Bruder des toten Jaber Albakr: „Meine Reaktion als Araber ist Rache“

Alaa Albakr, der Bruder des toten Terrorverdächtigen Jaber AlbakrFoto: Screenshot Deutsche Welle
Alaa Albakr, der Bruder des toten Terrorverdächtigen Jaber AlbakrFoto: Screenshot Deutsche Welle
Der Bruder des toten Terrorverdächtigen Jaber Albakr spricht im DW-Interview eine Drohung aus. Sein Bruder sei kein IS-Mitglied gewesen, sagt Alaa Albakr zudem. Im „Spiegel“ klang das anders.
 

Von Kai Portmann | DER TAGESSPIEGEL

Der Bruder des toten Terrorverdächtigen Jaber Albakr sinnt auf Vergeltung für den Suizid seines Bruders. In einem Video-Interview der Deutschen Welle spricht er dabei auch indirekt eine Drohung gegen die drei Syrer aus, die seinen Bruder in Leipzig überwältigt und der Polizei übergeben hatten.

„Meine Reaktion als Araber ist Rache“, sagt Alaa Albakr laut der Übersetzung auf die Frage nach seiner Haltung zu den Männern, die seinen Bruder gefasst hatten. Auf die Nachfrage, was da heiße, sagt er weiter: „Du verstehst schon. Ich habe nichts weiter dazu zu sagen.“

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Syrien: „Apokalyptische Schlacht“ um IS-Hochburg

Kämpfer der Rebellen in Syrien (Symbolfoto vom 11. Oktober). Foto: REUTERS
Kämpfer der Rebellen in Syrien (Symbolfoto vom 11. Oktober). Foto: REUTERS
Seit Jahren ist die Ortschaft Dabik im Norden Syriens in der Hand des IS. Nun haben die Rebellen – unterstützt durch türkische Panzer und Kampfjets – eine Großoffensive gestartet.

Frankfurter Rundschau

Syrische Rebellen haben mit türkischer Unterstützung eine Offensive gegen die Terrormiliz IS in dem Ort Dabik im Norden des Bürgerkriegslandes gestartet. Die Islamisten dort bereiteten sich auf eine «apokalyptische Schlacht» vor, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

Ein Rebellenführer sagte der Deutschen Presse-Agentur, er erwarte den Fall Dabiks «innerhalb von Stunden».

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Gleichberechtigung der Frau sei biblisch begründet

Die Gleichstellungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche Hannover, Hella Mahler, fordert in allen evangelischen Kirchen Gesetze zur tatsächlichen Gleichberechtigung.

evangelisch.de

Wenn der Frauenanteil in den Kirchen größer sei als der Männeranteil, dann müsse sich das auch in den leitenden Positionen der Kirche niederschlagen, sagte Mahler am Samstag auf dem Christinnentag der SPD im bayerischen Landtag. In der Realität gestalteten Frauen jedoch meist das kirchliche Leben an der Basis, während Männer die Verantwortung trügen.

„Die Kirche muss vermitteln, dass Geschlechtergerechtigkeit alle betrifft und biblisch begründet ist“, sagte Mahler, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Evangelischen Frauenbundes ist. Beide Geschlechter müssten auf dem Weg des Gerechtigkeitsstrebens mitgenommen werden. Mit Sorge betrachte sie die konservativen Strömungen in der Kirche, die sich verstärkt für patriarchalische Strukturen einsetzten. Durch sie bestehe in Sachen Gleichberechtigung die Gefahr „einer Rolle rückwärts.“

Die Religion des „Ersatzkaisers“

Eine erbärmliche Debatte. Die Religion des Bundespräsidenten, ob Christ, Muslim, Jude, Hindu,oder Buddhist. Die Idee, er könne ungläubiger Atheist sein wird verbal überhaupt nicht geäußert.

