Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Staatsleistungen an die Kirchen
[…]Die Kirchen haben nach Angaben der Humanistischen Union seit 1945 in Deutschland Staatsleistungen in Höhe von insgesamt rund 14 Milliarden Euro erhalten. Die evangelischen Kirchen haben laut der Untersuchung der Humanistischen Union, die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vorliegt, 7,5 Milliarden Euro erhalten, die katholische Kirche 6,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 seien 460 Millionen Euro gezahlt worden.
Die DDR zahlte nach Angaben der Humanistischen Union in den 40 Jahren ihres Bestehens insgesamt etwa 630 Millionen DDR-Mark an die Kirchen. Aufgrund der heterogenen Strukturen in Kirchen und Ländern war es bisher kaum möglich, einen Überblick über die bisher gezahlten Staatskirchenleistungen zu erhalten[…]

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Evangelikale Saddleback-Gemeinde verbietet ihren Mitarbeitern bestimmten Umgang mit dem „anderen Geschlecht“

Quelle: schilderfabrik-bohn.de

Zehn Gebote für den Umgang mit dem anderen Geschlecht
Evangelische US-Großgemeinde gibt Dienstvorschrift für Mitarbeiter heraus

Kath.net

Lake Forest (kath.net/idea) Um Anfechtungen durch das „andere Geschlecht“ aus dem Weg zu gehen, hat eine US-amerikanische Großgemeinde „Zehn Gebote“ erlassen. Die Dienstvorschrift richtet sich nach Angaben des Informationsdienstes Assist an Mitarbeiter der rund 22.000 Mitglieder zählenden Saddleback-Gemeinde von Pastor Rick Warren in Lake Forest (Bundesstaat Kalifornien).

Die ersten drei Gebote betreffen Ledige. 1. „Du sollst nicht allein mit Angehörigen des anderen Geschlechts essen gehen.“ 2. „Du sollst nicht allein mit Angehörigen des anderen Geschlechts im Auto fahren.“ 3. „Du sollst Angehörige des anderen Geschlechts nicht küssen oder andere Zärtlichkeiten austauschen.“
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SPD: Inquisitor Thierse bestimmt, basta

Christen und Laizisten in der SPD
Über eine Neubestimmung des Verhältnisses der Partei zu Religionsgemeinschaften
Während die CDU das Christliche im Namen trägt, hat die SPD eher kirchenferne Wurzeln. In letzter Zeit fordern Laizisten aus den Reihen der Partei eine Neubestimmung des Verhältnisses von Staat und Religionsgemeinschaften – auch Mitglieder des „Arbeitskreises Christinnen und Christen bei der SPD“.

Von Thomas KlattDeutschlandradio Kultur

Die kirchenfeindliche Gründungszeit der SPD ist spätestens seit dem Godesberger Programm von 1959 vorbei – das findet zumindest der bekennende Katholik und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse auch richtig so. Dass sich im vergangenen Jahr Laizisten innerhalb der Partei deutlich zu Wort gemeldet haben, sieht er mit großen Bedenken:

Thierse: „Ich halte das für einen Rückschritt ins 19. Jahrhundert, in eine Zeit, als die SPD aus historisch sehr verständlichen Gründen antikirchlich eingestellt war, weil sie die Kirche als Teil der Macht, der Herrschaft angesehen hat. Aber wir sind jetzt in anderen Verhältnissen.“

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Jugend braucht (Glaubens)Fundamente

Nikolaus Schneider (re.) führt neuen CVJM-Generalsekretär Roland Werner (li.) in sein Amt ein. Foto: Andre Zelck / privat

In einer Zeit weltweiter Umbrüche muss es das Ziel evangelischer Jugendarbeit sein, dass junge Menschen „ein Fundament für ihr Leben durch das gegenwärtige Wirken des Herrn der Kirche bekommen“.

idea.de

Deshalb sei es wichtig, dass die Kirche und der unabhängige CVJM stärker zusammenarbeiten, sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), am 16. April vor Journalisten in Kassel. Er führte dort den neuen Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbands, Roland Werner (Marburg), in sein Amt ein. In Kassel befindet sich die deutsche Zentrale des CVJM, der 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer zählt. Weltweit ist er mit 45 Millionen Mitgliedern die größte überkonfessionelle Jugendorganisation. Der EKD-Ratsvorsitzende äußerte sich erfreut darüber, dass man ihn um die Amtseinführung Werners gebeten habe. Dies bedeute auch, dass man „geistliche Verantwortung füreinander“ übernehme. In vielen Kirchengemeinden gehöre der CVJM zur Basis der Jugendarbeit.

