Trump: Der Vatikan hat die höchste Mauer von allen

In den USA tobt ein Streit um die Finanzierung einer Grenzschutzerweiterung an der Südgrenze. US-Präsident Trump erinnerte diese Woche daran, dass eine Mauer an sich nicht unmoralisch sei.

kath.net

In der Diskussion rund um den Grenzsschutz zwischen den USA und Mexiko und der Finanzierung einer möglichen Mauer bzw. Grenzschutz-Erweiterung durch den US-Kongress hat US-Präsident Donald Trump diese Woche daran erinnert, dass es auch eine Mauer rund um den Vatikan gäbe. Daher könne laut Trump eine Mauer an sich nicht unmoralisch sein. „Wenn sie sagen, dass eine Mauer unmoralisch sei, dann sollten sie sich auch um den Vatikan annehmen, denn der Vatikan hat die höchste Mauer von allen.“, sagte Trump laut US-Medien. Mauer funktionieren laut Trump zu 100 %.

Schweden meldet Ebola-Verdacht in Uppsala

Schweden hat einen Patienten mit Ebola-Verdacht gemeldet. Die Person werde zurzeit in der Klinik für Infektionskrankheiten des Universitätskrankenhauses von Uppsala behandelt, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit.

Neue Zürcher Zeitung

Die Testergebnisse dürften am Abend vorliegen, und dann stehe auch erst fest, ob es sich tatsächlich um die hoch ansteckende Virus-Krankheit handle, hiess es in der Erklärung weiter. Es könnten auch andere Krankheiten in Frage kommen.

Die Behörden liessen zunächst offen, ob es sich bei dem Verdachtsfall um einen Mann oder eine Frau handelt und wo sich die Person angesteckt haben könnte.

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Bundesamt für IT-Sicherheit wusste schon früh von Datenklau

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat bereits seit Wochen von dem jetzt bekannt gewordenen Diebstahl persönlicher Daten von Politikern und Prominenten Kenntnis gehabt.

Frankfurter Rundschau

Selbst das Bundeskriminalamt erfuhr nach eigener Darstellung von der Veröffentlichung erst in der Nacht zum Freitag. Dies geht aus einem BKA-Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten hervor, das der dpa in Berlin vorliegt. Das BSI gerät wegen seines Vorgehens zunehmend in die Kritik.

Bottrop und Amberg: „AfD-Sprech“ ist längst in der Gesellschaft angekommen

Bottrop. Foto (2007): Wikipedia, Noebse / gemeinfrei
Die Diskussionen der letzten Tage zeigen, dass es falsch wäre, nur auf die AfD und nicht auf die Gesellschaft zu schauen

Peter Nowak | TELEPOLIS

Eigentliche hätte dieser sachlich gehaltene kurze Text der Cottbuser Polizei den Sachverhalt am besten zusammengefasst:

Am Neujahrstag kam es im Bereich des Stadtbrunnens in der Cottbuser Innenstadt zu einer gefährlichen Körperverletzung. Dabei wurde ein 28-jähriger Mann verletzt und ins CTK gebracht.
Die Polizei sucht dringend Zeugen, welche sich im Tatzeitraum von etwa 03:00 Uhr bis 04:00 Uhr am Stadtbrunnen aufgehalten haben.
Polizei Brandenburg

Hier wird deutlich, dass es eine gefährliche Körperverletzung gab und der gesamte Vorgang noch der Aufklärung bedarf. Doch schon einen Tag vorher war auf der Homepage der Stadt Cottbus eine Pressemeldung zu lesen, die eher als Vorlage für eine politische Rede, etwa der Union oder der AfD, tauglich ist denn für eine sachliche Information.

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„Shutdown“ trifft Indianerstämme hart

Bild: tagesschau.de
Mit jedem „Shutdown“ kommen vor allem die Indianerstämme in den USA in Bedrängnis: Sie werden ausschließlich vom Staat versorgt. Gesetze, die das ändern sollen, kommen seit Jahren nicht voran.

Von Arthur Landwehr | tagesschau.de

Es hat viel geschneit im Land der Navajo Indianer. Die Straßen in den Reservaten in New Mexico und Arizona liegen voller Schnee. Seit zwei Wochen ist kein Schneepflug mehr hier durchgefahren. „Der Service wird vom Büro für Indianerangelegenheiten erledigt. Und das passiert gerade nicht. Die Leute sind also eingeschneit und nicht in der Lage, zum Markt zu gehen, um Lebensmittel zu kaufen“, sagt Aaron Payment, Präsident des Nationalkongresses der amerikanischen Indianerstämme. Die Schneepflüge gehören dem Staat – und der hat geschlossen. Die Fahrer sind im unbezahlten Urlaub, bis man sich in Washington auf einen neuen Haushalt einigen kann.