Befasst man sich mit den Artikeln 54-61 des Grundgesetzes, die die Funktion des Amtes definieren, wird man den Begriff der Religion vergeblich suchen, gar Hinweise auf die Glaubenszugehörigkeit des Bundespräsidenten oder des Kandidaten für das Amt. Der Bundespräsident, oder die Präsidentin sind in ihrem Amt als Vertreter aller Deutschen zu verstehen. Das Amt selbst trifft keine Einschränkungen hinsichtlich eines Glaubens oder Weltanschauung. Gauck, als amtierender Präsident, vom Beruf Pastor, mit christlichem Glaubensbekenntnis, spricht als Christ eben nur für Christen, sofern er seine Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft expressis verbis betont, alle anderen Deutschen sind außen vor.

Die Diskussion über die Glaubenszugehörigkeit des Amtes ist an Erbärmlichkeit nicht zu übertreffen und eines Staates mit säkularen Politikverständnis unwürdig. Sie ist Ausdruck der Hilflosigkeit, statt sich dem harten Geschäft der Politik in Wirtschaft, Sozialen und Finanzen zu widmen, kompensiert man die eigene Inkompetenz mit dem weichen Thema der Religion und der Gläubigkeit des Amtes des Bundespräsidenten. Die Diskussion ist der Versuch eigene moralische, religiöse und ethische Sichtweisen ans Volk zu bringen. Im Geschäft der Kirchen nennt man das Mission. Formal ist die Diskussion geeignet Religions-und weltanschauliche Freiheit einzuschränken, wenn nicht gar abzuschaffen und steht der freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Antithese gegenüber.

Die Individuen des Gemeinwesen können glauben was sie wollen, solange ihr Glaube nicht den Normativen des Grundgesetzes zuwider läuft.

Erinnern wir uns an die Rede von Navid Kermani, anlässlich der Verleihung des Friedenspreises in der Paulskirche von Frankfurt. Nach seiner Dankesrede wünschte er sich keinen Applaus, sondern ein gemeinsames Gebet für die Menschen in Syrien und im Irak. Ein Gebet  ist eine verbale oder nonverbale rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen. Bleibt die Frage an wen, an die göttliche Entität die das Abschlachten der Gläubigen und Ungläubigen gut heißt und ermöglicht, oder jene Entität, die dem Krieg ein Ende bereiten soll. Es ist wie es ist. Mit der Bitte um ein abschließendes Gebet hat Kermani die Religionsfreiheit unzulässig eingeschränkt. Ich hätte mir gewünscht einer der Anwesenden hätte den Arsch in der Hose gehabt, wäre aufgestanden und gegangen. Wir brauchen keine Zwangsbebeter, wir brauchen keine Politiker die ihre religiösen Überzeugen zur politische Maxime ihres Handelns machen.

All diejenigen die meinen nun über die religiöse Weltsicht eines Bundespräsidenten diskutieren zu müssen, sind im Sinne Kants Afterdienstler am eigenen Volk.

Türkischer Delegierter entfernt Mohammed-Karikatur im Europarat

Von Kurt Westergaard
Von Kurt Westergaard
Zeichnung des Propheten war Teil von Kunstwerk in Straßburg
 

DIE WELT

Ein türkischer Vertreter im Europarat hat eine Mohammed-Karikatur aus einem Kunstwerk entfernt. Das Mitglied der türkischen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats riss die Zeichnung am Mittwoch aus einer riesigen Collage des maltesischen Künstlers Norbert Attard, die am Sitz des Europarats in Straßburg ausgestellt war, wie ein Vertreter der Organisation am Freitag mitteilte. Das Bild zeigt eine umstrittene dänische Karikatur, auf der der Prophet mit einer Bombe im Turban zu sehen ist.

Landgrabbing: Investoren besitzen 26,7 Millionen Hektar der weltweiten Ackerfläche

Eltern im Süden Kenyas protestieren dagegen, dass das Grundstück der Schule ihrer Kinder von einem Investor aufgekauft wird. Foto: dpa
Eltern im Süden Kenyas protestieren dagegen, dass das Grundstück der Schule ihrer Kinder von einem Investor aufgekauft wird. Foto: dpa
Rund zwei Prozent der weltweiten Agrarfläche ist heute im Besitz von Investoren – so viel wie die Fläche von Slowenien und Großbritannien zusammen. Wer wo investiert und welche Auswirkungen das hat, zeigt der neue Report der Landmatrix-Initiative

Von Julia Lauter | greenpeace magazine

Landgrabbing oder Landnahme ist auf dem Papier zunächst einfach nur ein Geschäft: Land wechselt den Besitzer. Doch in der Realität wird das oft zum Problem. Denn das Land wird bewohnt oder beackert und die Besitzverhältnisse sind oft nicht eindeutig. Hinzukommt, dass in der globalisierten Welt oft Investoren aus Ländern des globalen Nordens Flächen shoppen im globalen Süden – die „Deals“ spiegeln meist die bestehenden Machtverhältnis dann zu Ungunsten der Verkäufer wieder.

