Im Bonner Justizministerium arbeiteten besonders viele Nazis

 Volksgerichtshof mit Hakenkreuz und Hitlergruß: Viele alte Kameraden arbeiteten später im Justizministerium der Bundesrepublik, zeigt eine neue Studie (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
Volksgerichtshof mit Hakenkreuz und Hitlergruß: Viele alte Kameraden arbeiteten später im Justizministerium der Bundesrepublik, zeigt eine neue Studie (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
  • Das Bundesjustizministerium hat seine NS-Vergangenheit aufarbeiten lassen. Die Studie wird am Montag öffentlich vorgestellt.
  • 77 Prozent der leitenden Beamten waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, mehr als von den Forschern erwartet. Ihre Zahl stieg nach 1949 sogar noch an.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Zahlreiche NSDAP-Mitglieder und Holocaust-Schreibtischtäter arbeiteten nach dem Krieg wieder in mächtigen Positionen in der Bundesrepublik. Das trifft auf alle Ministerien zu, auf die Polizei ebenso wie auf Gerichte. Im Bonner Justizministerium aber war die Dichte der alten Kameraden besonders hoch. Das zeigt eine Untersuchung, die am Montag von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorgestellt werden soll.

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Thüringen: Kirche ist irritiert über Mohrings(CDU) Äußerungen

 Thüringens CDU-Fraktions- und Landeschef Mike Mohring Bildrechte: dpa
Thüringens CDU-Fraktions- und Landeschef Mike Mohring Bildrechte: dpa
Das Katholische Büro Thüringen hat pikiert auf Aussagen von CDU-Fraktionschef Mike Mohring zur Einflussnahme der Kirchen auf politische Fragen reagiert. Büroleiter Winfried Weinrich sagte, „diese Äußerung hat uns schon irritiert“. Er kündigte an, dass es noch ein Gespräch mit Mohring geben werde. Das Katholische Büro vertritt in Thüringen das Bistum Erfurt sowie die Diözesen Dresden-Meißen und Fulda.

MDR Thüringen

Auf einer Podiumsdiskussion hatte Mohring Grenzüberschreitungen bei der politischen Positionierung von Kirchen beklagt. Zwar betrachte er die Kirchen als notwendige Stimme. Allerdings ging ihm die „Einmischung“ zuletzt zu weit. Mohring verwies dabei auf Bedenken bei der Einstufung der Maghrebstaaten als sichere Herkunftsländer.

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Ein apokalyptischer Sturm fegt über die Welt – glauben die Frommen und die Bibel

post-apocalyptic

Die Welt gerät zunehmend aus den Fugen. Die Flüchtlingsströme und Terrorakte der Islamisten zeugen von einer kapitalen politischen und wirtschaftlichen Krise – Ausgang mehr als ungewiss.
 

Von Hugo Stamm | watson.ch

Einzig christliche Fundamentalisten katholischer und freikirchlicher Bewegungen verspüren ein apokalyptisches Fieber. Für sie brennt die Welt so schön, wie es die Bibel für die Endzeit vorausgesagt hat. Sie sehnen sich danach, dass der Planet wegen der Ungläubigen bald in Schutt und Asche zerfällt und sie erlöst werden.

Was treibt christliche Fundamentalisten und Verschwörungstheoretiker an, die Apokalypse herbeizusehnen?

Sehnsucht nach der Erlösung und Wiederkunft von Jesus

Fromme Christen hoffen, in der Gnadenzeit zu leben, in der sich die biblischen Prophezeiungen erfüllen. Sie nehmen Signale wahr, wie sie die Bibel für die Endzeit vorhersagt. Und sie erhoffen sich die Wiederkunft von Jesus.

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Buddha-Bullshistic in Österreich

Mönch Sunim will mit dem Stupa am Wagram „allen Menschen und Religionen Frieden bringen“. / Bild: (c) Stanislav Jenis
Mönch Sunim will mit dem Stupa am Wagram „allen Menschen und Religionen Frieden bringen“. / Bild: (c) Stanislav Jenis
In einem Weingarten in Niederösterreich errichtet ein Mönch einen Stupa. Rechtswidrig, sagen Kritiker. Statt Friede brachte das Bauwerk bisher Hass und Zwietracht.

