Der Horror im deutschen Wald

Bild: faz.net
Der „Salamanderfresser“, ein Pilz, verursacht eine der furchtbarsten Tierseuchen Europas. Der Staat reagiert. Aber sind die Feuersalamander noch vor dem Aussterben zu retten?

Von Joachim Müller-Jung, Philip Gerhardt | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) mit seinen vorstehenden dunklen Augen hat es als Symboltier bis in die Fußgängerzonen, Comichefte und Kinderbücher geschafft. In den Wohnzimmer-Terrarien werden für ihn heile Welten eingerichtet. „Lurchi“ ist längst Werbe-Ikone. Und er ist ein Wildtier von nationalem Rang. Nicht, weil er wie andere Amphibienarten in seinem Bestand akut gefährdet wäre, sondern im Gegenteil: weil er sich in den oft von Bächen durchflossenen deutschen Laub- und Mischwäldern so ausgesprochen wohl führt. Deutschland ist Kerngebiet seiner Verbreitung, deshalb trägt Deutschland auch eine, wie es in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beim Bundesamt für Naturschutz heißt, „hohe Verantwortung“ für das Gedeihen der Art.

Verbreitung des Feuersalamanders in Deutschland

Das alles aber ist zuletzt in den Hintergrund geraten. Was die Freunde der Feuersalamander seit einiger Zeit beschäftigt, ist die eine entscheidende Frage: Wird der Feuersalamander überleben? Der Grund dafür ist ein infektiöser Pilz: Batrachochochytrium salamandrivorans, kurz „Bsal“. 2013 hat er das erste Mal für ein Massensterben in seinem nördlichen Verbreitungsgebiet in Belgien und den Niederlanden gesorgt. In den Niederlanden hat der „Salamanderfresser“ den Schwanzlurch fast schon ganz ausgerottet, in Belgien bis auf wenige Restpopulationen dezimiert.

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Erste Galaxie ohne Dunkle Materie

Die ultra-diffuse Galaxie NGC1052-DF2 enthält kaum Dunkle Materie – das widerspricht jeder Theorie. © P. van Dokkum, R. Abraham/ Space Telescope Science Institute
Mysteriöser Exot: Zum ersten Mal haben Astronomen eine Galaxie entdeckt, die kaum Dunkle Materie enthält. Dies widerspricht allen gängigen Theorien zur Struktur und Bildung von Galaxien – und gibt den Forschern Rätsel auf. Denn wie diese 65 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie überhaupt entstehen konnte, ist bisher unerklärlich, wie die Astronomen im Fachmagazin „Nature“ berichten. Auch auf die Dunkle Materie werfe dies ein neues Licht.

scinexx

Die Milchstraße hat sie, die Andromeda-Galaxie und auch jede andere bisher bekannte Galaxie: Dunkle Materie. „Diese unsichtbare mysteriöse Substanz ist der dominanteste Aspekt jeder Galaxie“, erklärt Pieter van Dokkum von der Yale University. Sie macht einen Großteil ihrer Masse aus und prägt ihr Wachstum und ihre Rotation. Es gibt sogar einige Galaxien, die fast völlig aus Dunkler Materie bestehen.

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Ehemaliger Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag vertritt Puigdemont

Carles Puigdemont. Foto: Adelais Domènech. Lizenz: CC BY-SA 4.0
Wolfgang Schomburg fordert eine Nichtauslieferungserklärung der Bundesregierung

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Der Berliner Wolfgang Schomburg war früher unter anderem Richter am Internationalen Jugoslawien-Strafgerichtshof in Den Haag und am Internationalen Strafgerichtshof für den Völkermord in Ruanda. Nun arbeitet der Experte für internationales Strafrecht zusammen mit seinem Sohn, dem Wirtschaftsstrafrechtler Sören Schomburg, als Rechtsanwalt für den am Sonntag in Schleswig Holstein festgenommenen abgesetzten katalanischen Regionalregierungschef Carles Puigdemont.

