Katholische Kirche: Wieder mehr Austritte in Austria

Die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen Kirche ist im vergangenen Jahr gestiegen. Mit Stichtag 31. Dezember 2018 gab es in Österreich 5,05 Millionen Katholikinnen und Katholiken – 1,1 Prozent weniger als 2017.

religion.ORF.at

Die Diözesen verzeichnen laut ihrer vorläufigen, am Mittwoch veröffentlichten Statistik für 2018 insgesamt ein Austrittsplus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In absoluten Zahlen traten 58.378 Personen aus der Kirche aus (2017: 53.698). 2017 gab es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz 5,11 Millionen Katholiken. Auch die amtliche Kirchenstatistik zum Jahr 2017 wurde am Mittwoch veröffentlicht.

Maßgebliche Faktoren für den Rückgang der Katholikenzahl sind jedenfalls nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern vor allem auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen.

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Missbrauch in der Kirche: Ein weiterer Wegbegleiter unter Verdacht

Dichter Nebel umhüllt den Petersdom im Vatikan Bild: dpa
Gustavo Óscar Zanchetta soll sich an Untergebenen sexuell vergangen haben. Die argentinische Justiz ermittelt bereits. Was wusste sein Förderer Franziskus davon?

Von Matthias Rüb | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gustavo Óscar Zanchetta verdankt seinen Aufstieg zum Bischof im Norden Argentiniens und später einen schönen Posten im Vatikan seinem Landsmann Jorge Mario Bergoglio. Die beiden Gottesmänner kennen sich seit vielen Jahren. Von 2005 bis 2011 war Bergoglio Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz, und während seiner Amtsperiode in Buenos Aires war Zanchetta die meiste Zeit Geschäftsführer im Generalsekretariat der Bischofskonferenz.

Der Aufstieg Bergoglios auf den Petersthron in Rom 2013 sollte auch für Zanchetta bald einen Karrieresprung bringen: Am 23. Juli 2013 ernannte Franziskus den damals 49 Jahre alten Zanchetta zum Bischof von Orán. Es war eine der ersten Personalentscheidungen des neuen Papstes für sein Heimatland.

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God, Heaven, and Evil: A Renewed Defense of Atheism

credit: Skeptic.com
After EgyptAir Flight 804 crashed on May 19, 2016, I asked the same question that many others undoubtedly asked as well: How could God let this happen? Of course, this plane crash is just one relatively small tragedy in the whole scheme of things.

By Ken Levy | Skeptic

When we add in all of the other tragedies—all the violence, pain, suffering, and premature death that occur on this planet—the same question becomes correspondingly more difficult to answer.

This is the problem of evil, an argument that is typically used in support of atheism. If God were omnibenevolent, He would want to minimize such evils as violence, pain, suffering, and premature death; if God were omniscient, He would know everything that is happening in the universe; and if God were omnipotent, He would be able to act on His omnibenevolence and omniscience to prevent most or all evil from occurring. Yet all of this evil still occurs. Therefore God—an omniscient, omnipotent, and omnibenevolent being—probably does not exist. If a higher intelligence exists at all, it probably lacks at least one of these three qualities.

Theists, or believers, generally respond to this argument by proposing two reasons to believe that God’s existence is perfectly compatible with all of the evil that we observe and experience:

  1. Despite His omnipotence, God simply could not have created a world that lacked evil. If there is to be good, there must also be evil. The existence of evil makes good possible.
  2. Evil contributes to a much greater or higher good. For example, suffering builds moral character or brings victims much closer to God or to each other.

Believers always have at least these fallback answers at their disposal to allay any theological doubts. But the very fact that these two hypotheses can be applied no matter the kind or degree of evil in question should make us suspicious. Quite simply, they prove too much. They commit theists to the incredible position that God’s existence should not be doubted even if the degree of evil in the world far outweighs the good. Atheists are right to respond to this theistic “spin”: if God exists no matter how much evil there is, then what good is He in the first place? Better, it would seem, to have much less evil and no God than much more evil and God.

