Naturstoff gegen Tuberkulose

Viele Stämme des Tuberkulose-Errregers Mycobacterium tuberculosis sind bereits gegen gängige Antibtioika immun. © CDC
Heilmittel aus der Natur: In einem Pilz haben Forscher ein vielversprechendes Mittel gegen Tuberkulose entdeckt. Der Wirkstoff Chlorflavonin tötet Tuberkulose-Bakterien ab und wirkt sogar gegen multiresistente Stämme des Erregers, wie Versuche in Zellkulturen zeigten. In Kombination mit herkömmlichen Arzneimitteln könnte das Chlorflavonin künftig die Tuberkulosetherapie verbessern und beschleunigen.

scinexx

Die Tuberkulose ist eine der großen Seuchen der Menschheit: Ihr Erreger befiel schon unsere afrikanischen Vorfahren und raffte in Europa zeitweilig sogar jeden Fünften dahin. Doch auch heute ist die Tuberkulose nicht besiegt: In den Entwicklungsländern sterben noch immer jährlich bis zu zwei Millionen Menschen an ihr, viele Stämme des Mycobacterium tuberculosis sind zudem bereits gegen die gängigen Antibiotika resistent.

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Ethikrat fordert Reform bei Datenschutz

Bild: Deutscher Ethikrat
Der Deutsche Ethikrat hat angesichts zunehmender Speicherung sensibler Gesundheitsdaten eine Reform des Datenschutzes gefordert.

evangelisch.de

Institutionen und der Staat seien in der Pflicht, „rechtliche, außerrechtliche und technische Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Menschen ihre Datensouveränität wahrnehmen und entfalten können“, heißt es in einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Stellungnahme des Gremiums. Dazu sei eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung nötig. Die klassischen Datenschutzmechanismen reichten nicht mehr aus.

Die Stellungnahme widmet sich den Chancen und Risiken des Datensammelns im Gesundheitsbereich, das sich längst nicht mehr auf Ärzte und Kassen beschränkt, sondern über Fitnesstracker, Apps und andere technische Geräte Daten im Privaten sammelt, auswertet und gegebenenfalls von Konzernen gespeichert wird. Durch die sogenannten Big Data sollen Muster erkannt und daraus Einsichten gewonnen werden.

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EuGH-Generalanwalt: Schächten weiterhin nur in zugelassenen Schlachthöfen

Der Europäische Gerichtshof: Der Generalanwalt hat seinen Schlussantrag zum Schächten von Tieren vorgetragen. (Foto: dpa)
  • In Belgien haben mehrere islamische Verbände gegen die Vorschrift geklagt, die das rituelle Schlachten von Tieren auerßhalb von zugelassenen Schlachthöfen verbietet.
  • Der Generalanwalt des EuGH sprach sich nun gegen eine Lockerung der Vorschrift aus. Bislang ist das Gericht seiner Einschätzung in vielen Fällen gefolgt.

Süddeutsche Zeitung

Gläubige Muslime verzichten auf den Verzehr von Blut, das gilt im Islam als unrein. Deshalb essen viele von ihnen nur geschächtetes Fleisch. Schächten ist eine Art rituelles Schlachten, bei dem das Tier vollständig ausblutet. Eine EU-Regelung besagt, dass es nur in zugelassenen Schlachthöfen stattfinden darf, aus Tierschutzgründen. Mehrere islamische Vereinigungen und Moschee-Dachverbände in Belgien hatten dagegen geklagt, sie sahen sich durch die Vorschrift in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat sich nun gegen die Lockerung der strengen Vorschriften gewandt. Bislang ist das Gericht seiner Einschätzung in vielen Fällen gefolgt.

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800 Millionen Jobs sollen weltweit durch Automatisierung verloren gehen

Grafik: TP
Das McKinsey Global Institute verbreitet dennnoch systemkonforme Botschaften

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wie sich die Automatisierung, Roboterisierung und der Ausbau der Künstlichen Intelligenz auf die Gesellschaft auswirken wird, ist noch weitgehend Science Fiction oder Futurologie. Jetzt überbieten sich die Zukunftsdeuter der technischen Entwicklung mit Zahlen, welche Arbeiten automatisiert und wie viele Menschen im Zuge der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu Überschüssigen werden könnten. Die Rede ist von bis zu 50 Prozent der Arbeitsplätze, die von den Maschinen übernommen werden könnten, wenn es nicht gleich darum geht, dass KI-Systeme den Menschen überflügeln, ihn beherrschen oder ihn als Leiter, als „bootlegger“, hinter sich lassen und das Ende der Menschheit besiegeln könnten.

