Unglück in Brasilien: Staudamm kürzlich von TÜV Süd untersucht – Experten befürchten neuen Bruch

Eine Lawine aus Sand und Schlamm begrub Menschen und Häuser unter sich Quelle: AP/Andre Penner
300 Menschen werden vermisst, mindestens 30 sind wegen des Dammbruchs in Brasilien gestorben. Erst kürzlich soll der Staudamm für Bergbauschutt von Experten des TÜV Süd geprüft worden sein. Experten befürchten nun ein neues Unglück.

DIE WELT

Die Zahl der Toten nach dem Bruch eines Damms für Bergbauschutt in Brasilien ist am Samstagabend auf mehr als 30 Tote gestiegen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche nach Opfern unterbrochen, noch immer werden bis zu 300 Menschen vermisst.

Experten befürchten nun einen weiteren Dammbruch. Das Bergwerksunternehmen Vale löste am frühen Sonntagmorgen Alarm aus, nachdem Messungen ein Ansteigen des Wasserspiegels an einem weiteren Staudamm der Anlage angezeigt hatten. Die Feuerwehr erklärte, angrenzende Siedlungen würden geräumt.

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Berliner Staats- und Domchor lehnt Aufnahme von Mädchen ab

Der Berliner Staats- und Domchor will ein reiner Knabenchor bleiben. „Es gab bisher die Bewerbung eines Mädchens, das nicht aufgenommen werden konnte, weil der Staats- und Domchor gemäß Satzung ein Knaben- und Männerchor ist“, sagte eine Sprecherin der Universität der Künste dem Evangelischen Pressedienst (epd).

evangelisch.de

Die Mutter des Mädchens stelle die Rechtmäßigkeit der Satzung in Frage, eine juristische Klage liege allerdings nicht vor. Die Berliner Rechtsanwältin Susann Bräcklein, die sich in diesem Fall engagiert, hält den Ausschluss von Mädchen aus Knabenchören für diskriminierend.

Bräcklein sieht in der Nichtzulassung von Mädchen in staatlich geförderten Knabenchören einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Das Argument, dass sich der anatomische Unterschied auf die Stimme auswirke, lässt die Juristin nicht gelten. Er sei zwar hörbar, aber nur „subtil“, erklärte sie Ende Dezember in Interviews. Rechtlich spiele er keine Rolle.

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Why Poverty Is Like a Disease

Schoolhouse: The Front St. Pentecostal Church in Rockwood, Tennessee. It was where I went to school, and the center of my daily life.Photography by Nathan Cooper
Emerging science is putting the lie to American meritocracy.

By Christian H. Cooper | NAUTILUS

On paper alone you would never guess that I grew up poor and hungry.

My most recent annual salary was over $700,000. I am a Truman National Security Fellow and a term member at the Council on Foreign Relations. My publisher has just released my latest book series on quantitative finance in worldwide distribution.

None of it feels like enough. I feel as though I am wired for a permanent state of fight or flight, waiting for the other shoe to drop, or the metaphorical week when I don’t eat. I’ve chosen not to have children, partly because—despite any success—I still don’t feel I have a safety net. I have a huge minimum checking account balance in mind before I would ever consider having children. If you knew me personally, you might get glimpses of stress, self-doubt, anxiety, and depression. And you might hear about Tennessee.

Meet anyone from Tennessee and they will never say they are from “just” Tennessee. They’ll add a prefix: East, West, or Middle. My early life was in East Tennessee, in an Appalachian town called Rockwood. I was the eldest of four children with a household income that couldn’t support one. Every Pentecostal church in the surrounding hillbilly heroin country smelled the same: a sweaty mix of cheap cleaner and even cheaper anointing oil, with just a hint of forsaken hope. One of those forsaken churches was effectively my childhood home, and my school.

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Kurden stürmen türkische Militärbasis im Nordirak

Seit Jahren bombardiert die Türkei mutmassliche Stellungen der PKK im Nordirak. Dabei kommen immer wieder Zivilisten ums Leben. Nach einem weiteren Angriff mit Todesopfern hat es den Dorfbewohnern gereicht.

Inga Rogg | Neue Zürcher Zeitung

Hunderte von wütenden Dorfbewohnern haben am Samstag eine türkische Militärbasis im Nordirak überrannt, nachdem in den Tagen zuvor mehrere Zivilisten durch einen türkischen Luftangriff getötet worden waren. Bei den Zusammenstössen wurden nach Angaben von Ärzten zwei Demonstranten getötet und fünfzehn weitere verletzt.

Angeführt von weiblichen Hinterbliebenen marschierten die Dörfler zunächst friedlich zu dem Militärstützpunkt nahe der Kleinstadt Sheladize nordöstlich der kurdischen Provinzhauptstadt Dohuk. Was dann genau passierte, ist umstritten. Nach Angaben von Aktivisten feuerten Soldaten Schüsse ab, um die Menge zu vertreiben. Auf Aufnahmen des kurdischen Senders NRT-TV kann man Soldaten und eine Gruppe von meist jugendlichen Demonstranten sehen. Einige halten die Hände in die Höhe, während einer versucht, die Lage zu beruhigen.

