NDR wehrt sich gegen evangelikalen Shitstorm—Scientology-Methodik

Bild: ARD
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Einseitig, respektlos gegenüber Christen, unsauber recherchiert: So kritisiert das evangelikale Lager die NDR-Dokumentation „Mission unter falscher Flagge“. Die Redaktion wehrt sich öffentlich.

Von Christiane FlorinZEIT ONLINE

Vor der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle fiebern blondbezopfte Mädchen und Jungs mit sauberem Haarschnitt dem Retter entgegen. „Jesus ist der beste Freund und die Lösung für alles“, sagt das Mädchen ins Mikrofon des NDR. „Wenn man das Herz von Gott kennenlernt und realisiert, dass er so gute Absichten für jeden Einzelnen hat, dann kann man fast nicht anders, als das weiterzugeben“, sagt der Junge. Die beiden gehören zu jener begehrten Spezies, die auf Kirchenbänken selten zu sehen ist, aber in Predigttexten umso häufiger auftaucht: „junge Menschen“. Sie sind zur Holy Spirit Night gekommen, organisiert wird die Niederkunft des Heiligen Geistes vom evangelikalen Prediger Peter Wenz (siehe Christ & Welt Ausgabe 49/2012). Später in der Halle werden die Jugendlichen „Amen!“ schreien, wenn der Mann im Scheinwerferlicht es ihnen befiehlt. „Ab heute Abend bin ich Christ und folge dir nach für den Rest meines Lebens“, rappt ein Sänger.“Amen!“, keucht das Publikum. Die Grenzen zwischen Rapper, Retter und Rattenfänger sind so wabernd wie der Kunstnebel über der Bühne.

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Posse: Ex-Katholikin darf auf jüdischem Friedhof beerdigt werden

Die jüdische Kultus-Gemeinde muss auf ihrem Friedhof an der Schulzstraße eine Nicht-Jüdin beerdigen lassen, obwohl sie dies seit über drei Jahren energisch verweigert hat.Foto: Kerstin Konoska
Eine Ex-Katholikin darf neben ihrem Ehemann auf dem jüdischen Friedhof beerdigt werden. Dies haben jetzt Richter entschieden, nachdem sich die jüdische Kultus-Gemeinde mehr als drei Jahre energisch geweigert hatte. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich ein alter Vertrag.

Von Franz WilmsenDER WESTEN

Die jüdische Kultus-Gemeinde muss auf ihrem Friedhof an der Schulzstraße eine Nicht-Jüdin beerdigen lassen, obwohl sie dies seit über drei Jahren energisch verweigert hat. Dieses Urteil fällte am Freitag das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Wird die Entscheidung rechtskräftig, findet Hildegard Schwarz nach langem Kampf ihrer Stiefkinder Rafaela und Michael endgültig ihre ewige Ruhestätte neben ihrem Mann Josef, mit dem sie 38 Jahre verheiratet war.

Schon mehr als 25 Jahre vor dem Tod des Ehemanns im Jahr 1996 beschäftigte die Eheleute sehr die Frage, wo sie denn gemeinsam nebeneinander bestattet werden könnten. Es gab da nämlich ein großes Problem: Josef Schwarz war Jude, seine Frau Hildegard war eine aus ihrer Kirche ausgetretene Katholikin, aber eben nicht zum Judentum konvertiert. Und Nichtjuden dürfen nach den religiösen Grundsätzen der Juden nicht auf jüdischen Friedhöfen bestattet werden. Schon gar nicht in einer Grabstelle mit einem Juden oder einer Jüdin. Selbst wenn sie Ehepartner waren.

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Forget Transformers, This Is The Film We Want About Transforming Robots

Image. io9
In this mesmerizing short film, a mysterious robotic device lands on a barren planet in order to radically alter the landscape. But along the way, the robot must change itself, transforming at each stage of its task.

By Lauren Davisio9

Richard Mans directed and animated the stunning Abiogenesis, imagining how robots might speed along the process of life on other planets and giving us plenty of mechanical eye candy in the process.

Gottes-Trolle: Bischöfe im Social Web

Themenbild
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Über 15 Millionen Menschen verfolgen weltweit, was Papst Franziskus so twittert. Dem Vorbild des @Pontifex folgen in Deutschland aber nur wenige leitende Geistliche: Accounts von Bischöfen in sozialen Netzwerken sind rar.