Der Süddeutschen Zeitung zufolge ist Schomburg der Auffassung, dass das Auslieferungsverfahren nicht nur juristisch, sondern auch politisch beendet werden muss. Da die Regeln der Internationalen Rechtshilfe eine politische Bewilligung des spanischen Rechtshilfeersuchens verlangten, habe er Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dazu aufgefordert, „unverzüglich“ zu erklären, dass sie diese politische Bewilligung verweigern wird, damit „spanische Interessenskonflikte“ nicht „auf deutschem Boden ausgetragen“ werden.

Außerdem kündigte Schomburg an, das Bundesverfassungsgericht einzuschalten, falls Puigdemont nicht bald freigelassen wird. Das auch von anderen namhaften Juristen angegriffene Gewaltkonstrukt des spanischen Richters Pablo Llarenas hält er für „unhaltbar“. „Tathandlung“, so der Fachblogger Oliver García über diesen Kunstgriff, „soll dem Beschluss zufolge nicht erst Gewaltausübung oder zumindest Steuerung von Gewaltausübung sein, sondern bereits zurechenbare Gewaltgefahrschaffung“.

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»Ohne Religion wären wir besser dran«

Bild: Leipziger Blatt
Am christlichen Karfreitag laden Atheisten zum Tanzen ein. Gespräch mit Philipp Möller

Interview: Gitta Düperthal | jW

Leipziger Atheisten machen am Karfreitag Party. Auch in anderen Städten heißt es: Schluss mit dem Tanzverbot! Ein weltanschaulich neutraler Staat darf seine Bürger nicht zur »Jesus starb für unsere Sünden«-Trauer verpflichten. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2016 gilt: Der Tanz am »stillen Freitag« muss Ausdruck einer klaren weltanschaulichen Abgrenzung gegenüber dem Christentum sein. Wie finden Sie das?

Ich halte das für einen guten Anfang, aber noch keine zufriedenstellende Lösung. Es kann nicht sein, dass wir uns in einem säkularen Staat gegen eine irrationale Weltanschauung richten müssen, nur um unser Recht wahrnehmen zu dürfen, Tanzen zu gehen. Das muss unabhängig davon möglich sein.

Sie sind Autor des Buches »Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären«. Bei der »Heidenspaß-Party« in Leipzig erklären Sie dies den Gästen.

Ohne Religion wären wir besser dran, weil wir uns dann von einer Ideologie freimachen, die darauf beruht, die Welt nicht verstehen zu wollen. Wir würden uns von Lobbyisten lossagen, die ihr Recht auf religiöses Pathos über das Selbstbestimmungsrecht der Individuen stellen. Das wäre ein zivilisatorischer Fortschritt. In Geschichte und Gegenwart beruhten und beruhen auch Kriege darauf, dass die einen sich als »die Guten« mit dem vermeintlich richtigen Gottglauben definieren und die anderen als »die Bösen« abqualifizieren. Freilich folgen Kriege territorialen und ökonomischen Interessen. Die Religion aber lässt sich als Brandbeschleuniger instrumentalisieren, um den Gegner zu enthumanisieren: Er glaubt nicht an den richtigen Gott, hat es deshalb nicht verdient, wie ein Mensch behandelt zu werden.

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Papst spricht Mafiosi Zugehörigkeit zum Christentum ab

Bild: hiphop ’n’more
Kurz vor dem christlichen Osterfest hat Papst Franziskus die Zugehörigkeit zur Mafia als unvereinbar mit dem Christentum bezeichnet.

REUTERS

In seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom warnte er am Mittwoch vor “angeblichen Christen”, die korrupt seien, aber vorgäben, ehrenwerte Menschen zu sein. Die sogenannten christlichen Mafiosi etwa hätten nichts Christliches an sich, sagte er in seiner bislang schärften Kritik an Korruption und organisiertem Verbrechen in seinem vierjährigen Pontifikat. “Die nennen sich Christen, aber sie tragen den Tod im Herzen und bringen anderen den Tod”, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Mit seiner Ansprache spielte Franziskus darauf an, dass vor allem in Süditalien bekannte Mafiagruppen demonstrativ Religiosität zur Schau stellen.