Believers typically supplement (2) above with the “free will defense”: God preferred to create a world in which humans have free will and therefore the capacity to perform evil acts rather than a world in which they lack free will. He preferred this world, a world in which humans are free to do wrong, because it is far more valuable, both in itself and to humans themselves, than a world in which they are forced always to be good. Humans who consciously make the choice to follow God’s commands—notably the moral laws embodied in the believer’s holy text, such as the Ten Commandments—experience and exhibit a much more profound knowledge of, and love for, God than humans who follow them out of either primitive fear or blind compulsion, or don’t follow them at all.

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Neue Wende im Fall Schwarz: Päpstlicher Visitator Lackner ruft Apostel Elbs zu Hilfe

Archivbild: Der Feldkircher Diözesanbischof Benno Elbs bei seiner Bischofsweihe 2013 – APA/DIETMAR STIPLOVSEK[/caption>

Ein weiterer Bischof wird die Vorwürfe gegen den nach St. Pölten strafversetzen Amtsbruder Alois Schwarz untersuchen. Salzburgs Erzbischof Franz Lackner will mit dem Vorarlberger Bischof Benno Elbs in die Kärntner Diözese reisen. Elbs ist ausgebildeter Psychotherapeut.

Dietmar Neuwirth | Die Presse.com

Neue Wende in dem an Wendungen nicht gerade armen Fall Alois Schwarz. Nun soll ein weiterer Bischof in die Ermittlungen gegen den früheren Kärntner Bischof eingeschaltet werden. Wie die „Presse“ exklusiv erfährt, hat sich der vom Papst knapp vor Weihnachten als Visitator ernannte Salzburger Metropolit Franz Lackner zu diesem höchst ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Er hat um Unterstützung durch den Vorarlberger Amtsbruder Benno Elbs gebeten.

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Raif Badawi nicht vergessen

Raif Badawi (2012) Ensaf Haidar • CC BY-SA 3.0/Wikipedia.org
Vor vier Jahren wurde der saudische Blogger öffentlich ausgepeitscht. Nach wie vor ist er in Haft.

Von Tanja Kokoska | Frankfurter Rundschau

Vor vier Jahren, am 9. Januar 2015, stand der Blogger Raif Badawi, damals 30 Jahre alt, auf dem Vorplatz einer Moschee in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Dem Mann, der die Peitsche in der Hand hielt, kehrte er den Rücken zu, den Kopf hielt er gesenkt. 50-mal ging die Peitsche nieder. Die Menge, die sich rundherum versammelt hatte, johlte auf. Jede Woche, so lautete das Urteil, würden weitere 50 Schläge folgen. Bis es 1000 sein würden.

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„Der monotheistische Gottesglaube ist die Grundform des Ideologischen“

Bild:TP
Im Zuge der Zunahme und Verschärfung der gesellschaftlichen und sozialen Widersprüche im Kapitalismus kommt es zu einer Renaissance religiös-irrationaler Bewegungen und Elemente, die nach dem Zeitalter der Aufklärung bereits als ad acta gelegt galten.

Reinhard Jellen | TELEPOLIS

Hartmut Krauss zeigt in seinem Buch Die Marxsche Theorie und ihre Bedeutung für eine herrschaftskritische Gesellschafts- und Subjektwissenschaft, wie diese Phänomene mit Rückgriff auf Marx grundlegend erklärt und dementsprechend kritisiert werden können.

Herr Krauss, wie zentral waren für Marx Ideologie- und Religionskritik?

Hartmut Krauss: Marx sagt selbst unter dem Eindruck von Feuerbachs „Wesen des Christentums“, dass die Kritik der Religion die Voraussetzung aller Kritik ist. Dabei ist natürlich mitbedacht, dass das Religiöse und insbesondere der monotheistische Gottesglaube die Grundform des Ideologischen im Sinne falschen Bewusstseins darstellt (religiöse Selbstentfremdung) und zugleich als zentrale Legitimationsinstanz vormoderner Herrschaftsverhältnisse wirkt. Insofern fallen Religions- und Ideologiekritik zusammen. Marx verdeutlicht diesen grundlegenden Sachverhalt anhand der „sozialen Prinzipien des Christentums“:

„Die sozialen Prinzipien des Christentums haben die antike Sklaverei gerechtfertigt, die mittelalterliche Leibeigenschaft verherrlicht und verstehen sich ebenfalls im Notfall dazu, die Unterdrückung des Proletariats, wenn auch mit etwas jämmerlicher Miene, zu verteidigen. Die sozialen Prinzipien des Christentums predigen die Notwendigkeit einer herrschenden und einer unterdrückten Klasse und haben für die letztere nur den frommen Wunsch, die erstere möge wohltätig sein.“

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Wenn rechte Gewalt zur Normalität wird

1. Mai 2017: Teilnehmer des Neonazi-Aufmarschs in Halle werden nach dem Ende der Veranstaltung von Polizeibeamten begleitet. (Foto: picture alliance / Jens Schluete)
  • In Halle steht ein Neonazi vor Gericht, weil er der Polizei zufolge Menschen verprügelt und Waffen gehortet hat.
  • Für die Staatsanwaltschaft geht das aggressive Verhalten „nicht über das hinaus, was bedauerlicher Weise im Umfeld sogenannter politischer Veranstaltungen inzwischen üblich ist“.
  • Dieses zaghafte Vorgehen der Justiz gegen rechte Gewalttäter lässt sich auch in anderen Fällen beobachten.

Von Annette Ramelsberger | Süddeutsche Zeitung

So ein Arsenal hat man einst beim NSU gefunden: Als das SEK der Polizei die Wohnung von Carsten M. im Main-Kinzig-Kreis in Hessen durchsuchte, fanden die Beamten mehrere Pistolen, Messer, Armbrüste, sogenannte Polenböller, Schwarzpulver, mehrere Behälter mit Stahlkugeln, kurz alles, womit sich rechte Kämpfer gern bewaffnen. Dazu war die Wohnung auch noch entsprechend dekoriert: „In nahezu jedem Raum“, so notierten es die Polizisten, „befanden sich Nazi-Devotionalien.“ Mal eine SS-Flagge, nur seitenverkehrt aufgehängt, mal Aufkleber der „Division Braune Wölfe“, einem gewaltbereiteten Zusammenschluss bundesweit aktiver Neonazis. Und auch ein laminiertes Schild wurde gefunden mit dem Aufruf: „Volksgenosse, trittst Du ein, soll Dein Gruß ‚Heil Hitler‘ sein.“

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Ist Mona Lisas magischer Blick nur ein Mythos?

Forscher wollen Mona Lisas magischen Blick als Legende enttarnt haben. © historisch / Louvre
Faszinierender Blick: Wenn Betrachter eines Portraits den Eindruck haben, die Augen der abgebildeten Person würden ihnen folgen, spricht man vom „Mona-Lisa-Effekt“. Doch nun stellt sich heraus: Ausgerechnet auf die namensgebende Frau aus da Vincis berühmten Gemälde trifft dieser Effekt womöglich gar nicht zu. Demnach sind die Augen der Gioconda zu weit nach rechts gerichtet, um dem Betrachter gefühlt überall hin zu folgen.

scinexx

Die Mona Lisa von Leonardo da Vinci ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt – die auf dem Ölbild dargestellte Frau zieht jeden Betrachter unwillkürlich in ihren Bann. Neben ihrem rätselhaften Lächeln soll vor allem ihr magischer Blick ein Grund für diese Faszination sein. Denn die Gioconda scheint Betrachtern mit ihren Augen zu folgen, heißt es. Demnach blickt sie uns stets an, egal ob wir frontal vor ihr stehen oder nicht.

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Überlegung zu Ditib-Beobachtung durch Verfassungsschutz

Logo DiTiB

Die Ausrichtung einer europäischen Islamtagung durch den deutsch-türkischen Islamverband Ditib in der vergangenen Woche in Köln schlägt weiter hohe Wellen. Nun ist gar von einer Beobachtung der Ditib durch den Verfassungsschutz die Rede.

DOMRADIO.DE

Nach Berichten über die Teilnahme radikaler Islamisten an einer Kölner Islamtagung schließt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Beobachtung des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib durch den Verfassungsschutz nicht aus.

