#FreeThemAll: Ausgepeitscht vor den Augen einer entsetzten Welt

Raif Badawi erhielt den Sacharow-Preis für Menschenrechte Quelle: Infografik WELT, Foto:
WELT-Korrespondent Deniz Yücel ist aus türkischer Haft entlassen worden. Hunderte andere kritische Beobachter hingegen bleiben eingesperrt. Wir vergessen sie nicht, sondern erinnern an ihr Schicksal – heute: Raif Badawi.

DIE WELT

Sein Fall sorgte 2015 weltweit für Entsetzen. Raif Badawi, ein Blogger aus Saudi-Arabien, erhielt am 9. Januar öffentlich 50 Stockhiebe. Sein Vergehen: Badawi hatte 2008 eine Webseite gegründet, „Die saudischen Liberalen“, auf der er eine Trennung von Religion und Staat forderte sowie liberale, soziale Gesetze – und eine freie Wahl der Religion.

Im Juni 2012 wurde er verhaftet und 2013 wegen „Beleidigung des Islam“ zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt. 2015 folgte dann die öffentliche Auspeitschung. Auch sein Anwalt Waleed Abu al-Khair landete vor Gericht und wurde nur aufgrund der Tatsache, dass er Badawi verteidigt hatte, zu 15 Jahren Haft, 15 Jahren Reiseverbot und einer Geldstrafe von fast 40.000 Euro verurteilt.

weiterlesen

Jetzt kommt die erste Blockchain-Religion

Welche Glaubenssätze die Blockchain-Religion einhalten kann, wird sich zeigen. Foto: imago/Photocase
Wenn die Blockchain unsere Zukunft verändern soll, warum nicht auch unsere Religion? Ein Experte glaubt – an die Vorteile von Ethereum für den Glauben.

futurezone.de

Blockchain ist mehr als die Technologie hinter Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Auch im Energiesektor werden ihrer dezentralen Struktur gewinnbringende Perspektiven für die Gesellschaft zugeschrieben. Ganze Branchen soll sie in Zukunft völlig verändern. So war es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kommen sollte, eine Religion zu gründen, die auf der Blockchain basiert. Medienberichten zufolge ist das geschehen.

0xΩ heißt das, was Matt Liston gegründet hat. Liston kennt sich mit Kryptowährungen aus, war er doch früher CEO und Gründer der Marktprognose-Plattform Augur, die ebenfalls auf der Ethereum-Blockchain basiert. Die genaue Bedeutung von 0xΩ ist noch nicht bekannt. Bedeutet „Zero ex omega“ etwa wie wörtlich übersetzt „Null von Omega“, also „vom Ende“?

weiterlesen

Urteil: Amerika darf weiter auf Gott vertrauen

© Bild: picture alliance / Darren Greenwood/Bildagentur-online
„In God we trust“: Auf jeder Münze und jedem Geldschein der USA taucht dieses Motto auf. Ein Mann klagte dagegen. Doch das Gericht wies die Klage nun aus ganz bestimmten Gründen zurück.

katholisch.de

Laut einem Gerichtsbeschluss verstößt das Drucken des Wahlspruchs „In God we trust“ auf die US-Währung nicht gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die Onlinezeitung „The Huffington Post“ am Montag berichtete, hatte ein Mann gegen die Verwendung des Spruchs geklagt, weil dieser das Recht auf Religionsfreiheit verletze. Das 7. US-Bezirksberufungsgericht in Chicago entschied nun, dass das Motto (deutsch: „Auf Gott vertrauen wir“) keine Befürwortung einer bestimmten Religion sei, sondern eine Formulierung, die „lediglich einen Teil des Erbes unserer Nation anerkennt (wenn auch einen religiösen Teil)“.

weiterlesen

„Clean Meat“: Echtes Fleisch – nur künstlich

Bild: tagesschau.de
Schon bald könnte sogenanntes „Clean Meat“ in den Handel kommen – echtes Fleisch, das nicht am Tier gewachsen ist, sondern aus Stammzellen gezüchtet wurde. Manche Verbraucher sind skeptisch.