Jetzt hat McKinsey Global Institute nicht ganz so spekulativ und apokalyptisch eine Studie vorgelegt, die schätzt, dass bis 2030 bis zu 800 Millionen Menschen ihren Job an die Konkurrenz der intelligenten oder irgendwie besseren, jedenfalls billigeren Maschinen übergeben müssten.

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„Quantensprung“ für Quantencomputer

In Reih und Glied: Physiker haben erstmals Quantensimulatoren mit mehr als 50 Qubits konstruiert. © E. Edwards/ JQI
Quantenphysikalischer Rekord: Zwei Forscherteams haben erstmals Quantensimulatoren mit mehr als 50 Quantenbits konstruiert – und damit die bisher größten Vorstufen des Quantencomputers. In einem dieser Systeme dienten 51 ultrakalte Rubidiumatome als Qubits, im anderen 53 Ytterbium-Ionen. Noch können diese Quantensimulatoren nur bestimmte Aufgaben lösen. Aber die Physiker sehen in ihnen einen wichtigen Schritt hin zu ähnlich großen Quantencomputern, wie sie im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Quantencomputer gelten als Rechner der Zukunft. Dank quantenphysikalischer Phänomene wie der Überlagerung und Verschränkung können ihre Rechenteilchen, die Qubits, selbst komplexe Aufgaben parallel abarbeiten und so viel höhere Leistungen erreichen als konventionelle Computer. Erst kürzlich haben sich zwei Quantencomputer verschiedener Machart erstmals im Duell gemessen. Einer von ihnen ist bereits für kommerzielle Anwendungen nutzbar.

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Goldhändler Zarrab belastet in US-Prozess türkischen Ex-Minister

Der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab im Dezember 2013 in Istanbul.Foto: dpa(/ Str/AP
Der türkisch-iranische Geschäftsmann Reza Zarrab, Kronzeuge in einem US-Prozess, hat schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen türkischen Wirtschaftsminister erhoben.

DER TAGESSPIEGEL

Der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab hat zugegeben, den früheren türkischen Wirtschaftsminister Mehmet Zafer Caglayan mit rund sieben Millionen Dollar bestochen zu haben. Caglayan habe ihm dafür geholfen, über die staatliche türkische Halkbank „Gold-gegen-Öl-Deals“ abzuhandeln und Sanktionen gegen den Iran zu umgehen, sagte Zarrab am Mittwoch vor einem Gericht in New York aus. Caglayan habe 50 Prozent der Profite bekommen.

Zuvor sei er von der Bank abgewiesen worden, sagte Zarrab, weil er „zu bekannt“ sei. „Meine Frau ist eine berühmte Künstlerin in der Türkei, ich war ein Mensch, der die ganze Zeit in der Öffentlichkeit stand.“

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Grüne wollen Islam-Staatsvertrag aufkündigen

Einige Hamburger Grüne haben gefordert, den Staatsvertrag mit den islamischen Religionsgemeinschaften auszusetzen. Konkret geht es ihnen um eine härte Gangart gegen das Islamische Zentrum Hamburg in der Blauen Moschee an der Außenalster.

NDR.de

Grünen-Politiker aus den Bezirken Mitte und Altona wollen, dass die Führung der Imam-Ali-Moschee ihren Gläubigen abrät, an Anti-Israel-Demonstrationen teilzunehmen.

Kritiker sehen keinen Fortschritt

Bereits im vergangenen Jahr sei der Senat aufgefordert worden, mit den Vertragspartnern, also den muslimischen Verbänden, Strategien zur Bekämpfung des Antisemitismus zu entwickeln. Ein Jahr später blicke man zurück und stelle fest: Es habe sich nichts geändert. Deshalb sollen die Verträge jetzt ausgesetzt werden, bis das Islamische Zentrum nachweisbar seinen Gläubigen von der Teilnahme an den anti-israelischen Demonstrationen abrät.