Von Andreas Wetz | Die Presse.com

„Die Esoterik-Schickeria hat es geschafft.“ Schimpfend steht Pensionist Hubert Jobst mit seiner Videokamera auf der Schulter neben dem Bagger und hält drauf. Hier, in einem Weingarten an der Abbruchkante des Wagrams, baut der koreanische Mönch Bop Jon Sunim seit Montag einen Stupa. Einen Friedensstupa, um genau zu sein, ein buddhistisches Bauwerk, das als Denkmal für den Dialog zwischen Menschen und Religionen dienen soll.

Von Frieden ist an diesem Herbsttag rund um Grafenwörth wenig zu spüren. 45 Autominuten nordwestlich von Wien bekämpfen Bürger wie Jobst, Oppositionspolitiker und christliche Traditionalisten seit Monaten den 32 Meter hohen Kuppelbau. Ihre Argumente: Naturschutz und Durchsetzung des Rechtsstaats. „Früher“, argumentiert Jobst nun gegen Maschinenlärm, Wind und Bauherren an, „war ich Grüner.“ Heute wähle er aus Protest gegen politische Willkür die FPÖ. Und Willkür sei auch „das hier“. Der Stupa zerstöre Landschaft und Lebensraum von Tieren.

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Die Untreuen: Wie die Muslime zu ihrem Weltreich kamen

Themenbild
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Nach Mohammeds Tod eroberten seine Anhänger blitzartig weite Teile der Welt, wie passierte das scheinbar Unmögliche? Die persischen und römischen Klein-Eliten waren das Geheimnis des muslimischen Erfolgs,ist der Kieler Islamwissenschaftler Lutz Berger überzeugt: Sie hatten an Macht verloren – Loyalität lohnte sich nicht mehr.

Von Anne-Catherine Simon | Die Presse.com

Man stelle sich eine moderne Umfrage im Jahr 632 nach Christi Geburt vor, unter gebildeten Syrern, Arabern oder Byzantinern: Glauben Sie, dass in ein paar Jahren Araber Syrien, den Irak und Ägypten beherrschen und dort statt des Christentums eine neue Religion an die Macht bringen werden? Niemand hätte dies auch nur im Entferntesten für möglich gehalten, argumentiert der Kieler Islamwissenschaftler Lutz Berger in seinem fantastischen neuen Buch „Die Entstehung des Islam“ glaubhaft. Und fügt im Gespräch mit der „Presse“ hinzu: „Das Wahrscheinlichste war, dass die Araber Christen werden.“ Monotheismen, die anders als frühere lokale Polytheismen ein Leben nach dem Tod verhießen, waren damals en vogue. „Und überall rundum war das Christentum der Trend“, sagt Berger. „Es gibt keinen Grund, warum es bei den Arabern anders hätte sein sollen. Allenfalls hätte man sich vorstellen können, dass sich der Zoroastrismus durchsetzt.“ Also die ebenfalls monotheistische Religion von Ostroms großem Rivalen, dem persischen Sassanidenreich.

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Dieses ständige Religions-Bashing nervt – heul doch

hailänder im Gebet vor einer Buddha-Statue in Nakon, westlich von Bangkok (2016). Bild: EPA
Thailänder im Gebet vor einer Buddha-Statue in Nakon, westlich von Bangkok (2016). Bild: EPA
Religionen sind an allem schuld. Vor allem der Islam, aber auch das Christen- und das Judentum (etwas weniger der Buddhismus und Naturreligionen).

Von Kian Ramezani | watson.ch

Schuld an allen Kriegen und allen Übeln dieser Welt. Die Schlussfolgerung «ohne Religionen wären wir besser dran» und die Forderung «Religionen gehören abgeschafft» finden sich regelmässig in unserer Kommentarspalte und ernten stets Applaus.

Mich nervt dieses reflexartige Religions-Bashing. Es zeugt meines Erachtens nicht von Aufgeklärtheit, sondern von Unverständnis.

Unter der Oberfläche mancher Religionskritik schimmert die Geringschätzung des Glaubensakts durch. Ein aufgeklärter Mensch weiss, ein Religiöser glaubt «nur». Als sei Wissen dem Glauben irgendwie überlegen. Es ist der sprichwörtliche Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Wissen gehört in die Wissenschaft, Glauben in die Religion. Sie schliessen einander nicht aus, aber wer sie vermischt, endet in der Sackgasse.