Die Landmatrix-Initiative ist eine unabhängige Forschungsinitiative, die in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie etwa der EU-Kommission, der Gesellschaft für Entwicklung und Zusammenarbeit (GIZ) oder dem Hamburger Forschungsinstitut GIGA German Institue of Globale and Area Studies Daten zu großflächigem Landkauf erhebt und auswertet. Die Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, die verfügbaren Daten zu solchen „Landflächen-Deals“ auszuwerten und damit Licht in die Debatte rund um das globale Landgrabbing zu bringen.

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Südafrika: Zumas Clique ignoriert Zorn der Bürger

Südafrikas Präsident Jacob Zuma hält sich mit Bauernschläue im Amt. Foto: dpa
Südafrikas Präsident Jacob Zuma hält sich mit Bauernschläue im Amt. Foto: dpa
Bei den Südafrikanern wächst die Unzufriedenheit über den Stillstand im Land, doch das Regime von Präsident Jacob Zuma ist derzeit hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt.

Von Johannes Dieterich | Frankfurter Rundschau

Am Kap der Guten Hoffnung kündigen steigende Temperaturen einen weiteren, großartigen Sommer an. Zumindest auf der Wetterkarte deutet nichts auf Stürme – und doch ziehen die Südafrikaner besorgt ihre Köpfe ein. Sie ahnen, dass der Regenbogennation die Stunde geschlagen hat.

In den Universitäten des Landes wird seit Wochen gestreikt. Die Studenten liefern sich Schlachten mit den Ordnungskräften: Nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Menschen sterben. Die Hochschüler fordern das Ende der Universitätsgebühren, doch in Wahrheit geht es um mehr. Um die Erfüllung eines Versprechens, das Nelson Mandela mit der Rede vom „Neuen Südafrika“ gemacht hatte – und das in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Sumpf von Korruption, Eigennutz und Inkompetenz unterging. Die Regierung weiß dem Zorn der Studenten nichts entgegen zu setzen: Sie ist abwesend wie die Euphorie, die den gespalteten Staat einst zusammengebracht hat.

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Leiter der Piusbrüder erneut im Vatikan empfangen

© Bild: KNA
© Bild: KNA
Der Obere der traditionalistischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, wurde erneut im Vatikan empfangen. Noch überraschender als der Besuch selbst ist die Liste der Gesprächspartner von Fellay.

katholisch.de

Der Obere der traditionalistischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, ist im Vatikan empfangen worden. Wie die Bruderschaft am Freitag auf ihrer französischsprachigen Internetseite mitteilte, führte Fellay am Donnerstag Gespräche mit dem Präfekten der Glaubenskongregation Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Zudem habe er im vatikanischen Gästehaus Santa Marta kurz Papst Franziskus begrüßt. Der Vatikan äußerte sich bislang offiziell nicht dazu.

Franziskus zeigt Offenheit für den Dialog

Bereits am April war es an gleicher Stelle zu einer ersten Unterredung zwischen Fellay und dem Papst gekommen. Franziskus hatte später in einem Interview bekundet, dass er eine Einigung mit den Traditionalisten anstrebe. Er stellte den Piusbrüdern eine Zukunft in voller Gemeinschaft mit der Kirche in Form einer sogenannten Personalprälatur in Aussicht.

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Debatte über Religion des zukünftigen Bundespräsidenten – erbärmlich

Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck, wonach ein Muslim als deutsches Staatsoberhaupt grundsätzlich denkbar wäre, stoßen auf ein geteiltes Echo in den Parteien.

evangelisch.de

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte „bild.de„: „Ob ein Bundespräsident Christ, Muslim oder Buddhist ist, sollte keine Rolle spielen. Entscheidend ist, dass die Religion nicht über der Verfassung steht.“ Skeptische Stimmen kamen aus den Reihen der Union.