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Tipi: „Kuffar“ juristisch als Beleidigungsform unter Strafe stellen

Ismail Tipi (2013). Bild: wikipedia.org/ CC BY-SA 3.0 – Gerd Seidel
Wiesbadener Landtagsabgeordneter: Für die radikalen Islamisten zählen unter die „Kuffar“ („Ungläubige“) nicht nur alle Nicht-Muslime, sondern auch Menschen muslimischen Glaubens, die sich nicht vollständig an der Scharia orientieren.

kath.net

Gerade bei den Salafisten, Dschihadisten und radikalislamistischen Fundamentalisten gehört das Wort „Kuffar“ („Ungläubige“) zu einem häufig benutzten Begriff. Für die radikalen Islamisten zählen darunter nicht nur alle Nicht-Muslime, sondern auch Menschen muslimischen Glaubens, die sich nicht vollständig an der Scharia orientieren. Deshalb ist für mich diese Bezeichnung ein Angriff auf das religiöse Empfinden eines Menschen. Jemanden als „Kuffar“ oder „Kafir“, also als „Ungläubigen“ abzustempeln, nur, weil er für sich den Glauben anders definiert oder einen anderen Glauben hat, ist diffamierend und beleidigend. Deshalb sollte die Benutzung dieser Bezeichnung juristisch bestraft werden“, fordert der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Laut dem CDU-Politiker stellt die Beleidigung durch dieses Wort nach §185 StGB eine Straftat dar und gehört zu den sogenannten Ehrenverletzungsdelikten, da sich die Äußerung bemerkbar gegen die Ehre des Opfers richtet. Jemanden zu beleidigen, heißt aber auch ihn zu diskreditieren und diskriminieren. Jemanden als „Kuffar“ zu bezeichnen, ist daher nicht nur eine Beleidigung der betroffenen Person, sondern gilt auch für ganze Volksgruppen oder Religionsgemeinschaften. Die Beleidigung kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.

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Forscher hält Hitlerglocken in evangelischen Kirchen nicht für Zufall

Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb. Themenbild
Der Antisemitismus-Forscher Manfred Gailus aus Berlin hält das Auffinden sogenannter Hitler-Glocken vor allem in protestantischen Gotteshäusern nicht für Zufall.

evangelisch.de

„Als straff zentralisierte Kirche und Bestandteil einer von Rom aus regierten Weltkirche war der deutsche Katholizismus weniger anfällig für die völkischen Ideologien“ der NS-Zeit, schreibt der Professor für Neuere Geschichte am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ (Mittwoch). Aktuell sei keine katholische Kirche bekannt, die betroffen wäre.

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Häfen Hamburg und Rostock: Atomtransport mit Autofähren

Bild: GNS Gorleben
Über die Häfen Hamburg und Rostock sind in den vergangenen Jahren hunderte Atomtransporte abgewickelt worden. Aber nur wenige Lieferungen hatten etwas mit Deutschland zu tun.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Über die Häfen Hamburg und Rostock sind in den vergangenen Jahren hunderte Atomtransporte abgewickelt worden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) berichtet. Konkret wurden demnach seit 2011 mindestens 400 nukleare Güter wie frische Brennstäbe oder Uran in den Häfen Hamburg und Rostock umgeschlagen. Etwa 300 der Transporte liefen über Autofähren, häufig reguläre Ostsee-Passagierfähren. Mindestens 100 weitere Transporte seien auf Güterzug-Fähren verschifft worden berichet die Zeitung.

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Frauenquote: Innenministerium rechtfertigt männliche Führungsriege

Das Bundesinnenministerium hat seine ausschließlich mit Männern besetzte Führungsspitze verteidigt.

evangelisch.de

Minister Horst Seehofer (CSU) habe sich für Personen entschieden, die aus seiner Sicht die Richtigen seien, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Im Koalitionsvertrag gebe es eine Zielmarke zur Besetzung von Spitzenpositionen mit Frauen, räumte er ein und ergänzte gleichzeitig: „Die liegt in der Zukunft.“

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart eine gleichberechtigte Teilhabe in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes bis 2025 zu erreichen. Ab dann sollen Spitzenpositionen möglichst zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt sein.

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Finanzminister Scholz lehnt Abschaffung von Hartz IV ab

Finanzminister Scholz moderierte den Vorstoß seines Kollegen Heil ab. (Foto: AP)
  • In der Debatte um die Abschaffung von Hartz IV hat sich Finanzminister Scholz zu Wort gemeldet.
  • Im Gegensatz zu Arbeitsminister Hubertus Heil, der sich offen für ein solidarisches Grundeinkommen gezeigt hatte, lehnt Scholz die Abschaffung ab.
  • Stattdessen solle über die Ausgestaltung eines sozialen Arbeitsmarktes diskutiert werden.

