Thriller, in denen die biblischen Prophezeihungen über die Endzeit mit fiktiven Personen durchgespielt werden, von den amerikanischen Eschatologie-Spezialisten Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins.

Bereits drei Mal wurden einzelne Handlungsabschnitte der ursprünglich zwölf Bände, zu denen sich mittlerweile drei Prequels gesellt haben, mehr oder weniger unbemerkt verfilmt. Der nun erschienene Actionstreifen von Regisseur Vic Armstrong erregt schon durch den Hauptdarsteller Aufmerksamkeit: Oscar-Preisträger Nicolas Cage („Leaving Las Vegas“, „Family Man“) spielt die Romanfigur Rayford Steele. Cage, so munkeln Hollywood-Insider, habe das Engagement aufgrund seiner hohen Schulden annehmen müssen.

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Katholische Gier – atheistische Kritik

Bild: tilly
Bild: tilly
Französischer Ingenieur lebt in Berlin und wurde offenbar aufgefordert, rückwirkend 550 Euro Kirchensteuer zu zahlen. Er argumentiert: Formelle Kirchenaustrittserklärung in Frankreich nicht üblich, deshalb könne er sie nicht vorlegen.


kath.net

Atheisten- und Freidenkerverbände haben das System des deutschen Kirchensteuereinzugs und eine Mitarbeit der katholischen Kirche in Frankreich an diesem System scharf kritisiert. Carsten Frerk vom «Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten» warf den Berliner Behörden und den beiden großen Kirchen am Donnerstag vor Journalisten in der Bundeshauptstadt eine rechtswidrige «Rasterfahndung» nach Kirchenmitgliedern vor. Eine Rasterfahndung ist ein Verfahren zur vernetzten Durchsuchung von Datenbeständen, das in den 1970er Jahren bei der Terrorismusbekämpfung entwickelt wurde.

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Trennung von Kirche und Staat: SPD-Frauen rüsten zum Großangriff

jesus-spdDer Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen löst Empörung in der eigenen Partei aus. Grund ist die Forderung nach einer „modernen Demokratie“.


shz.de

Verbot religiöser Symbole wie Kruzifixe in Schulen, Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden, Aufhebung des Tanzverbots an stillen Feiertagen wie Karfreitag, Ethik- statt Religionsunterricht an Schulen – die SPD-Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Schleswig-Holstein bläst zum Generalangriff auf die Kirchen.

Die Forderungen sind enthalten in einem Antrag der AsF für den Landesparteitag der Sozialdemokraten Mitte März in Neumünster. Moderne Demokratie müsse „in ihrem Kern laizistisch sein“, schreiben die Autorinnen. Dies bedeute, eine „vollständige Trennung von Staat und Kirche“, um so „keine Diskriminierung aufgrund von Weltanschauungen auszuüben“.

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Mars verlor einen ganzen Ozean

Weite Ozeane: So könnte der Mars einmal ausgesehen haben. © ESO
Verschwundenes Urmeer: Der Mars besaß einst 20 Millionen Kubikmeter Wasser – so viel, dass es den Planeten 137 Meter hoch hätte bedecken können. Doch 87 Prozent dieses Wassers gaste ins Weltall aus, wie eine Studie nun anhand des Verhältnisses von schwerem zu normalem Wasser auf dem Roten Planeten belegt. Damit scheint klar, dass es genügend Wasser auf dem Mars gab, um möglicherweise erstes Leben zu erlauben, so die Forscher im Fachmagazin „Science“.


scinexx

Dass es einst Wasser auf dem Mars gegeben hat, ist heute relativ unstrittig. Typische von Wasser geformte Landschaftsformen wie Flussdeltas, aber auch Sedimente und Gesteine, die nur bei Anwesenheit von Wasser entstehen, zeugen davon. Strittig war aber bisher, wie viel Wasser der Mars einst besaß. Handelte es sich nur im einzelne, kurzlebige Tümpel und Rinnsale oder reichte es für einen ganzen Ozean?

Deuterium als Indikator

Um das herauszufinden, wählten Geronimo Villanueva vom Goddard Space Flight Center (GSFC) der NASA in Greenbelt und seine Kollegen einen chemisch-physikalischen Ansatz. Sie ermittelten das Verhältnis von schwerem und normalem Wasser in der Atmosphäre und den Eiskappen des heutigen Mars. Im schweren Wasser ist ein Wasserstoffatom durch Deuterium ersetzt – ein Wasserstoffatom mit einem zusätzlichen Neutron im Kern.

