Österreich: Seit 2010 wurden 20 Millionen Euro an 1.400 Missbrauchsopfer ausbezahlt


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Fünf Jahre nach ihrer Einrichtung ist die Opferschutzanwaltschaft für Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche weiterhin tätig: Das hat die Leiterin der Kommission, Waltraud Klasnic, am Mittwoch gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal dargelegt. Weiterhin würden sich Betroffene von Missbrauch in der katholischen Kirche melden – allein 138 im Vorjahr, erklärte die frühere ÖVP-Politikerin, derzufolge die Kommission bisher rund 20 Millionen Euro an Opfer ausgezahlt hat.


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Die schwersten Missbrauchsfälle dürften bereits in den ersten Jahren bei der Kommission gemeldet worden sein, so Klasnics Einschätzung; sie glaube auch, „dass es Menschen gibt, die sich nie melden werden, weil sie es nicht können, oder weil sie vielleicht nicht mehr leben“. Schließlich habe eine Untersuchung gezeigt, dass es auch zahlreiche Suizide gegeben habe. Ihr sei immer bewusst gewesen, dass manche traumatisierte Menschen ein schweres Schicksal tragen; seit Beginn der Kommissionsarbeit könne sie verstehen, dass dies bis zur Arbeitsunfähigkeit gehen könne.

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