Der evangelische Christ Gauck hatte dem Evangelischen Pressedienst (epd) gesagt, er wolle für die Zukunft nicht ausschließen, dass ein Muslim oder ein Angehöriger einer anderen Religionen wie auch ein Nicht-Gläubiger in das oberste Staatsamt gewählt wird. Alle bisherigen elf Bundespräsidenten gehörten einer christlichen Kirche an, neun waren evangelisch, zwei katholisch. Der ehemalige Pfarrer Gauck scheidet im nächsten Jahr aus dem Amt.

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Streit um Mossul-Offensive: Erdogan droht mit „Plan B“

Erdogan (2.v.l.) am Freitag in Konya / Bild: REUTERS
Erdogan (2.v.l.) am Freitag in Konya / Bild: REUTERS
Die Türkei will an der geplanten Offensive zur Befreiung der nordirakischen Großstadt Mossul vom IS beteiligt sein. Wenn man die Türkei nicht wolle, „werden wir einen Plan B aktivieren.“

Die Presse.com

Im Streit um die Beteiligung der türkische Armee an der geplanten Militäroffensive auf die Großstadt Mossul im Irak hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit dem Rückgriff auf einen „Plan B“ gedroht – wie immer dieser auch aussehen mag.

„Wir sind entschlossen, unseren Platz in der Koalition im Irak einzunehmen, für die Einheit des Irak“, sagte Erdogan am Freitag bei einer Veranstaltung in der zentralanatolischen Stadt Konya. „Wenn die Koalitionskräfte die Türkei nicht wollen, werden wir einen Plan B aktivieren.“

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Suizid in der U-Haft

Bild: DIE KOLUMNISTEN
Bild: DIE KOLUMNISTEN
Jedes Jahr töten sich ca. 100 Menschen im Strafvollzug. Die meisten davon in der Untersuchungshaft. Der Fall des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr ist nur einer von ihnen.
 

Von Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN

Als Monty Python Film wäre die Pleiten, Pech und Pannenserie der sächsischen Justizbehörden ein großer Brüller. In der Realität ist sie eher zum Heulen.

Die sächsische Polizei twitterte am letzten Montag:

! NEWS ! Wir sind geschafft, aber überglücklich: der Terrorverdächtige Albakr wurde in der Nacht in Leipzig festgenommen. ÖA über #GenStA

Okay, da stand noch nicht dabei, dass die eigentliche Festnahme durch ein paar Syrer erfolgt war, die den völlig geschafften Polizeibeamten einen bereits fertig verschnürten Tatverdächtigen abholbereit lieferten, aber immerhin. Nun hatten sie ihn denn. Es ging ein Seufzer der Erleichterung durch das Land. Nicht alles ist schlecht in Sachsen.

Die kurz darauf bekannt gewordenen Pannen bei der sächsischen Polizei – Schutzwesten waren so schwer, dass die Beamten das vorbei spazierende Zielobjekt nicht verfolgen konnten – wurden als eher lustiges Beiwerk einer im Ergebnis dann mit Glück erfolgreichen Terroristenjagd angesehen. Eine echt pythoneske Szene. Ende gut, alles gut. Dachte man.

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Atommüll: Die Ewigkeitskosten trägt der Steuerzahler

Hier lagern Fässer mit radioaktivem Müll: Zwischenlager der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) in Baden-Württemberg. Foto: dpa
Hier lagern Fässer mit radioaktivem Müll: Zwischenlager der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) in Baden-Württemberg. Foto: dpa
Mehr als fünf Jahre nach dem Beschluss zum Atomausstieg, rückt die Einigung über ein Gesetz für die Altlasten näher. Die Unternehmen bleiben bis zur endlagerfähigen Verpackung des Atommülls verantwortlich, von der Haftung für die Endlager können sie sich für ein paar zusätzliche Milliarden allerdings „freikaufen“.
 

greenpeace magazine

Der Milliardenpakt den Kosten der Atommülllagerung nimmt offenbar Gestalt an. Eine Runde aus Staatssekretären und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) habe sich über wesentliche Punkte für eine Vereinbarung mit  den Energiekonzernen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW verständigt, hieß es in Koalitionskreisen. Das entsprechende Gesetzespaket solle – nach einigen Verzögerungen – am kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Endgültig verabschiedet werde es voraussichtlich erst im kommenden Jahr. Anschließend wird der Entsorgungspakt mit den vier Atom-Konzernen geschlossen.

