Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Der Traum aller Gottes-Kirchen-Macht-Apologeten
[…]Warschau (kath.net/KAP) Erfolg für Abtreibungsgegner in Polen: Fast eine halbe Million Bürger haben ein Volksbegehren für ein totales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen unterschrieben. Das Bürgerkomitee „Wähle das Leben“ übergab die Unterschriften am Donnerstag in Warschau dem Parlamentsbüro. Die Abgeordneten müssen nun über das eingereichte Gesetz abstimmen. Die Zahl der Unterstützer ist etwa fünfmal so hoch wie für einen solchen Antrag an das Parlament erforderlich. Ziel des Volksbegehrens ist, dass Schwangerschaftsabbrüche künftig auch bei schweren Missbildungen des Fötus, nach einer Vergewaltigung und bei Gefahren für Gesundheit oder Leben der Mutter verboten sind. Die Zahl der Abtreibungen lag in Polen nach offiziellen Statistiken zuletzt bei etwa 500 im Jahr. In fast allen Fällen lag demnach eine schwere Missbildung des Fötus vor. An der Unterschriftensammlung für das totale Verbot beteiligten sich auch katholische Laienorganisationen[…]

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Abtreibungsgegner heute radikaler denn je – die „Gehsteigschwalben“ und ihr Schikane

Quelle: hpd.de

Comeback der Abtreibungsgegner – Wie Frauen in Not drangsaliert werden Sie nennen sich Lebensschützer und sollen Frauen als Mörderinnen beschimpft haben, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Seit Jahren schikanieren sie einen Münchner Frauenarzt und bedrängen Frauen in Notlagen mit Bildern abgetriebener Föten. Nach langer Untätigkeit will die Stadt München diese Vorgänge unterbinden – allerdings erst, nachdem KONTRASTE die Behörden aufschreckte.

Von Ursel Sieber und Tom FugmannRBB online/KONTRASTE

Das haben wir nicht für möglich gehalten: Im Jahr 2011, lange nach der Debatte um den Paragrafen 218, sind in Deutschland die Abtreibungsgegner wieder da. Und ihre Radikalität im Auftreten nimmt zu. So wie hier, bei diesem bizarren Spektakel am 14. März in Münster. Abtreibungsgegner versammeln sich zu einem sogenannten Gebetszug für das Leben. Die weißen Kreuze, die sie mit sich führen, sollen „abgetriebene Kinder“ symbolisieren. Sie schrecken auch vor absurden historischen Vergleichen nicht zurück.

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Islamisierung: Unbegründete Angst

Islamwissenschaftler Prof. Mathias Rohe

Der Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe spricht im Interview über die gemeinsamen Schnittpunkte und Konfliktpunkte des Islam mit der Geschichte Europas, sein Verständnis für die Äußerung von Innenminister Friedrich, der Islam gehöre nicht zu Deutschland sowie sein Plädoyer für eine härtere Hand im Jugendstrafrecht.

Von Felix KubachDeutsch Türkische Nachrichten

Mathias Rohe ist überzeugt, dass Deutschland sich noch viel von anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien abschauen kann. “Die sind näher dran”, meint Rohe und bezieht sich damit beispielsweise auf die seiner Meinung nach insgesamt bessere mediale Berichterstattung über Themen der islamischen Welt.

Dass jedoch auch die Migranten selbst  zum Teil große Schwierigkeiten hätten, “sich in der hochkomplexen deutschen Zivilgesellschaft Gehör zu verschaffen”, betont er auch. Als Grund führt er das zum Teil niedrige Bildungsniveau der Einwanderer an. Die Kirchen in Deutschland sieht Rohe eher als Verbündete denn als Nutznießer der zum Teil antiislamischen Stimmungsmache. Er erklärt: “Ich glaube, dass die Kirchen sehr wohl verstanden haben, dass der Umgang mit dem Islam in Deutschland auch für ihre eigene Zukunft nicht unbedeutend ist.” Der Austausch zwischen Juden und Muslimen leidet aus seiner Sicht sehr stark unter dem Nahost-Konflikt. Lesen Sie hier das komplette Interview.

Deutsch Türkische Nachrichten: Können Sie uns einen Aufriss in Stichpunkten geben – wo der Islam in Deutschland in der Geschichte eine Rolle gespielt hat?