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Evangelischer Pfarrer möchte Prostituierte für Asylbewerber

DerverzweifelteJesusKein Aprilscherz. Ein evangelischer Pfarrer möchte jetzt einen Unterstützerkreis wie „Freie Liebe für freie Menschen“ gründen und damit Prostituierte für Asylanten bezahlen.


kath.net

Pfarrer Ulrich Wagner, ein pensionierter evangelischer Pfarrer, hat bei einer bei einer Diskussion der CSU in Siegertsbrunn zum Thema Asyl angeregt, Asylbewerbern die Dienste von Prostituierten zur Verfügung zu stellen. In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ legt der Priester nach meint: „Diese Männer haben ein sexuelles Bedürfnis. Da machen wir aber die Augen zu, soweit denkt niemand. Der Bedarf ist doch da. In unserer Gesellschaft haben wir doch auch Prostitution, das soll doch ein anerkannter Beruf sein, die Zeitungen und das Internet sind voll mit Anzeigen. Wenn’s aber um Asylbewerber geht, geben wir ihnen zu essen, zu trinken und sagen: Das Problem ist gelöst. Ist es aber nicht.“ Wer dies zahlen sollte, ist für Wagner ein Nebenthema. Vielleicht finde sich auch da ein Unterstützerkreis wie „Freie Liebe für freie Menschen“: „Ich bin ohne Scheu. Vielleicht erklärt sich auch ein Bordellbesitzer bereit, ein gutes Werk zu tun. Am Vormittag ist da ja eh nicht viel los, vermute ich.“

Kardinal: Größtes Problem ist Gleichgültigkeit, nicht Atheismus

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Internationale Vatikan-Konferenz über Erneuerung der Kirche im säkularen Zeitalter – Kurienkardinal Ravasi: Gespräch mit Gleichgültigen besonders schwierig


kathweb

Gleichgültigkeit in der Frage nach dem Sinn des Lebens und ein beliebiges Vermengen verschiedener Religionen sind nach Einschätzung von Kurienkardinal Gianfranco Ravasi gegenwärtig die größten Herausforderungen für die katholische Kirche. Die Atheisten im eigentlichen Sinne, die eine Existenz Gottes bewusst leugneten, seien mittlerweile hingegen eine Minderheit, sagte Ravasi bei einer internationalen Konferenz über „Die Erneuerung der Kirche im säkularen Zeitalter“, die am Donnerstag in der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zu Ende ging. Weitaus schwieriger sei es, mit den Gleichgültigen ins Gespräch zu kommen, so der italienische Kardinal.

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Schwanz wedelt mit Hund

Screengrab Times of Israel
Screengrab Times of Israel
Benjamin Netanyahu hat Hitler im Iran entdeckt


Von Uli Gellermann|Rationalgalerie

So richtig neu ist das nicht, was der israelische Ministerpräsident bei seinem jüngsten Besuch in den USA zu erzählen wusste: „Mullah-Regime bedroht den Weltfrieden wie Nazis“, so brachte die BILD-Zeitung – das Sturmgeschütz Israels in Deutschland – Netanyahus Rede auf den Punkt. Gemeint ist der Iran. Würde jemand dem israelischen Premier glauben wollen, dann plant die iranische Regierung einen Weltkrieg. Doch diese Botschaft ist, durch ihre ständige Wiederholung, ziemlich verbraucht. Relativ neu ist es, dass Netanyahu vor dem US-Kongress redete ohne seinen Auftritt mit der amtierenden amerikanischen Regierung abzustimmen: Wie mag der kleine israelische Schwanz nur den dicken US-Hund zum Wedeln gebracht haben?

Eine Erklärung liegt in der US-Innenpolitik: Die Republikaner und ihr Sprecher im Kongress, John Boehner, wollten zu gern Obamas Iran-Politik als zu weich denunzieren. Doch viel wichtiger als Boehner war im Vorfeld des Netanyahu-Wahlkampfauftritts im US-Komgress die jüdische Lobby-Organisation AIPAC (America Israel Public Affairs Committee). AIPAC ist eine einzige große Spenden-Sammel- und Spenden-Verteil-Maschine, die politischen Einfluss über teure PR-Kampagnen nimmt, aber durchaus auch direkt Politiker kauft. Auf ihrer Agenda steht zur Zeit als wesentliches Investitionsvorhaben die Ablehnung eines möglichen Atom-Abkommens mit dem Iran. Dass sie damit die Politik eines gewählten Präsidenten konterkariert? Was soll´s.

