Imam-Ausbildung an der HU Berlin – „DITIB sieht diese Imame als Konkurrenz“

Bild: rbb|24
Ab 2018 werden an der Berliner Humboldt-Universität islamische Theologen ausgebildet. Als Imame und Islamlehrer sollen sie in der Stadt wirken. Doch ihre Job-Perspektiven sind noch ungewiss.

Von Aurelie Winker | rbb|24

Islamische Theologie – da denken viele zuerst an den Beruf des Imams. Generell gibt es auch Bedarf in Deutschland, sagt Mouhanad Khorchide. Er leitet das Institut für Islamische Theologie in Münster. Im Moment fehle es allerdings unter anderem an der Offenheit in den Gemeinden: „Der Islamrat bildet seine Imame selbst aus. DITIB bezieht seine Imame aus der Türkei. Atib, Teil des Zentralrats der Muslime, bezieht seine Imame ebenfalls aus der Türkei. Und sie sehen in dem Angebot durch die deutschen Fakultäten doch eine gewisse Konkurrenz für ihre etablierten Strukturen“, sagt Khorchide.

Mit anderen Worten: die Gemeinden haben nicht unbedingt auf Imame von der Uni gewartet.

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Israel riegelt Palästinenser-Gebiete für drei Tage ab

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – REUTERS
Als Grund werden der Soldatengedenktag und die Unabhängigkeitsfeiern in Israel genannt. Einreisegenehmigungen für 225 Palästinenser wurden zurückgezogen.

Die Presse.com

Israel hat die Palästinenser-Gebiete für drei Tage abgeriegelt. Die Maßnahme solle bis Dienstag um Mitternacht gelten, berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag. Hintergrund sind der Soldatengedenktag und die direkt anschließend beginnenden Unabhängigkeitsfeiern in Israel.

Die Übergänge zum Westjordanland und zum Gazastreifen sollten bis auf humanitäre Ausnahmefälle für Palästinenser geschlossen bleiben. Israel schließt die Übergänge in die Palästinenser-Gebiete an jüdischen Feiertagen routinemäßig und begründet dies mit der Sorge vor Anschlägen.

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Das Voynich-Manuskript wurde in mehreren Sprachen verfasst

foto: beinecke rare book & manuscript library/yale university Bis heute beißen sich Codeknacker an Schrift und Sprache des Voynich-Manuskriptes die Zähne aus.
Russische Forscher finden Belege dafür, dass das mysteriöse spätmittelalterliche Werk kein Schwindel ist

derStandard.at

Bizarre mechanische Apparaturen, seltsame Frauenfiguren, fremdartige botanische und astronomische Welten und vor allen Dingen ein langer Text aus unbekannten Schriftzeichen: Das Voynich-Manuskript beschäftigt seit seiner Entdeckung 1912 in einem Jesuitenkolleg im italienischen Frascati Experten wie Laien gleichermaßen. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen widersetzten sich sowohl die Schrift als auch die Sprache, in der das Dokument verfasst worden ist, bisher beharrlich jeglicher Entschlüsselungsversuche.

Materialuntersuchungen ergaben immerhin, dass die 102 von ursprünglich mindestens 116 Pergamentblättern authentisch sind und vermutlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden sein dürften. Worum es bei dem Text geht, bleibt dagegen weiterhin rätselhaft, obwohl es in den letzten Jahren an Lösungsversuchen keinen Mangel hatte: Anfang 2014 etwa vermutete ein US-Wissenschafter nach eingehender Analyse, dass das Voynich-Manuskript in einer mittlerweile ausgestorbenen präkolumbianischen Sprache geschrieben worden ist und aus der Neuen Welt stammt.

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Grund für Wikipedia-Sperrung kritische Inhalte über Türkei

Grund für die Sperrung von Wikipedia in der Türkei ist nach Angaben der Telekommunikationsbehörde der Vorwurf, das Land unterstütze Terrororganisationen.

