„Tag der Asteroiden“ warnt vor Gefahren aus dem All

Meteoriten, kosmische Geschosse. Bild: BR.de
Zum dritten internationalen „Asteroid Day“ finden auch Veranstaltungen am Naturhistorischen Museum Wien und dem Institut für Astrophysik statt.

futurezone.at

Am 30. Juni 1908 explodierte ein Asteroid über Sibirien mit der Macht mehrerer hundert Hiroshimabomben – das sogenannte Tunguska-Ereignis. Seit 2015 wird dieser Jahrestag als „Asteroid Day“ dazu genutzt, weltweit auf die Gefahr von Asteroideneinschlägen hinzuweisen. Auch in Wien gibt es dazu am Freitag im Naturhistorischen Museum (NHM) und dem Institut für Astrophysik der Uni Wien Veranstaltungen.

„Die Erde steht nicht isoliert im Weltall“, erklärte NHM-Generaldirekter Christian Köberl in einer Aussendung. „Sie ist einem dauernden Bombardement extraterrestrischer Objekte ausgesetzt. Größere Einschläge können gewaltige Naturkatastrophen verursachen.“ Um auf diese außerirdischen Gefahren aufmerksam zu machen, finden weltweit mehr als 500 Vorträge, Präsentationen und Vorführungen in über 70 Ländern statt.

weiterlesen

Advertisements

Musliminnen ärgern sich über männliche Bademeister

Das Lorettobad in Freiburg ist Ort eines kulturellen Konflikts um Musliminnen und männliche Bademeister Quelle: picture-alliance/ dpa/hd/rh_htf
Das Freiburger Damenbad hat in seine Badeordnung auch männliche Bademeister aufgenommen. Das irritiert die muslimischen Besucherinnen. Per Onlinepetition bekommen sie nun Unterstützung.

Von Philip Kuhn | DIE WELT

In Freiburg scheint in der Badesaison das Motto zu gelten: Wenn man keine Probleme hat, dann schafft man sich selbst welche. Seit diesem Sommer gilt im altehrwürdigen Loretto-Damenbad die Regelung, dass dort auch Männer die Badeaufsicht führen dürfen.

In der Praxis war das schon immer so. Doch erst seit wenigen Wochen steht es auch explizit in der Badeordnung. Die Regelung ist eine unmittelbare Folge des Badesommers 2016. Sie sei nötig geworden, weil muslimische Besucherinnen Einsicht in die Dienstpläne verlangten – um zu wissen, wann Bademeisterinnen im Dienst sind. Und waren irritiert: Ein Mann am Beckenrand? Inakzeptabel für die meist busseweise aus dem grenznahen Elsass anreisenden Badegäste.

weiterlesen

Wie die regressive Linke die Bewegung des Atheismus umbringt

Bild. RDF
Oft frage ich mich, warum ich mir die Zeit nehme, einen ganzen Artikel zu schreiben, wenn viele nur die Überschrift lesen, um dann in den Kommentaren einen Weitpinkelwettbewerb anzuzetteln.

Von David Smalley | Richard-Dawkins-Foundation

Sie wollen kurze Beiträge, kritisieren aber den Mangel an Nuancen.

Nun, von diesem hier gibt es keine „tl;dr“-Version; es muss alles gesagt werden.

Die heutige Podcast-Episode führt die Gesprächsreihe mit Richard Dawkins, Michael Shermer, Adam Carolla, Pete Boghossian und Lawrence Krauss auf „Dogma Debate“ fort.

Dieser Artikel und jene einzelnen Podcast-Diskussionen sind lange überfällige Weckrufe an Linke und andere in der knapp überlebenden „säkularen Gemeinschaft“, Rufe zurück zur Bedeutung von Vernunft.

Wir verzehren uns selbst. Wir zerstören unsere Botschaft. Wir zerfallen.

Dies ist ein Artikel über die Ursachen dafür und darüber, was wir tun können.

