„Die Linke kämpft hierzulande lieber für die Freiheit von Burkinis“

Hamed Abdel-Samad. Foto: Droemer Knaur
Hamed Abdel-Samad. Foto: Droemer Knaur
In seinem neuen Buch widmet sich der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad den unterschiedlichen und widersprüchlichen Stellen in der religiösen Verlautbarungsschrift, die sowohl in eine progressive wie auch in eine dogmatische Richtung interpretierbar sind.

Von Reinhard Jellen | TELEPOLIS

Herr Abdel-Samad, welchen Stellenwert hat der Koran in der islamischen Religion und wie regelt dieses Buch das Leben der Muslime?

Hamed Abdel-Samad: Der Koran gilt als das letzte Wort Gottes, die letzte Botschaft, die Gott an die Menschen direkt geschickt hatte. Der Prophet Mohammed soll dieses Buch vom Erzengel Gabriel empfangen haben. Das Buch beinhaltet eine Gesellschafts-, eine Rechtsordnung und eine politische Weltordnung. Die Muslime werden im Koran aufgefordert, das Wort Gottes in die Tat umzusetzen. Das Buch gilt also nicht nur als allgemeiner Ratgeber, sondern als eine Rechtsordnung: Diejenigen, welche sich nicht nach den Koran richten, werden darin als Ungläubige bezeichnet.

Der Koran ist also nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Schrift?

Hamed Abdel-Samad: Die Schrift ist höchstpolitisch, denn sie beschreibt auch die politische Entwicklung von Mohammeds Gemeinde in einem Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren und dokumentiert dessen Agieren und Reagieren: Seine Kriege und Friedensabkommen, seinen Ringen mit Ungläubigen, Juden und Christen. All das ist in den Koran mit eingeflossen und da es sich dabei um Gottes Wort handeln soll, besitzen all diese Stellen allgemeingültigen Charakter.

Der Koran widerspiegelt auch Mohammeds Funktionen, er war ja nicht nur Prophet, sondern auch Feldherr, Finanzminister, Gesetzgeber, Richter und Polizist zur gleichen Zeit. Das heißt, alle politischen Aufgaben, die einem Mann im Staat zukommen können, hat Mohammed erfüllt und sind somit in den Koran mit hineingeflossen und gelten als Maßstab für politische Orientierung und die Gesetzgebung. Hierin liegt der Sprengstoff des Buches.

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Europa klopft an den Mars an

Eine Animation des "Trace Gas Orbiters" mit dem Testmodul "Schiaparelli". / Bild: APA/AFP/EUROPEAN SPACE AGENCY/D.
Eine Animation des „Trace Gas Orbiters“ mit dem Testmodul „Schiaparelli“. / Bild: APA/AFP/EUROPEAN SPACE AGENCY/D.
Projekt ExoMars geht in die heiße Phase: Testmodul „Schiaparelli“ soll um 16.41 Uhr automatisch gesteuert auf dem Mars aufsetzen und wird nur wenige Tage arbeiten.

Die Presse.com

Für die Ingenieure der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und ihre russischen Kollegen heißt es Mittwochnachmittag zittern. Denn eingreifen können sie nicht mehr. Punkt 16:41 Uhr soll die unbemannte Raumsonde „Schiaparelli“ auf die dünne Atmosphäre des Planeten Mars treffen – automatisch gesteuert. Denn ein gesendetes Signal würde zehn Minuten dauern, bis es bei der Sonde eintrifft. Sieben Monaten Flugzeit und 500 Millionen Kilometer hat die Forschungseinheit hinter sich.

