Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Anschlag auf „Charlie Hebdo“-Redaktion
[…]Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch die Redaktionsräume der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ mit einem Brandsatz angegriffen und schwere Schäden angerichtet. Das Blatt hatte den Propheten Mohammed zu seinem Chefredakteur ernannt und eine Zeichnung von ihm auf dem Cover abgebildet. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Molotow-Cocktail gegen ein Uhr Nachts in eines der Fenster der Redaktionsräume in Paris geworfen. Verletzt wurde niemand, allerdings sei das Computersystem der Redaktion schwer beschädigt worden. „Alles ist zerstört“, sagte der Redakteur Patrick Pelloux der Zeitung „Libération“. Die Räume seien voller Ruß. Das Satireblatt hatte einige Tage zuvor den Propheten Mohammed für eine Sonderausgabe zur „Feier“ des Sieges der islamistischen Partei „Ennahda“ in Tunesien zu seinem Chefredakteur ernannt. Auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe ist eine Zeichnung von ihm abgebildet. Pelloux vermutet, dass der Anschlag damit zusammenhängt. Die Redaktion habe bereits im Vorfeld Drohungen und Beleidigungen erhalten.[…]

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David Berger: „Der nächste Papst wird noch härter“

Quelle: faghags.de

Am Freitag, 4. November, wird der Bestseller-Autor David Berger auf Einladung des Aktionskreises Regensburg, der KirchenVolksBewegung Initiative Wir sind Kirche Regensburg e.V. und der Laienverantwortung Regensburg e.V. zu Gast sein und über seine Erfahrungen vor und nach dem Erscheinen seines Buches Rede und Antwort stehen. Als Gesprächspartner begleitet ihn BR-Redakteur Siegfried Höhne. Das Wochenblatt sprach mit dem Theologen vorab.

Von Christian Eckl Wochenblatt

Wochenblatt: Herr Berger, Sie widmen sich in Ihrem Buch auch der Piusbruderschaft, die im Landkreis Regensburg ein Priesterseminar betreibt. Wie gefährlich finden Sie solche Bewegungen außerhalb – aber auch innerhalb, wie etwa bei Opus Dei – der Kirche?

Berger: Im Hinblick auf die Gesamtgesellschaft in Deutschland stellen diese Gruppen rein zahlenmäßig keine Gefahr dar. Innerhalb der katholischen Kirche ist deren Einfluss jedoch unter dem jetzigen Papst erheblich angestiegen. Wer heute in der Kirche Benedikts Karriere machen will, muss erzkonservativ sein. Dadurch bahnt sich innerhalb der Kirche ein Wandel an hin zu deutlich fundamentalistischen Positionen: man setzt sich als Gemeinschaft der Heiligen im Kontrast zur „bösen Welt“. Statt den frischen Wind durch die Fenster der Kirche einzulassen, verrammelt man alle Öffnungsmöglichkeiten, die längst gefallenen Bastionen des Antimodernismus baut man voll Angst und in mühsamer Hilflosigkeit wieder auf. Durch das warme päpstliche Umwerben der Piusbrüder sowie der konversationswilligen Anglikaner werden die Gräben vertieft und erweitert hin zu den evangelischen Mitchristen und auch zu unseren älteren Brüdern im Glauben, den Juden.

WB: Lange haben Sie Ihre Homosexualität verborgen und haben Karriere im Kirchenapparat gemacht. Als Sie sich outeten, haben Sie sich nicht überlegt, zu konvertieren, beispielsweise altkatholisch zu werden? Dort spielt das Thema Homosexualität kaum eine Rolle, wird also akzeptiert.

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Düsseldorf: CDU möchte verbrannte Frauen nicht rehabilitieren

Quelle: tarinera2012.jimdo.com

Halloween-Enthusiasten und Freunden der Akupunktur sei empfohlen, sich in Düsseldorf heute in Mäßigung zu üben, denn das dortige Rathaus bekennt sich offenbar zur Hexenverbrennung und Wahrheitsfindung durch die sogenannte „Nadelprobe“. Während es andernorts üblich ist, Justizopfer auch der Hexenverbrennung posthum zu rehabilitierten, lehnt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (CDU) einen entsprechenden Antrag im Fall zweier 1738 exekutierter Frauen ab.

Von Markus Kompa Telepolis

Die Minderjährige Frau Helena Curtens aus dem Stadtteil Gerresheim war im Alter von 14 Jahren in den Verdacht von Geistersichtungen geraten und wurde schließlich der Eigenschaft als Hexe überführt. Bei einer Leibesvisitation soll eine schmerzunempfindliche Stelle auf der Haut gefunden worden sein, die nicht blutete, als mit einer Nadel hinein gestochen wurde. Dies wertete man als Indiz für ein „Teufelsmal“, was die Verdächtige zum Geständnis bewog, Besuche des Teufels zu empfangen. Deren ebenfalls der Hexerei überführte Nachbarin Frau Agnes Olmans war erst unter der Folter geständig. Sie hatte der Frau Curtens eine naturheilkundliche Schmerzsalbe zur Verfügung gestellt und soll ihr die Furcht vor dem Teufel genommen haben.

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Witzfigur Fliege: „Fluch wirkt! Segen eben auch! und selbst Jesus war Unternehmer“

Quelle: sonntagsblatt-bayern.de

„Bei mir kostet Segen kein Geld“
Jürgen Fliege ist in die Kritik geraten – und muss sich einem Disziplinarverfahren stellen. Im Gespräch mit Joachim Frank äußert sich der TV-bekannte Pfarrer über Wunderglauben, Weihwasser – und die angebliche Kampagne der Landeskirche gegen ihn.