Wer in dieser Welt des Schwarzweißdenkens auf extreme Positionen verzichtet, hat den Mob im Genick.

Wer einen Beitrag eines „Black Lives Matter“-Fürsprechers teilt, hasst offensichtlich Polizisten und Weiße.

Mit einem „Backing the Blue“-Auto-Aufkleber herumzufahren, der einst nur Verständnis für den harten Polizistenjob signalisierte, bedeutet jetzt, ein rassistisches Arschloch zu sein.

Wer meint, Milo Yiannopoulos habe die Grenzen der Redefreiheit strapaziert und schikaniere Menschen, ist ein „Social Justice Warrior“, ein Schneeflöckchen, das keinen Widerspruch aushalten kann.

Wenn du hingegen denkst, Milo habe jene Grenzen eingehalten und sollte weiter reden dürfen, auch wenn er komplett daneben liegt, dann hasst du offensichtlich jeden aus der LGBT-Gemeinschaft, du dreckiger Neokonservativer.

Wer dagegen ist, Neonazis aus dem Hinterhalt zu attackieren, kann selbst nur ein Neonazi sein.

Wer aufgrund der persönlichen Erfahrung eines anderen die Existenz einer Gottheit annimmt, wird als Idiot bezeichnet.

Wer sich andererseits weigert, bestimmte Menschen zu meiden, weil ihnen jemand anders aufgrund persönlicher Erfahrung vorwirft, ihn zu drangsalieren, ist natürlich mit allen Drangsalierungen einverstanden.

Wer für Bernie Sanders stimmte, gegen Trump protestierte und zwanzig Jahre mit Linken marschierte, nun aber mit einem „No-Whites-Day“ an der Universität nicht einverstanden ist, muss ein Fanatiker sein.

Ein Atheist, der Religion „Gift für die Kultur“ nennt, schließt qua Definition den Islam ein. Wer aber den Islam „eine giftige Religion“ nennt, ist ein islamophober Rassist, der alle Menschen mit brauner Hautfarbe hasst.

weiterlesen

Sterilisation: Verhütung in Zeiten der Gleichberechtigung

Genauso selbstverständlich wie das U-Bahnfahren in Unterhosen am No Pants Subway Ride in New York sollte das Thema Vasektomie für Männer sein. (Foto: REUTERS)
Zur Zeugung braucht es beide, zur Verhütung anscheinend nur die Frau. Warum lassen sich so wenig Männer sterilisieren? Und warum gibt es bei diesem Thema so oft Streit?

Von Marcus Jauer | Süddeutsche.de

Nehmen wir zum Beispiel Matthias und Nicole aus Berlin. Sie sind Anfang vierzig, verheiratet, zwei Kinder. Er arbeitet in einer Kanzlei und steht kurz davor, Partner zu werden. Sie war lange Teilzeit in einer Bank und könnte jetzt, wo ihre zwei Jungs sieben und zehn sind, eine volle Stelle haben.

„Wir sind aus dem Gröbsten raus“, sagt Matthias, und Nicole sagt das auch: „Ich hab jetzt wieder mehr Zeit für mich und – ehrlich gesagt – darüber freue ich mich auch.“

 Matthias und Nicole lieben ihre Kinder, aber sie wollen kein weiteres mehr, da sind sie sich einig, und müsste sich Nicole nicht in ein paar Wochen wieder eine neue Spirale einsetzen lassen, würden sie über das Thema vermutlich gar nicht reden. Wie bei vielen Paaren war auch bei ihnen die Verhütung immer Sache der Frau. Jetzt aber sitzen sie zusammen bei Michael Woeste, der am Kurfürstendamm eine urologische Praxis betreibt, um sich über eine Sterilisation zu informieren – Matthias‘ Sterilisation.