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Erste Porzellankirche Deutschlands eingeweiht – braucht niemand

 Das Kirchenschiff der neuen Porzellankirche auf der Leuchenburg hoch über dem Saaletal. Bildrechte: dpa
Das Kirchenschiff der neuen Porzellankirche auf der Leuchenburg hoch über dem Saaletal. Bildrechte: dpa
Die Leuchtenburg bei Kahla wird seit Jahren zu einem Mekka für Porzellanliebhaber umgebaut. Mit der neuen Porzellankirche wurde jetzt der Schlussstein gesetzt. Bei künftigen Ehepaaren steht sie bereits hoch im Kurs.
 

MDR Thüringen

Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist am Samstag auf der Leuchtenburg Thüringens erste Porzellankirche eingeweiht worden. Die Direktorin der Stiftung Leuchtenburg, Ulrike Kaiser, sagte MDR THÜRINGEN, nach fast zehn Jahren ende damit der Um- und Ausbau der mittelalterlichen Burganlage bei Kahla.

Die Kirche ist Teil der Erlebnisausstellung „Porzellanwelten“. Kaiser zufolge soll sie aber auch für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Orgelkonzerte genutzt werden. Bei Heiratswilligen stand die Porzellankirche schon vor der Eröffnung hoch im Kurs. „Uns liegen für 2017 bereits über 20 Anfragen vor“, sagte Kaiser.

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Die Moral der Netz-Beherrscher

© AP Das Bild des Napalm-Mädchens aus Vietnam hat Facebook gelöscht, sonst schaut der Konzern gerne weg.
© AP Das Bild des Napalm-Mädchens aus Vietnam hat Facebook gelöscht, sonst schaut der Konzern gerne weg.
Facebook, Twitter oder Google werden immer mächtiger. Doch mit ihrer Verantwortung ist es nicht weit her: Pöbeleien und Gewaltandrohungen werden toleriert, woanders wird munter zensiert. Jetzt wird die Kritik lauter.

Von Jonas Jansen | Frankfurter Allgemeine

Die Brandstifter sind in Zündellaune: Karina S. fordert für eine syrische Familie „benzin drüber und anzünden allesamt!“. Eine Frau Möller stört sich an dem „Refugees Welcome“-Tattoo einer Aktivistin und kommentiert unter ein Foto: „Gelyncht gehört das Vieh!“, garniert mit einem nicht zitierbaren Vergewaltigungswunsch, gerichtet an eine Person, die sie persönlich nie zuvor gesehen hat. Zu finden sind diese Aussagen auf Facebook, nicht in einer geschlossenen Gruppe, sondern öffentlich gepostet. Jeder kann das sehen, genauso wie Enthauptungsfotos von Terroristen oder andere islamistische Propaganda, die von Sympathisanten verbreitet wird. Doch da hört der Hass nicht auf: Einzelne Personen werden konkret bedroht, Fotos vom Wohnort hochgeladen.

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Vatikan gerät ins Visier von Italiens Finanzpolizei

Vatikanbank
Vatikanbank
Der Vatikan ist offenbar erneut wegen fragwürdiger Finanzgeschäfte ins Visier der italienischen Justiz geraten. Das berichtet eine italienische Zeitung. Angeblich soll mehrere Millionen Euro zweckentfremdet worden sein.

domradio.de

Römische Staatsanwaltschaft und Finanzpolizei gehen laut einem Medienbericht dem Verdacht einer Zweckentfremdung von 91 Millionen Euro nach, die der italienische Staat für den Betrieb der vatikanischen Kinderklinik „Bambino Gesu“ bereitgestellt hatte. Wie die italienische Tageszeitung „Il Sole 24Ore“ (Samstag Onlineausgabe) berichtete, soll die vatikanische Vermögensverwaltung Apsa das für die medizinische Versorgung bestimmte Geld 2013 auf dem Kapitalmarkt angelegt haben.

Insgesamt soll sich der Umfang irregulärer Finanzgeschäfte der Apsa im Jahr 2013 demnach auf 117,6 Millionen Euro belaufen.

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Huge, Hyperluminous Black Hole Found Wandering Through the Universe

Image:NASA
Image:NASA
Astronomers at NASA’s Chandra X-ray Observatory and ESA’s XMM-Newton X-ray observatory spotted what could be a wandering black hole, kicked out of the center of its parent galaxy when a small galaxy collided with a larger one. In their study, they gave it the charming name XJ1417+52.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

In the image above, we see the wide-field view from the Hubble Space Telescope. The left inset shows a close-up view of the larger galaxy, which gobbled up the smaller galaxy, XJ’s own Alderaan. On the right is Chandra’s X-ray image of XJ, in purple.

