Deutschland: „Menschen rufen zu Judenmord auf – keinen interessiert es“

„Das Judentum 2018 soll sich nicht auf Holocaust und Antisemitismus beschränken“, wünscht sich Alfi Goldenberg, der Vizepräsident für Sport von Makkabi Deutschland Quelle: Quirin Leppert
Der Organisator der Makkabi Junior Games sagt: Dass Merkel „gebetsmühlenartig“ Antisemitismus verurteile, helfe Betroffenen wenig. Für Alfi Goldenberg ist die Überzeugung, dass etwas wie die Schoah nie wieder geschehen könne, „weit weg“.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

Alfi Goldenberg ist Vizepräsident für Sport des jüdischen Verbands Makkabi Deutschland – und hat das Event Junior Games in München organisiert. Im Gespräch mit WELT erklärt der 38-Jährige seine Sicht auf den erstarkten Antisemitismus hierzulande.

WELT: Es ist das erste Mal, dass die Makkabi Junior Games in Deutschland stattfinden. Wie ist die Idee entstanden?

Alfi Goldenberg: Wir waren letztes Jahr bei der großen Makkabiade in Israel, die alle vier Jahre stattfindet. Das ist das drittgrößte Sportevent der Welt. Ich war zuständig für die Jugend, wir waren mit knapp 100 Sportlern in Haifa. Dort ist eine tolle Gruppendynamik entstanden. Und das wollte ich so schnell wie möglich aufgreifen. Ich habe mir gesagt: Es muss im nächsten Jahr schnellstmöglich ein Event für Jugendliche geben! Natürlich sind die Spiele auch immer eine Gelegenheit für die Jugendlichen, sich auszutauschen, kulturell, freundschaftlich und religiös.

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Eine Französin zahlt für ihre IS-Mitgliedschaft im Irak mit lebenslanger Haft

Diese junge Britin ist nach Syrien gekommen, um sich am Dschihad zu beteiligen Screenshot Channel 4. Themenbild.
Ein irakisches Gericht hat eine Französin trotz Unschuldsbeteuerungen wegen ihrer Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Sogar der französische Aussenminister bezeichnete sie als «Terroristin».

Neue Zürcher Zeitung

Boughedir beteuerte vor Gericht ihre Unschuld. Ihr Ehemann habe damit gedroht, ihr die Kinder wegzunehmen, wenn sie ihm nicht in den Irak folge, sagte die Angeklagte. «Ich lehne die Ideologie des Islamischen Staats ab und verurteile die Taten meines Mannes.»

Boughedir erschien mit ihrer jüngsten Tochter im Gerichtssaal. Ihre drei anderen Kinder wurden bereits zurück nach Frankreich gebracht.

Die 27-Jährige war im Sommer 2017 in der einstigen IS-Hochburg Mossul festgenommen worden. Es wird vermutet, dass ihr Mann bei der Rückeroberung der Stadt durch die irakische Armee getötet wurde.

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Australien: Papst schickt Administrator in Problembistum

Papst Franziskus hat einen Apostolischen Administrator für das Erzbistum Adelaide ernannt. Damit reagiert er auf den gerichtlichen Schuldspruch gegen den dortigen Erzbischof Philip Wilson wegen der Vertuschung von Missbrauchsfällen.

DOMRADIO.DE

Erzbischof Wilson (67) hatte vergangene Woche erklärt, er lasse seine Ämter ruhen und prüfe die Begründung des Gerichts. Für die Verwaltung seines Bistums Adelaide habe er alle Vorkehrungen getroffen.

Apostolischer Administrator hat sämtliche Vollmachten

Papst Franziskus erklärte nun den Bischof von Port Pirie, Gregory O’Kelly (76), zum Apostolischen Administrator „sede plena“. „Sede plena“ bedeutet, dass der Sitz des Erzbischofs von Adelaide „weiterhin besetzt“, also keineswegs vakant geworden ist.