Die Landung ist Teil des europäisch-russischen ExoMars-Projekts. Damit suchen die Forscher nach Spuren von Leben auf dem sagenumwobenen Nachbarplaneten der Erde. Das Testmodul „Schiaparelli“ war am 14. März mit dem Forschungssatelliten „Trace Gas Orbiter“ (TGO) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

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Bayern: „Reichsbürger“ schießt auf Polizisten, vier Beamte verletzt

Homepage der "Exilregierung" / friedensvertrag.info/ Themenbild
Homepage der „Exilregierung“ / friedensvertrag.info/ Themenbild
Bei einer Razzia in Georgensgmünd in Franken hat ein Anhänger der rechtsextremen „Reichsbürger“ auf Polizisten geschossen. Dabei seien vier der Beamten zum Teil schwer verletzt worden, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch in Nürnberg mit. Der 49 Jahre alte „Reichsbürger“ wurde demnach leicht verletzt und festgenommen.

FOCUS ONLINE

This Sperm Whale Relocation Is Further Evidence They Have a ‘Culture‘

Sperm whale research off Dominica. Image: The Dominica Sperm Whale Project
Sperm whale research off Dominica. Image: The Dominica Sperm Whale Project
Do sperm whales have a “culture” of their own? Shane Gero, a Canadian marine biologist based at Aarhus University’s Marine Bioacoustics Lab in Denmark, thinks so. He’s spent over a decade following the same individual whales around the Caribbean island of Dominica, and has found that sperm whales have a set of traditions, including dialects, that vary among their clans.

By Kate Lunau | MOTHERBOARD

These „vocal clans“ are defined by the codas (or recognizable patterns of clicks) they emit to communicate with one another. Each clan performs its codas somewhat differently, and is socially segregated from the others, he said.

A new paper from Gero and co-authors seems to give further heft to the argument that sperm whales have a culture—even a “civilization,” as he has called it—of their own. The researchers traced how two “cultural groups” of sperm whales near the Galápagos Islands relocated, and two completely new whale clans later moved in.

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„Die Menschen sind vom Thema Terrorismus besessen“

foto: un photo/eskinder debebe Laborde ist seit Juli 2013 Chef des UN-Anti-Terror-Komitees.
foto: un photo/eskinder debebe Laborde ist seit Juli 2013 Chef des UN-Anti-Terror-Komitees.
Jean-Paul Laborde, Chef des Uno-Anti-Terror-Komitees, erklärt warum der „Islamische Staat “ vermehrt auf neue Ressourcen setzt.

Von Anna Giulia Fink | derStandard.at

STANDARD: Hat man in Ihrer Position eigentlich mehr oder weniger Angst vor Terror?

Laborde: Es geht weniger um die Frage der Angst als darum, wie man mit der Realität umgeht. Wir leben in einer Zeit, in der die Gefahr durch Terrorismus zuletzt zugenommen hat. Mit dieser müssen wir lernen umzugehen.

STANDARD: Wie denn konkret?

Laborde: Wir brauchen nicht nur Maßnahmen durch Einzelstaaten und internationale Organisationen, sondern weiter gefasste internationale Zusammenarbeit. Unsere Kooperation mit dem Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung etwa ist beispielhaft: Wir haben zahlreiche Projekte am Laufen, da die Verbindung zwischen Terrorismus und organisierter Kriminalität immer enger wird. Das ist ein neues Phänomen.

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Europa: 2,5 Millionen Infektionen mit Krankenhauskeimen

Gegen den gefürchteten methicillin-resistenten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus (MRSA) sind viele Antibiotika wirkungslos. © Frank DeLeo, National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID)
Gegen den gefürchteten methicillin-resistenten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus (MRSA) sind viele Antibiotika wirkungslos. © Frank DeLeo, National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID)
Gefährliche Erreger: Mehr als 2,5 Millionen Patienten infizieren sich in Europa jedes Jahr neu mit Krankenhauskeimen. Die Folgen dieser Infektionen beeinträchtigen die weitere Lebensqualität der Betroffenen erheblich, wie eine Studie nun zeigt – sei es, weil sie früher sterben oder lebenslange Behinderungen davontragen. Insgesamt wiegt die gesundheitliche Last der sechs häufigsten im Krankenhaus erworbenen Infektionen sogar schwerer als die Folgen von Influenza, Aids, Tuberkulose und Co.