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Der Tod ist ihnen heilig

 Bei der
Bei der „Weihe“ werden Sante-Muerte-Figuren zunächst mit Tequilla übergossen, dann wird ein Ring aus Feuer um sie entflammt © Angus Fraser
Millionen Mexikaner beten die Sensenfrau Santa Muerte an. Der morbide Kult ist Spiegel der Seele eines gebeutelten Landes.

Von Jan-Christoph Wiechmann | stern.de

An einem Sommermorgen 2008 erschossen 13 Männer einen jungen Sektenführer namens Jonathan Legaría Vargas mit 150 Schüssen in einem Vorort von Mexiko-Stadt. Die Tat schaffte es kurz in die Zeitungen, verschwand dann aber ebenso schnell in der Flut neuer Mordmeldungen. Die Polizei verfolgte den Fall nicht. In den folgenden Tagen trat seine Mutter, Enriqueta Vargas, vor die Statue der Todesheiligen La Santa Muerte, ein 22 Meter hohes Skelett in schwarzer Robe, das die gesamte Nachbarschaft überragt. Sie brachte ihr Gaben – Tequila, Lutscher, Äpfel – und machte einen Deal mit der Volkspatronin: Du bringst mir den Mörder – ich diene dir mein Leben lang.

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Ahmad Mansour: „Ein Kind mit Kopftuch ist Missbrauch“

foto: apa / dpa / frank rumpenhorst Das Kopftuch stehe
foto: apa / dpa / frank rumpenhorst Das Kopftuch stehe „für Geschlechtertrennung und Tabuisierung der Sexualität“, darum lehnt es Ahmad Mansour grundsätzlich ab. Aber wenigstens Kindergärten und Volksschulen sollten kopftuchfrei sein.
Der arabisch-israelische Psychologe über die Generation Allah, falsche Toleranz, linken Rassismus und das Kopftuch als politisches Symbol

Von Lisa Nimmervoll | derStandard.at

Ahmad Mansour wuchs in einem kleinen arabischen Dorf in Israel in einer nicht praktizierenden muslimischen Familie auf. In seiner Schulzeit geriet er unter den Einfluss eines radikalen Imams und wurde selbst beinahe Islamist. Aber nur beinahe, nicht zuletzt das Psychologie-Studium half ihm, religiösem Fundamentalismus und Islamismus zu entkommen.

In seinem Buch „Generation Allah“ erklärt der Psychologe und Islamexperte, „warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen“. Dazu gehöre auch, Probleme nicht zu verharmlosen oder zu leugnen, auch nicht unter dem Deckmantel einer falsch verstandenen „Toleranz“. Muslimische Mädchen müssten selbstverständlich am Schwimmunterricht teilnehmen. Sexuelle Selbstbestimmung gelte als „Grundrecht in dieser Gesellschaft“ für alle – „egal, ob das Mädchen oder der Junge Moslem, Christ oder Atheist ist“. Das Kopftuch hält Mansour für ein „politisches Symbol“, das für „Geschlechtertrennung und Tabuisierung der Sexualität“ stehe. Die „frauenverachtende“ Burka müsse „unbedingt verboten werden“.

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Medizin und Nahrungsmittel: Bitte nicht mischen!

© dpa Pillen und Nahrungsmittel: Was passt zusammen, was nicht?
© dpa Pillen und Nahrungsmittel: Was passt zusammen, was nicht?
Ist es wirklich ein Problem, Antibiotika mit Milch zu schlucken? Unsere Autorin hat sich Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln angeschaut.

Von Denise Peikert | Frankfurter Allgemeine

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln können in verschiedenen Fällen auftreten. Das ist aber nicht immer ein Problem.

Hier ein Überblick über die bekanntesten Wechselwirkungen.

Gerbstoffe und Eisentabletten

Viele Menschen nehmen ihre Pillen gegen Eisenmangel mit den Mahlzeiten ein. So schlagen die dafür bekannten Präparate nicht allzu sehr auf den Magen. „Wenn Sie zu den Mahlzeiten aber Tee oder Kaffee trinken, dann merken Sie die Eisentabletten zwar nicht in Ihrem Magen – allerdings auch sonst nirgendwo im Körper“, sagt Gabriele Overwiening, Apothekerin aus Westfalen und Vertreterin der Bundesapothekenkammer.