Von Joachim FrankKölner Stadt-Anzeiger

Herr Fliege, was kostet eigentlich Segen?


Pfarrer Fliege: Eine ganze Menge. Zum Beispiel Überwindung, zum Vater oder zur Mutter zu gehen und sich überhaupt segnen zu lassen. Das ist die ursprünglichste Form des Segens – sich seiner Ursprünge zu vergewissern.

Warum kostet Segen dann bei Ihnen auch noch Geld?

Fliege: Bei mir kostet Segen kein Geld.

Die von Ihnen gesegneten Wässerchen aber schon.

Fliege: Erstens: Das war kein Wasser, sondern eine aus vielen Pflanzen und anderen wertvollen Stoffen hergestellte Essenz. Zweitens: Es gibt sie nicht mehr.

Warum nicht, wenn Sie es für so wertvoll halten?

Fliege: Weil ich gesehen habe, dass meine Botschaft nicht angekommen ist. Ich wollte, dass Menschen – wie früher – bei der Einnahme von Essen oder auch von Medizin beten. Ich wollte auch, dass wir das Leben spendende Wasser, das quasi immer schon heilig ist, viel, viel ernster nehmen und ehren. Das ist doch kein esoterischer Mist, sondern Jahrhunderte altes Erfahrungswissen. Das zu einer täglichen Übung zu machen, ist mir nicht gelungen. Also habe ich mich verhalten wie beim Radio: Wenn die Übermittlung gestört ist, musst du die Frequenz wechseln.

Sie reiten immer darauf herum, dass die von Ihnen gesegneten Produkte wirken – Erfolgsgarantie durch Segen sozusagen. Das klingt magisch – und unterscheidet sich etwa von der Symbolik des Weihwassers in der katholischen Kirche.

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Ex-TV-Pfarrer Fliege sieht sich als Opfer

UNESCO: Palästina als Vollmitglied

Quelle: ARD

Ungeachtet des heftigen Widerstands der USA und Israels sind die palästinensischen Autonomiegebiete Vollmitglied der UN-Kulturorganisation UNESCO geworden. Die Generalkonferenz der Organisation stimmte in Paris dem Antrag der Palästinenser mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit zu. Unter den anwesenden Ländern stimmten 107 für den Antrag, 14 votierten dagegen und 52 enthielten sich. Deutschland stimmte dabei wie die USA mit Nein, Frankreich befürwortete dagegen den Beitritt.

tagesschau.de

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»Charlie Hebdo«: Mohammed wird Chefredakteur

Mit dem Abdruck der Mohammed-Karrikaturen sorgte das französische Satire-Blatt "Charlie Hebdo" für juristische Auseinandersetzungen. Jetzt ernannte die Zeitschrift den Propheten zum Chefredakteur ihrer kommenden Ausgabe. Foto: JyllandsPosten / pro.

Der Sieg der islamistischen Ennahda-Partei in Tunesien hat das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ zu einer ungewöhnlichen Maßnahme veranlasst. Um den Sieg der Islamisten zu würdigen, ernannten die Macher des Blatts den Propheten Mohammed zum „Chefredakteur“ für die kommende Ausgabe.



pro Medienmagazin

Einem Bericht des „Deutschland-Radios“ zufolge, dürfe der Prophet die folgende Ausgabe selbst gestalten. Aus diesem Anlass wurde das Magazin umbenannt in „Charia Hebdo“. Mohammed habe sich nicht lange bitten lassen und man danke ihm sehr, hieß es demzufolge weiter. In dem Heft soll der Prophet, der laut Überlieferung von Jerusalem in den Himmel aufgefahren ist, als Clown dargestellt werden.

Die Produzenten von „Charlie Hebdo“ mussten sich 2006 vor Gericht verantworten, weil sie Mohammed-Karrikaturen veröffentlicht hatten. Sie waren eine der wenigen Zeitschriften, die die Karikaturen mit dem Gesicht Mohammeds aus der dänischen „Jyllands Posten“ nachdruckten. Die Zeichner  von „Charlie Hebdo“ erweiterten diese um eigene Karikaturen über Muslime.



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Zweifel halten den Glauben lebendig. Wers glaubt

Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider mahnt bei der Reformationstagsfeier vor einem „toten Buchstabenglauben“. Foto: PR/André Zelck

Zweifel halten den christlichen Glauben lebendig. Davon ist der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), überzeugt.

idea.de

Wie er bei der zentralen Feier der hessen-nassauischen Kirche zum Reformationstag (31. Oktober) in der Lutherkirche in Wiesbaden sagte, werde Glaube ohne Zweifel zur „naiven und lebensfremden Sektiererei“. Zwar seien Gott und der Glaube an ihn größer als der menschliche Verstand; dennoch dürften Zweifel an überlieferten Glaubenswahrheiten nicht verteufelt werden. Schneider äußerte Verständnis dafür, dass sich manche Christen „nach zweifelsfreier Glaubenssicherheit und nach eindeutiger kirchlicher Lehre in unruhigen Zeiten“ sehnten. Doch führe der Verzicht auf kritisches Denken und zweifelnde Fragen zu einem „toten Buchstabenglauben“. Die „Freiheit zum Zweifel“ eröffne hingegen neue Horizonte und verhindere, dass die Kirche das Erbe des Reformators Martin Luther (1483-1546) vergesse – nämlich dass sie ständig reformiert werden müsse.

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