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Wer als Patient im Krankenhaus liegt, will vor allem eins: möglichst schnell gesund werden. Tatsächlich aber passiert nicht selten genau das Gegenteil. Statt zu genesen, fangen sich viele Patienten in der Klinik zusätzlich zu ihrer eigentlichen Erkrankung eine Infektion mit Krankenhauskeimen ein. Bakterien wie Staphylococcus aureus behindern dabei nicht nur den Genesungsprozess, sondern bedrohen im schlimmsten Fall sogar das Leben der Betroffenen.

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Historiker Kaufmann: Kirchenspaltung war vermeidbar

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Die Kirchenspaltung in der Reformationszeit vor 500 Jahren hätte aus Sicht des Göttinger Kirchenhistorikers Thomas Kaufmann unter bestimmten Umständen vermieden werden können.
 

Von Michael Grau | evangelisch.de

„Wäre es gelungen, Luther innerhalb der römischen Kirche zu halten, dann hätte sich die Geschichte des Christentums seit dem 16. Jahrhundert völlig anders entwickelt“, sagte Thomas Kaufmann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Stattdessen habe der Papst den kritischen Mönch und Professor Martin Luther (1483-1546) zum Ketzer erklärt und exkommuniziert.

Im Streit um Luther hatte sich die abendländische Kirche in einen evangelischen und einen römisch-katholischen Zweig gespalten. Der evangelische Theologie-Professor Kaufmann fasst die umwälzenden Ereignisse in seinem neuen Buch „Erlöste und Verdammte“ zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 auf dem jüngsten Stand der Forschung zusammen. Er ordnet das Geschehen in die europäische Geschichte der frühen Neuzeit ein und wirft einen Blick auf die Wirkung jener Epoche bis heute. Kaufmann gilt als einer der führenden Reformationshistoriker in Deutschland. Sein Werk wird ab heute bei der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

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„Minderjährigen-Ehen sind ein Symptom von Krisen, nicht von Religion“

Nach Berechnungen der Kinderhilfsorganisation Save the Children werden weltweit immer mehr Kinder verheiratet - hier eine junge...Foto: Sajneev Gupta/epa-dpa
Nach Berechnungen der Kinderhilfsorganisation Save the Children werden weltweit immer mehr Kinder verheiratet – hier eine junge…Foto: Sajneev Gupta/epa-dpa
Bund und Länder bereiten ein Verbot der Ehen von Minderjährigen vor. Der Kinderrechtsexperte Dominik Bär vom Deutschen Institut für Menschenrechte hält dies für falsch – im Sinne der Jugendlichen.

Von Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Die Zahl verheirateter Jugendlicher ist  erschreckend hoch: Aktuell sind laut Ausländerzentralregister knapp 1500 junge Leute betroffen, zu mehr als zwei Dritteln Mädchen. 361 von ihnen sind sogar Kinder, also jünger als 14 Jahre. Sie sind dennoch gegen ein generelles Verbot solcher Ehen – warum?

Ehen von Kindern unter 14 Jahren sollten in jedem Fall aufgehoben werden. Diese Ehen sind in Deutschland schon jetzt verboten und es muss auch wegen Verdacht des sexuellen Missbrauchs ermittelt werden. In der aktuellen Diskussion geht es ja nicht um ein Verbot von Eheschließungen in Deutschland, sondern um schon bestehende Ehen, die in einem anderen Land geschlossen wurden. Bei diesen Ehen von älteren Minderjährigen halten wir ein pauschales Verbot nicht für sinnvoll. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass bei allen minderjährigen verheirateten Flüchtlingen per se die freie Selbstbestimmung bei ihrem Heiratsbeschluss fehlte. Und eine Unwirksamkeit der Ehe würde zahlreiche negative Folgen für die Minderjährigen nach sich ziehen, wie den möglichen Verlust von Unterhaltsansprüchen. Der Unterschiedlichkeit der Fälle würde damit keine Rechnung getragen. Über die Motive für die Eheschließungen können wir nur spekulieren. Natürlich sind Fälle von Zwangsehen möglich, die aufgehoben werden müssen. Aber es kann sich auch um einvernehmliche Ehen, Liebesheiraten oder den Wunsch, eine schon eingetretene Schwangerschaft zu legitimieren, handeln. Man weiß, dass viele Minderjährige vor der Flucht heiraten, da sie auf Schutz vor sexuellem Missbrauch während der Flucht hoffen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte spricht sich daher dafür aus, dass jeder Einzelfall geprüft und auf Grundlage des Kindeswohls entschieden wird.