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Wo bleibt der Knall beim Nobelpreis?

Nobelpreis-Medaille

Das Komitee verschanzt sich bei der Auszeichnung der Naturwissenschaften hinter alten Regeln. Es sollte mehr Mut beweisen, denn Chemtrail-Verschwörungen und Glyphosat-Ängste greifen um sich.
 

Von Felix Hütten | Süddeutsche.de

Alfred Nobel, der Stifter des Nobelpreises, hat einst das Dynamit erfunden. Er war, wenn man so will, ein bedeutender Sprengmeister der Wissenschaft. Doch in diesem Jahr lag nicht viel Sprengkraft in den Entscheidungen der naturwissenschaftlichen Nobelpreise. Alle Geehrten haben den Titel zweifelsohne verdient, doch als Symbol für die Wissenschaft der Zukunft taugen sie nicht. Man könnte fast sagen, die Juroren waren mutlos. Die Wissenschaft wird immer kleinteiliger, einen einzigen Knall pro Jahr, wie ihn Nobel einst würdigen wollte – wie zum Beispiel die Entdeckung der Struktur der DNA von Watson und Crick -, gibt es immer seltener.

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Dschaber al-Bakr: Der Sprengstoffbauer aus dem Plattenbau

In Zusammenhang mit dem in einer Wohnung in Chemnitz gefundenem Sprengstoff hat die Polizei dieses Foto des gesuchten Syrers Dschaber Al-Bakr zur Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben. Foto: AFP
In Zusammenhang mit dem in einer Wohnung in Chemnitz gefundenem Sprengstoff hat die Polizei dieses Foto des gesuchten Syrers Dschaber Al-Bakr zur Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben. Foto: AFP
Der 22-jährigen Syrer Dschaber al-Bakr soll in einer Plattenbausiedlung in Chemnitz eine Bombe gebaut haben. Die Fahndung läuft auf Hochtouren – doch dem Syrer ist offenbar die Flucht gelungen.

Frankfurter Rundschau

Die Straßen sind wie leer gefegt an diesem Samstag im Fritz-Heckert-Viertel im sächsischen Chemnitz. Die Plattenbauten südwestlich vom Zentrum sind weiträumig abgesperrt, im Nieselregen stehen an jeder Ecke Polizeifahrzeuge. In der Siedlung patrouillieren Beamte, mit Maschinenpistolen bewaffnet und schwarz gekleidet.

Zwischen den fünfstöckigen Wohnblöcken: gepflegte Grünflächen und Spielplätze. Nur einige Jugendliche sitzen dort und verfolgen auf ihren Smartphones, was passiert. In einem Haus soll ein Sprengstoffanschlag vorbereitet worden sein. Gesucht wird ein 22-jähriger Syrer aus der Siedlung, ein mutmaßlicher Islamist.

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A 13-Year-Old Follower of Jainism is Dead After Fasting for 68 Straight Days

Image: Friendly Atheist
Image: Friendly Atheist
While the religion of Jainism has a reputation for being non-violent and generally harmless, I can tell you from experience (former Jain here) there are serious problems with their beliefs. It’s not just the belief in supernatural ideas like reincarnation and karma, there’s also pressure to fast on the high holy days. It’s not just for a day, either. Sometimes, the fasts last more than a week. (Pre-boiled water is allowed.)
 

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

My sister did that when she was in middle school — and seeing people close to me celebrating that unhealthy, dangerous decision was part of what drove me away from the faith. My mother still fasts — or eats just once a day — throughout the year, as do many of our family friends.

So while I can’t confirm this story coming out of Hyderabad, India, and while it seems absurd even by Jain standards, it’s not entirely out of left field.

A 13-year-old girl in Hyderabad died last week after fasting for 68 days as per Jain rituals during the holy period of ‘Chaumasa‘.

Aradhana, a class 8 student, was was admitted to the hospital just two days after completing her fast where she died of cardiac arrest, the family said.

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Hochschulen erleichtern Quereinstieg ins evangelische Pfarramt

Angesichts des Nachwuchsmangels bei evangelischen Pfarrern wollen die Hochschulen einen Quereinstieg in den Pfarrberuf erleichtern. Der Evangelische-theologische Fakultätentag verabschiedete am Samstag auf seiner Plenarversammlung in Münster eine entsprechende Rahmenverordnung für ein berufsbegleitendes Theologiestudium.

evangelisch.de

Die Reform sei nötig, weil sich in der evangelischen Kirche ein Theologenmangel abzeichne, sagte der Vorsitzende des Fakultätentages, Professor Wolfram Kinzig von Universität Bonn.