Frankfurter Rundschau

Trotz aller Bemühungen sei der Inhalt, der fälschlicherweise behauptet, die Türkei unterstütze Terrororganisationen, nicht gelöscht worden, teilte die Behörde auf Twitter mit. Da es nicht möglich sei, nur bestimmte Inhalte auf Wikipedia zu blockieren, sei die gesamte Plattform gesperrt worden. Das Lexikon ist seit gestern von der Türkei aus nicht zu erreichen.

Papst: „Gibt Flüchtlingslager, die richtige Konzentrationslager sind“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
„Allein der Fakt, eingesperrt zu sein und nichts machen zu können, ist ein Lager“, meint das katholische Kirchenoberhaupt. Manche davon seien in Italien, andere anderswo.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat die Aufnahmezentren für Migranten mit Konzentrationslagern verglichen – und zwar zum mittlerweile zweiten Mal. Mit Blick auf die Lage einiger griechischen Inseln, wie beispielsweise Lesbos, hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche Mitte April in Rom bei einer Zeremonie zum Gedenken an moderne christliche Märtyrer gemeint: „Viele Flüchtlingslager sind Konzentrationslager – wegen der Menge an Menschen darin.“ Nun, auf dem Rückflug von Kairo nach Rom auf diese Aussage angesprochen, bekräftigte er: „Das war kein Lapsus linguae. Es gibt Flüchtlingslager, die richtige Konzentrationslager sind.“ Manche davon seien in Italien, andere anderswo.

Viele Menschen seien in den Lagern eingesperrt. „Allein der Fakt, eingesperrt zu sein und nichts machen zu können, ist ein Lager“, so Franziskus. Einige jüdische Verbände hatten den KZ-Vergleich des Papstes vor etwa einer Woche kritisiert, andere hatten ihn als legitim erklärt.

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Saudiarabien will auf deutsche Waffen verzichten

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel besucht derzeit Saudiarabien. – REUTERS
„Wir werden der deutschen Regierung keine Probleme mehr bereiten mit immer neuen Wünschen nach Waffen“, sagt Vize-Wirtschaftsminister Mohammed al-Tuwaijri.

Die Presse.com

Saudiarabien will künftig nicht mehr um Genehmigungen für die in Deutschland heftig umstrittenen Waffenlieferungen in das Königreich nachsuchen. „Wir werden der deutschen Regierung keine Probleme mehr bereiten mit immer neuen Wünschen nach Waffen“, sagte Vize-Wirtschaftsminister Mohammed al-Tuwaijri dem deutschen „Spiegel“.

„Wir werden bei Waffendeals nicht starrsinnig sein, wir werden nicht gegen die deutschen Vorbehalte anrennen.“ Der Minister äußerte sich wenige Stunden vor einem Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in dem Land. Dort wird sie von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.

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Medienrechtler Schertz beklagt Verrohung im Internet

Der Medienrechtler Christian Schertz beklagt eine Verrohung im Internet. „Der Wutbürger verhält sich inzwischen ganz ungeniert unter Klarnamen, die Sprachkultur verwahrlost, wie ich es in den 30 Jahren vorher nicht erlebt habe“, sagte er dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (Mai-Ausgabe). Früher sei nur anonym gepöbelt worden: „Jetzt verstecken sie sich nicht mehr.“ Der Berliner Rechtsanwalt vertritt unter anderem Politiker und Schauspieler.

evangelisch.de

Bei den Ermittlungsbehörden habe die Sensibilität in den vergangenen zwei Jahren sehr zugenommen, fügte Schertz hinzu. „Jahrelang haben wir gehört, das sei doch nicht so schlimm. Aber seitdem das wie ein Tsunami über das Netz hinwegfegt, haben sie verstanden, dass der Rammbock des Rechtsstaats eingesetzt werden muss.“

Er glaube, dass man viele der Wutbürger erreichen könne, indem man ihnen die Mittel des Rechtsstaats vorführe. Schertz: „Wenn sie befürchten müssen, dass gegen sie ermittelt wird und sie auf der Anklagebank sitzen werden, lassen sich 70 bis 80 Prozent der Täter davon beeindrucken.“

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Der strenge Kardinal und seine heimliche Liebschaft

Michael von Faulhaber war von 1917 bis 1952 Erzbischof von München und Freising. (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
„Nur einmal acht Tage mit Dir irgendwo allein“: Tagebücher einer Schwabinger Lehrerin decken eine Liebesbeziehung des Münchner Erzbischofs Michael von Faulhaber auf.