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„Die Radikalen beherrschen die sozialen Medien“

Ahmad Mansour, Bild: wikimedia.org/ CC-SA-BY 3.0/ Ahmad Mansour
Ahmad Mansour, Bild: wikimedia.org/ CC-SA-BY 3.0/ Ahmad Mansour

Politiker hält Ahmad Mansour für ein Teil des Problems. In der Frage der Radikalisierung von Jugendlichen zu Islamisten seien sie überfordert. Der Psychologe fordert einen größeren Augenmerk auf das Thema Prävention.

Von Philip Kuhn, Marcel Leubecher | DIE WELT

Die Welt:

Herr Mansour, Was haben Sie als erstes gedacht, als Sie vom Suizid Dschaber al-Bakrs gehört haben?

Ich war irritiert, das passt einfach nicht zusammen. Jemand, der ein Selbstmordattentat in Deutschland aus islamistischer Ideologie begehen will, bringt sich nicht um, das ist religiös verboten und wird als große Sünde gesehen. Es kann sein, dass in der JVA die Lage falsch eingeschätzt wurde, es kann sein, dass etwas anderes dahintersteckt. Es kann sein, dass der Mann in eine persönliche und psychologische Krise geraten ist.

Sie warnen immer wieder vor der Radikalisierung junger Menschen, die hier aufgewachsen sind. Für die Anschläge und Anschlagsversuche in Würzburg, Ansbach und Chemnitz waren aber Menschen verantwortlich, die erst seit Kurzem im Land sind.

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Die Muslimische Jugend und der Irrgarten der Muslimbruderschaft

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Am 22. Oktober feiert die Muslimische Jugend Österreichs (MJÖ) im Vienna Austria Center mit einem großen Event ihr 20jähriges Bestehen. Eine gute Gelegenheit für die Organisation, reinen Tisch zu machen und ihr Verhältnis zur Muslimbruderschaft endlich abschließend zu klären, meint unsere Gastautorin Nina Scholz.

Von Nina Scholz | DIE KOLUMNISTEN

Die MJÖ begreift sich als Vertretung muslimischer Jugendlicher in Österreich und als Ansprechpartner für Politik und Medien in Fragen Islam, aber auch Integration, Bildung und Jugend.  Es liegt in ihrer Verantwortung, Ungereimtheiten, das Verhältnis zur Muslimbruderschaft betreffend, aus der Welt zu schaffen und diesbezügliche Fragen endlich zu beantworten. Wenn, wie bisher, nur zugegeben wird, was sich nach Medienrecherchen nicht mehr bestreiten lässt, schafft das nur eines: Misstrauen.

Rendezvous mit der Muslimbruderschaft?

Die MJÖ war einst Mitglied im FEMYSO, dem Forum of European Muslim Youth and Student Organizations, das dem Netzwerk der Muslimbruderschaft zugeordnet wird. FEMYSO wurde 1996 von der europäischen Dachorganisation der Muslimbruderschaft, der Federation of Islamic Organizations in Europe (FIOE) ins Leben gerufen. Sie ist heute eine Jugendorganisation, die nach eigenen Angaben in 21 europäischen Staaten tätig ist. Gründer und erster Vorsitzender des FEMYSO war kein geringerer als der bekannte deutsche Muslimbruder Ibrahim el-Zayat.