Von Dominik Speckevangelisch.de

Die Kirche ist bei der Verkündung des Evangeliums auf neue Medien angewiesen: Diesen Satz würden wohl die meisten deutschen Bischöfe unterschreiben. Selbst wagen sich jedoch nur vereinzelt leitende Geistliche, gleich welcher Konfession, auf Facebook oder Twitter.

„Spirituelle Impulse geben geht auf 140 Twitter-Anschlägen ganz gut“

Einer der wenigen ist der katholische Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick. „Spirituelle Impulse geben geht auf 140 Twitter-Anschlägen ganz gut“, sagt er. Vor zweieinhalb Jahren hat der heute 64-Jährige mit dem Zwitschern und Posten begonnen. Damals entschied sich auch Papst Benedikt XVI., als @Pontifex zu twittern. Sein Nachfolger Franziskus übernahm den Account und bringt es inzwischen auf mehr als 15 Millionen Follower. „Wenn wir alles einsetzen müssen, um Gottes gute Botschaft zu den Menschen zu bringen, dann müssen wir auch in den sozialen Netzwerken aktiv sein“, unterstreicht Schick.

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franz_twitter

Australischer Kurienkardinal bringt Missbrauchsopfer gegen sich auf

missbrauch_katholPell vergleicht katholische Weltkirche mit Speditionsunternehmen

DIE WELT

Mit einem Vergleich zwischen der katholischen Weltkirche und einem Speditionsunternehmen hat der australische Kurienkardinal George Pell den Zorn von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche auf sich gezogen. Äußerungen Pells zur Verantwortung des Vatikans für solche Übergriffe seien „empörend“, kritisierten Opferorganisationen am Freitag. Der Chef des neu gegründeten vatikanischen Finanzministeriums und frühere Erzbischof von Melbourne und Sydney hatte am Vortag gesagt, der Vatikan sei für Verfehlungen von Priestern rechtlich ebensowenig verantwortlich zu machen wie Unternehmen für Vergehen von Mitarbeitern.

Sam Harris—WAKING UP: Chapter One

Image. Sam Harris

I once participated in a twenty-three-day wilderness program in the mountains of Colorado. If the purpose of this course was to expose students to dangerous lightning and half the world’s mosquitoes, it was fulfilled on the first day. What was in essence a forced march through hundreds of miles of backcountry culminated in a ritual known as “the solo,” where we were finally permitted to rest—alone, on the outskirts of a gorgeous alpine lake—for three days of fasting and contemplation.

By Sam Harris

I had just turned sixteen, and this was my first taste of true solitude since exiting my mother’s womb. It proved a sufficient provocation. After a long nap and a glance at the icy waters of the lake, the promising young man I imagined myself to be was quickly cut down by loneliness and boredom. I filled the pages of my journal not with the insights of a budding naturalist, philosopher, or mystic but with a list of the foods on which I intended to gorge myself the instant I returned to civilization. Judging from the state of my consciousness at the time, millions of years of hominid evolution had produced nothing more transcendent than a craving for a cheeseburger and a chocolate milkshake.

I found the experience of sitting undisturbed for three days amid pristine breezes and starlight, with nothing to do but contemplate the mystery of my existence, to be a source of perfect misery—for which I could see not so much as a glimmer of my own contribution. My letters home, in their plaintiveness and self-pity, rivaled any written at Shiloh or Gallipoli.

So I was more than a little surprised when several members of our party, most of whom were a decade older than I, described their days and nights of solitude in positive, even transformational terms. I simply didn’t know what to make of their claims to happiness. How could someone’s happiness increase when all the material sources of pleasure and distraction had been removed? At that age, the nature of my own mind did not interest me—only my life did. And I was utterly oblivious to how different life would be if the quality of my mind were to change.

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Käßmanns Pazifismus weckt Unmut bei Protestanten

Margot-KässmannDem Wunsch der Ex-Bischöfin nach Abschaffung der Bundeswehr widerspricht ihr Amtsvorgänger Wolfgang Huber: Deutschland sei nicht Costa Rica. Den IS-Terror im Nordirak könne nur Gegengewalt stoppen.

Von Matthias KamannDIE WELT

Soll sich Deutschland ein Beispiel an Costa Rica nehmen? Ja, meint Margot Käßmann: „Ich fände es gut, wenn die Bundesrepublik auf eine Armee verzichten könnte wie etwa Costa Rica“, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unlängst im „Spiegel“. Damit bestätigte Käßmann manches Vorurteil über evangelischen Pazifismus.

