Bernard Fellay(Pius): „Juden sind die Feinde der Kirche“


Bernard Fellay, Bischof der Pius-Bruderschaft. Bild: tacheles, das Jüdische Wochenmagazin

Während sich in Deutschland seit Tagen die Medien um den „Antisemitismus“ des Herrn Augstein echauffieren, hat der Leiter der Pius-Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay „die Juden als die Feinde der Kirche“ definiert. Stattgefunden hat das ganze bereits am 28. Dezember 2012, in einem Interview mit einer kanadischen Rundfunk-Station. Antisemitische Intentionen seiner Aussage lehnt der Traditions-Kasper der Katholiken ab.

Es ist das alte Klagelied der Katholiken, „die Juden sind Gottesmörder, ist doch auf deren Veranlassung Jesus Christus zum Tode durch Kreuzigung verurteilt worden.

1500 Jahre Antisemitismus gipfelten in Auschwitz und vielen anderen Vernichtungslagern der Nazis. Der selbsternannte Vollstrecker göttlichen Willens, Adolf Hitler ist bis heute bei den Katholen wohl gelitten. Die Auseinandersetzung der Protestanten, mit dem Antisemitismus eines Martin Luther, wird halbherzig oder gar nicht geführt.

Fellay geht weiter in der Benennung der Feinde der Kirche, zu den Juden gesellen sich die Freimaurer und Modernisten. In dem jüdische „Führer“ das Zweite Vatikanische Konzil unterstützen, lassen sie erkennen, dass das Konzil eben eine Sache der Juden sei und nicht der katholischen Kirche. So ist das Konzil ja letztlich auch die Ursache für die Gründung der reaktionären und Demokratie-feindlichen Bruderschaft St. Pius. An den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils seien Juden schuld, betonen Vertreter der Bruderschaft.

Der Antisemitismus der Bruderschaft hat eine kontinuierliche Tradition. Der Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre, erkannte die Juden, Kommunisten und Freimaurer als die Feinde des Glaubens. Richard Williamson leugnete schlicht die Ermordung von Millionen Juden während der Nazizeit. Nach seinen Aussagen seien höchstens 200.000 bis 300.000 Juden ermordet wurden.

Wer schweigt stimmt anscheinend zu. Und der Vatikan schweigt zu den Äußerungen des Traditionalisten-Bischofs. Hat man doch einst über die Rattenlinien, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, anerkannte Nazis, Mörder und Gewaltverbrecher gedeckt nach Südamerika bringen lassen. Mit Humanismus hat das alles nicht zu tun. Antikommunismus, Antisemitismus sind der Klebstoff der die katholischen Gottesknechte zusammenhält.

Vielleicht überarbeitet das Simon-Wiesenthal-Center seine Antisemitismus-Liste ja noch einmal und setzt den Papst, nebst seiner obskuren Organisation auf Platz 1 der Liste.

2 Comments

  1. Nicht nur die Pius Brüder sind so total bescheuert, die Geisteshaltung in 8 Jahren Studium der Zombilogie eingebleut kann man nicht einfach rauswaschen. Dabei ist Geschichte so einfach, wenn man sie immer wieder umschreibt

    Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein 200 Mann starkes Institut zur Entjudung des Christentums. Der christliche Glaube ist rassistisch auf die Verhältnisse in Palästina zu untersuchen, jüdische Elemente sind aus dem theologischen Leben zu entfernen. Nach Jahren der Forschung unter ex-NAZI Mensing-Braun als EKD-Präses findet man den arischen Gallier Jesix, einen Cousin von Asterix. Jesix klaut dem gallischen Druiden das geheime Rezept des Zaubertranks und brennt Schnaps. Als er erwischt wird flieht er nach Jerusalem und lebt fortan als Jude unter dem Namen Jesus Christus. Irinäus von Lyon und Chrysostomos fälschen 180 n.C. die Jesix-Fakten, der jüdische Saulus wir zum Jesix-Apostel Paulus, der 1530 n.C. Papst Clemens VIII bittet seine Briefe umzuschreiben, was geschieht.

    Der EKD-Präses und ex-Nazi Mensing-Braun bescheinigt noch 1960 Adolf Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

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  2. Wer sich genauer über den christlichen Antisemitismus informieren möchte, lese meinen Beitrag (mit vielen Quellen) im Humanistischen Pressedienst nach: http://hpd.de/node/13538?page=0,0. Wer es noch ausführlicher möchte, greife nach meinem inzwischen in 5. Auflage erschienenen, aktualisierten und stark erweiterten Buch »Warum ich kein Christ sein will« (2012, 478 S.).

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