In der neuen Rahmenordnung ist der Erwerb eines „Master of Divinity“ vorgesehen. Mit diesem Masterstudiengang, der sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit absolviert werden kann, soll Menschen in einem späteren Lebensstadium der Zugang zum Pfarrdienst ermöglicht werden. Zugangsvoraussetzungen für diesen Studiengang sind ein abgeschlossenes Bachelorstudium und eine fünfjährige Berufserfahrung in einem kirchennahen Bereich, etwa als Diakon oder Kirchenjurist.

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Can Dündar baut neues Medium auf

Der türkische Journalist Can Dündar.Foto: dpa
Der türkische Journalist Can Dündar.Foto: dpa
„Correctiv“ und Can Dündar wollen ein türkischsprachiges Medium in Deutschland aufbauen, eine Art türkisches „Correctiv“-Pendant, mit dem politisch verfolgten Dündar als Leiter.

DER TAGESSPIEGEL

„Correctiv“-Gründer David Schraven plant den Start in diesem Jahr. Am Samstag hat das Team eine Webseite veröffentlicht. „Correctiv“ bezeichnet sich selbst als „das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum.“ Seitdem Dündar im August seinen Posten als Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ abgegeben hat, lebt er in Deutschland. Am Freitag erhielt er den Leipziger „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“. Die Grünen im Europaparlament haben Can Dündar für den Sacharow-Preis für geistige Freiheit vorgeschlagen.

Zwei Männer mit Schlagring prügeln Fünfjährigen: Wir haben Fragen

Die Tatverdächtigen sollen mit einem Schlagring auf die Familie losgegangen sein. Symbolbild, nicht die Hand des Tatverdächtigen | Foto: imago | Westend61
Die Tatverdächtigen sollen mit einem Schlagring auf die Familie losgegangen sein. Symbolbild, nicht die Hand des Tatverdächtigen | Foto: imago | Westend61
In Merseburg, einer 37.000 Einwohner Stadt in Sachsen-Anhalt, verbrachten am Donnerstag ein 44-jähriger Mann, eine 47-jährige Frau und der fünf Jahre alte Enkel der Frau den Abend in der gemeinsamen Wohnung.

VICE staff | VICE.com

Es klingelten zwei stark betrunkene Männer und schlugen die drei zusammen. Die Tat, wie sie die Polizei schildert, klingt roh, brutal und sinnlos:

Etwa gegen 19:40 Uhr klingelte es dort. Der Mann öffnete und stand zwei anderen Männern gegenüber. Unmittelbar soll man ihn attackiert haben. (…) Die Lebensgefährtin kam ihrem Partner zu Hilfe und wurde ebenfalls angegriffen. (…) Bei der Tat haben die beiden Angreifer einen Teleskopschlagstock sowie einen Schlagring mitgeführt und diese benutzt. (…)
Alle drei Opfer wurden bei der Tat verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Der Mann konnte noch gestern Abend das Krankenhaus verlassen. Die Frau verließ heute Vormittag die Klinik und das Kind ist derzeit noch dort.

Wir haben Fragen.

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Kosher Internet: A Niche, But Necessary Market for Ultra-Orthodox Jews

Image: Mamaaq/YouTube
Image: Mamaaq/YouTube
Jonathan was 20 when he left orthodox Jewish school, or yeshiva, and got his first computer: a ThinkPad laptop to get him through his college program in engineering.

By Madison Margolin | MOTHERBOARD

Having grown up in Jerusalem in the 1980s and 90s, he had gone the entirety of his life without a computer, or even a television at home—as was, and remains customary to varying degrees among Haredim, or ultra-Orthodox Jews. Still, that didn’t stop the future programmer from falling in love with computers.

While packs of yeshiva boys would sneak into town, crowding internet cafes to watch soccer or porn, or merely to cruise the web—the secular world only a click away—Jonathan hacked his school’s internet filters blocking certain websites in the name of ruchnius, or spirituality. Though he had ventured outside the insular Haredi community where he grew up, the Jerusalem College of Technology still adhered to strict codes of religiosity, which included filtering the internet.

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