Vom „Shutdown“, der Haushaltssperre, sind die Indianerstämme in den USA so stark betroffen wie kaum jemand sonst. Mit drastischen Auswirkungen.

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Frische-Scanner für Lebensmittel

Sind die Tomaten noch genießbar? Das könnte künftig ein kleiner Scanner verraten. © Fraunhofer IOSB
Kann man das noch essen? Antworten auf diese oft gestellte Frage könnte künftig ein kleiner Lebensmittel-Scanner liefern. Das in Deutschland entwickelte Gerät ermittelt anhand von Infrarotanalysen, ob ein Produkt noch haltbar ist – oder in die Tonne gehört. Auf diese Weise sollen Supermarktbetreiber und Verbraucher die Frische bestimmter Lebensmittel selbst überprüfen können. Die Forscher hoffen, dass dadurch weniger eigentlich noch genießbare Produkte im Müll landen.

scinexx

Ist der Joghurt wirklich noch genießbar? Kann man das Fleisch bedenkenlos essen? Wenn es um die Haltbarkeit von Lebensmitteln geht, sind Supermarktbetreiber und Verbraucher übervorsichtig: Sie werfen viele Produkte weg, weil sie nicht mehr appetitlich aussehen oder ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Laut einer Studie der Umweltstiftung WWF landen allein in Deutschland jährlich zehn Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – obwohl ein Großteil davon noch verzehrfähig wäre.

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Gibt es eine Moral für Journalisten und eine für Normalsterbliche?

Wenn Politiker Fehler begehen, verlangen Journalisten sofort personelle Konsequenzen. In der Affäre um erfundene Reportagen beim «Spiegel» halten sich die Kollegen mit Rücktrittsforderungen zurück. Die Medien messen offenkundig mit zweierlei Mass.

Eric Gujer | Neue Zürcher Zeitung

Angesichts der Flüchtlingskrise 2015 und des Aufstiegs der AfD verloren viele Journalisten den Kompass. Sie sahen ihre Aufgabe nicht mehr darin, die Politik zu kontrollieren. Sie verstanden sich als Staatsbürger in unsichtbarer Uniform, dazu da, die Rechtspopulisten zu bekämpfen und die gesellschaftliche Spaltung zu verhindern.

Journalisten sahen sich plötzlich als eine Art Sozialarbeiter und wollten das verirrte Volk auf den richtigen Weg bringen. Es kam ihnen nicht in den Sinn, darauf hinzuweisen, dass die unkontrollierte Einwanderung politische Gegenreaktionen auslösen würde. Sie wollten diesen Zusammenhang einfach nicht wahrhaben, getreu dem Motto: Was nicht sein darf, kann nicht sein. Denn sie hatten ein vorgefertigtes Bild im Kopf: Helldeutschland gegen Dunkeldeutschland. Realitätsverweigerung ist nie gut, im Journalismus ist sie eine Todsünde.

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Benediktiner wehren sich gegen geplante Exhumierung Francos

Bild: © Wikimedia/Iker rubí/CC BY-SA 4.0
Der Streit um die Umbettung der Gebeine von Diktator Franco geht in die nächste Runde: Die für die Verwaltung der bisherigen Begräbnisstätte zuständigen Benediktiner drohen nun sogar Spaniens Regierung.

katholisch.de

Neue Wende im Streit um die Gebeine von Francisco Franco (1892-1975): Santiago Cantera, Prior der für die Verwaltung der franquistischen Gedenkstätte „Valle de los Caidos“ zuständigen Benediktinerabtei, wehrt sich nun offiziell gegen die geplante Exhumierung des spanischen Diktators. Er werde der Regierung den Zugang zu dem Gelände nicht erlauben, schrieb der Geistliche laut einem Bericht der Tageszeitung „El Pais“ (Donnerstag) in einer entsprechenden Mitteilung.

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Grönlands Eis setzt Methan frei

Der Grönländische Eisschild – eine unterschätzte Methanquelle? © Christine Zenino/ CC-by-sa 2.0
Unterschätzte Treibhausgas-Quelle? Der Grönländische Eisschild setzt offenbar tonnenweise Methan frei. Wie Messungen nahelegen, gelangt das potente Treibhausgas während der Tauperiode im Sommer kontinuierlich mit Schmelzwasser an die Oberfläche. Damit könnte der Eisschild erheblich zu den globalen Emissionen des Klimagases beitragen. Ein ähnliches Phänomen sei zudem auch für die Antarktis vorstellbar, berichten die Forscher im Fachmagazin „Nature“.

scinexx

Die Wirkung des Treibhausgases Methan ist rund 20- bis 30-mal so hoch wie die von Kohlendioxid. Neben menschlichen Aktivitäten wie die Erdgasgewinnung oder die Viehzucht tragen auch natürliche Quellen zur Freisetzung dieses hochwirksamen Klimagases in die Atmosphäre bei – zum Beispiel Feuchtgebiete und Sümpfe. Hier entsteht Methan, wenn Mikroorganismen im Boden organisches Material unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzen – und wird dann nach und nach über die Wasseroberfläche freigesetzt.

