Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Atheistenverband kritisiert Anklage gegen Blogger
[…]Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich gegen die Anklage eines Bloggers nach Paragraph 166 StGB wegen Äußerungen über die Römisch-Katholische Kirche. „Auch zugespitzt formulierte Kritik an Institutionen muss in einer Demokratie hingenommen werden“, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. „Ein Schutz gegen als überzogen oder verletzend empfundene Kritik steht nur Privatpersonen zu. Der besondere Schutz von Religionsgemeinschaften durch den § 166 StGB stellt eine vordemokratische Privilegierung dar. Der § 166 schränkt die Meinungsäußerung und den gesellschaftlichen Diskurs unzulässig ein. Er darf daher nicht länger angewendet, sondern muss abgeschafft werden.“ Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Berlin erhob Anklage gegen den Blogger Jörg Kantel. Dieser hatte in seinem Blog im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche den Begriff „Kinderficker-Sekte“ benutzt.[…]

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Nazis aus Zwickau planten auch Mordanschläge auf Politiker

Quelle: haz.de

Neonazis sollen Politiker-Morde erwogen haben
„Ich bin regelrecht geschockt“: 88 Namen finden sich auf einer Liste, die die mutmaßlichen rechtsextremen Mörder aus Zwickau angefertigt haben. Aufgezählt werden Vertreter türkischer und islamischer Organisationen – sowie die Bundestagsabgeordneten Montag von den Grünen und Uhl von der CSU.

Von Oliver Das GuptaSüddeutsche.de

Die mutmaßlichen rechtextremen Terroristen aus Zwickau haben wohl auch Mordanschläge auf Politiker geplant. Die Ermittler fanden eine Liste der Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), von der vermutet wird, dass sie mögliche Zielpersonen für Mordanschläge enthält. Auf der Liste fanden sich unter anderem die Namen der Bundestagsabgeordneten Jerzy Montag (Grüne) und Hans-Peter Uhl (CSU). Das bestätigten beide Politiker auf Anfrage von sueddeutsche.de.

Beide Abgeordnete sind Rechts- und Innenpolitiker, Montag ist Experte für den Kampf gegen Rechtsextremismus. Montag hatte Anfang der Woche erfahren, dass sein Name sich auf der Todesliste befindet – zuerst über Parteifreunde, die mit der Nachricht in Bundestagsgremien konfrontiert wurden, dann ließ er sich die Causa vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden bestätigen. „Ich bin regelrecht geschockt gewesen“, sagte der Parlamentarier im Gespräch zu sueddeutsche.de, „und noch immer habe ich ein beklemmendes Gefühl.“

CSU-Politiker Uhl rätselt, wie sein Name auf die Liste kommt: „Ich vermute, dass das etwas mit seiner früheren Tätigkeit als Münchner Kreisverwaltungsreferent zu tun hat“, sagte er zu sueddeutsche.de. Er fühle sich nicht bedroht.

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Warum die Islamhasser von PI beobachtet werden müssen

Quelle: netz-gegen-nazis.de

Es hat mich interessiert, was die Website Politically Incorrect wohl zu den Aktivitäten der rechtsextremen Terroristen zu sagen hat. Darum habe ich heute vorbeigeschaut, was ich sonst aus Gründen meiner geistigen Gesundheit tunlichst vermeide. Es hat gelohnt.

Von Jörg LauZEIT ONLINE

Die Website ziert eine Meldung über eine Kuh namens Yvonne, die “uns” (das ist in letzter Zeit offenbar hauptsächlich der Blogger mit dem Nick “kewil”) “als die wichtigste heute morgen” erschien.

Das ist eine etwas verklemmte Weise, dem eigenen Publikum zu verstehen zu geben, dass der Terrorismus der Zwickauer Zelle nichts als ein Hype der “linksversifften Medien” ist. PI hat offenbar ein Problem mit der Nachricht von der “neuen Dimension rechtextremistischen Terrors” (so Innenminister Friedrich).