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Europa bleibt attraktiv für Muslime

Zwei Mädchen am Tor einer improvisierten Moschee im Ledine-Viertel von Belgrad. Foto: rtr
Selbst wenn kein einziger weiterer muslimischer Flüchtling mehr käme, würde die Zahl der Muslime in Europa steigen, zeigt eine Studie. Sie belegt auch, wie stark die Konflikte im Mittleren Osten nach Europa hineinwirken.

Von Kordula Doerfler | Frankfurter Rundschau

In Europa leben mehr und mehr Muslime, vor allem in Mittel- und Westeuropa. Das gilt auch für Staaten wie Deutschland, Österreich und Italien, die sich lange Zeit nicht als Einwanderungsländer begriffen. Die Ressentiments gegen Muslime wachsen ebenfalls in vielen Ländern, nicht zuletzt sie haben Rechtspopulisten zum Erfolg verholfen. Wie aber wird sich die muslimische Bevölkerung in Europa entwickeln?

Dieser Frage ging das renommierte Pew-Forschungsinstitut in Washington in einer Studie nach, die am heutigen Donnerstag veröffentlicht wird und der Frankfurter Rundschau vorliegt. Pew entwickelt darin drei Szenarien für das Jahr 2050 und prognostiziert, dass die Zahl der Muslime in Europa auf jeden Fall steigen wird, selbst wenn ab sofort kein einziger weiterer muslimischer Migrant oder Flüchtling mehr käme.

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Papstsprecher erklärt, warum Franz nicht „Rohingya“ sagte

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Greg Burke bei Pressekonferenz in Rangun: Vermeidung der Benennung erfolgte auf Anraten der Ortskirche – „Vatikanische Diplomatie ist nicht unfehlbar, das kann man natürlich kritisieren, die moralische Autorität des Papstes bleibt aber bestehen“

kath.net

Die Reise von Papst Franziskus nach Myanmar dient laut Vatikan der Stärkung der jungen diplomatischen Beziehungen untereinander und der Stärkung der christlichen Minderheit. Deshalb sei bei der Planung kein Besuch in einem Flüchtlingslager vorgesehen gewesen, erklärte Vatikansprecher Greg Burke am Mittwochabend (Ortszeit) in Rangun gegenüber Journalisten. „Diplomatische Reisen sind etwas anderes als etwa die nach Lesbos“, so Burke. Auch sei der Besuch in Myanmar geplant worden, bevor sich die Krise um die Rohingya im Sommer verschärfte.

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Rabiate Jagd auf Gülenisten

Studentinnen in Lahore trösten einen türkischen Lehrer vor der Ausschaffung. (Bild: K.M. Chaudhry / AP Photo)
Die Regierung in Ankara fahndet weltweit nach Mitgliedern der Gülen-Bewegung. Rechtsstaatlichkeit hat dabei keine Priorität.

Von Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Im Sudan machte der türkische Geheimdienst (MIT) offenbar einen grossen Fang. Memduh Cikmaz, von der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu als Financier der Gülen-Bewegung bezeichnet, sei in einer gemeinsamen Operation mit sudanesischen Agenten festgesetzt und am Montag nach Ankara geflogen worden. Über ein ordentliches Auslieferungsverfahren ist nichts bekannt. Cikmaz, ein türkischer Geschäftsmann, der es mit Tankstellen und Brick-Fabriken zu Wohlstand brachte, hatte seine Heimat Anfang 2016 verlassen. Er soll dem Prediger Fethullah Gülen Millionen von Dollars gespendet haben.

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Abschiebestopp nach Syrien soll nur noch halbes Jahr gelten

Flug abgesagt (Symbolfoto) © JamesZ_Flickr @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Das seit 2012 gelten Abschiebestopp nach Syrien wird bisher jährlich aktualisiert und verlängert. Jetzt fordern unionsgeführte Länder, dass der Abschiebestopp nur noch um sechs Monate verlängert wird und eine Neubewertung der Sicherheitslage.