Die Muslimbruderschaft ist die älteste islamistische Organisation der Welt. 1928 von Hasan al-Banna in Ägypten gegründet, breitete sie sich erfolgreich in der sunnitisch islamischen Welt aus. Die tunesische Ennahda ist ebenso ein Ableger der Bruderschaft wie die palästinensische Hamas oder die algerische FIS. Ziel der weltweit agierenden Bruderschaft ist die Umgestaltung von Staaten und Gesellschaften nach islamischen Kriterien oder kurz gesagt, ein islamischer Staat. Ihre Propaganda betrieb und betreibt sie hauptsächlich über soziales Engagement. Man kann von einer Art Graswurzel-Islamismus sprechen, der über eigene Sozialprojekte und Bildungseinrichtungen, sowie Unterwanderung anderer Organisationen und Projekte versucht, gesellschaftliche Relevanz zu erlangen.

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Prionen: Tödliche Verwandlung

foto: reuters Eine Kuh mit BSE, aufgenommen in Frankreich 2009, wo in Rebreuve sur Canche ein Fall von BSE auch bestätigt wurde.
foto: reuters Eine Kuh mit BSE, aufgenommen in Frankreich 2009, wo in Rebreuve sur Canche ein Fall von BSE auch bestätigt wurde.
Prionen sind keine Organismen oder Viren sondern pathogene Proteinmoleküle – eine neue Studie bietet Einblick in ihre rätselhafte Vermehrung

Von Kurt de Swaaf | derStandard.at

Es klingt wie das Szenario eines Horrorfilms: Ein unbekannter Erreger befällt die Gehirne von Menschen und Tieren. Der Keim verwandelt seine Opfer in völlig verwirrte Geschöpfe, die sich nur noch schwankend bewegen können, bis sie irgendwann vollends zusammenbrechen. Und sterben. Die mysteriöse Mikrobe lässt sich nicht in Schach halten. Weder Desinfektionsmittel noch Strahlung können ihr etwas anhaben, und auch auskochen hilft nicht. Schon bald geht panikartige Angst um.

Das alles ist keine Fiktion, sondern wurde vor gut 30 Jahren bittere Realität. Der Rinderwahnsinn hielt damals Europa in Atem. Die auf den wissenschaftlichen Namen Bovine Spongiforme Enzephalitis, kurz BSE, getaufte Tierseuche brach 1984 in Großbritannien aus und wurde dort bei mindestens 183.000 Kühen und Mastbullen diagnostiziert. Hundertausende ebenfalls infizierte Tiere dürften allerdings unerkannt von der Fleischindustrie verarbeitet worden sein – zu Faschiertem, Steaks und Würsten.

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Rechtsmotivierte Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte nehmen zu

 Einer von bisher 61 Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte: Beschädigtes Fenster der Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog (Brandenburg) Anfang Oktober. (Foto: dpa)
Einer von bisher 61 Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte: Beschädigtes Fenster der Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog (Brandenburg) Anfang Oktober. (Foto: dpa)
  • Im Jahr 2016 hat es bisher 797 Straftaten gegen Flüchtlingsheime gegeben, bei fast allen sieht das Bundeskriminalamt einen rechtsmotivierten Hintergrund.
  • In 137 Fällen wendeten die Angreifer dabei Gewalt an.
  • Die Zahl der versuchten Tötungsdelikte durch Neonazis und andere Rechtsextreme ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen, und zwar auf elf.

Süddeutsche.de

Die Gewalt gegen Asylsuchende und deren Unterkünfte nimmt bundesweit zu. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im laufenden Jahr (Stand: 17. Oktober 2016) 797 Straftaten gegen Flüchtlingsheime registriert, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Dem Bericht zufiolge ist die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsheime in den vergangenen drei Jahren massiv gestiegen. Im gesamten Jahr 2014 hatte die Zahl der Straftaten gegen Asylunterkünfte demnach noch bei 199 gelegen, 2013 waren es 69 Delikte.