Papst: Kirche ist (k)eine „Greisenherrschaft“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Dieser Papst hat noch eine Mission. Das machte er heute bei einem Gottesdienst aus Anlass seines 25-jährigen Bischofsjubiläums deutlich. Dazu hatten sich die in Rom anwesenden Kardinäle in der Cappella Paolina im Apostolischen Palast versammelt.

Von Jürgen Erbacher | blog.zdf.de

Dabei wehrte er sich gegen den Vorwurf, die Kirche sei eine „Greisenherrschaft“. Wer das sage spotte und wisse nicht, wovon er rede. Die Kardinäle seien keine Greise, sondern Großväter, zu denen die Enkel aufblickten. „Wir müssen ihnen mit unserer Erfahrung einen Sinn des Lebens vermitteln.“ Die Kardinäle sollten sich daher  nicht melancholisch in sich selbst verschließen, sondern offen sein, der Jugend das zu geben. „Wir sind gerufen, zu träumen und der Jugend von heute unseren Traum weiterzugeben: Sie brauchen das“, zeigte sich Franziskus überzeugt. Es klang ein bisschen so wie vor wenigen Tagen bei der Begegnung des Papstes mit Priestern. Da rief er den älteren unter ihnen zu: „Einmal Priester, immer Priester!“. Ein Priester kenne keinen Ruhestand.

weiterlesen

Grippeimpfung: Bald Pflaster statt Spritze?

Ein Pflaster statt schmerzhafter Spritze: So könnte die Grippeimpfung künftig ablaufen. © Rob Felt/ Georgia Tech
Impfung ohne Pieks: Künftig könnte die Grippeimpfung ganz ohne lästige Spritze ablaufen. Denn Forscher haben ein Pflaster mit Mikronadeln entwickelt, dass den Impfstoff schnell und schmerzlos durch die Haut appliziert. In einer ersten klinischen Studie rief dieses Impfpflaster eine genauso gute Immunisierung hervor wie die herkömmliche Spritze, wie die Forscher im Fachmagazin „The Lancet“ berichten. Gleichzeitig ist die Handhabung so simpel, dass jeder Laie sich damit selbst impfen könnte.

scinexx

Alle Jahre wieder schwappt eine neue Welle von Grippe-Erregern über die Welt. Zwar verläuft die Influenza bei den meisten Infizierten glimpflich, aber gerade bei älteren Menschen und chronisch Kranken kann sie im Extremfall sogar zum Tode führen. Deshalb empfehlen Mediziner für diese Bevölkerungsgruppen alljährlich im Herbst eine Grippeimpfung. Doch viele Menschen scheuen davor zurück – auch weil sie die Spritze und den lästigen Besuch beim Arzt vermeiden wollen.

weiterlesen

Oberverwaltungsgericht: Kein voller Schutzstatus für Syrer

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Syrische Asylbewerber bekommen nach einem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichtes in Deutschland nicht grundsätzlich den vollen Flüchtlingsstatus.

evangelisch.de

Auch Männer, die sich durch ihre Flucht dem drohenden Wehrdienst entzogen haben, müssten nicht automatisch als Flüchtling anerkannt werden, entschied der zweite Senat des Gerichts am Dienstag in Lüneburg in einer Berufungsverhandlung. Die Richter gaben damit einer Berufung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge statt. Eine Revision ließen sie nicht zu. (AZ: 2 LB 117/17)

weiterlesen

Holocaust-Überlebende Dvora Weinstein: „Ich war geschockt“

Dvora Weinstein, 81, war als Holocoust-Überlebende in der vergangenen Woche an der Humboldt-Universität in Berlin.FOTO: PRIVAT
Eine Veranstaltung mit der Zeitzeugin an der Humboldt-Universität wurde massiv gestört. Nun warnt sie vor wachsendem Antisemitismus – und erzählt ihre Geschichte.