Von Marcus Schuler | tagesschau.de

Gut ein halbes Dutzend Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley arbeiten an der Entwicklung von künstlichem Fleisch. Paul Shapiro hat dazu im Januar ein Buch veröffentlicht: „Clean Meat“ – sauberes Fleisch. Gemeint ist Fleisch, das nicht mit einem Tier aufgewachsen ist, sondern in einem Bio-Reaktor gezüchtet wurde. Unterschied: keiner. Es ist richtiges Fleisch, gewonnen aus den Stammzellen von Rindern, Schweinen oder Geflügel.

Es handle sich um Millionen von Stammzellen, sagte Shapiro im Interview mit der BBC. „Wenn man die in eine Reagenzschale gibt und ihnen vorgaukelt, sie befänden sich in einem tierischen Körper, dann wachsen sie zu Muskelmasse heran.“ Es sei keine Alternative zu Fleisch, kein Ersatz: „Es handelt sich um echtes Fleisch – nur, dass man dafür keine Tiere großziehen und schlachten muss.“

weiterlesen

Die Tage auf der Erde werden immer länger

Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA
Wissenschaftler haben mit einer neuen Methode rekonstruiert, wie das Verhältnis von Erde und Sonne vor 1,4 Milliarden Jahre war

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Untersuchung der Erd- und Sonnensystemgeschichte von dem Geowissenschaftler Stephen Meyers von der University of Wisconsin und von dem Astronomen Alberto Malinverno von der Columbia University geht davon aus, aus den geologischen Spuren der Milanković-Zyklen in Sedimenten und Fossilien die sich verändernde Sonneneinstrahlung näher zu erforschen. Mit dieser Astrochronologie lassen sich erdgeschichtlich die natürlichen Klimaschwankungen besser verstehen, die durch astronomische Einflüsse entstehen. So hängt die Sonneneinstrahlung von der sich ändernden elliptischen Umlaufbahn der Erde um die Sonne, von der ebenfalls sich verändernden Neigung der Erdachse oder der unterschiedlichen Präzession der Erdrotationsachse ab. Alle diese Zyklen verändern sich periodisch.

Bislang ließen sich die geologischen Auswirkungen der Zyklen etwa 50 Millionen Jahre auf ihre geologischen Spuren zurückverfolgen, weiter zurück kann man aber aufgrund wachsender Unsicherheit, etwa durch das chaotische Verhalten des Sonnensystems, und fehlenden radioisotopischen Daten kaum mehr etwas dazu sagen. Erschlossen werden sie etwa durch Gezeitenablagerungen oder dem Wachstum von wirbellosen Fossilien oder Stromatoliten, durch Mikroorganismen entstandene Sedimentgesteine, während der letzten 2,4 Milliarden Jahre.

weiterlesen

Päpstliche Ohrfeige für Kardinal Marx

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Kardinal Marx hat in Fragen des Abendmahls eine herbe Niederlage eingefahren. In der Politik bliebe ihm nur der Rücktritt. Und in seiner Kirche? Ein Kommentar.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Nie zuvor ist ein Vorsitzender der katholischen deutschen Bischofskonferenz so vom Papst düpiert worden wie der amtierende. Franziskus stellt sich offiziell dagegen, dass unter bestimmten Umständen evangelische Ehepartner am Abendmahl der Katholiken teilnehmen können.

Das trifft Münchens Kardinal Reinhard Marx empfindlich. Dabei galt er als einer der engsten Berater des Papstes. Marx ist Mitglied im „K8“, dem Kollegium der wichtigsten Kardinäle der Weltkirche. Jetzt wachsen die Zweifel, an der Bedeutung von Marx und von „K8“.