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Die Hijabistas sind los

Fließende Schleier, Goldbrokat, üppige Stickereien: Islamische Mode in Indonesien ist Märchenprinzessin statt Aschenputtel. Die Macher haben gute Chancen, damit Weltmarktführer für sittsame Couture zu werden.

Von Ulrike Putz | SpON

Das Wunderkind der sogenannten Modest-Fashion-Szene trägt heute Gold: Dian Pelangi, 27, schreitet in einer schweren Robe und unter eng anliegendem Schleier durch den Flagshipstore ihrer gleichnamigen Modemarke. Mit seinen geschnitzten Schränken, in denen Hunderte opulenter Gewänder hängen, wirkt das traditionelle Holzhaus in Indonesiens Hauptstadt Jakarta wie die Kleiderkammer einer Märchenprinzessin. Märchenhaft sind auch die Preise. Ein Entwurf von Dian Pelangi schlägt schnell mal mit weit über 1000 Euro zu Buche. „Modest Fashion braucht viel Stoff“, erklärt Pelangi die vielen Millionen Rupien auf den Preisschildern. „Lange Ärmel, lange Röcke und die Schleier – bei handgefärbter Seide geht das ins Geld.“

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Saudi-Arabien bestätigt 17 Festnahmen vor Aus für Frauen-Fahrverbot

Drei Wochen vor der Aufhebung des Fahrverbots für Frauen haben die Behörden in Saudi-Arabien die Festnahme von insgesamt 17 Verdächtigen bestätigt.

derStandard.at

Ihnen wird eine „Gefährdung“ der Sicherheit des erzkonservativen Königreichs zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Menschenrechtsorganisationen hatten zuletzt von mindestens elf Festnahmen gesprochen.

Festgenommen wurden demnach vor allem Frauenrechtlerinnen, die seit langem gegen das Fahrverbot demonstrieren. In einer Erklärung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur SPA verbreitet wurde, nannte die Staatsanwaltschaft nicht die Namen der 17 Festgenommenen. Acht von ihnen wurden demnach bis zum Abschluss der Ermittlungen aus der Haft entlassen. Neun Verdächtige, darunter vier Frauen, sitzen den Angaben zufolge aber weiter in Gewahrsam. Sie haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Reihe von Vorwürfen eingeräumt, darunter verdächtige Kontakte zu „feindlichen“ Organisationen.

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Vier Millionen afghanische Kinder gehen nicht zur Schule

Ein afghanischer Bub konzentriert sich beim Schreiben in einer Schule in der Provinz Uruzgan. (Bild: Imago)
Laut einem neuen Bericht der Uno-Kinderhilfsorganisation Unicef gehen in Afghanistan fast vier Millionen Kinder nicht zur Schule. Der Krieg gegen Islamisten und steigende Armut führen zu diesem Missstand.

Neue Zürcher Zeitung

Mehr als 16 Jahre nach Beginn massiver internationaler Hilfsbemühungen hat demnach knapp die Hälfte aller Kinder zwischen 7 und 17 Jahren keinen Zugang zu Bildung. Weitere 300 000 Schulkinder drohten, aus dem System zu fallen.

Gründe seien vor allem der sich verschärfende Krieg mit den radikalislamischen Taliban und zunehmend der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie die wachsende Armut der Menschen. Diese führe dazu, dass noch mehr Kinder arbeiten müssten und Mädchen früh verheiratet würden.

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Das kan(ns)t du nicht ernst meinen – der Utilitarismus und seine Unbehagen

Foto: pixabay.com / TeroVesalainen
Würden Sie Ihr eigenes Bein abschneiden, wenn es der einzige Weg wäre, das Leben einer anderen Person zu retten? Würden Sie jemanden foltern, wenn Sie dachten, es würde zu Informationen führen, die verhindern, dass eine Bombe explodiert und Hunderte von Menschen tötet?

Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Würden Sie ein Volk für eine begrenzte Zeit politisch unterdrücken, wenn dies das allgemeine Wohlbefinden der Bürger erhöhen würde? Wenn Sie diese Fragen bejahen, dann sind Sie vielleicht ein Utilitarist, das Moralsystem, das vom englischen Philosophen Jeremy Bentham (1748-1832) begründet und in dem Prinzip „das größte Glück der größten Zahl“ zusammengefasst wurde.

Der moderne Utilitarismus wird im berühmten Trolley-Gedankenexperiment exemplarisch dargestellt: Sie stehen neben einer Gabelung eines Gleises und einer Weiche, die einen Waggon umleitet, der fünf Arbeiter töten wird, es sei denn, Sie legen die Weiche um und leiten den Wagon in eine Nebenbahn, wo er einen Arbeiter töten wird. Die meisten Leute sagen, dass sie den Schalter umlegen würden – einen töten, um fünf zu retten. Das Problem des Utilitarismus zeigt sich in einem weiteren Gedankenexperiment: Sie sind ein Arzt mit fünf sterbenden Patienten und einer gesunden Person im Wartezimmer. Würden Sie die Organe des einen entnehmen, um die fünf zu retten? Wenn Ihre Antwort ja ist, sind Sie vielleicht ein psychopathischer Mörder.

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Wo die Neue Rechte richtig liegt

Männer und Frauen, wie sie mal waren? Schon Arnold Schwarzenegger (l) und Sally Field (r) zeigen in diesem Bild eine ironische…Foto: dpa
Die Neue Rechte hat Angst vor dem Verlust von „Wehrhaftigkeit“. Dafür wird sie von Liberalen belächelt. Die Begriffe mögen falsch sein, meint Armin Lehmann. Die Diagnose ist es nicht.

Von Armin Lehmann | DER TAGESSPIEGEL

Nach einer Lesung in der Bibliothek für Konservatismus erzählte kürzlich im kleinen Kreis einer der Verantwortlichen der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Sprachrohr der neuen Rechten, wie verzweifelt er sei. Er schaffe es nicht, dem Sohn das „Soldatische“, also das Männliche, beizubringen – weil man in „postheroischen Zeiten“ lebe.

Ebenfalls kürzlich lachte die halbe Nation darüber, als der „Spiegel“ den Sohn eines AfD-Politikers zitierte, der ausplauderte, wie sehr der Vater sich abmühe, ihn nicht „verweichlichen“ zu lassen. Er habe ihn auch geschlagen – ein Vater-Choleriker im Alltag. Der Vater reiste demnach mit dem Sohn nach Berlin-Neukölln, um ihn abzuschrecken und abzuhärten von einer, wie es im Pegida-Jargon heißt, „links-grün versifften Gesellschaft“, in der Mann nicht mehr weiß, wer er ist.

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Ein beträchlicher Teil der Westeuropäer hängt populistischen Vorstellungen an

Bild: TP
Populisten trauen nach einer PEW-Umfrage den gelisteten Nachrichtenmedien weniger und sehen deren Berichterstattung mit größerer Skepsis

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Nachrichtenmedien sind in einer Krise, zumindest die traditionellen Medien, die sich gerne als „Qualitätsmedien“ im Unterschied zu den Schmuddelmedien begreifen. In den USA wurde sogar ein Präsident gewählt, der den Umbruch zu den Onlinemedien mit auskämpft und gegen die alten Mainstreammedien antritt, die er in Analogie zur Lügenpresse als Fake News bezeichnet. Diese wiederum werfen Trump vor, selbst Lügen zu verbreiten, alternative Fakten zu schaffen und im Verein mit russischen „Beeinflussungsoperationen“ das Vertrauen in die demokratischen Institutionen, wozu auch die Presse gehört, zu untergraben. Deutlich wird daran, dass ein Kampf nicht nur um die Deutungshoheit ausgefochten wird, sondern auch, welche Medien das Sagen haben, was die Gesellschaft nur weiter spaltet.

