ARD: Freikirchliche Gottesdienste als „ausgeübte Gewalt“

Düster, bedrohlich und verdächtig: So sehen die ARD-Reporter evangelikale Christen
Foto: ARD
Radikale Christen mit „schlichtem Weltbild“ manipulieren ihre Opfer in Angst und emotionale Abängigkeit hinein. Das zumindest erklärte die ARD am Montagabend in der Reportage „Mission unter falscher Flagge“.

Von Moritz Brecknerpro Medienmagazin

JESUS wird in riesigen Lettern auf die Bühne der Stuttgarter Schleyerhalle projiziert. Tausende Jugendliche treffen sich hier zur „Holy Spirit Night“, einem Gebetsabend mit viel Musik. Zwei junge Besucher erzählen, dass sie von Jesus so begeistert sind, dass sie dies auch anderen Menschen weitersagen wollen. Die NDR-Reporterinnen Mareike Fuchs und Sinje Stadtlich überblenden das Bild der singenden Jugendlichen mit einem schwarzen Rahmen und unterlegen es mit mystischer Musik. „Mit herkömmlichen Gottesdiensten hat das hier nichts zu tun“, raunt Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner aus dem Off.

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Videoaufnahmen belegen Massenhinrichtung von Boko-Haram-Anhängern

Foto: nd-screenshot / youtube/ amnesty
Durchgeschnittene Kehlen, gefolterte Gefangene, Massenhinrichtungen. Aufnahmen von Amnesty International zeigen massive Menschrechtsverletzungen in Nigeria. Doch diesmal sind Boko-Haram-Anhänger nicht die Täter, sondern die Opfer.

ND

Uniformierte prügeln auf Gefangene ein. Einem Mann wird die Kehle durchgeschnitten und wird dann in ein Massengrab geworfen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat am Dienstag erschütternde Bilder über Menschenrechtsverletzungen in Nigeria veröffentlicht, begangen durch nigerianische Soldaten an Anhängern von Boko Haram.

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Ayan Hirsi Ali: Bibi Netanyahu deserves Nobel Peace Prize for Gaza campaign

Ayan Hirsi Ali(Credit: Screen shot, YouTube)
The public intellectual and controversial atheist thinks the man waging war on Gaza is a paragon of peace

By Elias IsquithSALON

During an interview published on Friday by Israel HaYom, the Sheldon Adelson-backed Israeli daily, public intellectual and author Ayan Hirsi Ali claimed that Israeli Prime Minister Bibi Netanyahu should be awarded the Nobel Peace Prize for waging the ongoing military campaign by the IDF against Hamas militants in Gaza.

Asked whom she admired, Ali — who once called Islam a “nihilistic cult of death” —  included Netanyahu on a list featuring her husband, Harvard professor Niall Ferguson, as well as former Secretary of State Henry Kissinger and Princeton professor Bernard Lewis. Ali said she admired Netanyahu “[b]ecause he is under so much pressure, from so many sources, and yet he does what is best for the people of Israel, he does his duty.”

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Droege investiert in Weltbild

Am Montag wurde der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen: die Droege Group will mindestens 20 Millionen Euro in den Weltbild-Verlag investieren
Foto: weltbildschweiz | CC-BY 2.0 | CC-BY 2.0
Die Düsseldorfer Droege Group hat die Mehrheit beim Weltbild-Verlag übernommen. Sieben Monate nach der Insolvenz der Verlagsgruppe ist damit ein neuer Investor gefunden.

pro Medienmagazin

Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz teilte mit, dass der notarielle Kaufvertrag mit der Droege Group abgeschlossen sei und am Samstag unterzeichnet werden soll. Die Weltbild-Mitarbeiter wurden am Montag über diesen Schritt informiert. Der Übernahme müssen nun noch das Kartellamt, der Weltbild-Gläubigerausschuss und der Droege-Aufsichtsrat zustimmen.

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Religioten kämpfen wieder: Christliche Brigade Babylon gegen IS

Eine irakische Christin hält ein Kreuz in der Hand während einer Messe in Amman für den Frieden der Christen in Gaza , Irak und Syrien Foto: REUTERS
Iraks Christen werden systematisch von Islamisten verfolgt. Tausende wollen sich nun mit Gewalt wehren. Die christliche Brigade Babylon ist bereit, die Heimat „bis zum bitteren Ende“ zu verteidigen.