Marx hatte gerade ein Vier-Augen-Gespräch mit Franziskus und rechnete gewiss nicht mit dieser Ohrfeige.

weiterlesen

Drastische Aktion: „Missbrauchspriester an den Galgen“

Die rechtsgerichtete Gruppe „Movimiento Social Patriota“ hat in Chile für Aufsehen gesorgt. Im Mittelpunkt ihrer Protestaktion gegen den Missbrauchsskandal: drei Puppen in Kardinalskleidung.

katholisch.de

Mit einer drastischen Protestaktion gegen den Missbrauchsskandal in Chiles Kirche hat die rechtsgerichtete Gruppe „Movimiento Social Patriota“ für Aufsehen gesorgt. Wie örtliche Medien (Montag Ortszeit) berichteten, hängten die Aktivisten drei lebensgroße Puppen in Kardinalskleidung an einer Brücke in der Gemeinde Providencia im Großraum der Hauptstadt Santiago auf. Darüber war auf einem Transparent zu lesen: „Missbrauchspriester an den Galgen für Verräter“. Fotos und Videos von der Aktion verbreiteten sich in den Sozialen Netzwerken und lösten kontroverse Debatten aus.

weiterlesen

Atomuhren bestätigen Einsteins „Fahrstuhl“

Mit seinem Fahrstuhl-Gedankenexperiment beschrieb Einstein die Grundprinzipien seiner Relativitätstheorie. © Volyk, jenastock/iStock; HG: NASA
Einstein behält recht: Ein Experiment mit Atomuhren hat eines der Grundprinzipien von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie bestätigt. Der lokalen Positionsinvarianz zufolge dürfen Ort und Zeit – beispielsweise in einem fallenden Fahrstuhl – nicht die Ergebnisse von gravitationsunabhängigen physikalischen Experimenten beeinflussen. Tatsächlich gelang es mit dem Atomuhrentest, die Positionsinvarianz fünfmal präziser zu messen als bisher, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

scinexx

Die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein bildet bis heute eine Basis unseres physikalischen Weltbilds. In ihr beschrieb der Physiker nicht nur die Gravitation als Krümmung der Raumzeit, er postulierte auch die Wirkung dieser Kraft auf Massen, Licht und andere physikalische Größen.

weiterlesen

Mutmaßlicher Gefährder erhielt in Bremen Schutzstatus

Die Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist seit Wochen in den Schlagzeilen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa
Das Bremer Bamf hat mehreren Menschen, die Verbindungen zum Islamismus haben, Schutzstatus zugesprochen – darunter auch ein Gefährder.

Berliner Morgenpost

Seit dem Jahr 2000 haben mehrere Menschen mit Verbindungen zu islamistischen Kreisen über die Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) einen Schutzstatus erhalten. Darunter fiel auch eine Person, die heute als Gefährder eingestuft wird. Ob diese Person zum Zeitpunkt des Asylentscheids bereits als Islamist oder gar als Gefährder eingestuft war, ist unklar. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Prüfung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) von 18.000 in Bremen positiv beschiedenen Fällen berichtet. Die Daten liegen auch unserer Redaktion vor.

weiterlesen

Papst-Brief: Wem nützt die undichte Stelle im Vatikan?

Headquarter des Konzerns.

Über den durchgestochenen Brief aus der Glaubenskongregationen zeigen sich viele überrascht – wieder einmal gibt es Lecks im Vatikan. Ist Kardinal Marx nun geschwächt? Oder die Ökumene? Oder der Papst? Ein Versuch, die Gemengelage zu ordnen.

Roland Juchem | katholisch.de

„Überrascht“ – mit diesem Wort benennt nicht nur Kardinal Reinhard Marx seine erste Reaktion auf den Brief von Erzbischof Luis Ladaria an ihn, der zu Wochenbeginn bekannt wurde. Auch der lutherische Landesbischof Gerhard Ulrich war „überrascht“, als am Montag, wenige Stunden nach dem Besuch seiner Delegation des Lutherischen Weltbundes bei Franziskus, dessen Ansprache in Medienberichten als „Ökumene-Bremse“ interpretiert wurde. Und im Vatikan gibt es Leute, die „überrascht“ sind, dass der Präfekt der Glaubenskongregation – mit Berufung auf den Papst – nun noch einmal an die deutschen Bischöfe schrieb.

weiterlesen

 

An der Rente mit 69 führt kein Weg vorbei

An dem Thema kommt langfristig niemand vorbei: Marie Przibylla fragt WELT-Wirtschaftsredakteurin Dorothea Siems, worauf man heute achten muss, um im Alter ein gutes Leben zu haben. Quelle: WELT
Experten sehen einen vierfachen Vorteil des längeren Arbeitens. Aber auch an anderen Stellschrauben wird die Regierung drehen müssen. Bürger können als „Rentenminister“ selbst testen, wie schwer das für die Politik ist.