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Forschung in Afrika: Ebola-Erreger in Fledermaus entdeckt

Bild: tagesschau.de
Seit der Epidemie 2014 und 2015 ist Ebola in Liberia offiziell eingedämmt – doch verschwunden ist das Virus in Afrika nicht. Nun könnte eine Fledermaus neue Erkenntnisse über die Krankheit liefern

tagesschau.de

Wissenschaftler haben bei ihren Forschungen über die Ebola-Krankheit das Virus erstmals bei einer Fledermaus in Westafrika nachgewiesen. Die neuen Erkenntnisse könnten Hinweise liefern, wie der Erreger übertragen wird und sich verbreitet.

Tausende Tote in 2014 und 2015

Insgesamt wurden in Liberia Proben von 4000 Fledermäusen entnommen, um ihre DNA zu untersuchen. Das Genom des Tieres, welches das Virus in sich trug, zeigte eine große Übereinstimmung mit dem sogenannten Zaire-Ebola-Virus. Durch diesen Erreger waren bei einer Epidemie in den Jahren 2014 und 2015 rund 11.000 Menschen in Westafrika durch Ebola ums Leben gekommen. Vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone waren von der Krankheitswelle betroffen.

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Die Kampfdrohnen kommen

Niederländische Soldaten an einer Kontrollstation der MQ-9-Drohnen, die 2020 geliefert werden. Bild: defensie.nl
Die Bundeswehr bezieht ihren Drohnenstützpunkt in Israel, noch sind ihre „Heron TP“ aber unbewaffnet. Sechs europäische Regierungen haben sich gegen israelische Drohnen entschieden und setzen stattdessen auf die „Predator B“

Matthias Monroy | TELEPOLIS

Am Montag startet die Bundesregierung ihr Kampfdrohnen-Programm auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nof in Israel. Die Bundeswehr bezieht dazu ein Containerdorf auf der Basis im Süden von Tel Aviv. Das bestätigt das Verteidigungsministerium und schreibt, dass der Beginn der Ausbildung deutscher Soldaten auf Initiative der israelischen Armee mit einer Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt beginnt. Tel Nof gehört zu den wichtigsten Anlagen der israelischen Luftwaffe, Berichten zufolge sind dort Atomwaffen stationiert. Auch die Angriffe auf Gaza werden von dort geflogen.

Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages am 13. Juni 2018 der Beschaffung israelischer Drohnen zugestimmt hatte, unterschrieb das Verteidigungsministerium einen Betreibervertrag für zunächst fünf bewaffnungsfähige Drohnen des Typs „Heron TP“. Vertragsnehmer ist der europäische Rüstungskonzern Airbus, die Drohnen stammen von Israel Aerospace Industries Ltd (IAI). Das Leasing der „Heron TP“ läuft über neun Jahre und beinhaltet zunächst fünf Drohnen. Im Falle eines Einsatzes in Afghanistan oder Mali sollen zwei weitere Luftfahrzeuge angeschafft werden.

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Arbeitsgemeinschaft: Schon zehn Kältetote in Deutschland

Bild: © picture alliance / dpa/Maurizio Gambarini
Eiskalte Nächte im Freien können für Obdachlose lebensgefährlich sein. Trotz eines guten Hilfesystems erfrieren auch in Deutschland in jedem Winter Menschen auf der Straße. In diesem Jahr soll es bereits zehn Kältetote gegeben haben.

katholisch.de

Nach Recherchen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe sind in Deutschland in diesem Winter bereits zehn obdachlose Menschen auf der Straße gestorben. Dazu komme ein weiterer Verdachtsfall, sagte Geschäftsführerin Werena Rosenke. Obdachlose seien unter anderem in Hamburg, Köln, Düsseldorf und Berlin erfroren. Allein in der Hauptstadt wurden in den eiskalten Nächten der vergangenen Tage zwei Menschen ohne festen Wohnsitz tot aufgefunden – einer auf einer Parkbank, ein weiterer auf dem Gelände eines ehemaligen Schwimmbads. Einer der Männer starb in der Nacht zum Freitag und ist in der Zählung der Arbeitsgemeinschaft noch nicht erfasst. Die Todesursache war bei beiden zunächst noch unklar.

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Ant Attack! Insects Swarm Australian Ring-Hunting Telescope

A swarm of ants invaded the bRing telescope in Australia, temporarily shutting down observations of tens of thousands of stars. Credit: Ian Adams/Michael Kennedy/Siding Springs Observatory
A swarm of ants attacked a small telescope in Australia earlier this year, and when they died, their tiny corpses blew out the power supply.

By Nola Taylor Redd | SPACE.com

The Australian Beta Pictoris b Ring instrument (bRing-AU) was part of a fleet of instruments used last year to hunt for signs of rings or an exomoon around Beta Pictoris, a young star hosting at least one planet. While the hunt was unsuccessful, astronomers are continuing to monitor the star, along with tens of thousands of other stellar targets in the southern sky to obtain additional science.