Süddeutsche Zeitung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lehnt eine Abschaffung von Hartz IV ab. Für die SPD bleibe es beim Kernprinzip dieser Arbeitsmarktreform, sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Auch Herr Müller und Herr Stegner stellen das Prinzip des Förderns und Forderns nicht infrage“, sagte der kommissarische SPD-Chef.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich offen für ein solidarisches Grundeinkommen als Alternative zu Hartz IV gezeigt, Stegner und Müller zunächst ein Ende von Hartz IV in seiner bisherigen Form gefordert.

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Grönland: Stärkste Schmelze seit Jahrhunderten

Blick über den Rink-Gletscher in Westgrönland. In dieser Region schmilzt das Eis heute schneller als jemals zuvor in den letzten 450 Jahren. © NASA/OIB
Die negativen Klimameldungen reißen nicht ab: Neue Daten bestätigen, dass das Eis im Westen Grönlands so stark schmilzt wie nie zuvor in den letzten mindestens 450 Jahren. Ursache dafür sind das wärmere Polarmeer und Veränderungen der Luftströmungen im arktischen Sommer, aber auch ein Anstieg der mittleren Lufttemperatur um 1,2 Grad seit Ende des 19. Jahrhunderts, wie die Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

scinexx

Grönland ist eines der größten Eisreservoire der Erde, doch selbst dieses Bollwerk der Kälte kann dem Klimawandel nicht mehr standhalten. Schon jetzt bilden sich auf dem Grönlandeis immer mehr Schmelzwassertümpel, die in einer Kettenreaktion die Gletscher destabilisieren und so die Eisschmelze fördern. Ein meist weicher Untergrund und an der Gletscherbasis entstehende Wasserströme und subglaziale Seen beschleunigen den Eisabfluss zusätzlich.

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Obdachloser auf Friedhof in Koblenz enthauptet

Grausamer Mord in Koblenz: Ein Obdachloser wurde auf einem Friedhof enthauptet. Die Polizei sucht jetzt nach Hinweisen zu dem, oder den Tätern. Quelle: WELT/Isabelle Bhuiyan
Ein 59-jähriger Obdachloser übernachtete schon seit Jahren regelmäßig auf dem Koblenzer Hauptfriedhof. Dort wurde er in der vergangenen Woche enthauptet. Die Polizei ist noch auf der Suche nach dem Täter.

DIE WELT

Dramatische Wendung eines Tötungsdeliktes: Am vergangenen Freitag wurde der Obdachlose Gerd Michael S. tot in der Nähe des Pulverturms auf dem Koblenzer Hauptfriedhof gefunden. Nun gab die Polizei bekannt, dass der 59-jährige Mann enthauptet wurde.

Dieser hatte seit mehreren Jahren regelmäßig auf dem Friedhof übernachtet und war tagsüber in der Innenstadt und am Hauptbahnhof unterwegs gewesen. Er war zuletzt am Donnerstag am Saarplatz lebend gesehen worden. Der SWR berichtet, dass er laut Polizei keinen Alkohol trank und keine Drogen konsumierte.

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Muslimische Beschneidungsfeiern bleiben an Karfreitag verboten

Die Justizia © dierk schaefer auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
In Nordrhein-Westfalen bleiben muslimische Beschneidungsfeiern an Karfreitagen verboten. Des entschied das Oberverwaltungsgericht Münster. Begründung: Auch wenn es sich bei den Feiern um geschlossene Veranstaltungen handele, wirkten sie beachtlich in den öffentlichen Raum hinein.

MiGAZIN

In Köln bleiben muslimische Beschneidungsfeiern an Karfreitag verboten. Der Betreiber eines Veranstaltungssaals, der gegen ein Verbot der Stadt Köln und ein entsprechendes Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts vorgehen wollte, scheiterte auch in der nächsten Instanz. Der Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung habe keinen Erfolg gehabt, bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst. (AZ: 4 A 218/16)

Damit sei das Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts rechtskräftig. Über die Gerichtsetscheidung hatte zunächst der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Der vierte Senat des Oberverwaltungsgerichts verwies in seiner Ablehnungsbegründung auf die Argumentation der Verwaltungsrichter.