Von Ralf Schönball | DER TAGESSPIEGEL

Am vergangenen Mittwoch unterbrachen Störer in der Humboldt-Universität die Veranstaltung einer Delegation um die Knesset-Abgeordnete Aliza Lavie mit vier Jugendlichen und der Holocaust-Überlebenden Dvora Weinstein. Mitten in einem Vortrag skandierten sie anti-israelische Parolen. Nach Angaben des Veranstalters, der Hochschulgruppe der deutsch-israelischen Gesellschaft Berlin, wurden drei Störer der pro-palästinensischen Organisation BDS aus dem Saal geleitet. Die Uni, selbst nicht Veranstalterin, verurteilte den Vorfall, der international Schlagzeilen machte. Der Tagesspiegel sprach nun mit der Holocaust-Überlebenden Dvora Weinstein.

Frau Weinstein, mitten in einer Vortragsveranstaltung niedergeschrien zu werden – wie haben Sie das erlebt?

Ich war geschockt, zumal zwei der drei Störer Israelis sind. Jemand muss sie einer Gehirnwäsche unterzogen haben. Und ich musste an die Worte des Propheten Jesaja denken. Der warnte, die Zerstörung werde aus unserer Mitte kommen.

weiterlesen

Bundespräsident wird Schirmherr für Garnisonkirche

Frank-Walter Steinmeier 2014.

Die Potsdamer Garnisonkirche – über den Wiederaufbau des Turms wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Symbol preußischer Militärmacht und des NS-Regimes oder bedeutendes Bauwerk für das Stadtbild? Bundespräsident Steinmeier will den Ort zu etwas anderem machen.

evangelisch.de

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Schirmherr für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Das teilte die Garnisonkirchenstiftung am Dienstag in Potsdam mit. Steinmeier hoffe, dass mit dem Bauwerk ein Lernort der deutschen Geschichte entstehe, an dem Besucher „Lehren aus einer wechselvollen Geschichte ziehen können, um für die Zukunft eines friedlichen und gerechten Europas einzutreten“, zitierte die Stiftung den Bundespräsidenten.

weiterlesen

Wo liegt das „achte Weltwunder“?

Zeitgenössische Darstellung der White Terraces auf Neuseeland. Zusammen mit den benachbarten Pink Terraces galten sie als „achtes Weltwunder“. © historisch
An Land statt unter Wasser? 1886 wurden die weltberühmten Sinterterrassen auf Neuseelands Nordinsel bei einem Vulkanausbruch verschüttet. Seither ist strittig, ob das „achte Weltwunder“ diese Eruption überstand und wo die Überreste verborgen liegen. Jetzt liefern Forscher neue Hinweise. Demnach könnten die Pink und White Terraces nicht wie bisher angenommen am Grund eines Sees liegen, sondern an Land – unter zehn Meter Schlamm und Asche.

scinexx

Sie galten als das achte Weltwunder: Die ungewöhnlichen Sinterformationen aus rosafarbigen und weißen Stufen am Lake Rotomahana zogen im 19. Jahrhundert Touristen aus aller Welt an. Entstanden waren die Terrassen durch Ablagerungen von sehr mineralhaltigem Wasser aus zwei Geysiren am Seeufer.

weiterlesen

„Das sind einfach dumme Leute, die das Sagen haben“ in der Türkei

In der Türkei und in Polen setzen sich die Evolutionskritiker durch und wollen Charles Darwin und seine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Schulen verbannen. (picture alliance / dpa / De_Agostini/Photoshot)
Der Diplomphysiker Ernst Peter Fischer hat die Evolutionstheorie von Charles Darwin verteidigt. Der frühere Professor für Wissenschaftsgeschichte sprach von „Borniertheit“ in Polen oder der Türkei, wenn dort Darwin aus dem Schulunterricht genommen werde.