Von Alfred HackensbergerDIE WELT

Vorneweg trägt ein Mann das Bild vom letzten Abendmahl – Jesus am Tisch mit seinen Jüngern. Dahinter folgen mit wenigen Schritten Abstand Soldaten, Offiziere und Sympathisanten der christlichen Brigade Babylon. Man trägt Pistolen im Schulterhalfter und Maschinengewehre in der Hand. Mit diesem Aufmarsch im Bagdader Stadtteil al-Karada will man Entschlossenheit und Stärke demonstrieren: Man ist bereit, seinen Glauben zu verteidigen und notfalls auch dafür sein Leben zu lassen. Gerade jetzt, da die Existenz des Christentums wie nie zuvor im Irak auf dem Spiel steht.

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Gotteskrieger aus Bayern

Vorstellung des Bayrischen VS-Berichts Bild: BR/screenshot
Vorstellung des Bayrischen VS-Berichts Bild: BR/screenshot
Innenminister Herrmann schlägt Alarm: Immer mehr bayerische Islamisten kämpfen als Gotteskrieger in Syrien und dem Irak. Der Verfassungsschutzbericht verzeichnet eine wahre Ausreisewelle. Eine Bedrohung auch für uns.

Bayrischer Rundfunk

Risiken für die innere Sicherheit gingen vor allem von islamistischen Einzelkämpfern und Rückkehrern aus den syrischen Kampfgebieten aus, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Vorstellung des Bayerischen Verfassungsschutzes.

Immer mehr gewaltorientierte Salafisten aus Deutschland machten sich auf dem Weg Richtung Syrien. Bundesweit gehe man von mehr als 320, in Bayern von etwa 40 Personen aus, die dorthin ausgereist seien. Die Tendenz sei steigend, so Herrmann. In der Regel handelt es sich um junge Männer unter 25.

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Ein Phall für Emma—gefährliche Body-Phobie

Alice Schwarzer, Bild: Getty
Alice Schwarzer geht in der neuen „Emma“ unwissenschaftlichen, ideologischen Thesen auf den Leim und vertritt dadurch latent transphobe und homophobe Aussagen.

Von David BergerThe Huffington Post

„Nicht der Körper ist ‚falsch‘, sondern die Rolle, die bis heute in unserer Gesellschaft Frauen bzw. Männern zugewiesen wird.“ So die Feministin Alice Schwarzer in der jüngsten Ausgabe ihres Magazins auf die Frage eines jungen transsexuellen Mädchens, das sich im falschen Körper fühlt und nun anfangen will, Männlichkeits-Hormone zu nehmen, um dies zu ändern. Dieser eine Satz zeigt eine Trennung von Körper und Psyche bzw. Seele, die nicht nur bei Feministinnen, sondern auch in manchen queeren Gender-Theorien zum unanfechtbaren Glaubenssatz erhoben wurde. Letztere bestreiten weitgehend jeden kausalen Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht und sozialen Geschlechterrollen. Und dieses neue Dogma wird vor allem so verbissen verteidigt, weil unsere gesamte Erfahrungswelt, die Medizin (Psychosomatik) und die anderen modernen Naturwissenschaften uns permanent genau das Gegenteil sagen.

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Nahost-Konflikt: Bruch im Rat der Religionen Frankfurt

rat_religionenDie Jüdische Gemeinde verlässt den Frankfurter Rat der Religionen wegen Äußerungen zum Nahostkonflikt. Der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen hatte das militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen auf seiner Facebook-Seite scharf angegriffen.

Von Hanning VoigtsFrankfurter Rundschau

Wegen umstrittener Äußerungen von Vertretern der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) zum Nahostkonflikt verlässt die Jüdische Gemeinde den Frankfurter Rat der Religionen. Wie der Vorstand der Gemeinde am Montag mitteilte, habe man sich dazu „nach reiflicher Überlegung“ entschlossen. „Im Moment sehen wir keine Chance, im Rat der Religionen zu verbleiben“, sagte Leo Latasch, der Sozialdezernent der Gemeinde, der Frankfurter Rundschau.