Von Rudolf Neumaier | Süddeutsche.de

Ein Kardinal verliebt sich. In eine Frau. Er büxt aus, wenn die Nonnen, die ihn umsorgen, zur Beichte gehen. Und er flieht mit Schmetterlingen im Bauch durch München. Um die Frau, die er liebt, in ihrer Schwabinger Wohnung zu besuchen und zu betören: „Nur einmal acht Tage mit Dir irgendwo allein – alles vergessen dürfen – und nur sich erzählen und lieb haben.“ Klingt nach der Fantasie eines verschwitzten Schnulzenromanciers, keine Frage. Aber so hat sich die Liebesgeschichte eines der markantesten Kardinäle in der deutschen Kirchengeschichte offenbar abgespielt. Michael von Faulhaber, Erzbischof von München und Freising von 1917 bis 1952, hatte in den Vierzigerjahren eine heimliche Beziehung.

Dass es zum Äußersten kam, zum Geschlechtsverkehr, ist unwahrscheinlich. Doch gänzlich ausschließen lassen sich sexuelle Handlungen auch nicht. Von Zärtlichkeiten, von „streicheln“ etwa und von Liebkosungen, ist in den Aufzeichnungen von Franziska Bösmiller die Rede. Diese Frau führte Tagebuch über ihre Beziehung zu Kardinal Faulhaber. Ihre Notizen lassen auf eine tiefe gegenseitige Zuneigung schließen.

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Eine Impf-Plicht ist falsch

Credit: Wellcome Library, London/CC BY 4.0
So unverantwortlich es auch ist, Kinder nicht vor vermeidbaren Krankheiten zu schützen – das Recht auf Selbstbestimmung ist wichtig.

Von Kim Björn Becker | Süddeutsche.de

Man kann es drehen und wenden wie man will: Viele wollen es einfach nicht lernen. Natürlich kann auch eine harmlose Impfung vereinzelt Nebenwirkungen auslösen und gesundheitliche Risiken bergen.

Doch die erwiesenen Vorteile des kleinen Nadelstichs sind zumindest bei gesunden Menschen so überwältigend groß, dass es eigentlich keine ernsthafte Debatte darüber geben sollte, ob Eltern ihre gesunden Kinder nun gegen die gängigen Krankheiten impfen lassen sollten oder nicht. Sie sollten, punkt.

Umso mehr ernüchtert es, dass trotz aller Aufklärungs- und Informationskampagnen der vergangenen Jahre noch immer viele Kinder nicht ausreichend geschützt werden. Gerade erlebt das Land einen unnötigen Ausbruch der Masern, weil zu wenige Eltern ihre Kinder impfen lassen.

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Richterin ordnet nach Hinrichtung in Arkansas Autopsie an

Die Hinrichtungswelle in Arkansas wird heftig kritisiert.Foto: Reuters
Ein Straftäter soll bei seiner Hinrichtung mit einer Giftspritze heftige Qualen erlitten haben. Jetzt wird eine Autopsie vorgenommen.

DER TAGESSPIEGEL

Nach der jüngsten Hinrichtung eines Straftäters im US-Bundesstaat Arkansas hat ein Gericht die Autopsie der Leiche angeordnet. Bundesrichterin Kristine Baker wies in ihrem am Freitagabend (Ortszeit) verkündeten Urteil zudem die Behörden an, Blut- und Gewebeproben des Hingerichteten aufzubewahren, damit mögliche Regelverstöße untersucht werden können. Die Entscheidung fiel weniger als 24 Stunden nach der Hinrichtung des verurteilten Mörders Kenneth Williams per Giftspritze.