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HDP-Chef Demirtas warnt vor Diktatur in Türkei

Selahattin Demirtas warnt / Bild: REUTERS
Selahattin Demirtas warnt / Bild: REUTERS
Die Regierung versuche unter dem Vorwand, dass das Parlamentssystem nicht funktioniere, „den Faschismus zu institutionalisieren“.

Die Presse.com

In der Diskussion um die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei hat der Chef der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP vor einer Diktatur gewarnt. „Niemand soll uns unter dem Vorwand, dass das parlamentarische System nicht funktioniert eine Diktatur verkaufen“, sagte Selahattin Demirtas in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Birgün“. „Das nennt man eine eiskalte Diktatur und den Versuch, den Faschismus zu institutionalisieren.“

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Schweiz: Wie konnte ein Nazi-Konzert mit 5000 Besuchern genehmigt werden?

 Rechtsrock und Hitlergruß: Die Besucher des Nazi-Konzerts in Unterwasser in der Schweiz. © Schreenshot: Twitter/Antifa Bern
Rechtsrock und Hitlergruß: Die Besucher des Nazi-Konzerts in Unterwasser in der Schweiz. © Schreenshot: Twitter/Antifa Bern
Im schweizerischen Unterwasser fand am Wochenende ein Rechtsrockkonzert mit tausenden Besuchern statt. Die Polizei war vor Ort, griff aber nicht ein, obwohl bekannte Szene-Bands auftraten und das Publikum den Hitlergruß präsentierte. Wie kann so etwas passieren?

stern.de

Wildhaus-Alt St. Johann ist eine beschauliche 2600-Seelen-Gemeinde im Schweizer Kanton St. Gallen. Am vergangenen Wochenende fand ausgerechnet in diesem Idyll das größte Nazirock-Konzert der vergangenen 20 Jahre statt. Rund 5000 Zuschauer aus ganz Europa, vor allem aber aus Deutschland, feierten im Ortsteil Unterwasser einen ganzen Abend lang unbehelligt von der Polizei gemeinsam mit Größen der Rechtsrockszene. In Internetforen tauchten Fotos auf, die zeigen, wie die Menge vor der Bühne geschlossen die Hand zum Hitlergruß hebt. Trotzdem griff die Polizei nicht ein. Wie konnte es dazu kommen?

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Hard Rock Café öffnet am Vatikan

Hard Rock Cafe plant laut eines Medienberichts eine Filiale vor den Toren des Vatikans. (Foto: Reuters)
Hard Rock Cafe plant laut eines Medienberichts eine Filiale vor den Toren des Vatikans. (Foto: Reuters)
Für Fans moderner amerikanischer Musik wird es künftig ein Hard Rock Café am Vatikan geben.
 

evangelisch.de

Die amerikanische Gastronomie-Kette werde in die Räume eines Buchladens der Salesianer an der auf den Petersdom zuführenden Prachtstraße Via della Conciliazione ziehen, berichtete Radio Vatikan. Der Pfarrer der benachbarten Kirche Santa Maria in Traspontina, Vincenzo Taraborelli, bezeichnete das geplante Lokal ironisch als „satanisch“. Er wolle jedes Mal einen Segen sprechen, wenn er daran vorbeikomme, sagte der Geistliche, in dessen Kirche sich die Zentrale der römischen Exorzisten befindet.

Es hätte genügt, dem IS keine Waffen zu verkaufen, kein Öl abzunehmen

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Irakischer Weihbischof Warduni: Christen wollen Befreiung, aber keine Rache, da diese eine „Katastrophe für den gesamten Irak“ wäre – Rückkehr der „Nazarener“ (Christen) noch länger unwahrscheinlich

kath.net

Für die Befreiung der Stadt Mossul und der umliegenden Stadt Mossul von der Schreckensherrschaft der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), zugleich jedoch gegen jegliche Racheakte hat sich der Bagdader chaldäisch-katholische Weihbischof Shlemon Warduni ausgesprochen. „Wir wollen Frieden und Sicherheit, damit das Volk redlich und ruhig leben kann. Aber wir wollen keine Rache“, brachte der Bischof am Mittwoch im Interview mit „Radio Vatikan“ die Haltung der irakischen Christen zur am Montag gestarteten Großoffensive zur Vertreibung des IS aus Mossul zum Ausdruck.