„Staatsterrorismus“ vorgeworfen

Hintergrund des Bruchs mit dem 2009 gegründeten Rat, dem bisher 23 Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften angehören, sind unter anderem Äußerungen des IRH-Vorsitzenden Ramazan Kuruyüz. Kuruyüz hatte die israelische Regierung wegen ihres militärischen Vorgehens im Gazastreifen auf seiner Facebook-Seite scharf angegriffen und ihr dabei „Staatsterrorismus“ vorgeworfen. „Israel kennt kein Recht. Israel kennt nur Gewalt, Macht und Töten von unschuldigen und waffenlosen Menschen“, hatte Kuruyüz geschrieben.

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Nahost-Konflikt: Was man von Monty Python über Gaza lernen kann

Wenn man verstehen will, was derzeit in Gaza passiert, muss man zwei Filme gesehen haben: „Die Ritter der Kokosnuss“ von Monty Python und „Der Untergang“ von Oliver Hirschbiegel und Bernd Eichinger.

Von Henryk M. Broder, Norbert JessenDIE WELT

Es ist ein Kampf ohne Anfang, den der Schwarze Ritter ficht. Er schlägt in Monty Pythons „Rittern der Kokosnuss“ gerade den Grünen Ritter tot, als König Artus auf ihn trifft. Nicht zwischen Euphrat, Jordan und Nil, sondern in Britanniens grünen Nebelwäldern. „Ich bin beeindruckt“, sagt der König und will den Schwarzen Ritter in seine Runde aufnehmen. Doch der schweigt.

Ob wort- oder sprachlos, ist da noch unklar, auf jeden Fall zeigt er sich als nicht verhandlungsfähig. Was wiederum den König nur leicht aus der Fassung bringt; rechtschaffen will er weiterziehen. Doch der Schwarze Ritter versperrt ihm den Weg und wird sogar redselig: „An mir kommt keiner vorbei!“

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Initiative verlangt unabhängige Militärseelsorge

Gott_mit_uns_1WKEin internationales Netzwerk will die Zusammenarbeit der Kirchen mit dem Militär beenden.

evangelisch.de

Stattdessen solle es ein auf den Frieden verpflichtetes, unabhängiges Seelsorgeangebot für Soldaten geben, sagte Rainer Schmid, Gründungsmitglied des „Weltweiten ökumenischen Netzwerks zur Abschaffung der Militärseelsorge“, am Montag in Aalen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Initiative wurde bei der 100-Jahr-Feier des Internationalen Versöhnungsbundes am Wochenende in Konstanz ins Leben gerufen.

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BRD: Land der religiösen Vielfalt

Die Kirchen stehen in der Gesellschaft vor gravierenden Veränderungen und müssen darauf reagieren
Foto: © nm737 – Fotolia.com
Die Kirchen stehen vor einem Umbruch, den sie teils mitverantworten und dem sie doch ausgeliefert sind. Für den Göttinger Jura-Professor Hans Michael Heinig müssen sie sich fragen, „welche Vorstellungen von öffentlicher Religion auch künftig in die Breite der Gesellschaft hinein“ vermittelbar sind. Dafür plädiert er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

pro Medienmagazin

Die Mitte Europas bezeichnet Heinig als längst gemäßigte religiöse Zone. Aktuell taucht der Islam mehr im öffentlichen Bewusstsein auf. Zudem träten orthodoxe Christentümer und fernöstliche Religionsformen hinzu: „Diese Langzeit-Entwicklung führt zum Verlust religionspolitischer Selbstverständlichkeiten.“ So werde die Praxis der wohlwollenden Kooperation zwischen Staat und Kirche von immer mehr Menschen in Frage gestellt. Um sich als Teil der öffentlichen Ordnung zu behaupten, müsse die Kirche „die Prägekraft des Christentums“ herausstellen.