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Internet-Zensur: Website von „Charlie Hebdo“ in der Türkei gesperrt

charlie_hebdo_2Nutzer in der Türkei können die Seiten des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ derzeit nur mit technischen Tricks aufrufen. Die türkische Regierung hat vor Gericht eine Sperre des Angebots erwirkt.


SpON

Die türkische Regierung hat eine Sperrung der Internetseite des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ durchgesetzt. Auf Antrag der staatlichen Internetbehörde ordnete ein Gericht in Ankara die Sperrung an, berichten türkische Medien am Freitag. Insgesamt seien 50 Websites oder einzelne Seiten dieser Websites gesperrt worden, das Angebot „Charlie Hebdo“ selbst sei eine davon.

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Indien droht BBC nach Vergewaltigungsdoku mit Sanktionen

Image: BBC News
Indischer Innenminister Singh: «Wir hatten gebeten, den Dokumentarfilm nicht zu senden. Die BBC hat es trotzdem getan. Das Innenministerium wird geeignete Maßnahmen ergreifen»


kath.net
Indien droht dem Sender BBC wegen der Ausstrahlung einer Dokumentation über die Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi im Dezember 2012 mit Sanktionen. «Wir hatten gebeten, den Dokumentarfilm nicht zu senden. Die BBC hat es trotzdem getan. Das Innenministerium wird geeignete Maßnahmen ergreifen», kündigte Innenminister Rajnath Singh laut indischen Medien (Donnerstag) vor dem Parlament in Neu Delhi an. Nach Protesten in Indien gegen den Film «India»s Daughter« (Indiens Tochter) der Reporterin Leslee Udwin hatte die BBC die ursprünglich für den Weltfrauentag (8. März) geplante Ausstrahlung auf Mittwochabend vorgezogen.

Ein Gericht in Neu Delhi hatte am Dienstag die Ausstrahlung in Indien verboten. Eine Medizinstudentin war am 16. Dezember 2012 zusammen mit ihrem Freund in einem Bus auf dem Heimweg von einem Kinobesuch, als sie von sieben Männern vergewaltigt wurde. Danach wurde sie brutal mit Eisenstangen verprügelt und aus dem Bus geworfen. Wenig später starb sie an ihren Verletzungen. Der Fall löste weltweite Empörung aus.

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Käßmann wirbt auf Tourismusmesse für Reformationsjubiläum

Margot-KässmannDer 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther (1483-1546) im Jahr 2017 solle zu einem internationalen Ereignis mit ökumenischer Dimension werden, sagte Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum in Berlin. Dazu würden auch zahlreiche Gäste aus dem europäischen Ausland und den USA erwartet.


evangelisch.de

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) warb für die Landesausstellung seines Bundeslandes, die in diesem Jahr den Maler Lucas Cranach der Jüngere (1515-1586) in den Mittelpunkt stellt. Sie ist vom 26. Juni bis 1. November in Wittenberg und weiteren Standorten in Dessau und Wörlitz zu sehen. Es handele sich um die weltweit erste Ausstellung, die ausschließlich dem Cranach-Sohn gewidmet ist, sagte Dorgerloh: „Wer da nicht kommt, der verpasst wirklich etwas“, ergänzte der SPD-Politiker. Präsentiert werden den Angaben zufolge die wichtigsten Kunstwerke der deutschen Renaissance. Das diesjährige Themenjahr der Lutherdekade zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum steht unter dem Motto „Reformation – Bild und Bibel“.

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Gerichtspräsident mahnt: An Öffnung der Kirchen führt kein Weg vorbei

Eine Kirche in Frankfurt © friedenspanzer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Arbeitsrechtler rät den Kirchen, die Loyalitätsanforderungen an ihre Beschäftigen abzustufen. Auch andersgläubige und nichtreligiöse Menschen sollten in kirchlichen Einrichtungen arbeiten können. Das sei nicht nur eine juristische Frage.