Aber jetzt widerspricht ein anderer prominenter Protestant, Wolfgang Huber. Er war von 2003 bis 2009 EKD-Ratsvorsitzender und damit Käßmanns direkter Amtsvorgänger: „Es hilft nichts, uns vorzustellen, wir wären ein Land wie Costa Rica. Wir sind ein anderes Land“, sagte Huber der „Welt“.

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Religiotie: ‚Geschmacklos und pervers’ – scharfe Kritik an Richard Dawkins

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom als ‚moralische Pflicht’ bezeichnet. Behindertenverbände und Lebensschützer lassen kein gutes Haar an dieser Aussage – Mit der Stellungnahme von 1000plus

kath.net

Vertreter von Behindertenverbänden und Lebensschützer haben Richard Dawkins scharf kritisiert. Der britische Evolutionsbiologe hatte behauptet, Eltern hätten die moralische Verantwortung, Babys mit Down-Syndrom abtreiben zu lassen.

Das wichtigste Ziel sei es, „Leiden zu vermeiden, wo immer es möglich ist“, ließ Dawkins über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ verlauten. Eltern, deren ungeborene Kinder mit Down-Syndrom diagnostiziert würden, sollten diese daher abtreiben lassen. Eine andere Entscheidung sei, schrieb Dawkins wörtlich, „unmoralisch“.

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Die Apokalypse des irakischen Christentums

Offenbarung Johannes. Bild: zeno.org
Christen und andere „Ungläubige“ zu vernichten ist das erklärte Ziel islamistischer Extremisten im Irak. Eine der ältesten christlichen Kulturen der Welt steht vor dem Aus. Eine Analyse

von Johannes Gerloffpro Medienmagazin

Die Bilder sind grauenhaft. Aneinander gekettete Frauen werden reihenweise als Sex-Sklaven feilgeboten. Männer müssen sich in Massengräber legen, wo sie durch Kopfschüsse getötet werden. Kreuze, an denen blutüberströmte menschliche Körper hängen. Nicht nur Soldaten, sondern auch Kleinkinder werden enthauptet, die abgeschnittenen Köpfe auf Pfählen zur Schau gestellt – was die Täter dann fotografieren und stolz im Internet veröffentlichen.

Begleitet werden die Bilder von Schreckensgeschichten, die kaum unabhängig überprüft werden können. Aber sie haben Wirkung: Tausende orientalische Christen sind auf der Flucht. In der Mitte des zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert steht eine der ältesten christlichen Kulturen weltweit vor dem Aus.

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Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt

We-Want-Islam
Der Islam kennt die Reformation nicht, er hat den schmerzhaften Kampf zwischen Philosophie, Wissenschaft und Kirche nicht durchgemacht
Der Islam gehört nicht zu Europa. Die Freiheit, Kern der europäischen Aufklärung, ist ihm fremd – er hat die Moderne seit der Renaissance verpasst.

Von Josef LudinDIE WELT

Jeder Mensch, unabhängig davon, welcher Rasse oder Religion er angehört, kann sich als Individuum in Europa heimisch fühlen, vorausgesetzt, er akzeptiert und integriert die wesentlichen Werte der europäischen Zivilisation. Sie wurden über Jahrhunderte in schweren Kämpfen zwischen Staat und Religion, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Glauben erstritten.

Der Kern der europäischen Aufklärung ist die Freiheit des Individuums. Diese Freiheit ist das höchste der Güter, sie geht einher mit der Freiheit, Überliefertes infrage zu stellen, ein anderes Leben als das vom Kollektiv vorgeschriebene zu wählen. Diese Freiheit wurde oft mit dem Leben bezahlt.

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Marine Plankton Found On Surface Of International Space Station

Photo credit: NASA
Scientists examining samples taken from the exterior of the International Space Station (ISS) have made a rather unexpected discovery- traces of marine plankton and other microbes growing on the surface of the illuminators. What’s more, it seems they could have been living there for years.

By Justine AlfordIFLScience!

The intriguing discovery was made after ISS cosmonauts took surface samples during a routine spacewalk around the satellite. The samples were later analyzed by high-precision equipment as part of a so-called “Test” experiment, ITAR-TASS revealed. Scientists were then able to confirm that these organisms are capable of living in space despite the hostile conditions experienced. Furthermore, some of the studies demonstrated that the organisms could even develop in the vacuum of space.

“Results of the experiment are absolutely unique,” chief of the Russian ISS orbital mission Vladimir Solovyev told ITAR-TASS. He believes that further study is warranted, but admits he is puzzled as to how the organisms arrived on the ISS surface as they’re not native to the launch site.