Auf diesem Hintergrund hat Pew Research Ende 2017 eine Umfrage in acht europäischen Ländern (Dänmark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Schweden, Spanien) durchführen lassen. Das Vertrauen in die Medien hängt danach stark von der politischen Haltung ab. Menschen, die rechten, populistischen Ideologien anhängen, deren Vertreter auch der amerikanische Präsident ist, haben ein deutlich geringeres Vertrauen in „Nachrichtenmedien“. Die Autoren haben für jedes Land eine spezifische Auswahl getroffen, für Deutschland waren es: ARD, Sat1, RTL, Bild, Süddeutsche Zeitung (SZ), Spiegel, FAZ, taz.

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Drogenbekämpfung in Bangladesch: Der Rechtsstaat bleibt auf der Strecke

Bild: tagesschau.de
In Bangladesch greift die Polizei nach dem Vorbild der Philippinen hart durch gegen Drogenhändler. Mehr als 100 Menschen wurden bereits getötet. Ob dies zum Erfolg führt, scheint fraglich.

Von Bernd Musch-Borowska | tagesschau.de

Die Regierung von Bangladesch hat eine Anti-Drogen-Kampagne gestartet. Bei landesweiten Razzien wurden Anfang der Woche zwölf mutmaßliche Dealer getötet. Tausende Verdächtige seien festgenommen worden, sagte Mohammad Mufti Mahmud Khan, der Direktor der schnellen Eingreiftruppe der Sicherheitskräfte.

„Kein Drogenhändler wird verschont werden, auf keinen Fall. Dieses illegale Treiben muss beendet werden. Wir werden noch mehr solche Razzien durchführen und alle notwendigen Schritte gegen den Drogenhandel unternehmen“, kündigte Khan an.

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Freudige Begegnung der 4. Art?

Blick ins Neutrino-Observatorium MiniBoone Bild: Fermilab
Am Fermilab hat man starke Hinweise auf die Existenz von sterilen Neutrinos gefunden. Die Ergebnisse bestätigen ein früheres Experiment und werden bereits als Sensation feiert.

Manfred Lindinger | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gibt es neben den drei bekannten Neutrinosorten – den Elektron-, Myon- und Tau-Neutrinos – noch eine vierte, bislang unbekannte Art? Seit einem umstrittenen positiven Befund aus den neunziger Jahren, haben diese als sterile Neutrinos bezeichneten Elementarteilchen immer wieder Anlass zu Spekulationen gegeben. Nun hat die Diskussion eine unerwartete Wendung genommen. Physiker des amerikanischen Neutrino-Observatorium „MiniBoone“ haben in ihren Daten deutliche Hinweise gefunden, die sich mit der Existenz von sterilen Neutrinos erklären ließen. Sollte sich die Beobachtung bestätigen, wäre das eine Sensation. Denn die Existenz von sterilen Neutrinos ist im Standartmodell der Elementarteilchenphysik nicht vorgesehen. Sterile Neutrinos werden unter anderem als Kandidaten für die mysteriöse „Dunkle Materie“ gehandelt, die den Löwenanteil der Materie im Universum ausmacht, deren Beschaffenheit man jedoch noch immer nicht kennt.

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Juristin kritisiert Kirchen für „gewohnte Feindbilder“

Die evangelische Juristin Lisa Schneider hat die Kirchen für zu einfache Botschaften kritisiert. „In Stellungnahmen und Aktionen findet man die gewohnten Feindbilder und die eingängigen Argumentationen“, sagte die Rechtsreferendarin am Samstag bei der Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) im serbischen Novi Sad.

evangelisch.de

Sie vermisse allzu oft die „realistischen und differenzierten Lösungen“, erklärte die aus der Evangelischen Landeskirche in Baden Stammende auf dem ökumenischen Treffen.