MiGAZIN

In einer religiös vielfältigen Gesellschaft müssen die christlichen Kirchen nach Auffassung des Gerichtspräsidenten Wilhelm Mestwerdt künftig auch Andersgläubige oder Menschen ohne Konfession beschäftigen. Rechtlich seien sie nach höchstrichterlichen Urteilen vom Herbst vergangenen Jahres dazu zwar nicht verpflichtet, dennoch gehe an einer “Öffnung der Kirchen kein Weg vorbei”, sagte der Präsident des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen am Dienstag auf einer Tagung zum kirchlichen Arbeitsrecht in Eichstätt. Der Richter am Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bekräftigte: “Kirche muss in der Mitte unserer Gesellschaft stehen. Sonst gerät sie aufs Abstellgleis.”

Er bezog sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Oktober 2014. Danach dürfen katholische Arbeitgeber Mitarbeitern, die nach einer Scheidung wieder heiraten, kündigen. Karlsruhe hatte die Kündigung eines Chefarztes in einer katholischen Klinik nach dessen Wiederverheiratung für rechtens erklärt.

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Flucht aus der Milchstraße: Stern stellt Geschwindigkeitsrekord auf

An artist impression of the mass-transfer phase followed by a double-detonation supernova that leads to the ejection of US 708. CREDIT: ESA/HUBBLE, NASA, S. GEIER
Er ist mit 1200 Kilometern unterwegs – pro Sekunde: Astronomen ist der bislang schnellste Stern ins Netz gegangen, der aus unserer Milchstraße herausrast.


SpON

Eine Supernova-Explosion aus nächster Nähe zu erleben, das ist kaum empfehlenswert. Schließlich geht es um eine Art Wasserstoffbombe mit der Masse eines ganzen Sterns. Doch genau dies ist dem Stern US 708 passiert, den Astronomen in knapp 28.000 Lichtjahren Entfernung ausgemacht haben. Die Wucht der Explosion hat ihn auf ein Rekordtempo katapultiert. Mit 1200 Kilometern pro Sekunde entflieht er nun der Milchstraße. Zum Vergleich: Bei diesem flotten Tempo wären Mondfahrer nach fünf Minuten am Ziel.

Ein Forscherteam um Stephan Geier von der Dr.-Karl-Remeis-Sternwarte in Bamberg, das Astronomische Institut der Universität Erlangen-Nürnberg, hat das Tempo von US 708 gemessen. Die Resultate und Auswertungen schildern sie im Fachmagazin „Science“. Der Stern gehört zur Konstellation Großer Bär – und dass er besonders schnell durch die Milchstraße flitzt, war schon zuvor bekannt. „Doch dass er alle anderen ungebundenen Sterne in puncto Geschwindigkeit übertrifft, haben erst unsere Messungen gezeigt“, sagt Geier.

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Norwegen: Euphemistische Betrugserklärung der Kirche

Bild: tilly
Bild: tilly
Der Skandal um unrechtmäßig registrierte Katholiken in der Diözese Oslo hat die katholische Kirche Skandinaviens in ein schlechtes Licht gerückt. Kein Betrug – sondern die Folge ungenügender Praktiken, die alle Religionsgemeinschaften beträfen, sagen die Spitzen der Nordischen Bischofskonferenz.


Von Alexander Brüggemann|kath.net

Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erläutern der Vorsitzende, Bischof Anders Arborelius (65) von Stockholm, die Generalsekretärin Schwester Anna Mirijam Kaschner (40) und der Bischof der norwegischen Prälatur Tromsö, Berislav Grgic (55), warum nun auch der Staat gefragt ist.

KNA: Bischof Arborelius, seit Jahren wächst die katholische Kirche in Skandinavien, vor allem durch Immigranten. Nun hat der Fall Oslo Schlagzeilen gemacht. Wie kam es dazu?

Arborelius: Unsere größte Schwierigkeit ist, die Katholiken überhaupt zu finden. Es kommen viele Menschen aus aller Welt, sehr viele Flüchtlinge. Von den Behörden erfahren wir nicht, wer katholisch ist. Wir versuchen, mit Ihnen in Kontakt zu kommen, denn die ersten Monate sind entscheidend. Für uns ist es lebenswichtig, unsere Glaubensgenossen zu finden – sonst können wir sie nicht pastoral betreuen und ihnen helfen. Dabei können leider solche Dinge geschehen. Als Bischof Bernt Eidsvig aus Österreich nach Oslo zurückkam, wurde er übrigens in der lutherischen Kirche registriert. So was passiert bei uns häufig. Es ist sehr schwierig, die Menschen zu finden – und da hat man in Oslo wohl etwas versucht, das nicht gut war.