MiGAZIN

Vor der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche in Leipzig hat eine Initiative von Sachsen und Bayern eine Diskussion um mögliche Abschiebungen ins Bürgerkriegsland Syrien angestoßen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dazu am Mittwoch in Berlin, es gehe aber nicht darum, „heute, morgen oder nächste Woche“ Menschen nach Syrien abzuschieben. Die Einschätzung, dass Abschiebungen dorthin aufgrund der Sicherheitslage derzeit nicht möglich sind, habe sich nicht geändert. Für Syrien gilt seit 2012 ein Abschiebestopp, der zunächst jeweils um ein halbes Jahr, später jeweils um ein ganzes Jahr verlängert wurde.

Mit ihrem Vorstoß, der auch in anderen unionsgeführten Ländern Unterstützung findet, wollen die beiden Freistaaten nun erreichen, dass der geltende Abschiebestopp nur bis Ende Juni 2018 und damit um ein halbes statt, wie bisher üblich, um ein Jahr verlängert wird. Weiter fordern sie das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt auf, die Sicherheitslage in Syrien neu zu bewerten, dies regelmäßig fortzuschreiben und prüfen zu lassen, ob mögliche Abschiebungen auch über einen anderen Flughafen als Damaskus umgesetzt werden könnten.

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Hunde haben mehr Hirnzellen als Katzen

Wer ist intelligenter – Hund oder Katze? Zumindest in Bezug auf die Neuronenzahl hat der Hund offenbar die Nase vorn. © okeanas/ thinkstock
Wer ist intelligenter – Hund oder Katze? Eine neue Antwort auf diese alte Streitfrage liefert jetzt die Neurobiologie. Denn Forscher haben die Zahl der Hirnzellen bei verschiedenen Fleischfressern verglichen. Das Ergebnis: Hunde haben gut doppelt so viele Neuronen wie Katzen – allerdings auch ein größeres Gehirn. Ob ihnen das automatisch eine höhere Intelligenz verleiht, darüber darf nun weiter gestritten werden.

scinexx

Klar scheint: Sowohl Hunde als auch Katzen haben beträchtliche geistige Fähigkeiten. So zeigen Studien, dass die nur halb domestizierten Katzen das Prinzip von Ursache und Wirkung erfassen können. Hunde glänzen dagegen vor allem durch ihre soziale Intelligenz: Sie lesen unsere Sprache ähnlich wie wir und sind zur Perspektivübernahme fähig – ein als typisch menschlich geltende Fähigkeit.

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In Berlin-Kreuzberg werden Massenmörder zu Märtyrern erklärt

Brüsseler Attentäter – als „Märtyrer“ präsentiert Quelle: Sort/Hvid
Eine Kunstinstallation im Berliner Bezirk Kreuzberg präsentiert islamistische Terroristen als Märtyrer – und hebt sie auf eine Stufe mit Martin Luther King und anderen Widerstandskämpfern.

Von Philip Kuhn | DIE WELT

Was haben Martin Luther King, Mohammed Atta und Maximillian Kolbe gemeinsam? Alle drei starben für ihre Überzeugungen. Zumindest nach Ansicht eines dänischen Künstlerkollektiv, dass diese so unterschiedlichen Personen der Zeitgeschichte in einer Kreuzberger Kunstinstallation zu Märtyrern erklärt.

Laut Definition handelt es sich bei Märtyrern um Menschen, die ihr eigenes Leben opfern, um ein Zeugnis ihres Glaubens abzulegen. Zur Erinnerung: Martin Luther King setzte sich für die Rechte von Schwarzen in den USA ein. Deshalb ermordete ihn ein weißer Rassist. Der polnische Geistliche Maximillian Kolbe rettete in Auschwitz einem jüngeren Mitgefangenen das Leben, in dem er sich an dessen Stelle einem Mordkommando der Nazis stellte. Und Mohammed Atta flog am 11. September 2001 mit einem entführten Flugzeug in das World Trade Center. Mehr als 3000 Menschen starben.

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Mama, das ist doch normal, dass wir beten, oder?

Glaubensfrage: Berlin steht für Vielfalt und Toleranz – beim Thema Religion scheint das nur bedingt zu stimmen. © Picture-Alliance
Berlin gilt als die toleranteste Stadt Deutschlands. Aber wie tolerant ist man gegenüber Leuten, die ihren christlichen Glauben dort ausleben möchten? Die leidvollen Erfahrungen einer katholischen Mutter. Ein Protokoll.