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Richtig sitzen im türkischen Parlament

foto: afp photo / pool / alexander zemlianichenko Erdoğan und Putin nehmen breitbeinig sitzend Machtpositionen ein.
Frankreichs Botschafter wurde im Parlament in Ankara wegen unsittlichen Übereinanderschlagens der Beine gemahnt. Über Macht und Schuhsohlen in der neuen Türkei

Von Markus Bernath | derStandard.at

Der Anlass war schon sonderbar genug: Das türkische Parlament, das auf Wunsch des Staatschefs gerade per Volksentscheid entmachtet worden war, trat zu einer Sondersitzung zusammen, um seiner ersten Versammlung vor 97 Jahren zu gedenken. Doch als Charles Fries, Frankreichs Botschafter in Ankara, auf der Gästetribüne des Parlaments eine Saaldienerin auf sich zutreten sah, traute er seinen Augen und Ohren nicht. Der Botschafter möge doch bitte seine Beine nicht übereinanderschlagen, bedeutete ihm die Dame. Unislamisch ist das nämlich, und in der Türkei von Staatspräsident Tayyip Erdoğan weht nun ein anderer Wind.

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De Maizière legt 10-Punkte-Katalog für deutsche Leitkultur vor

„Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark“, schreibt der Innenminister. (Foto: dpa)
  • Bundesinnenminister de Maizière hat in der Bild am Sonntag zehn Punkte für eine deutsche Leitkultur aufgestellt.
  • De Maizière sieht seinen Gastbeitrag in der Boulevard-Zeitung als Einladung zur Dikussion.
  • Kritik am Begriff Leitkultur weist er zurück.

Süddeutsche.de

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat einen zehn Punkte umfassenden Katalog zur Skizzierung einer deutschen Leitkultur vorgelegt. „Ich will mit diesen Thesen zu einer Diskussion einladen“ schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag, den das Blatt vorab veröffentlichte. Es gehe dabei um eine Richtschnur für das Zusammenleben in Deutschland. „Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark.“ Es gebe über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus Dinge, die uns im Innersten zusammenhielten, uns ausmachten und uns von anderen unterschieden.

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„Regierung und Opposition betreiben eine Politik über die Köpfe der Menschen hinweg“

Die Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, an der Hans Herbert von Arnim forscht und lehrt. Foto: Claus Ableiter. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Hans Herbert von Arnim über die Krise der parlamentarischen Demokratie in Deutschland

Von Reinhard Jellen | TELEPOLIS

In seinem Buch Die Hebel der Macht und wer sie bedient – Parteienherrschaft statt Volkssouveränität zeichnet der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler Hans Herbert von Arnim den Weg der Selbsterosion der Demokratie in Deutschland nach, die in der Gegenwart zu erheblichen Entfremdungsprozessen innerhalb der Bevölkerung führt.