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Von Sekte entführt: Zwei Kinder aus Händen von Lev Tahor befreit

Die Kinder waren aus den USA nach Mexiko verschleppt worden. Foto: AFP
Die mexikanische Polizei hat zwei in den USA von einer Sekte verschleppte Kinder aus der Hand ihrer Entführer befreit.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der 12-jährige Junge und das 14-jährige Mädchen seien in einem Hotel im Bundesstaat México im Zentrum des Landes entdeckt worden, teilte das mexikanische Sicherheitsministerium am Donnerstag mit. Die Entführer wurden festgenommen.

Zwangsheiraten und Kindesmisshandlung

Bei den Verdächtigen soll es sich um Mitglieder der ultraorthodoxen jüdischen Gruppe Lev Tahor handeln. Der Sekte werden immer wieder Zwangsheiraten und Kindesmisshandlung vorgeworfen.

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Die „extrem effiziente Tötungsmaschinerie“ der Nazis

Deportation nach Treblinka vom Getto in Siedlce 1942.Bild: PD
In 100 Tagen wurden mindestens 1,3 Millionen Juden getötet, was die deutsche Vernichtungsmaschine etwa auch im Vergleich zum Ruanda-Völkermord singulär macht

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn Politiker wie AfD-Chef Gauland von der Nazizeit als einem „Vogelschiss“ sprachen, um die ansonsten angeblich „erfolgreiche deutsche Geschichte“ hervorzukehren, während er die „Masseneinwanderung radikaler Muslime“ als „eigentliche Bedrohung jüdischen Lebens in Deutschland“ ansieht, ist das grotesk. Ebenso grotesk ist die Abwehr von „Menschen aus fremden Kulturen“ in Deutschland, wo die Deutschen mit oder trotz ihrer Kultur und Religion und mit der vorhandenen Technik und Wissenschaft einen negativen Rekord der Massenvernichtung und des Völkermords zustande brachten.

Es ist leider angesichts der neuen Nationalisten, die die Nazizeit wie Gauland verdrängen oder wie andere gleich verklären, immer wieder notwendig, an den unvorstellbaren Barbarei zu erinnern, der auf dem Boden der so gern beschworenen deutschen Kultur möglich wurde. „Nur“ die systematische Vernichtung von Juden im Holocaust war eine der mörderischsten kollektiven Taten der menschlichen Geschichte.

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Wegen Missbrauchsvorwürfen: Bischof schließt ganzes Kloster

Bild: © picture-alliance / dpa / Oliver Berg Symbolbild
Missbrauch durch Mönche? Entsprechende Vorwürfe haben den Erzbischof im argentinischen Mendoza dazu veranlasst, ein ganzes Kloster zu schließen. So soll es mit der Gemeinschaft nun weitergehen.

katholisch.de

Wegen eines Missbrauchsskandals hat der Erzbischof von Mendoza in Argentinien ein ganzes Kloster vorübergehend schließen lassen. Zuvor waren laut örtlichen Medienberichten (Freitag) zwei Mönche der Klostergemeinschaft Cristo Orante in Tupungato wegen Missbrauchsvorwürfen verhaftet worden. Die Schließung sei eine vorbeugende Maßnahme, erklärte Erzbischof Marcelo Daniel Colombo. Sie werde so lange andauern, bis die Vorwürfe geklärt seien.

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Frankreichs Regierung wirft radikalen „Gelbwesten“ Umsturzabsicht vor

Unter den „Gelbwesten“ sind neben vielen friedlichen Demonstranten auch einige gewaltbereitere und radikalere Anhänger. – APA/AFP/ZAKARIA ABDELKAFI
Regierungssprecher Griveaux warnt die Protestbewegung, keiner stehe über dem Gesetz. Erst am Donnerstag war einer der Wortführer aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Die Presse.com

Im Konflikt mit den „Gelbwesten“ verschärft die französische Regierung ihren Ton. Regierungssprecher Benjamin Griveaux warf radikalen Anhängern der Protestbewegung am Freitag vor, einen Aufstand zu beabsichtigen und die Regierung stürzen zu wollen. In Frankreich stehe „keiner über dem Gesetz“, warnte Griveaux.

Einer der Wortführer der „Gelbwesten“ war erst am Donnerstag aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Eric Drouet wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, eine nicht angemeldete Demonstration organisiert zu haben.

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