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Neue Delfinart bestätigt alte Evolutionstheorie

Buckeldelfine wie dieser Chinesische weiße Delfin leben in Küstengewässern und müssen deshalb mit vielen Gefahren kämpfen Foto: picture alliance / Mary Evans Pi
Nun ist es offiziell – es gibt vier Buckeldelfin-Arten. Der Australische Buckeldelfin ist der neuste Zugang dieser Gattung. Seine Existenz zeigt zudem, wie geografische Grenzen die Tierwelt formen.

Von Pia HeinemannDIE WELT

Es hat lange gedauert: 17 Jahre lang haben internationale Walforscher daran gearbeitet, ein wenig Ordnung in eine Unterabteilung des Stammbaums der Meeressäuger zu bekommen. Sie haben alle verfügbaren historischen Daten analysiert, Beschreibungen und Genanalysen von Arten ausgewertet, um in der Gattung der Buckeldelfine aufzuräumen. Und nun ist es so weit: Sie präsentieren eine neue Art, den „Australischen Buckel-Delfin“. Thomas A. Jefferson und Howard C. Rosenbaum von der Wildlife Conservation Society berichten von der neuen Aufteilung der Arten im Magazin „Marine Mammal Science“.

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Religion – eine Gefahr für die Menschenrechte?

Die Menschenrechte sind derzeit weltweit besonders gefährdet, sagt Christoph Strässer (SPD), der Beauftragte für Menschenrechte bei der Bundesregierung. Er findet: Deutschland könnte mehr tun, um Verfolgten zu helfen.

pro Medienmagazin

Guru von Lonnerstadt muss ins Gefängnis

„Neue Gruppe der Weltdiener“ Bild: WDR
Der Sohn leidet an einer schweren Krankheit, doch einen Arzt und Medikamente verweigerten ihm seine Mutter und ihr Partner. Aus religiösen Gründen. Nun hat das Landgericht Nürnberg den Guru Lonnerstadt und die Frau wegen Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt.

Von Olaf PrzybillaSüddeutsche.de

Das Landgericht Nürnberg hat den sogenannten „Guru von Lonnerstadt“ und dessen Partnerin zu einer Freiheitsstrafe von jeweils drei Jahren verurteilt. Beide haben sich einer Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig gemacht, beide haben durch unterlassenes Handeln in Kauf genommen, dass ein 15 Jahre alter Jugendlicher in eine „potenziell lebensbedrohliche“ Lage geraten sei, urteilte das Gericht. Der 15-Jährige leidet an Mukoviszidose, nahm aber keine Medikamente mehr ein. „Wenn Sie sich nur rudimentär um Ihren Schutzbefohlenen gekümmert hätten, dann hätten Sie dessen Zustand bemerkt“, sagte der Vorsitzende Richter.

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The Evangelical Persecution Complex

Members of the First Assembly of God Church in Waco, Texas, reenact the crucifixion of Jesus. (Jason Reed/Reuters)
The theological and cultural roots of a damaging attitude in the Christian community

By Alan NobleThe Atlantic

Persecution has an allure for many evangelicals. In the Bible, Christians are promised by Saint Paul that they will suffer for Christ, if they love Him (Second Timothy 3:12). But especially in contemporary America, it is not clear what shape that suffering will take. Narratives of political, cultural, and theological oppression are popular in evangelical communities, but these are sometimes fiction or deeply exaggerated non-fiction—and only rarely accurate. This is problematic: If evangelicals want to have a persuasive voice in a pluralist society, a voice that can defend Christians from serious persecution, then we must be able to discern accurately when we are truly victims of oppression—and when this victimization is only imagined.

There are some understandable reasons for this exaggerated sense of persecution. Globally, Christians face incredible discrimination. In North Korea and many Muslim-governed countries, Christians risk imprisonment and death for their faith. The Christian community in Mosul, Iraq, was exiled, and many Christians are still persecuted by the ISIS, a jihadist group. Christians with a global perspective on their faith rightly identify themselves as part of a persecuted people in the 21st century.

In the United States, evangelical values have often been in tension with public policy and cultural mores, especially in the last several years; this includes recent debates over contraceptives coverage, abortion rights, and the rise of same-sex marriage. Some Christians anticipate major restrictions to religious liberty in the future as a result of these tensions, a concern that is not unfounded. But in anticipating such restrictions, it is easy to imagine, wrongly, that they are already here.

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