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Jesus Disneyland

Quelle: n-tv

Das alte Jerusalem der Bibel findet man heute am Rande der Millionen-Metropole Buenos Aires. Der religiöse Themenpark „Tierra Santa“ ist so etwas wie ein „Disneyland“ für Gläubige. Zu Ostern ist Hochbetrieb.

n-tv

Vor dem Eingang zum „Heiligen Land“ in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires werden die Besucher von einem römischen Statthalter in Plastik-Rüstung, einer Frau mit Schleier und einem Esel aus Gips begrüßt. Oben drüber ziehen Passagierjets im Tiefflug hinweg, denn der Park liegt in der Einflugschneise zum Inlandsflughafen.

Zwischen den historischen Figuren wartet an diesem Nachmittag eine Gruppe von ungefähr 30 Menschen. Ein Mann erhebt sein Megafon und stimmt scheppernd ein Kirchenlied an, die Gruppe singt mit. Es sind Mitglieder der Gemeinde Parroquia Cristo Rey aus Buenos Aires. Die 19-jährige Ayelén Palacio gehört zu ihnen, sie erzählt: „Mit dem Besuch des Parks bereiten wir uns auf Ostern vor.“

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Vom Tod des kuhäugigen Manga-Jesus

No Easter This Year, They´ve found the Body

Schön wärs. Würde es doch behilflich sein und das Halleluja-Geschrei der kommenden Woche zum verstummen bringen. Den Ungläubigen bleibt das aber nicht erspart. Jesus, wenn er denn überhaupt als historische Figur gelebt hat, stirbt immer schöner und blutiger. Der angebliche Sohn eines angeblichen Gottes stirbt für die Sünden der Menschheit, es geht eben immer noch etwas dümmer.

Fundamentale Christen, die sich in einem Verein „Campus für Christus“ organisiert haben, bringen nun eine besonders blutige und brutale Fassung der Kreuzigung des göttlichen Bastards in die Medien. Der Zuschauer sieht die Auspeitschung des Gottessohnes mit den Augen eines verurteilten Diebes und Mörders. Genussvoll lässt der Henker die Peitsche auf dem Rücken des Deliquienten tanzen, blutige Striemen hinterlassend. Dann gibt es den Querbalken zum tragen und ab geht es auf den Todesacker. Hier wird nun das Einschlagen der Nägel in Hände und Beine detailliert gezeigt und wieder spritzt und fließt digitales Blut.

Gedacht ist der Clip für das junge Publikum, dem man einen neuen medialen Zugang zum Evangelium bereiten will. Für den Kurzfilm konnte man den japanischen Anime-Produzenten „STUDIO4°C“ aus Tokio gewinnen. Die Wirklichkeit der Kreuzigung, die Leiden und Qualen Jesus sollen anschaulich und plastisch dargestellt werden.

Werden solche Szenen in bekannten Ego-Shootern gezeigt ist das Geschrei groß, sinken der Hemmschwelle, Retardierung der Moral, Töten als verpixelte Lust, Amokläufe an Schulen. Das Geblöke all jener Pädagogen, Medienwissenschaftler, Soziologen, die aus Mausschubsern Killermaschinen machen, habe ich noch in den Ohren.

Im Sterben des Gottessohnes liegen aber die höheren Weihen, hier sollen Menschen, insbesondere Jugendliche durch Wort und TAT für ein Leben mit Gott gewonnen werden, so jedenfalls der missionarische Anspruch des Vereins „Campus für Christus.“ Ich vermisse das Geschrei und Geheule all jener Gutmenschen, die gleich alle Computerspiele verbieten wollen, aber in ihrer religiösen Bigotterie solchen Christen-Dreck gutheißen.