The ants didn’t make waves climbing on the exterior of the instrument. According to Samuel Mellon, a doctoral candidate at the University of Rochester who is working with bRing, the telescope sits on a few bricks to elevate it off the ground, with an aluminum sheet attached to serve as a floor. That may have provided the point of entry for the insects. [Alien Comets of Star Beta Pictoris Explained (Infographic)]

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Bullshistic pur: Roboter segnet in Oelde – Bless-U-2

Bild: WDR.DE
In der Stadtkirche der evangelischen Kirchengemeinde in Oelde segnet ein sprechender Roboter jetzt Kirchenbesucher. Er heißt „Bless-U-2″und ist 1,80 Meter groß.

wdr.de

Der Segnungsroboter beherrscht sechs Sprachen und Dialekte, unter anderem Polnisch und Hessisch. Und er kann die Arme heben und sogar die Augenbrauen bewegen, wenn er seinen Segen spricht. Ansonsten kommuniziert „Bless-U-2“ mit den Kirchgängern über ein Display.

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Amerikas „Dealmaker“ ist grandios gescheitert

Image: NBCNews/YouTube
Es ist die vielleicht schwerste Niederlage seiner bisherigen Amtszeit: Donald Trump beendet den Shutdown, ohne Geld für seine Mauer zu bekommen. Der Mythos vom geschickten Verhandler ist zerstört.

Von Stefan Beutelsbacher | DIE WELT

Was hat der Mann, der sich als „Dealmaker“ rühmt, am Ende erreicht? Was hat Donald Trump dadurch gewonnen, dass er den längsten Shutdown in der amerikanischen Geschichte herbeiführte? Was hat es ihm gebracht, dass Hunderttausende Regierungsangestellte 35 Tage lang ohne Gehalt arbeiten mussten? In einem Wort: nichts.

Am Freitag verkündete Trump im Rosengarten des Weißen Hauses, er habe sich mit den Demokraten geeinigt. Der Haushaltsstreit sei vorläufig beigelegt, die Behörden könnten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Was Trump verschweigt: Die Abmachung sieht keinen Cent für seine Mauer vor.

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Kohlekommission: Hambacher Forst soll bleiben

Bild: tagesschau.de
Es ist nur einer von vielen Punkten des Kohlekompromisses. Aber er lässt Umweltschützer besonders jubeln. Die Kohlekommission empfiehlt, den Hambacher Forst zu erhalten.

tagesschau.de

Die Kohlekommission der Bundesregierung hat im Streit um den umkämpften Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen eine Empfehlung abgegeben. Im am Morgen verabschiedeten Abschlussbericht heißt es, ein Erhalt des Waldstücks sei „wünschenswert“.

Der Streit zwischen dem Energiekonzern RWE und Aktivisten um dem Hambacher Forst hatte Schlagzeilen gemacht. Ein Gericht hat die von RWE für den Braunkohle-Tagebau geplante und von Behörden genehmigte Rodung vorerst gestoppt. Auch Orte in den Kohleregionen wie dem Rheinischen Revier und der Lausitz sollen für den Tagebau weichen.

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Papst thematisiert erstmals Missbrauchsskandal in der Kirche, skrupellose Priester, Ordensleute und Hofschranzen

Reuters
Papst Franziskus bedauert, dass junge Leute „in die Netze von skrupellosen Menschen geraten“, unter denen auch Kirchenleute seien.

Die Presse

Papst Franziskus hat beim Weltjugendtag in Panama erstmals den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche thematisiert – und das Leid junger Opfer beklagt. Der Pontifex sagte am Freitagabend (Ortszeit) vor Zehntausenden Gläubigen bei einer Ansprache in Panama-Stadt, dass junge Leute „in die Netze von skrupellosen Menschen geraten“, unter denen auch Kirchenleute seien.

Er forderte, die Menschen zu unterstützen, „die nicht geschwiegen haben und nicht schweigen angesichts einer Kultur der Misshandlung und des Missbrauchs“, und solchen zu helfen, die sich für den Schutz vor Missbrauch einsetzten.

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Ärztin Hänel: Paragraf „219a muss endlich abgeschafft werden“

Rund 400 Menschen sind am Samstag in Gießen für eine Streichung des Strafrechtsparagrafen 219a auf die Straße gegangen. „219a muss endlich abgeschafft werden, das sieht auch die Mehrheit in der Politik so, aber sie handelt nicht danach“, sagte die Gießener Ärztin Kristina Hänel auf einer Kundgebung.

evangelisch.de

Es gebe keinen Grund, den Frauen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche vorzuenthalten, betonte Hänel. „Wir Frauen wissen sehr gut, ob wir Mutter werden wollen oder nicht, wie lange unsere Kräfte reichen.“ Hänel forderte einen sicheren Zugang zu den Informationen, Zugang zu Verhütungsmitteln und ein Recht auf „reproduktive Selbstbestimmung“.

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