Immer wieder erkenne sie das Pauschalurteil „klein und schwach ist gut, und groß und stark ist böse“. Dieses Muster möge an die Bibel angelehnt sein, wo es sich wie ein roter Faden durch die Gleichnisse ziehe, erklärte Schneider. Zugleich räumte sie ein, dass ein Gleichgewicht zwischen zu viel Details und zu groben Urteilen oft schwierig sei.

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Nato drängt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung

Erstes Treffen des Nato-Rats am 9. Mai im neuen Nato-Hauptquartier. Bild: Nato
Vor dem Nato-Gipfel im Juli gibt es „kreative“ Vorschläge, wie sich das bewerkstelligen ließe, ohne wegen der abtrünnigen Provinzen durch Artikel 5 in einen Krieg mit Russland gezogen zu werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Gerade erst wurde bekannt, dass die Nato zwar keine neue Eingreiftruppe gegen die „russische Bedrohung“, aber auf Drängen der USA eine höhere Bereitschaft vorhandener Truppen aufbauen will (Aufrüstung ohne Entrüstung. Schnell soll damit die bestehende „Nato-Speerspitze“, also die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), die Nato Response Force (NRF) und die enhanced Forward Presence (eFP), im Konfliktfall durch weitere Truppen verstärkt werden.

Die Rede ist von zusätzlich 30.000 Soldaten oder 30 Bataillonen, 30 Flugzeugstaffeln (360 Flugzeuge) und 30 Schiffe, die in 30 Tagen einsatzbereit sein sollen. Deutschland soll für diese Bereitschaftstruppe eine besondere Verantwortung übernehmen. Dazu kommen Gerüchte, dass das Pentagon überlegt, Raketenabwehrsysteme des Typs THAAD nach Deutschland zu verlegen, was erneut eine Eskalation des Konflikts mit Russland bedeuten würde (Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?).

Es nähert sich der nächste Nato-Gipfel, der am 11. und 12. Juli im neuen Hauptquartier in Brüssel stattfindet. Die Erwartungen sind groß, dass dort nach der Eskalation des Konflikts mit Russland und mit dem Iran und den Problemen mit der Türkei sowie den Belastungen der transatlantischen Beziehungen Richtungsentscheidungen getroffen werden. Wieder zur Diskussion steht auch die Fortsetzung der Nato-Erweiterung, die mit dem Ukraine-Konflikt vorübergehend zu einem Stillstand gekommen ist. Das Ziel aber ist weiterhin, den Ring um Russland weiter zu schließen und die verbliebenen Länder im Osten in die Nato zu integrieren.

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Zahlreiche Flüchtlinge in Deutschland auf Güterzügen entdeckt

Die deutschen Beamten entdecken immer wieder Flüchtlinge, die sich auf Zügen aus Italien oder der Schweiz verstecken. (Bild: Alessandro Della Bella / Keystone)
Die deutschen Beamten entdecken immer wieder Flüchtlinge, die sich auf Zügen aus Italien oder der Schweiz verstecken. Die Hälfte der Eingereisten stammt nach Angaben der Behörde aus Nigeria.

Neue Zürcher Zeitung

Mehr als 180 Migranten sind im Südwesten seit Jahresbeginn bei ihrer Einreise nach Deutschland auf Güterzügen entdeckt worden. Die zuständige Bundespolizei griff bis zum 29. Mai 183 Menschen auf; etwa die Hälfte der Eingereisten stammt nach Angaben der Behörde aus Nigeria.

Die deutschen Beamten entdeckten immer wieder Flüchtlinge in Weil am Rhein (Kreis Lörrach) und in Müllheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald), die sich auf Zügen aus Italien oder der Schweiz verstecken.