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Erdoğan nennt Forderung nach Wiedereinführung der Todesstrafe „berechtigt“

Bild: FB
Bild: FB
„Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht“ – Frenetischer Beifall in Konya
 

derStandard.at

Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei hat Staatspräsident Tayyip Erdoğan erneut die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die Rufe aus dem Volk danach seien „eine berechtigte Forderung“, sagte Erdoğan am Freitag bei einem Auftritt in der zentralanatolischen Stadt Konya.

Unter frenetischem Beifall von tausenden Anhängern fügte er hinzu: „Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht. Mich interessiert mein Volk.“ Konya gilt als eine Hochburg der Islamisten in der Türkei.

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Bundesregierung verteidigt Auflösung des Kirchenasyls in Münster

In dem Fall eines 31-jährigen Asylbewerbers aus Ghana habe dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kein kirchliches Prüfdossier vorgelegen, heißt es in der am Freitag bekanntgewordenen Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

evangelisch.de

Daher habe das zwischen dem BAMF und den Kirchen vereinbarte Verfahren bei Kirchenasylfällen nicht angewendet werden können. Zudem habe das Amtsgericht Münster einen Ausreisegewahrsam angeordnet.

Kirchenasyl solle lediglich in absoluten Ausnahmefällen gewährt werden, heißt es in der Antwort weiter. Grundsätzlich sollten die Außenstellen des BAMF nach Eingang des Dossiers zunächst keine weiteren Schritte einleiten. Im konkreten Fall sei diese Dokumentation erst einen Tag nach Auflösung des Kirchenasyls vom Katholischen Büro Nordrhein-Westfalen eingereicht worden.

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Assad: Terroristen werden in die Türkei zurückgedrängt

Screenshot aus dem Interview-Video/heise.de
Screenshot aus dem Interview-Video/heise.de
In einem Interview bekräftigt der syrische Staatspräsident, dass er keine Hoffnung in einem Dialog mit den Milizen sieht

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Sie seien nicht zu einem Dialog bereit. Die einzige Möglichkeit gegen die „ideologischen Kämpfer oder Terroristen“ bestehe darin, sie zu bekämpfen und zu töten. Aleppo sei ein Sprungbrett, um von dort aus auf andere Gebiete überzugreifen. Um die umliegende Region, Idlib, von den Terroristen zu säubern, sei Aleppo von größter Wichtigkeit – der syrische Staatspräsident hat seine Position erneut in einem längeren Interview erklärt (vollständiger Text bei Sana); in Bild und englischer Sprache auch auf Youtube).

Geführt wurde das Interview von einer Journalistin des russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda. Die Fragen liefern häufig Stichworte für die Ausführungen Baschar al-Assads; sie bringen ihn nicht aus dem Konzept, sondern ermuntern ihn, seine Linie zu erklären. Grundsätzlich legen die Ausführungen für interessierte Beobachter des Syrienkrieges nichts wesentlich Neues offen.

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Wohnung von AfD-Rechtsaußen Mandic durchsucht

Nach Anzeigen wegen Beleidigung wird die Wohnung des AfD-Politikers Dubravko Mandic durchsucht. Er soll mehrere Spitzenpolitiker in einer Fotomontage mit NS-Kriegsverbrechern gleichgesetzt haben.

Frankfurter Rundschau

Nach mehreren Strafanträgen wegen Beleidigung hat die Staatsanwaltschaft die Wohnung eines AfD-Politikers in Freiburg durchsucht. Dabei sei ein Laptop beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde am Freitag. Den Namen des Politikers nannte er nicht. Nach Angaben der AfD Baden-Württemberg handelt es sich um Dubravko Mandic. Hintergrund der Durchsuchung vom Donnerstag waren fünf Strafanträge wegen Beleidigung, unter anderem von den Grünen-Politikern Claudia Roth, Cem Özdemir und Anton Hofreiter.