Die Christen der nordirakischen Millionenstadt und der umliegenden Region waren im Sommer 2014 bei der „kulturellen Säuberung“ (laut UNESCO) als erstes im Visier des IS gestanden. Fahnen der Terrormiliz ersetzten die Kreuze auf den Kirchtürmen, das Grabmal des Propheten Jonas wurde gesprengt und ein „N“ für „Nasrani“ („Nazarener“, d.h. Christen) prangte an den Hauswänden der Gläubigen, die dann entweder Schutzgeld zahlen oder gehen mussten.

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Väter werden zu Müttern, Frauen zu Samenspendern

 Eizellen könnten künftig in großer Menge im Labor geschaffen werden. (Foto: AFP)
Eizellen könnten künftig in großer Menge im Labor geschaffen werden. (Foto: AFP)
Die jüngsten Fortschritte der Stammzellforschung eröffnen Möglichkeiten, die bisher kaum denkbar waren: Hochbetagte Frauen und selbst Männer können Eizellen liefern, Babys nach Wunsch der Eltern designt werden.

Von Christina Berndt | Süddeutsche.de

Schon seit Jahrzehnten rütteln Wissenschaftler an den Grundfesten des Lebens. Doch die Schaffenskraft der japanischen Forscher, die nun im Fachblatt Nature von einem nie da gewesenen Schritt berichten, könnte der menschlichen Fortpflanzung ganz neue Perspektiven verleihen. Den Forschern ist es erstmals gelungen, außerhalb des Körpers reife weibliche Eizellen entstehen zu lassen, aus denen später sogar Nachkommen entstanden. Als Quelle für die Eizellen nutzten sie einfache Hautzellen. Auch wenn die Experimente bislang nur mit Mäuse-Zellen gemacht wurden und nur in wenigen Fällen erfolgreich waren, ist es nach Ansicht der meisten Experten eine Frage der Zeit, bis Ähnliches auch beim Menschen gelingen wird. Ein Überblick über die Fortpflanzung der Zukunft.

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Women Beyond Belief – A Book Review

Image: churchandstate.org.uk
Image: churchandstate.org.uk
In 2014, Hobby Lobby fought to exclude certain types of birth control coverage for women based on a religious belief that women shouldn’t have it. The dispute went all the way to the U.S. Supreme Court where five justices, all men and all with connections to the Roman Catholic Church, ruled in favor of religious beliefs over the human beings who didn’t share those beliefs.

By Alexis Record | Church and State

Only one good thing would come from this “decision of startling breadth.” One woman would become inspired to seek out unbelieving women who were free from religion and share their experiences with the world.

The result is Women Beyond Belief: Discovering Life Without Religion.  

It’s a compilation of women’s stories by first time author and editor Karen L. Garst, Ph.D.

In the library of atheist literature there are countless male voices and authors. Now, twenty-two women add their human perspective and experience to the mix. And it’s about time.

I knew a bit of Garst’s story as we have both contributed to Removing the Fig Leaf, a blog on Patheos, and I follow The Faithless Feminist, Garst’s own blog, where I have learned more about the history of my own religion than I did in fourteen years of religious education. On Garst’s blog I saw that a new book about women’s experiences would soon be available and I pre-ordered it immediately.

The very first story is by Ann Wilcox, and I resonated with it thoroughly. There were just too many parallels between her story and my own, including her compulsion to list fundamentalist doctrines and describe each one. We don’t get indoctrinated from the womb to know this stuff and then just let it go when sharing our story.

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