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DARPA to Begin New Effort to Build Military Constellations in Low-Earth Orbit

The Defense Advanced Research Projects Agency wants to develop military space capabilities in low-Earth orbit. Credit: Darpa
The Defense Advanced Research Projects Agency next week will start reviewing bids from space industry vendors as it sets out to prove that there are cheaper, nimbler alternatives to traditional military satellites.

By Sandra Erwin | SPACE.com

DARPA last year launched the project known as Blackjack with the goal to develop a low Earth orbit constellation to provide global persistent coverage for military operations. The closing date for bids is June 6.

Laying a path for the military to transition from huge satellites in geostationary Earth orbit to constellations of smaller and less expensive platforms in LEO has been a longtime pursuit at DARPA. That goal recently took on greater urgency as the military weighs replacing existing constellations that could be targeted by enemies with more resilient systems that would be easier to reconstitute if they came under electronic or kinetic attack. [Military Space: The Spacecraft, Weapons and Tech]

Global surveillance and communications would be the obvious missions for Blackjack-funded prototype constellations, but there have been talks about broadening the scope to more complex assignments such as space-based battle management. DARPA will take on the initial development and engineering work for the next three years and later could turn over prototype systems to the U.S. Air Force for further testing and possibly operational use.

The basic formula will be to attach military-unique sensors and payloads to commercial satellite buses. DARPA plans to award $117.5 million in contracts over three phases to up to eight bus or payload suppliers. According to DARPA’s solicitation, there will be additional contract awards down the road for autonomy hardware and software, launch services, ground systems and constellation flight operations.

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Genanalysen untermauern legendären Ursprung der Inkas

foto: reuters/enrique castro-mendivil Etwa 75 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Cusco errichteten die Inka Machu Picchu, wo bis zu 1.000 Menschen gelebt haben.
Die Oberschicht der präkolumbischen Kultur stammt laut DNA-Untersuchung aus zwei in Sagen erwähnten Regionen

derStandard.at

Zwischen dem 13. Jahrhundert und den Eroberungszügen der spanischen Konquistadoren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts beherrschten die Inka einen beachtlichen Teil Südamerikas: Der unmittelbare Einflussbereich dieser größten aller präkolumbischen Zivilisationen erstreckte sich über ein annähernd eine Million Quadratkilometer großes Gebiet zwischen dem heutigen Ecuador, Chile und Argentinien. Zeitweise gebot die mächtige Oberschicht in Tawantinsuyu, dem „Reich der vier Weltgegenden“, von ihrer Hauptstadt Cusco aus über mehr als 200 verschiedene Ethnien.

Während das Ende der Inka durch den rücksichtslosen Plünderer Francisco Pizarro und seinen Schergen, durch eingeschleppte Krankheiten und letztlich auch durch innere Konflikte weitgehend gut dokumentiert ist, weiß man bis heute wenig über die Ursprünge dieser Kultur. Genetische Analysen eines Teams peruanischer Forscher könnten nun aber dem Geheimnis der Inka-Herkunft einige Schritte näher gekommen sein.

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Hilfe, mein Kind ist Atheist!

Kinder seien kleine Theologen, heißt es oft. Man müsse sich auf schwierige Fragen einstellen. Doch damit, dass seine vier Jahre alte Tochter eines Abends die Existenz Gottes leugnet, hatte unser Autor Thomas Jansen nicht gerechnet.

Thomas Jansen | katholisch.de

Bei uns zuhause endet jeder Tag mit einem festen Ritual: Vor dem Zu-Bett-gehen beten meine Frau oder ich mit unserer kleinen Tochter. Wir bedanken uns dann bei Gott für den „schönen Tag“ und erzählen ihm, was uns daran am besten gefallen hat, und manchmal auch, was nicht so toll war. Und immer wieder stellt unsere Tochter hierbei Fragen, die mich in Verlegenheit bringen, etwa, ob es einem, wenn man gestorben ist, im Himmel nicht ganz schön langweilig sei. Auf solche Fragen unserer kleinen Theologin versuche ich dann so gut es geht eine Antwort zu geben.