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Papst tauscht sich mit EU-Ratspräsident über Religionsfreiheit aus

EU-Institutionen und Vatikan - Europas organisierte Säkulare bewerten das Verhältnis als viel zu nah | Grafik: Thomas Hummitzsch

Während der Konflikt zwischen den europäischen Institutionen und der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) weiter schwelt, trifft sich EU-Ratspräsident Herman van Rompuy mit Papst Benedikt XVI. und tauscht sich mit ihm über Fragen der Religionsfreiheit aus.

Von Thomas Hummitzschdiesseits.de

Wie das Pressebüro des Vatikanstaats miteilte, hat sich Papst Benedikt XVI. am Samstag mit EU-Ratspräsident Herman van Rompuy getroffen, um sich mit ihm über die allgemeine internationale Lage auszutauschen und um über den Beitrag zu sprechen, den die katholische Kirche in der Europäischen Union leisten wolle. Disbezüglich wurden die Gespräche nach dem Zusammentreffen von Joseph Ratzinger und Herman van Rompuy mit dem Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone und dem vatikanischen Sekretär für zwischenstaatliche Beziehungen, Erzbischof Dominique Mamberti, fortgesetzt.

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CDU: Profillos und beliebig, katholisch natürlich

Es gibt ein Leben nach der Ära Merkel - auch für die CDU (©dapd)

Martin Lohmann ist wohl einer der schärfsten Kritiker seiner Partei. Und auch nach dem Parteitag von Leipzig stellt der Gründers des „Arbeitskreises Engagierte Katholiken in der CDU“ im domradio.de-Interview fest.

domradio.de

Die Christdemokraten haben ein Problem.

domradio.de: Heute geht es noch um die Bildungspolitik und ein neues Schulmodell. Da gab es große Kritik, dass die CDU die Hauptschule abschaffen wolle. Die CDU  dementiert das. Was wäre ihrer Meinung nach der eigentliche Kurs der CDU in Sachen Schulpolitik?
Lohmann: Es wäre gut, wenn die CDU begreifen würde, wie wichtig hier Subsidiarität ist, wie wichtig hier Vielfalt ist. Das Bildungssystem löst man in seiner Problematik nicht damit, dass man einfach das Problematische abschafft, sondern man sollte dafür sorgen, dass wir eine starke und anerkannte Hauptschule haben. Wenn die Oberschule, die jetzt empfohlen wird, ein solcher Weg sein soll, und die Länder sollen sich ja in ihrer Kulturhoheit, das Bildungspolitik angeht selbst entscheiden können, könnte das ein Weg sein. Aber auch an dieser Frage zeigt sich mal wieder, dass die CDU in vielen Fragen, wie eben auch in dieser Frage, einfach nicht beständig ist. Und die Leute irritiert sind und sich fragen, wofür steht eigentlich diese Partei?

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Verzerrte Berichte über den Vatikan: Angriff auf Ratzinger

„Angriff auf Ratzinger“ – so heißt ein Buch in Italien, das eine richtiggehende Medienkampagne gegen den Papst am Werk sieht. Dass es immer wieder in den Medien tendenziöse, entstellende Berichte über Benedikt XVI. und ganz allgemein über die katholische Kirche gibt, läßt sich kaum bestreiten. Mit einem Studientag hat sich der Vatikan in der vergangenen Woche mit dem Phänomen beschäftigt. Titel: „Unverständnis – die katholische Kirche und die Medien“. Kardinal Gianfranco Ravasi vom Päpstlichen Kulturrat hat versucht, aus der Veranstaltung seine Schlüsse zu ziehen:

münchner kirchenradio.de

„Wir müssen eben sehen, dass es in unserer Zeit eine große Revolution im Medienbereich gegeben hat: Wir stehen nicht mehr nur der Presse gegenüber, wie wir sie etwa zu Zeiten von „Humanae Vitae“ oder dem Konzil hatten. Jetzt leben wir in einer virtuellen Welt, einer Welt extrem schneller Information, des Fernsehens und des Bildes.“

Die Medienlandschaft hat sich viel schneller geändert als die Kirche, so Kardinal Ravasi. Und ihm sind zwei Schlussfolgerungen wichtig.

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