Ernst Peter Fischer im Gespräch mit Ute Welty | Deutschlandfunk Kultur

Die Evolutionstheorie Charles Darwins soll ab 2019 aus den türkischen Schulbüchern verschwinden. Der neue Lehrplan wird am heutigen Dienstag vorgestellt, der von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan bereits abgesegnet sein soll. Die Evolutionstheorie sei für Schüler dieses Alters zu kontrovers und kompliziert und sowieso umstritten, hieß es zur Begründung aus dem türkischen Bildungsministerium. Daher solle das Kapitel aus dem Biologieunterricht entfernt werden. Darwins Lehre von der Entstehung der Arten werde erst später an der Universität gelehrt. Auch in Polen gibt es solche Bestrebungen, Darwin aus den Schulbüchern zu verdammen.

Rückfall in frühere Zeiten

Für den Diplomphysiker Ernst Peter Fischer spricht diese Entscheidung allein von „Borniertheit“. Der emeritierte Professor für Wissenschaftsgeschichte sagte im Deutschlandfunk Kultur: „Das sind einfach dumme Leute, die das Sagen haben und die jetzt meinen, sie könnten jetzt etwas besonders machen, in dem die Darwin wieder ins 19. Jahrhundert zurück katapultieren.“

weiterlesen

Deutsche Politiker im Visier der Türkei

Ramadan-Trommler stehen Spalier für den Präsidenten. Recep Tayyip Erdogan ist gewohnt, dass seinen Anweisungen in der Türkei Folge geleistet wird. Deutschland ist, wie andere Länder auch, widerspenstig Quelle: AFP/ADEM
Es geht nicht miteinander und nicht ohne – Deutschland und die Türkei arbeiten wieder verstärkt zusammen. Doch eine brisante Information wird der WELT bekannt: Die Türkei sammelt Informationen über deutsche Politiker.

Von Florian Flade, Manuel Bewarder | DIE WELT

Es klingt recht harmonisch, wenn Recep Tayyip Erdogan über Deutschland redet. Es sei wichtig, „dass unsere beiden Länder in Solidarität zusammenstehen“, sagte der türkische Staatschef nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Februar. Das gelte natürlich auch deshalb, „weil wir Nato-Partner sind und Deutschland auch im Rahmen der Koalitionskräfte hier mit uns zusammen und in Solidarität mit der Türkei ihre Position einnimmt“, so Erdogan.

Merkel, die neben ihm stand, klang weniger euphorisch. „Solidarität“ war nicht das erste Wort, das ihr auf der Pressekonferenz einfiel. „Wir hatten in der Tat sehr intensive und ausführliche Gespräche über bilaterale und internationale Fragen“, sagte sie kühl.

weiterlesen

Ärzte dürfen Behandlung von todkrankem Baby abbrechen

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg – dpa/Rolf Haid
Mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurde die Beschwerde der Eltern abgewiesen, eine experimentelle Therapie in den USA durchführen zu lassen.

Die Presse.com

Ärzte in Großbritannien können endgültig die Behandlung des todkranken Babys Charlie Gard abbrechen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies am Dienstag in Straßburg eine Beschwerde der Eltern als unzulässig ab. Das zehn Monate alte Kind hat eine seltene genetische Erkrankung.

Seine Eltern wollten es für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die britischen Ärzte, die den Buben bisher behandeln, sind allerdings überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie wollen deshalb die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen.

weiterlesen

MDR startet Selfie-Aktion zum Lutherjahr – Selfie mit Dildo

Bild: SWR Aktuell
„Hier stehe ich und…!“: Unter diesem Motto fordert der MDR seine Hörer, Nutzer und Zuschauer zur aktiven Gestaltung der Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum auf. Die Menschen im Sendegebiet seien aufgerufen, den berühmten Halbsatz mit Bezug auf Reformator Martin Luther (1483-1546) zu vervollständigen und mit einem Selbstporträt zu versehen, wie der MDR am Dienstag in Leipzig mitteilte.

evangelisch. de

Selfie und Satz können demnach zwischen 1. Juli und 8. Oktober auf den Internetseiten des Senders hochgeladen werden. Aus den Einsendungen entstehe ein Luther-Konterfei, das Ende Oktober an prominenten Schauplätzen der Reformation in Mitteldeutschland ausgestellt werden soll.