Herr von Arnim, Sie analysieren in Ihrem Buch den Niedergang der repräsentativen Demokratie hin zu einem „bürgerfernen Parteienabsolutismus. Wann hat dieser Weg begonnen?
Hans Herbert von Arnim: Das hat schon früh begonnen. Der Parlamentarische Rat hat, als er das Grundgesetz 1948/49 konzipierte, den Parteien in Artikel 21 zwar zugebilligt, dass sie bei der politischen Willensbildung des Volkes im mitwirken, diese also nicht beherrschen. Er hat aber keine wirksamen Vorkehrungen getroffen, dass die Parteien sich letztlich des Staates bemächtigen.
So sind sie an die Stelle der Bürger getreten und haben diese politisch faktisch entmündigt. Sie haben, wie schon der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker schrieb, sich den Staat zur Beute gemacht, indem sie sich fettfleckartig immer weiter ausgebreitet haben und auch in Bereiche vorgedrungen sind, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hätten.
Hinzu kommt, dass in den ersten eineinhalb Jahrzehnten der Bundesrepublik die Parteienstaatsdoktrin von Gerhard Leibholz herrschte. Diese setzte Partei, Staat und Volk in eins und erstickte damit die Bekämpfung parteilicher Missbräuche und Fehlentwicklungen bereits im Keim. Diese unsägliche Doktrin dominierte lange auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, in welches Leibholz von den Parteien immer wieder gewählt wurde und in dem er das Schlüsseldezernat „Parlaments-, Parteien- und Wahlrecht“ als Berichterstatter innehatte.
Mit Leibholz‘ Doktrin stufte das Bundesverfassungsgericht die Parteien zu Verfassungsorganen hoch und segnete die starren Wahllisten ab, interpretierte den Artikel 21 Grundgesetz im Sinne seiner Parteienstaatslehre um und erklärte, ganz überraschend, so nebenbei in einem Urteil von 1958, die staatliche Parteienfinanzierung für zulässig.

 

Missverständnisse um „Das egoistische Gen”

Richard David Precht und häufige Missverständnisse um das Erstlingswerk von Richard Dawkins

Von David Schuy | Richard-Dawkins-Foundation

Ich verfolge die Arbeiten von Richard Dawkins seit geraumer Zeit. Seitdem ich das erste Buch von ihm gelesen habe, welches nicht „Das egoistische Gen” war, sondern „Die Schöpfungslüge”, ist mir klar, dass es der Mensch und Wissenschaftler Richard Dawkins mit seiner höchst eloquenten Sprache und Ausdrucksweise vermag, Dinge und Sachverhalte genau auf den Punkt zu bringen. Dabei war mir damals noch nicht einmal klar, wie weit dies gehen könnte. Denn nachdem ich „Das egoistische Gen” gelesen hatte, habe ich wirklich verstanden, wie Evolution durch natürliche Selektion funktioniert. Dabei geht Dawkins auf den Kern, die Essenz dessen ein, worum es bei der natürlichen Selektion wirklich geht.

Leider verstehen viele Menschen, und leider überaus häufig Philosophen, nicht, was Richard Dawkins uns eigentlich sagen möchte. Da es sich bei der Evolutionsbiologie um eine derart umfangreiche Wissenschaft handelt, kann ich nur auf die wesentlichen Punkte eingehen. Dabei bleibe ich aber genau genug, dass hoffentlich keine Fragen mehr offenbleiben.

Richard David Precht soll als ein Beispiel von vielen dienen, denn er macht immer wieder in einer dramatischen Weise öffentlich, dass der dunkle Lord des Gens selbst, Richard Dawkins, und die böse Soziobiologie den Menschen und alles Leben auf den Egoismus reduzieren möchte. Dabei, so stellt Precht unqualifiziert dar, sind alle Lebewesen egoistisch, um die Zahl ihrer Gene zu vermehren. Und sogar, das gibt Precht wieder, würde Dawkins den Begriff „Gott” aus dem Himmel holen, um das Gen zu „Gott” zu machen. Nun, was soll man dazu sagen, es ist eben ein Philosoph, der dies sagt, und kein Naturwissenschaftler.

Lebewesen, egal ob Ameisen, oder Eichenbäume, Menschen oder Kängurus, können in ihrer Umwelt überleben und dies zum Teil sehr effizient. Dabei verdanken die Lebewesen ihren Erfolg Merkmalen, die für das Überleben (und wichtiger: die Fortpflanzung) entscheidend sind. Wir haben Augen, um zu sehen. Dabei bezieht sich der teleologische Nebensatz „um zu sehen” auf den Darwinschen Zweck, der darin besteht, dass Lebewesen, die sehen können, oder besser sehen können als andere Individuen ihrer Population, dank dieses Merkmals überleben und genau diese codierte Eigenschaft in Form der Gene weitergeben an zukünftige Generationen. Man nennt ein solches Merkmal eine Adaptation (Anpassung). Sie ist durch den Mechanismus der natürlichen Selektion entstanden.