Frankfurter Allgemeine

Ich bin nicht strenggläubig in dem Sinne, dass ich Wort für Wort glaube, was der Pfarrer sonntags predigt. Es ist wichtig, kritisch zu sein. Aber ich komme aus Bayern, wo ich katholisch erzogen wurde, und seit ich selbst Kinder habe, ist mein Bezug zum Glauben wieder stärker geworden. In stressigen Zeiten schicke ich manchmal ein „Danke“ los, weil ich das Gefühl habe, da hat jemand seine schützende Hand über mich gehalten. In der Weihnachtszeit finde ich es schön, sich damit zu befassen, wo das alles herkommt. Das ist ja mehr als: Alles glitzert und ist schön.

Ich habe festgestellt, dass der Glaube Menschen Halt und Orientierung gibt. Und ich mag die Traditionen, die damit verbunden sind. Am Barbaratag zum Beispiel, am 4. Dezember, werden Kirschzweige geschnitten, durch die Wärme in der Wohnung gehen die Blüten bis Weihnachten auf. Für die Kinder ist das doch faszinierend. Ich muss keine Glaubensdiskussionen führen: Ist da eine Kraft in uns, die aktiviert wird, oder gibt es wirklich eine höhere Macht? Eigentlich ist das egal. Glauben macht ein gutes Gefühl.

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Neue Art der Tektonik entdeckt

Das zentralanatolische Hochplateau liegt rund einen Kilometer über seiner Umgebung. Der Grund dafür ist ein ungewöhnlicher tektonischer Prozess. © Russell Pysklywec
Überraschend anders: In der Türkei haben Geologen eine ganz neue Variante der Plattentektonik entdeckt – sie schuf das zentralanatolische Hochplateau. Dabei bildete sich an der Unterseite der festen Erdplatte ein tropfenförmiger Gesteinsausläufer, der immer länger wurde und sich dann ablöste. Der Verlust dieses Gesteins dünnte die Lithosphäre aus und verursachte eine Hebung der Erdoberfläche – das Hochplateau entstand.

scinexx

Wenn sich Gebirge auftürmen oder ein Hochplateau entsteht, dann steckt meist die Plattentektonik dahinter – die langsame, aber unaufhörliche Bewegung der Erdplatten. Oft führt die Kollision zweier tektonischer Platten dazu, dass die Erdkruste an einer Stelle gestaucht und aufgewölbt wird. An anderen Stellen führt ein Auseinanderweichen zu einer Ausdünnung der Kruste und zur Bildung von Senken.

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Muslimische Gebetsgesänge an der Zürcher Bahnhofstrasse

Am Mittwochabend haben Unbekannte an verschiedenen Standorten in Zürich Lautsprecheranlagen aufgestellt. Darüber liessen sie muslimische Gebetsgesänge abspielen. Die Polizei klärt nun ab, wer dahinter steckt.

Neue Zürcher Zeitung

Mitten auf der Bahnhofstrasse in Zürich waren am frühen Mittwochabend plötzlich muslimische Gebetsgesänge in voller Lautstärke hörbar. Sie kamen aus mehreren Lautsprecheranlagen, die an verschiedenen Standorten aufgestellt wurden.

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EU-Afrika-Gipfel: Migration als Elefant von Abidjan

foto: afp / ludovic marin In Abidjan verhandeln über 80 Länder eine Partnerschaft zwischen Europa und Afrika. Im Bild: Angela Merkel mit Südafrikas Jacob Zuma (re).
Offiziell stand Migration am Gipfel von Afrikanischer Union und EU nicht im Vordergrund. Am Ende überschattete sie alles andere

Von Anna Giulia Fink | derStandard.at

Auf dem Papier klang das Hauptthema, auf das sich die über 80 Teilnehmer vorab geeinigt hatten, nach einer sicheren Bank. Der zweitägige Gipfel von Afrikanischer Union (AU) und EU startete am Mittwoch in der ivorischen Metropole Abidjan unter dem Titel „Investitionen in die Jugend für eine nachhaltige Zukunft“. Das klingt insofern nach einer theoretisch konsensfähigen Materie, als Afrikas rasant wachsende Bevölkerung für beide Seiten ein enorm wichtiges Thema ist.