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Apokalypse, wissenschaftlich

Bild aus dem Bericht Global Challenges
Ein neuer Report verspricht die „erste wissenschaftlich fundierte Liste“ von weltweiten Risiken zu liefern, die in den nächsten hundert Jahren die Zivilisation oder sogar den Fortbestand der Menschheit bedrohen (unendliche Risiken). Spiegel online, Focus online und viele andere haben darüber in den letzten Tagen berichtet. Der Report möchte auch Entscheidern in Wirtschaft und Politik zu aktivem Handeln inspirieren und anleiten. Damit haben die Autoren ihre Latte sehr hoch gelegt. Ist ihre Arbeit wirklich so bahnbrechend, wie sie behaupten?


Von Thomas Grüter|TELEPOLIS

Auftraggeber der Studie ist die Global Challenges Foundation, eine eher unbekannte Stiftung in Stockholm, Schweden. Der ursprünglich aus Ungarn stammende schwer reiche Geschäftsmann László Szombatfalvy hat die Organisation im Jahr 2011 gegründet. Ihr Ziel ist es, globale Risiken zu identifizieren und zu entschärfen. Das Vermögen der Stiftung ist auf der Website nicht erwähnt, es dürfte aber beträchtlich sein.

Die Autoren des Reports, Dennis Pamlin und Stuart Armstrong, arbeiten für die Stiftung (Pamlin) bzw. für das „Future of Humanity Institute“ der Universität Oxford (Armstrong). Dieses vom Schweden Nick Bostrom geleitete Institut ermöglicht nach eigener Aussage „einer ausgewählten Gruppe von führenden Geistern, mit Hilfe von Werkzeugen aus der Mathematik, Philosophie und Naturwissenschaft allgemeine Fragen zur Menschheit und ihrer Zukunft anzugehen“. An der Studie war ferner Seth Baum beteiligt, der Chef des privaten Global Catastrophic Risk Institute. Eine Adresse hat die Organisation nicht, auf ihrer Website steht, dass sie „geographisch dezentralisiert“ sei. Hauptfinanzier ist die eher linksorientierte Gruppe Social and Environmental Entrepeneurs, aber auch das Ministerium für innere Sicherheit der USA hat offenbar Mittel zugeschossen.

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Amerikaner taufen ihre Kinder online

Beten, beichten, taufen – geht heute alles online. Foto: dpa
In den USA ist es möglich, sein Kind online taufen zu lassen. Dafür verbindet man sich einfach über Skype mit der digitalen Kathedrale. Der Priester muss nur zuschauen und konzentriert die Ohren spitzen, ob man das Glaubensbekenntnis auch richtig aufsagt. Und das Weihwasser? Kommt aus der Spüle.


Von Franziska Knupper|Berliner Zeitung

Ein Moment beißender Qual. Als würde man wieder vor einem tiefen Abgrund stehen. Jedes Mal aufs Neue. Und niemals lernt man daraus; läuft immer mit dem gleichen Kopf gegen die gleiche Wand. Dabei hat doch schon Kurt Beck gesagt, dass dies eine schlechte Idee ist. Doch immer wieder entstehen bei Küchentischgesprächen und Parknachmittagen diese Ideen, die die Welt revolutionieren und den Geldbeutel ganz fix füllen sollen.

Online Kuss-Training gibt es schon

Studenten und Schüler, Senioren und Start-Upper: Sie alle diskutieren, fantasieren und träumen – nur damit das Internet ihnen später flüstert, dass bereits jemand diese Idee gehabt hat. Die Parkplatz-App! Gibt es schon. Die Melanom-App! Pah, Schnee von gestern. Online Kuss-Training! Pech gehabt, Keule.

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Dodo Mixa: Es tut noch immer sehr weh, was man mit mir gemacht hat

Quelle: HFR
Quelle: HFR
Der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa leidet nach eigenen Worten nach wie vor an den Umständen seines Rücktritts vor fünf Jahren.


kath.net

Der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa (73) leidet nach eigenen Worten nach wie vor an den Umständen seines Rücktritts vor fünf Jahren. «Ich muss noch immer an mir arbeiten, denn es tut noch immer sehr, sehr weh, was man mit mir gemacht hat», zitiert die Weidener Zeitung «Der neue Tag» (Donnerstag) Mixa, der auf einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung Rothenstadt sprach. Er habe dies auch Papst Franziskus mit aller Deutlichkeit gesagt. – Thema des Referats war «Lohnt es sich heute noch Christ zu sein?»

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