„Besonders alarmierend ist, dass die Ditib auch Vertreter der Muslimbrüder eingeladen hat“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch): „Die Bruderschaft vertritt Standpunkte, die mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen sind, da muss der Staat sehr aufmerksam sein.“

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Die zockbare Bibel

Bild: AJosua, One of the 500/Lightword
Im Computerspiel „One of the 500“ geht es um die Bibel. Mit seiner hochprofessionellen Grafik soll es weltlichen Spielen in nichts nachstehen. Der 31-jährige Theologie-Doktorand Amin Josua rechnet mit rund sieben Millionen Euro Produktionskosten.

evangelisch.de

Der Fischerjunge muss sich entscheiden: Sammelt er Geld für ein neues Fischernetz oder kürzt er den Spielverlauf ab und stiehlt es? Von seiner Entscheidung hängt ab, wie die Geschichte des Adventure-Games „One of the 500“ weitergeht. Einen eindeutig „guten“ oder „bösen“ Weg gebe es dabei nicht, sagt Entwickler Amin Josua (31). Manchmal komme der Spieler mit moralisch verwerflichen Lösungen durch, manchmal müsse er sich später dafür verantworten.

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Beim Urknall könnte mit dem Universum auch ein Antiuniversum entstanden sein

Bild: L. Boyle/Perimeter Institute for Theoretical Physics
Kanadische Physiker stellen ein kosmologisches Modell vor, das die CPT-Symmetrie wahrt und erklärt, warum es in unserem Universum sehr viel mehr Materie als Antimaterie gibt

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Mit dem Urknall, dem Big Bang, beginnt alles, zumindest der Kosmos, den wir kennen. Der Urknall ereignete sich irgendwann vor 13,7 Milliarden Jahren, was davor war und ob es etwas davor gegen hat, ist eine Frage der Spekulation (Hubble und die Expansion des Universums). Mit dem Urknall sind Zeit, Raum und Materie sowie Antimaterie entstanden, indem sich das irrwitzig kleine und heiße Universum mit irrwitziger Geschwindigkeit in der Phase der Inflation ausdehnte, auch heute noch expandiert das Universum unaufhaltsam weiter.

Ein Paradox ist jedoch, dass es im Universum weitaus mehr Materie als Antimaterie gibt, obgleich sie eigentlich zu gleichen Teilen nach dem Urknall vorhanden gewesen sein müssten. Es muss mithin die angenommene CP-Invarianz, wonach in einem physikalisches System sich nichts ändert, wenn alle Teilchen durch ihre Antiteilchen ersetzt und gleichzeitig alle Raumkoordinaten gespiegelt werden, verletzt (CP-Verletzung) werden, um das Ungleichgewicht zu erklären (Antimaterie: Mehr als nur Anti).

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Israelischer Ex-Minister gibt Spionage für Iran zu

Israels Sicherheitsbehörden werfen Gonen Segev vor, er habe seit 2012 für den iranischen Geheimdienst spioniert. (Bild: Ronen Zvulun / Reuters)

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. Der 63-Jährige war in der Vergangenheit für Vergehen wie das Schmuggeln von Ecstasy-Pillen verurteilt worden und sass eine Haftstrafe ab.

Neue Zürcher Zeitung

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev hat Spionage und Weitergabe von Informationen an den Feind gestanden. Segev steht wegen Spionage für die Islamische Republik Iran vor Gericht. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hätten sich im Gegenzug für das Geständnis auf elf Jahre Haft und weitere Jahre auf Bewährung geeinigt, teilte das Justizministerium am Dienstag mit. Die Einigung sei dem Bezirksgericht in Jerusalem präsentiert worden.

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Bischof wünscht sich Segensritus für Handys und Computer

Bild: © Fotolia.com/vegefox.com
Bischof Paul Swarbrick ist nicht der Beste im Umgang mit Technik – das sagt er selbst. Weil aber auch er nicht ohne Technik kann, wünscht er sich einen Segen für sein Handy – in seinem Blog sucht er Ideen.

katholisch.de

Der Bischof von Lancaster, Paul Swarbrick, wünscht sich einen Segen für Mobiltelefone und Computer. In seinem Blog berichtet der nordenglische Bischof bereits am Wochenende von seinem eigenen Umgang mit der Technik. „Wir alle sind uns wahrscheinlich einig, dass Geräte wie Handys, iPads, Laptops und so weiter Fluch und Segen sein können.“ Weite Teile des Lebens seien in Geräten gespeichert, ein Ausfall bringe große Probleme mit sich.

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