Der Sender teilte weiter mit, er wolle wissen, was die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen machen – und schlug als denkbare Vervollständigungen vor: „Hier stehe ich und genieße den Ausblick!“, oder „Hier stehe ich und traue mich!“.

weiterlesen

Ozonschicht: „Diese Substanz hatten wir bislang nicht auf dem Radar“

Das Ozonloch über der Antarktis – hier im Oktober 2015 – wird kleiner. Wie schnell, hängt auch von einer Chemikalie ab Quelle: picture alliance / dpa/lof tmk
Von wegen Entspannung: Das Ozonloch erholt sich zwar – nun aber offenbar sehr viel langsamer als gedacht. Grund ist eine Chemikalie, die bislang als unbedenklich galt.

Von Walter Willems | DIE WELT

Eine immer öfter eingesetzte chemische Verbindung mit Chlor bedroht die Erholung der Ozonschicht. Britische Forscher berichten, dass die Konzentration von Dichlormethan in der Atmosphäre seit einigen Jahren schnell ansteigt. Der Chloranteil kann die Erholung der Ozonschicht demnach um Jahrzehnte verzögern. Ein deutscher Experte spricht von einer seriösen Studie zu einem Phänomen, auf das die internationale Gemeinschaft nun reagieren müsse.

„Wir zeigen, dass der derzeit noch mäßige Einfluss von Dichlormethan auf das Ozon in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat“, schreibt das Team um Ryan Hossaini von der Universität Lancaster im Fachblatt „Nature Communications“. „Eine weitere Steigerung könnte die Erholung der Ozonschicht zu Werten wie vor 1980 deutlich verzögern.“

weiterlesen

Korruption in der ARD: Betrogen und bestochen

© DPA Steht unter Anklage: Der frühere MDR-Unterhaltungschef Udo Foht.
Udo Foht war Abteilungschef beim MDR und so etwas wie der Pate des ARD-Unterhaltungsfernsehens. Jetzt muss er vor Gericht. Die Anklage wirft ihm Betrug, Untreue und Bestechlichkeit vor. Es geht um viel Geld.

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine

Der ehemalige Unterhaltungschef des Mitteldeutschen Rundfunks, Udo Foht, muss sich vor Gericht verantworten. Das Landgericht Leipzig hat am Dienstag die Anklage gegen ihn zugelassen – wegen Betrugs in dreizehn Fällen, Steuerhinterziehung in fünf Fällen sowie wegen Untreue und Bestechlichkeit in je einem Fall. Anklage war gegen Foht schon 2013 erhoben worden. Er soll laut Staatsanwaltschaft in den Jahren 2008 bis 2011 mit den ihm zur Last gelegten Betrügereien einen Schaden von 250000 Euro verursacht haben.

Der Untreue ist Foht angeklagt, weil er mit einem der Betrogenen vereinbart haben soll, dass dieser 41900 Euro, die er an Foht zahlte, anschließend dem MDR für eine Produktion in Rechnung stellte, obwohl beide gewusst hätten, dass es für diese Mehrforderung keinen Grund gab.

weiterlesen

Erdogan ist ein Geiselnehmer der Demokratie

Bild: FB
Da der türkische Präsident sich zunehmend wie ein Diktator benimmt, sollte er in Deutschland nicht öffentlich auftreten dürfen. Ein Kommentar.

Von Lorenz Maroldt | DER TAGESSPIEGEL

In Sachen Dreistigkeit lässt sich Recep Tayyip Erdogan nur ungerne übertreffen. Deshalb standen auf der Liste seiner Begleiter zum G20-Treffen in Hamburg auch wie selbstverständlich einige Mitglieder seiner Prügelgarde, die in Washington Demonstranten verdroschen hatten und seitdem in den USA per Haftbefehl gesucht werden. Die Bundesregierung hat den Präsidenten wissen lassen, dass er die mal besser zu Hause lässt.