Die Behörde habe ein Bild erhalten, dass das Kriegsverbrechertribunal von Nürnberg zeige – aber einige Gesichter darauf seien gegen die Konterfeis „aktueller Personen“ ausgetauscht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Betroffenen hätten daraufhin Strafantrag gestellt.

US-Geheimdienst hörte Telefonate von al-Bakr ab

 Die JVA Leipzig steht fast schon Synonym für Justizversagen in Sachsen. Die Obduktion von Dschaber Al-Bakar bestätigt jetzt offiziell den Tod durch Erhängen. Ministerpräsident Tillich spricht von Fehlern. Quelle: Die Welt
Die JVA Leipzig steht fast schon Synonym für Justizversagen in Sachsen. Die Obduktion von Dschaber Al-Bakar bestätigt jetzt offiziell den Tod durch Erhängen. Ministerpräsident Tillich spricht von Fehlern. Quelle: Die Welt
Der entscheidende Hinweis für einen geplanten Bombenanschlag durch al-Bakr kam von einem US-Geheimdienst. Die Amerikaner hatten offenbar Telefongespräche zwischen ihm und dem IS in Syrien abgehört. Al-Bakr soll gesagt haben: „Zwei Kilo sind fertig“ und dass ein „großer Berliner Flughafen“ ein gutes Ziel sei.

Von Florian Flade | DIE WELT

Dschaber al-Bakr ist tot. Mit seinem T-Shirt erhängte sich der 22-jährige Syrer am Mittwochabend in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt in Leipzig. Es ist reine Spekulation, ob sich al-Bakr je zu seinen mutmaßlichen Anschlagsplänen geäußert hätte. Jetzt aber kann er es nicht mehr – zum Leidwesen der Ermittler.

Wichtige Fragen bleiben weiter ungeklärt: Gab es Hintermänner, gar Auftraggeber eines Sprengstoffanschlags in Deutschland? Handelte der Bombenbauer alleine oder gibt es gar eine Terrorzelle? War al-Bakr ein IS-Terrorist, womöglich in Syrien ausgebildet?

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Muslim Mazyek spricht am Reformationstag in evangelischer Kirche

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Premiere für einen der bekanntesten Repräsentanten der Muslime: Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, wird am Reformationstag (31. Oktober) erstmals in einer evangelischen Kirche auftreten.

evangelisch.de

Er führe die Einladung in die Laurentiuskirche in Altdorf (Landkreis Nürnberger Land) darauf zurück, dass er im Vorbereitungskomitee für das Reformationsjahr 2017 sitze, sagte er am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Altdorfer Dekan Jörg Breu begründete gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) das ungewöhnliche Programm für den Reformationstag, dass es sei das Anliegen der Reformation sei, „althergebrachte Denkstrukturen aufzubrechen“. Er wolle, dass die evangelische Kirche zum Reformationsjubiläum nicht nur das übliche „Lutheralala“ anbiete. Die Reaktionen aus dem Dekanat auf den muslimischen Referenten seien aber nicht nur positiv, sagte Breu.

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Africa’s population boom fuels “unstoppable” migration to Europe

Image: churchandstate.org.uk
Image: churchandstate.org.uk
When German Chancellor Angela Merkel toured three African nations this week for talks on curbing migration to Europe, the leader of the world’s poorest country, Niger, suggested it would take a “Marshall Plan” of massive aid to stop people coming.
 

By Tim Cocks, Edward McAllister | ChurchAndState

Merkel politely declined the request, expressing concern about how well the aid would be spent and noting that, at a summit in Malta last year, the European Union had already earmarked 1.8 billion euros for a trust fund to train and resettle migrants.

But Niger’s President Mahatma Issoufou also proposed something perhaps more significant, in the long run, than a development package — bringing Niger’s population growth down from 3.9 percent, the highest in the world.

Though he gave no details on how this could be achieved, demography clearly holds the key both to Europe’s migration crisis and to the African poverty feeding it. As long as population growth in African countries outstrips their ability to educate, house and employ their citizens, large numbers of people will continue to brave the deserts and seas to escape.

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