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Warum Journalisten und Andersdenkende in der Ukraine Angst haben

Andrej Bilezki Leiter von Asow seit 2014. Bild: arhano.ru
Anschläge auf kritische Journalisten und Verhaftungen Andersdenkender. Russisch an den Schulen nur noch als „Fremdsprache“. Nazi-Kollaborateure als neue Helden. Nationalismus als neue Staatsdoktrin

Von Ulrich Heyden | TELEPOLIS

Wie sich die Ukraine im Innern heute entwickelt, darüber erfährt man in deutschen Medien fast nichts mehr. Die Drei-Jahres-Bilanz der ukrainischen Nach-Maidan-Regierung fällt – was demokratische und soziale Fortschritte betrifft – so kümmerlich aus, dass die großen deutschen Medien über das Land am Dnjepr nur noch spärlich berichten. Nach der siegreichen Maidan-Revolution sollten in der Ukraine eigentlich europäische Zustände einkehren. Doch bei genauerem Hinschauen sieht man, dass die Ukraine von demokratischen Zuständen heute weiter entfernt ist, als vor dem Maidan.

Ein anschauliches Beispiel für diesen traurigen Zustand ist der Fall Ruslan Kotsaba. Der aus dem westukrainischen Iwano-Frankiwsk stammende Journalist hatte im Januar 2015 über ein YouTube-Video zur Kriegsdienstverweigerung in der Ost-Ukraine aufgerufen. Er wurde daraufhin wegen „Behinderung der Streitkräfte“ zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Am 14. Juli 2016 wurde Kotsaba nach eineinhalb Jahren Haft von einem Gericht im westukrainischen Iwano-Frankiwsk freigesprochen.

Am 1. Juli 2017 hat das Oberste Spezialgericht der Ukraine in Zivil- und Strafsachen den Freispruch für Ruslan Kotsaba jedoch wieder aufgehoben. Damit wurde einer Berufungsklage der ukrainischen Staatsanwaltschaft stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft klagt auf Landesverrat worauf 13 Jahre Haft stehen. Die Klage soll vor dem Kiewer Berufungsgericht entschieden werden. Im Gebiet Iwano-Frankiwsk hatten sich die Richter für befangen erklärt.

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AfD will Reformationstag als gesetzlichen Feiertag in Berlin

Die Berliner AfD will den Reformationstag zu einem dauerhaften gesetzlichen Feiertag in der Bundeshauptstadt machen. Ein entsprechender Antrag steht am Donnerstag in erster Lesung auf der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.

evangelisch.de

Der evangelische Bischof Markus Dröge reagierte überrascht auf die Gesetzesinitiative. Mit dem Antrag gerate „das grundsätzlich sinnvolle Anliegen in parteipolitische Auseinandersetzungen“, erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Mittwoch in Berlin. Der Reformationstag ist in den östlichen Bundesländern – in Thüringen nur in überwiegend evangelischen Gebieten – nicht aber in Berlin und im alten Bundesgebiet gesetzlicher Feiertag. Wegen des 500. Reformationsjubiläums in diesem Jahr war der Tag einmalig bundesweit arbeitsfrei. Bekäme der AfD-Antrag eine parlamentarische Mehrheit, wäre künftig auch in Berlin der 31. Oktober arbeitsfrei.

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Feathered Dinosaurs Were Probably Fuzzier Than We Thought

Image: MOTHERBOARD
A new study reveals details about the feathers of some bird-like dinosaurs.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Look at this fluffy dinosaur, with its fuzzy arms and felted face, holding a smirking expression that says, I am so shaggy and pleased about it.

It’s paleoartist Rebecca Gelernter’s interpretation of how Anchiornis, a small, bird-like paravian dinosaur from the Jurassic period, looked when it lived some 150 million years ago. It’s challenging what scientists know about feathered dinosaurs from that era.

New research led by the University of Bristol suggests that some feathered dinosaurs, like Anchiornis and Velociraptor, were more fuzzy than sleek: Think fluffy kiwi bird instead of smooth hawk. Rather than the “zipped” feathers of modern birds, its plumage was likely composed of short quills with long, flexible barbs that stuck out in V-shapes. Longer feathers sprouted from its legs, arms, and tail, helping it glide.

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