Von Dorothea Siems | DIE WELT

Die zehn Männer und Frauen, die erstmals an diesem Mittwoch in Berlin zusammenkommen, sollen nichts weniger als ein Wunder vollbringen. Die Sozialexperten haben von der Bundesregierung den Auftrag erhalten, ein Konzept zur langfristigen Stabilisierung des Rentensystems zu erarbeiten. Dabei sollen sie nicht nur verhindern, dass der Beitragssatz als Folge der Alterung durch die Decke geht. Auch das Rentenniveau – also die Rente im Verhältnis zum Lohn – soll dauerhaft stabilisiert werden. Und da Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärtermaßen auch die gesetzliche Altersgrenze keinesfalls anheben will, gleicht die Aufgabe der neuen Rentenkommission der Quadratur des Kreises. Zumal auch die vierte Unbekannte in der langfristigen Rentenrechnung, der steuerfinanzierte Bundeszuschuss, schon heute mit rund 90 Milliarden Euro ein Drittel der gesamten Ausgaben des Bundes umfasst und an eine Grenze stößt.

weiterlesen

Wie ein Fußball zwischen der Hamas und Israel

Gewaltbereit: Palästinensische Demonstranten im April am Grenzzaun Bild: Reuters
In Gaza verbrennt sich ein junger Mann aus Protest gegen die Hamas. Die Zahl der Selbstmorde nimmt zu. Doch in der muslimischen Gesellschaft sind sie ein Tabu.

Von Jochen Stahnke | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Am Samstag gegen Mitternacht ging Fathi Harb noch einmal aus dem Haus. Er wollte die fünfzig Schekel abholen, die ihm ein Bekannter schuldete. Der Bekannte hat ein Catering-Unternehmen, und wenn er Hilfe brauchte, dann schenkte Fathi Harb Tee auf Hochzeiten aus. Fünfzig Schekel sind zwölf Euro.

Harb war arbeitslos, manchmal fand er so einen Gelegenheitsjob für einen Tag. Es reichte kaum. Seine Frau war schwanger. Er komme bald wieder, sagte er ihr. Doch eine halbe Stunde später stand Harb auf der Hauptstraße, übergoss sich mit Benzin und zündete sich an. „Verdammt sei die Regierung“, schrie Harb, „verdammt sei die Regierung“ – so lange, bis er zusammenbrach. Die „Regierung“ ist hier in Gaza die islamistische Hamas.

weiterlesen

Raben rufen strategisch um Hilfe

Raben rufen nur dann um Hilfe, wenn es sich lohnt. © Frank Schulenburg/ CC-by-sa 4.0
Geschickt taktiert: Biologen haben einen weiteren Beleg für die hohe soziale Intelligenz von Raben gefunden. Denn wenn die Vögel können bei einem Streit mit Artgenossen sehr genau abschätzen, ob sich ein Hilferuf lohnt. Sind ihre Verwandten oder Partner im Publikum, rufen sie diese herbei. Sind vorwiegend Verbündete des Angreifers präsent, lassen sie dies. Das demonstriere das komplexe Sozialsystem dieser Krähenvögel und ihre erstaunlich fortgeschrittenen sozialen Taktiken, so die Forscher.

scinexx

Raben sind äußerst intelligente Vögel: Sie können zählen, Werkzeuge nutzen und sogar vorausschauend planen. Noch ausgeprägter aber ist ihre soziale Intelligenz. Die in komplexen, sich ständig verändernden Verbänden lebenden Krähenvögel wissen sehr genau, wer welchen sozialen Rang bekleidet und mit wem sich eine Teamarbeit lohnt.

weiterlesen

AfD-Politiker darf Türken als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ beschimpfen

Der sachsen-anhaltische AfD-Chef André Poggenburg während seiner Hetz-Rede gegen die Türkische Gemeinde in Deutschland © Bildmaterial YouTube
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungen gegen den AfD-Abgeordneten Poggenburg eingestellt. Die Rede sei polemisch aber von der Meinungsfreiheit gedeckt. Poggenburg hatte Türken als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ beschimpft.