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Franco A.: Masterarbeit wurde als extremistisch eingestuft

Thema: Bundeswehr – Reuters
Die deutsche Bundeswehr gerät im Fall Franco A. weiter unter Druck. Wie der „Spiegel“ berichtet, soll es konkrete Hinweise auf die rechtsextreme Gesinnung des festgenommenen Soldaten gegeben haben.

Die Presse.com

Eine extrem rechte Gesinnung des Bundeswehr-Offiziers Franco A., der sich in Deutschland monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben hat, war laut einem Bericht „Spiegel“ schon seit Jahren bekannt. Dem Magazin zufolge war der wegen möglicher Anschlagspläne am Mittwoch festgenommene Soldat bereits 2014 während seines Studiums an der französischen Militäruniversität Saint-Cyr durch rechtes Gedankengut aufgefallen, seine Masterarbeit sei dort als extremistisch eingestuft worden.

Dies war laut „Spiegel“ auch der Bundeswehr bekannt. Ein Bundeswehrwissenschaftler habe in einer Bewertung geschrieben, die Masterarbeit enthalte eindeutig „völkisches Denken“. Trotzdem sei ein zunächst gegen den heutigen Oberleutnant deswegen bestehender Verdacht dann fallengelassen worden, da dieser sich von seiner Arbeit mit dem Hinweis distanziert habe, er habe diese unter Zeitdruck geschrieben. Nach den bisherigen Ermittlungen war Franco A. dem „Spiegel“-Bericht zufolge an der französischen Elite-Universität aufgefallen, da er in der Arbeit „Politischer Wandel und Subversionsstrategie“ stramm völkische und teilweise rechtsextreme Meinungen wiederholte und sich nicht von entsprechenden Denkern oder Philosophen distanzierte. Wörtlich beschrieb ein Professor demnach die Arbeit mit dem Urteil, sie sei nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar.

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Unter Verdacht: Palmöl könnte Krebs befeuern

foto: istock So sieht die Ölsaat von Palmen aus. Wenn es um Erträge geht, macht Palmöl Plantagenbesitzer froh. Als billiger Rohstoff sind die Fette in der Nahrungsmittelindustrie beliebt. Die Medizin entdeckt gerade die Schattenseiten.
Palmöl ist in der Nahrungsmittelindustrie beliebt, weil es in seiner raffinierten Form nicht ranzig wird. Studien zeigen, dass Palmöl ein Motor für Metastasen sein könnte

Von Kurt de Swaaf | derStandard.at

Das Kleingedruckte verrät es: in Margarine? Klar. Nougatcreme? Selbstverständlich! Auch Kekse, Knabberkram und Schokoriegel enthalten es als Zutat. Palmöl oder Palmfett ist buchstäblich in aller Munde. Und nicht nur dort. Bei der Herstellung von Seife, Kosmetika und Waschpulver kommt der Rohstoff ebenfalls zum Einsatz – ein modernes Industrieprodukt.

Das Öl wird aus den Früchten von Palmen der Art Elaeis guineensis gewonnen und ist eigentlich ein traditionelles Nahrungsmittel. Seit Generationen liefern die ursprünglich in Westafrika beheimateten Gewächse den Menschen ein wohlschmeckendes Pflanzenfett. In Rohform enthält es zudem hohe Konzentrationen an Vitamin A und E.

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Bundesregierung sucht freiwillige „Abschiebe-Helfer“

Läuft alles weiter wie bisher, könnten bis zum Jahresende 485.000 ausreisepflichtige Menschen in Deutschland wohnen. Der Bund will das verhindern – und sucht nun Personal, um die Länder zu unterstützen.