Im Umgang mit der zunehmend ins Diktatorische abdriftenden Türkei, die als EU-Beitrittskandidat immer noch hunderte Millionen Euro zum Aufbau eines Rechtsstaats erhält, eine unvermeidliche Ansage – andernfalls hätten wir Erdogan neben der landesüblichen Protestunterdrückung aber auch gleich noch den Schlüssel fürs Kanzleramt überlassen können, auf dass er dort vom Balkon aus eine Führerrede an seine im Wortsinn aufgeputschten Anhänger halten kann.

weiterlesen

Religionsvertreter diskutieren Zukunft Europas

Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften haben in Brüssel über die Zukunft Europas und das Zusammenleben der Weltanschauungen diskutiert.

evangelisch.de

Man müsse die zu erstrebende Integration von der abzulehnenden Assimilation unterscheiden, verlangte der Ober-Rabbi von Brüssel, Albert Guigui, bei der Veranstaltung am Dienstag im Europäischen Parlament. Während Integration bedeute, die Gesetze eines Landes zu achten und zu seinem Gedeihen beizutragen, bedeute Assimilation das Verlieren des eigenen Selbst und Aufgehen in der Masse. Guigui verband seine Überlegungen mit der Kritik an Gesetzen, die in Belgien derzeit gegen das rituelle religiöse Schlachten auf den Weg gebracht würden.

Pantelis Kalaitzidis, ein griechisch-orthodoxer Theologe, wandte sich gegen die heute „dominante Idee“ einer Union, die sich durch Finanzregeln und Sparpolitik definiere. Werte wie Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit müssten berücksichtigt werden, sonst könnten Statistiken darüber hinwegtäuschen, dass die Krise in Europa weiter anhalte, sagte Kalaitzidis, der für die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) sprach.

weiterlesen

„Ehe für alle: Kauder kündigt Nein bei Abstimmung an

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat angekündigt, bei der von der SPD erzwungenen Bundestags-Abstimmung über die „Ehe für alle“ mit Nein zu stimmen.

Frankfurter Rundschau

Dies habe Kauder in der Sitzung der Unionsfraktion deutlich gemacht, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Insgesamt wird damit gerechnet, dass zwei Drittel bis drei Viertel der insgesamt 309 CDU/CSU-Abgeordneten am Freitag mit Nein stimmen würden, falls es zur Entscheidung kommen sollte.

Indigenous Peoples Will Shape a More Just and Sustainable Future for Canada

Members of the Gitxsan First Nation protest in B.C. in 2013. Image: Canadian Press/Robin Rowland
After 150 years of relentless colonization, Canada finds itself at a crossroads. Staring down social injustice, economic insecurity and environmental instability, it has the opportunity to forge a more just and sustainable future, if it follows the leadership of Indigenous peoples.

By Julian Brave Noisecat | MOTHERBOARD

Canada, the world’s second-largest nation by landmass, has abundant natural resources. In his influential „staples thesis“ conceived in the 1920s, political economist Harold Innis demonstrated that the export of commodities to the British Empire—at the time fur, cod, lumber and wheat—in exchange for manufactured goods and technologies was central to Canada’s development.

Sixty-five years after his passing in 1952, Innis‘ work remains incisive. Replace fur and wheat with oil and minerals, the British Empire with the American, and you have a reasonable sketch of Canada’s economic present. Today, Canada is the fifth ranked oil producer and fourth ranked oil exporter by volume in the world. Among G7 countries, it is the top ranked oil exporter by far.

Canada’s dependence on the extraction of natural resources is a social, economic and environmental curse.

After a century-and-a-half of colonial dispossession, First Nations reserves now account for just 0.2 percent of the country’s land base. Consequently, Indigenous peoples experience endemic poverty, while oil oligarchs, mining barons and hereditary elites revel in extraordinary wealth.

read more