Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Dortmunder und Anwalt aus Unna zeigen Papst wegen Anschnallpflicht an
[…]Auch auf dem Heiligen Stuhl gilt die Anschnallpflicht. Das sagt Rechtsanwalt Johannes Christian Sundermann auns Unna. Er hat daher im Auftrag eines Dortmunder Mandanten Papst Benedikt XVI. angezeigt, da er „wiederholt“ im Papamobil ohne Anschnallgurt unterwegs war. Die Anzeige ging in Freiburg ein. Gilt auf dem Heiligen Stuhl die Anschnallpflicht? Benedikt XVI. hätte sie in seinem Papamobil glatt ignoriert. Das sagt zumindest der Rechtsanwalt Johannes Christian Sundermann aus Unna. Er hat deshalb im Auftrag eines Dortmunder Mandanten den deutschen Papst Benedikt XVI. angezeigt, weil er „wiederholt“ im Papamobil ohne Anschnallgurt unterwegs war … Sundermann, Parteimitglied der Linken, fiel bislang nicht durch spektakuläre Prozesse auf. Der Papst-Fall, den vor ihm andere Kollegen abgelehnt hätten, reizte ihn extrem. Der Jurist hat’s nicht so mit „der Firma“, wie er die Kirche nennt. Mit 18 Jahren sagte er sich von der katholischen Kirche los, auch sein Mandant zahlt nichts mehr an „das Unternehmen“. Dass der Papst in Freiburg nur Gott und nicht den Gurt an seiner Seite hatte, hält er für Unrecht. Jetzt müsse geklärt werden, ob das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche von der Stadt Freiburg von der Gurtpflicht entbunden wurde. Die deutsche Staatsangehörigkeit habe der Papst sicherlich noch, ist Sundermann überzeugt. Sollte der Heilige Vater indes diplomatische Immunität genießen, kann Sundermann nicht einmal ein Wunder helfen.[…]

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Der Wahnsinn hat Methode: 837 Exorzismen in vier Jahren

Quelle: morebooks.de

Der Kampf des Exorzisten gegen das Böse – 837 Exorzismen in vier Jahren
(Padua) Sechs Menschen wurden in den zurückliegenden vier Jahren von dämonischer Besessenheit befreit. Zehn hartnäckige Fälle werden gerade dem in solchen Fällen langwierigen Prozedere eines Exorzismus unterworfen. Monsignore Sante Babolin führte in den vergangenen 48 Monaten 837 Exorzismen durch. Durchschnittlich alle zwei Wochen kommt ein neuer Fall hinzu. Jede Woche stehen meist fünf Exorzismen in seinem Terminkalender. Die hohe Zahl ergibt sich wegen der bei harten Fällen echter Besessenheit notwendigen Wiederholung des Exorzismus. Beim letzten Fall waren ganze 64 Exorzismen notwendig.

Von Giuseppe Nardi Katholisches

Msgr. Sante Babolin (75) ist Exorzist der norditalienischen Diözese Padua. Der 1962 zum Priester Geweihte war Ordinarius für Philosophie unter anderem an den Päpstlichen Universitäten Gregoriana und Urbaniana in Rom. Insgesamt lehrte er 33 Jahre lang. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2006 ist er Exorzist. Der Bischof von Padua, Msgr. Antonio Mattiazzo beauftragte den in seine Heimatdiözese zurückgekehrten Gelehrten mit der neuen Aufgabe.

An drei Orten der Diözese feiert er monatlich einen Heilungsgottesdienst. Im Anschluß stehen die Menschen vor der Sakristei Schlange, um mit Don Sante sprechen zu können. In der Regel erfolgt so der erste Kontakt. Nach seiner Beaufrtagung zeigte sich schnell seine große Fähigkeit, das Leid der beladenen Menschen anzuhören und ihnen Trost zu spenden, vor allem aber die besondere Gabe der Unterscheidung.

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Posse: RBB, Ken Jebsen und der katholische Publizistenverband

Am 6. November heißt es, der rbb Moderator Ken Jebsen habe sich antisemitisch geäußert und den Holocaust geleugnet. Seine wöchentliche Sendung KenFM, die seit zehn Jahren jeden Sonntag auf der Jugendwelle des Senders ausgestrahlt wurde, wird spontan abgesetzt.

Von Jacob Jung Blog

Kurze Zeit später sagt der rbb, dass die Vorwürfe unberechtigt sind und lässt Jebsen wieder ans Mikrofon. Die Rückkehr ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn gestern gibt der Sender bekannt, dass er sich endgültig von Ken Jebsen getrennt hat. Sein Verhalten sei nicht mehr tragbar und seine Beiträge entsprächen nicht den journalistischen Standards des rbb.

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Staatskirchenrechtler Professor Ansgar Hense: „Sonntagsschutz ist ein hohes Verfassungsgut“

Prof. Dr. Ansgar Hense Quelle: domradio.de

Bonner Staatskirchenrechtler über die Hoffnung auf verkaufsfreie Sonntage
„Der Sonntagsschutz ist ein hohes Verfassungsgut“
Der Advent naht und mit ihm auch die verkaufsoffenen Sonntage. Die Kirche beklagt seit Jahren eine schleichende Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes. Immer mehr Wirtschaftsbereiche werden für die Arbeit an diesen Tagen vereinnahmt. Im domradio.de-Interview erläutert der Bonner Staatskirchenrechtler Professor Ansgar Hense, warum begründete Hoffnung auf einen Kurswechsel besteht.