DIE WELT

Die Bundesregierung will die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber vorantreiben. Das geht aus der Beschlussvorlage für ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag hervor. Laut dem Papier, das der „Welt“ vorliegt, ist dafür eine „nationale Kraftanstrengung“ notwendig. Für die Umsetzung sucht die Bundesregierung nun nach Beamten, die das Vorhaben freiwillig für einige Zeit unterstützen, berichtet das Magazin „Der Spiegel“.

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Culture Clash: Kopftuchgate

Themenbild
Hat der Präsident recht, wenn er Solidarität mit angefeindeten Kopftuchträgerinnen einmahnt? Die Sache ist jedenfalls komplizierter, als er oder seine Kritiker es darstellen.

Von Michael Prüller | Die Presse.com

Als der Bundespräsident kürzlich auf Übergriffe gegen Kopftuchträgerinnen angesprochen wurde, hat er gesagt: „Bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“ Und die Aufregung ist groß. Unnötig groß.

Van der Bellen bezog sich ja darauf, dass „die Dänen während der deutschen Besatzung doch etwas Ähnliches gemacht“ hätten – „nicht-jüdische Dänen haben angefangen, den David-Stern zu tragen“. Diese Geschichte ist leider eine Legende: Da die Dänen autonom blieben, haben sie den Judenstern gar nicht eingeführt. Aber sie haben 1943, vor einer Großrazzia der Gestapo, in einer einzigartigen Aktion fast alle ihrer 8000 jüdischen Mitbürger bei Nacht und Nebel nach Schweden in Sicherheit gebracht. In Frankreich und Belgien soll es nach Einführung des Judensterns tatsächlich dazu gekommen sein, dass Nichtjuden den Stern oder zumindest gelbe Kleidung trugen. Alles Gesten der Solidarität – und Heldentaten des europäischen Geistes.

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Dieses Himmelsphänomen gibt Astronomen Rätsel auf

Steve sieht aus wie ein Polarlicht, ist aber etwas ganz anderes Quelle: Christop Schaarschmidt
Er hat die Anmut eines Polarlichts – doch statt mit Grün verzaubert das nächtliche Spektakel die Beobachter mit einem purpurnen Leuchten. Steve haben seine Entdecker das Phänomen genannt, das kaum bekannt ist.

DIE WELT

Polarlichter sind faszinierende Himmelserscheinungen, für die so mancher Sternengucker schon weite Reisen in den hohen Norden auf sich genommen hat. Jetzt bekommen die grün schwirrenden Lichter anscheinend Konkurrenz: Ein mysteriöser purpurner Streif wurde nun häufiger schon gesichtet und auf Foto- und Filmmaterial gebannt.

Himmelsbeobachter auf der Suche nach Nordlichtern haben auf die Erscheinung aufmerksam gemacht. Die „Alberta Aurora Chasers“ teilen auf Facebook ihre Bilder und entschlossen sich, die leuchtenden Lichtbänder Steve zu nennen.

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UK spy documents: Trump Organization paid Russian hackers who took orders from Putin

Vladimir Putin and Donald Trump (Photos by: Evan El-Amin and Shutterstock)
Last December, the U.K. government was reportedly given extensive records of Trump campaign officials’ interactions with the Kremlin.

By Sarah K. Burris | RawStory

The Guardian reported former MI6 agent Christopher Steele’s infamous dossier about possible collusion between the Trump campaign and Russia was first given to the UK intelligence services. These documents reportedly contain records of payments from the Trump campaign to banks of Russian cyber trolls tasked with spreading disinformation ahead of the 2016 election.

Court filings confirmed earlier this month that Steele passed along the information because he felt it was “of considerable importance in relation to alleged Russian interference in the US presidential election.”

Steele outlined how four Trump campaign representatives traveled to Prague in the Czech Republic in August or September to have “secret discussions with Kremlin representatives and associated operators/hackers.” The group discussed how they would pay hackers for breaking into the Democratic Party’s computers and developing a “contingency plans for covering up operations.”

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