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Der (Christen-)Bundestag und die Moral einer Zelle

Quelle: welt.de

Bundestagsdebatte: Führt PID zu einem Dammbruch?
Parlament berät über Gentests an künstlich erzeugten Embryonen

Kath.net

Berlin (kath.net/idea) Sollen Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib strikt verboten werden oder sollen Ausnahmen möglich sein? Über dieses als Präimplantationsdiagnostik (PID) bezeichnete Verfahren beriet der Bundestag in erster Lesung am 14. April in Berlin. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im Juli 2010 das bis dahin geltende Verbot der PID aufgehoben und sie in bestimmten Fällen für zulässig erklärt. Daher muss das Embryonenschutzgesetz überarbeitet werden. Mit der PID werden künstlich befruchtete Eizellen vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf mögliche genetische Defekte untersucht und gegebenenfalls vernichtet. Kritiker sehen darin eine Selektion sogenannten „unwerten Lebens“.

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New York Times: As evil as the pope?

Die brutale Kampagne gegen Papst Benedikt XVI, angeführt von der New York Times, zielt darauf ab, seine moralische Autorität und die der katholischen Kirche zu treffen… mit Blick auf einen möglichen Krieg gegen den Iran und den Staatsbankrott der USA?

Von Maurizio d’OrlandoKatholisches Magazin

Pädophilie ist ein schwerwiegender Skandal. Wenn sie zudem katholische Priester betrifft, ist der Skandal noch schwerwiegender. Vor allem für katholische Gläubige verursacht dieser Skandal einen Schmerz wie kaum etwas anderes. Er hat allerdings auch etwas Gutes an sich, er bringt die Skandale ans Tageslicht und erlaubt es, den Sumpf trockenzulegen.

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Geistliche Unterschiede: Dialog – Debatte

Quelle: http://www.welt.de

„Gerade in der Praxis der Liturgie wurde das Zweite Vatikanum oft gründlich missverstanden“ – Kath.Net-Interview mit Bischof Gregor Maria Hanke über den „Dialogprozess“, Liturgie, Summorum Pontificum und den Papstbesuch in Deutschland

kath.net

Kath.Net: Nicht wenige Katholiken in Deutschland haben derzeit Fragen zum „Dialogprozess“ der Bischöfe: Was heißt in diesem Zusammenhang „Dialog“? Wie kann dafür gesorgt werden, dass nicht nur die üblichen organisierten Laienverbände tragendes Element dieses „Dialogprozesses“ sind, sondern vor allem auch denen Stimme gewährt, wird, die sich jenseits eines Establishments bewegen?

Bischof Hanke: Der Begriff Dialogprozess wurde und wird nicht selten als eine innerkirchlich breite und ergebnisoffene Debatte verstanden, an deren Ende Veränderungen kirchlicher Strukturen und lehramtlicher Positionen sein soll. Es geht nicht wenigen, die auf einen solchen Prozess setzen, um eine sogenannte „Modernisierung“ der Kirche, die nicht zuletzt wegen der Missbrauchsfälle und die zahlreichen Kirchenaustritte des zurückliegenden Jahres erforderlich zu sein scheint.

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Robert Zollitsch: Pränatale Gynäkologen-Genetiker Hebamme

Robert Zollitsch berichtete von regelmäßigen Gesprächen der Deutschen Bischofskonferenz mit der Bundesärztekammer. Im Mai ist ein weiteres Gespräch geplant. Fotos: Ropi

Interview Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz „Mit Präimplantationsdiagnostik würde eine Grenze überschritten“

Von Gisela Klinkhammer und Norbert Jachertz Deutsches Ärzteblatt

Herr Erzbischof, die katholische Kirche und auch Sie selbst wenden sich strikt gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik. Warum?

Zollitsch: Für die katholische Kirche ist es klar, dass das menschliche Leben mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle beginnt. Wenn ich jetzt anfange, selbst zu entscheiden, welche Embryonen eingepflanzt werden und weiterleben dürfen und welche nicht, mache ich mich zum Herrn über Leben und Tod, denn ich entscheide, wer leben und wer nicht leben darf. Jedes menschliche Leben ist von Gott geschaffen und schützenswert. Auch behinderte Menschen haben ein uneingeschränktes Recht auf Leben. PID wäre ein Dammbruch, weil die Menschen selbst bestimmen würden, was lebenswert und was nicht lebenswert ist. Damit dürfen wir gar nicht erst anfangen. Jedem Menschen ist von Beginn seines Lebens an von Gott dieselbe Würde geschenkt. Diese dürfen wir als Menschen nicht übertreten.

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