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Die Suche nach der Heiligen Vorhaut(Sanctum Praeputium)

Bild: arte/BB
Bild: arte/BB
Fast 2.000 Jahre lang war die Vorhaut von Jesus Christus die heiligste Reliquie der katholischen Kirche, das einzige Stück vom Fleische Jesu, das auf der Erde verblieben ist, nachdem er gen Himmel gefahren war. Das Sanctum Praeputium, ein Teil des Göttlichen! Doch dann passierte es: Zu Neujahr 1983 musste ein Pater den Pilgern verkünden, dass ihre geliebte Reliquie gestohlen wurde.

arte.tv

Sie ist die heiligste und die sonderbarste Reliquie des Christentums: Die Heilige Vorhaut Christi. Das kleine Hautstück reiste seit der Beschneidung des Jesuskindes quer durch die Jahrhunderte, bis es durch Kriegswirren und Zufälle im 16. Jahrhundert ins italienische Dorf Calcata gelangte. Gläubige aus ganz Europa pilgerten seitdem dorthin, um den letzten auf Erden verbliebenen Teil von Gottes Sohn anzubeten.

Bis zu jenem Neujahrstag 1983, an dem die Reliquie unter mysteriösen Umständen verschwindet. Sind gotteslästernde Diebe die Täter, wie Pater Don Dario seine Gemeinde glauben machen will? Oder hat die Kirche, die mit dem Kult um die Vorhaut nie wirklich glücklich war, selbst die Hände im Spiel?

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Three Myths About the Brain

Bild: BB
Bild: BB
IN the early 19th century, a French neurophysiologist named Pierre Flourens conducted a series of innovative experiments. He successively removed larger and larger portions of brain tissue from a range of animals, including pigeons, chickens and frogs, and observed how their behavior was affected.

By GREGORY HICKOKThe New York Times

His findings were clear and reasonably consistent. “One can remove,” he wrote in 1824, “from the front, or the back, or the top or the side, a certain portion of the cerebral lobes, without destroying their function.” For mental faculties to work properly, it seemed, just a “small part of the lobe” sufficed.

Thus the foundation was laid for a popular myth: that we use only a small portion — 10 percent is the figure most often cited — of our brain. An early incarnation of the idea can be found in the work of another 19th-century scientist, Charles-Édouard Brown-Séquard, who in 1876 wrote of the powers of the human brain that “very few people develop very much, and perhaps nobody quite fully.”

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Dschihadisten enthaupten Foley: Alarmierte Briten

Alarm an der Downing Street: Premierminister David Cameron will den Kampf gegen die britischen Dschihadisten verschärfen ©AFP
Die Briten sind schockiert. Ein Landsmann hat den amerikanischen Journalisten James Foley exekutiert. Premierminister Cameron fürchtet, dass hunderte Dschihadisten mit britischem Pass in die Heimat zurückkehren könnten.

Von Jochen BuchsteinerFrankfurter Allgemeine

Der Mörder im schwarzen Umhang soll aus London kommen, als „John“ bekannt sein und mit zwei Freunden eine so englisch aussehende Terrorzelle gegründet haben, dass sie unter dunkelhäutigeren Gesinnungsgenossen „die Beatles“ heißen. Noch sind dies Zeitungsrecherchen und keine offiziellen Angaben. Aber die Briten machen sich langsam mit dem Gedanken vertraut, dass die bestialische Exekution des amerikanischen Journalisten James Foley von jemandem aus ihrer Mitte vorgenommen wurde. Der Londoner Akzent des Mörders lässt dies selbst für Premierminister David Cameron „immer wahrscheinlicher“ werden.

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Westboro Baptist Church Says It’s Going To Iraq To Protest ISIS

Image via Twitter
Westboro Baptist Church, the hate group that masquerades as a religious organization, is known for their publicity stunts, but they may have bit off more than they can chew with this one. After a comedian offered to pay for them to fly to Iraq so they can protest real Christian persecution at the hands of Islamic militants, the group tweeted that they have accepted his offer. They want to take their picket signs and head over to a country currently occupied by a group that beheads Christian children without hesitation – this ought to go well.

By Jameson ParkerAddicting Info

To bring you up to speed: Last week, British comedian Adam Hills gave an brilliant, hilarious proposal to the WBC after learned that they planned to – surprise, surprise – picket Robin Williams’ funeral. On his show, The Last Leg, Hills pointed out that the infamous “God Hates Fags” group is quick to march around with signs protesting American hedonism, but don’t have the courage to protest the daily persecution Christians in Iraq are facing at the hands of “the people threatening to behead Christians if they don’t convert.”

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