MiGAZIN

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat das Verfahren gegen den AfD-Landtagsabgeordneten André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt eingestellt, der in Deutschland lebende Türken als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ beschimpft hatte. Poggenburgs Aschermittwochsrede sei vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es liege weder eine Volksverhetzung noch eine Beleidigung vor. Poggenburg hatte die Rede im Februar im sächsischen Bahretal-Nentmannsdorf gehalten.

Der Redner habe „zwar in polemischer Weise die Mitglieder der türkischen Gemeinde beschimpft, dabei aber nicht zu Gewalt- oder anderen Willkürmaßnahmen aufgerufen“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Auch seine weiteren Aussagen seien „im Rahmen des am politischen Aschermittwoch traditionell zugespitzten Meinungsstreits zu bewerten“.

weiterlesen

Earth’s Magnetic Field is A Ruthless, Solar-Wind-Shredding Machine

Bild: NASA/PD

As Earth cruises through the black sea of space at about 67,000 mph (108,000 km/h), the planet’s magnetic field pushes aside solar wind — the constant stream of plasma particles ejected by the sun — the same way the bow of a speeding motorboat pushes aside water.

By Brandon Specktor | SPACE.com

Scientists call this phenomenon „bow shock“ because of its similarity to a ship surging through stubborn waves.

Researchers have long suspected that we can thank this bow shock for reducing the scorching solar wind into the mild breezes we feel on Earth, but they didn’t know exactly how this happened. Now, a new paper published May 31 in the journal Physical Review Letters adds a few billion electron-size pieces to the puzzle. [Rainbow Album: The Many Colors of the Sun]

In a study led by researchers at the University of Maryland and NASA’s Goddard Space Flight Center in Maryland, scientists delved into data obtained by four NASA satellites that have been studying the collision zone between the solar wind and Earth’s magnetic shield since 2015. They found that, when the solar wind smashes against Earth’s bow shock, solar electrons accelerate so rapidly that they literally break apart, converting potentially destructive energy into innocuous heat.

read more

Erste Frauen erhalten Führerschein, dürfen aber trotzdem nicht fahren

Es ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen bisher kein Auto fahren durften. Einige taten es trotzdem, illegal. Nun gab es eine umfassenden Reform in dem ultrakonservativen Königreich. Quelle: WELT
Er ist klein wie eine Scheckkarte und doch ein großes Stück Freiheit: In Saudi-Arabien haben Frauen erstmals den Führerschein erhalten. Trotzdem durften sie sich nicht sofort ans Steuer setzen.

DIE WELT

Saudi-Arabien hat die ersten Führerscheine für Frauen herausgegeben. Die zehn Autofahrerinnen hätten ihre Fahrerlaubnis am Montag in der Hauptstadt Riad ausgestellt bekommen, teilte die Regierung mit.

Der Schritt erfolgte überraschend frühzeitig: Die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien ist erst am 24. Juni. Solange dürfen die Frauen weiter nicht fahren. Nirgends sonst auf der Welt ist es Frauen verboten, sich hinter das Lenkrad eines Autos zu setzen.

weiterlesen

Studie beweist Medikamentenmissbrauch in Rotenburger Anstalten

Eine neue Studie zu Medikamentenmissbrauch bei Heimkindern in der Nachkriegszeit ist am Dienstag in Rotenburg bei Bremen vorgestellt worden.

evangelisch.de

In den ehemaligen Rotenburger Anstalten der Inneren Mission wurden nach der Untersuchung der Pharmazeutin Sylvia Wagner Medikamente an Bewohnern getestet sowie Kinder und Jugendliche mit viel zu hohen Dosierungen ruhiggestellt. Vereinzelt habe es auch psychochirurgische Eingriffe gegeben, sagte die Wissenschaftlerin. „Bei der Durchsicht von Bewohnerakten zeigte sich, dass vor allem unruhige oder vermeintlich schwierige Kinder und Jugendliche Arzneimittel zur Sedierung erhielten.“ Eine medizinische Indikation habe es in diesen Fällen nicht gegeben.