Doch vor einigen Wochen hat mich meine Tochter sprachlos gemacht. Schon nach dem Kreuzzeichen ahnte ich, dass dieses Gebet kein uneingeschränkter Lobpreis Gottes werden würde. Auf die Frage, was ihr heute denn besonders gut gefallen habe, kam nur ein patziges: „Nix!“ Und damit nicht genug, sagte unsere Tochter trotzig, so als wüsste sie ganz genau, wie sehr sie ihren Papi damit trifft: „Gott gibt es doch sowieso nicht“.

Theologe warnt vor Missbrauch des Kreuzes

Das Kreuz mit den Religionen
Der emeritierte katholische Weihbischof im Erzbistum Hamburg, Hans-Jochen Jaschke, hat vor einem Missbrauch des Kreuzes gewarnt. „Es gefällt mir nicht, wenn das Kreuz ins Zwielicht gerät“, schreibt Jaschke in einem Gastbeitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag).

evangelisch.de

„Das Kreuz steht für eine Tradition der Toleranz. Vorsicht, wenn es auf dem Verordnungsweg durchgesetzt werden soll. Es kann dann auch als Symbol des Ausschließens verstanden werden.“

Am Freitag trat in Bayern der sogenannte Kreuzerlass der bayerischen Staatsregierung in Kraft, nach dem in staatlich-öffentlichen Amtsräumen gut sichtbar Kreuze anzubringen sind. Ende April hatte die bayerische Staatsregierung beschlossen, in dieser Hinsicht die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats zu ändern.

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Theologin: Ton in der Debatte um Weihe von Frauen wird schärfer – „Gewisse Drohung spürbar“

Der Ton in der Diskussion um eine mögliche Priesterweihe von Frauen hat sich nach Einschätzung der Münsteraner Theologin Dorothea Sattler verschärft.

DOMRADIO.DE

Im aktuellen Schreiben des Vatikan sei für sie „eine gewisse Drohung spürbar, dass Menschen, die anders argumentieren, sich selbst außerhalb der in der Christusgemeinschaft begründeten Kirche begeben“, sagte sie dem Portal katholisch.de am Samstag in Bonn. Auch erkenne sie in dem Schreiben keine neuen inhaltlichen Argumente.

Ladaria: „Wahrheit, die zum Glaubensgut der Kirche gehört“

Vor wenigen Tagen hatte der Vatikan das Nein der katholischen Kirche zur Priesterweihe für Frauen bekräftigt. Darüber habe das unfehlbare Lehramt der Kirche entschieden, betonte der Leiter der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, in einem Beitrag für die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“.

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80 Plastiktüten im Magen – Wal stirbt qualvollen Tod

Das Meer, der Müll und ein toter Wal: Der Tod eines Kurzflossen-Grindwals macht in Thailand Schlagzeilen Quelle: Getty Images/WaterFrame RM/Oxford Scientific RM
Tierschützer versuchten, das vor Thailand gestrandete Tier noch zu retten. Kurz bevor der Grindwal starb, erbrach er sich – und spuckte fünf Plastiktüten aus. Die Obduktion brachte Schlimmes zutage.

DIE WELT

Die Helfer besprengten das Tier mit Wasser, versuchten ihn mit Sonnenschirmen vor der Hitze zu schützen – alles jedoch war vergeblich: Trotz der engagierten Rettungsversuchen von Tierschützern ist am Freitagnachmittag in Thailand ein Wal kläglich verendet.

Der Tod des Tieres macht nun auch noch nachträglich Schlagzeilen – wegen seiner Umstände. Denn kurz vor seinem Tod soll der Kurzflossen-Grindwal noch fünf Plastiktüten erbrochen haben, wie die zuständige Abteilung des Umweltministeriums via Facebook mitteilte. Die spätere Obduktion ergab zudem noch weit Schlimmeres.

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