Von Susanne Becker-Huberti Domradio

domradio.de: In Köln hat eine Initiative tausende Stimmen gegen die Sonntags-Öffnungszeiten gesammelt. Diese Allianz besteht aus Vertretern der großen Kirchen und Gewerkschaften. Gibt es Chancen, dass diese Initiative etwas bewirkt?

Prof. Hense: Ich glaube schon! Weil dadurch deutlich wird, dass der Sonntagsschutz nicht ein rein kirchliches Interesse ist, sondern ein gesamtgesellschaftspolitisches Anliegen. Und wenn Sie die Initiative in Köln zugrunde legen und den Evaluationsbericht für ein NRW-Ministerium über die Ladenöffnungszeiten, werden Sie sehen, dass hier in NRW durchaus die Bereitschaft besteht, neu über den Sonntagsschutz nachzudenken.

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Gott in der Psychotherapie

Streitgespräch zwischen Tilmann Moser und Martin Grabe (v.l.): Ist der christliche Glaube heilsam?. Foto: idea/Bannach

Welche Rolle spielt Gott in der Psychotherapie? Macht der christliche Glaube krank oder ist er heilsam? Darüber diskutierten zwei Experten in einem Streitgespräch der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: der Psychotherapeut Tilmann Moser (Freiburg/Breisgau) und der Chefarzt an der Klinik Hohe Mark, Martin Grabe (Oberursel bei Frankfurt/Main).

idea.de

Moser zufolge gibt es immer wieder Patienten, die nach Gott suchen oder gravierend unter ihrem Gottesbild leiden. Er frage in Therapiegesprächen seine Patienten deshalb immer relativ schnell, ob sie „eine Biographie mit Gott“ haben. Meist werde ein ängstigendes Gottesbild schon sehr früh in der Kindheit entwickelt. Er selbst habe als Kind den Satz „Gott sieht alles – auch deine Gedanken“ als schlimme Drohung empfunden. Zudem forderten Gottes Gebote mehr, als man erfüllen könne. In seinem 1976 erschienenen Buch „Gottesvergiftung“ habe er Gott den Abschied erklärt, so Moser: „Gott lässt mich in Ruhe und ich ihn.“ Allerdings halte er Gott in der Therapie mit seinen Patienten parat, damit diese prüfen können, ob sie eine positive Gottesbeziehung entwickeln können. Für viele Menschen sei Gott „eine wuchtige Größe“. Der Glaube an ihn könne Trost, Geborgenheit und eine gewisse Furchtlosigkeit geben. Dies erhalte man aber auch aus anderen Quellen.

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Evangelikale Sicht auf Helmut Schmidt: ungehobelt, arrogant und überbewertet

Wird Altbundeskanzler Helmut Schmidt wirklich überbewertet? Foto: Foto: Ole Reißmann

„Der in (fast) allen Medien gerühmte Ex-Kanzler Helmut Schmidt ist ungehobelt, arrogant und überbewertet.“ Zu diesem Schluss kommt der Personalberater und Ex-Journalist Thorsten Alsleben in einem Gastbeitrag im Christlichen Medienmagazins pro.

Medienmagazin pro

In einem Kommentar der „Zeit“ habe Schmidt die Menschheit in die drei Kategorien „normale Menschen“, Menschen mit „krimineller Ader“ und als Steigerung „Investmentbanker und Fondsmanager“ eingeteilt. Eine solche Pauschalverurteilung, sei, bei aller berechtigten Kritik an den Managern, eines differenzierten und auf dem Boden des Grundgesetzes stehenden (Ex-)Vertreters eines Verfassungsorgans nicht würdig.

„Die Überhöhung von Helmut Schmidt durch die Medien, aber letztlich auch durch ihn selbst, mag auch in seiner selbst postulierten Gottesdistanz liegen“, schreibt Alsleben. Wer über sich niemanden akzeptiere, sei anfällig dafür, sich selbst zu wichtig zu nehmen. Schmidts Versuche, die Bedeutung des Christlichen zu relativieren, wirkten emotional und ideologisch so getrieben, dass er seine allseits gerühmte intellektuelle Schärfe erkennbar verliere.

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»Wüstenstrom« ins Diakonische Werk

Quelle: wikipedia

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg werden auch in Zukunft homosexuelle Pfarrer grundsätzlich nicht mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben dürfen.

jesus.de

Alle vier Gesprächskreise in der Landessynode kündigten am Mittwoch in Stuttgart an, diesen Grundsatz nicht anzutasten und lediglich in Einzelfällen schwulen oder lesbischen Paaren das Leben im Pfarrhaus zu eröffnen. Hintergrund der Diskussion ist die geplante Einführung eines bundesweiten Pfarrdienstrechts der Evangelischen Kirche in Deutschland, das gleichgeschlechtliche Paare im Pfarrhaus zulässt.

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