Teilweise seien auch mehrere Präparate gegeben worden, um den Tagesablauf der oft überforderten Mitarbeiter zu erleichtern. Auch dies sei in den Akten von Bewohnern vor allem in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre belegt.

weiterlesen

Krokodil tötet Pastor während der Taufe

© Bild: dieter76/Fotolia.com
Schreckliches Szenario: Vor den Augen seiner Gläubigen wurde ein Pastor in Äthiopien von einem Krokodil attackiert und getötet. Er war gerade dabei, eine Gruppe von 80 Personen zu taufen.

katholisch.de

In Äthiopien hat ein Krokodil einen protestantischen Pastor während einer Massentaufe angegriffen und getötet. Wie „BBC News“ am Dienstag berichtete, war Pastor Docho Eshete am Sonntagmorgen gerade dabei, etwa 80 Personen am Lake Abaya nahe der südäthiopischen Stadt Arba Minch zu taufen, als das Tier ihn attackierte. Der Geistliche starb, nachdem er in Arme, Beine und den Rücken gebissen worden war.

weiterlesen

Pfeilgiftfrösche: mit bunten Farben warnen – und tarnen

Im leuchtend bunten Tarnkleid: der Färberfrosch Dendrobates tinctorius. (Bild: James B. Barnett)
Ihre Haut hat ein grellgelbes Muster auf blauschwarzem Hintergrund: Färberfrösche, die zu den Pfeilgiftfröschen gehören, sind durchaus auffällig. Und trotzdem gut getarnt, wie eine neue Untersuchung zeigt.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Unter Tarnung stellt man sich normalerweise etwas anderes vor als die leuchtend bunten Farben des Färberfrosches (Dendrobates tinctorius). Tatsächlich gilt die bunte Färbung der Pfeilgiftfrösche, zu denen er gehört, gemeinhin als Warnfarbe, mit der die Tiere ihre Giftigkeit signalisieren und so Räuber abschrecken. Doch nun haben Forscher herausgefunden, dass die Knallfarben zumindest des Färberfroschs auch der Tarnung dienen, wie sie in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» schreiben.

weiterlesen

Dänemark will „unattraktive Orte“ für abgewiesene Asylbewerber schaffen

Dänemark will abgewiesene Asylbewerber an einem „nicht sonderlich attraktiven“ Ort in Europa, außerhalb Dänemarks unterbringen. Die Pläne für ein solches Zentrum würden mit anderen Ländern diskutiert. Quelle: WELT/ Laura Fritsch
Dänemarks Regierungschef Rasmussen plant Zentren für abgelehnte Asylbewerber außerhalb des Landes – an „nicht sonderlich attraktiven Orten“ Europas. Dabei sinken laut der Europäischen Union derzeit die Flüchtlingszahlen.

DIE WELT

Dänemark ist für seinen harten Kurs gegen Flüchtlinge bekannt. Nun erwägt das Land offenbar eine weitere Verschärfung seiner Politik. Abgewiesene Asylbewerber könnten künftig an einem „nicht sonderlich attraktiven“ Ort in Europa und somit außerhalb Dänemarks untergebracht werden.

Die Pläne für ein solches Zentrum würden mit anderen Ländern diskutiert und seien schon „relativ weit“, so Regierungschef Lars Løkke Rasmussen im dänischen Rundfunk. „Es würde einen großen Unterschied machen, wenn man ein Lager einrichten könnte, das nicht in den attraktiven Asylländern liegt, sondern anderswo“, sagte er laut dem Sender DR.

weiterlesen