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Der Grund für Genitalverstümmelung

Bild: mena-watch

Der Islam ist eine wunderbar konsequenzfreie Religion. Dicke Bücher wurden geschrieben, wie die katholische Beichte unsere Sexualität beeinflusst, wie Luther unser Mutterbild prägt, was der Calvinismus zum Kapitalismus beigetragen hat. Mit dem Christentum hat also offenbar recht viel etwas zu tun. Dabei steht vom Kapitalismus gar nichts in der Bibel, auch nichts von Mutter-Kind-Bonding, nicht einmal von der Beichte.

Von Hannah Wettig | mena-watch

Ganz anders beim Islam: Schlagende Ehemänner, Sklavinnen, Kreuzigungen, Judenhass – steht alles im Koran. Hat aber nichts mit dem Islam zu tun.

Das hat gerade sogar Die Welt festgestellt. Es ging um weibliche Genitalverstümmelung. Die Welt zitiert: „Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) widerspricht Vermutungen, die Genitalverstümmelung sei eine gängige Praxis in islamischen Ländern; die Religion werde oftmals nur als Grund ‚vorgeschoben‘.“

Aha: „Als Grund vorgeschoben“. Das heißt doch so viel, dass die Leute, die ihren kleinen Mädchen die Klitoris und noch mehr wegschneiden, sagen, dass sie das machen, weil der Islam das verlange. Soviel ist dann wohl auch der DSW klar: Man kann ihr nicht vorwerfen, sie kenne die Studien zum Thema nicht. Dort wo weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird, geben zwischen 60 und 99 Prozent der muslimischen Befragten an, dies sei eine islamische Pflicht. Christen und Juden, die in manchen Gegenden auch weibliche Genitalverstümmelung praktizieren, geben nicht an, dass sie das aus religiösen Gründen täten.

Der Grund dafür ist einfach: In den Schriften dieser Religionen gibt es keinen Hinweis darauf, dass man Mädchen etwas wegschneiden soll. Im Islam gibt es den.

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Here’s How to See the Chinese Space Station’s Final Orbits and Fiery Fall

China’s Tiangong-1 space station is predicted to fall somewhere between the latitudes of 42.8 degrees north and 42.8 degrees south, the area shaded in yellow and green here. Credit: Aerospace Corporation
China’s first-ever space laboratory, Tiangong-1, will fall to Earth within the next week and, weather permitting, you may get an opportunity to see it in one of its final trips around our planet. And, if you’re very lucky, you might even get a chance to see it disintegrate into a fiery ball as it streaks across the sky. 

By Joe Rao | SPACE.COM

The space lab launched on Sept. 29, 2011, from Jiuquan, China, and was christened Tiangong-1, which means „Heavenly Palace.“ A robotic spacecraft, Shenzhou-8, docked with Tiangong-1 in early November 2011, followed by two crewed missions: Shenzhou-9 in June 2012, and Shenzhou-10 in June 2013. Both missions carried three Chinese astronauts and lasted for two weeks.

On March 21, 2016, Chinese space agency officials announced that Tiangong-1 had officially ended its service and that the telemetry link with the spacelab had been lost. Shortly thereafter, U.S. satellite observers noticed that it appeared to be in a slow, uncontrolled roll as it circled Earth. It’s been space junk ever since. [China’s Space Station Crash: Everything You Need to Know]

Spacecraft trackers with the Aerospace Corp. predict Tiangong-1 will fall to Earth between early morning March 30 and early morning April 2, with Easter Sunday (April 1) among the likely targets. Tiangong-1 is currently circling Earth about every 88 minutes at an average altitude of 134 miles (215 kilometers) — about half the altitude of the International Space Station — and getting lower each day.

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IS-Kämpfer: Auch gefangen noch ein Problem

Bild: tagesschau.de
Tausende Europäer sind für den IS in den Irak oder nach Syrien gezogen. Hunderte sitzen nun in der Region in Haft. Wie soll man mit ihnen umgehen? Mitte April beraten darüber Sicherheitsexperten in Brüssel.

Von Georg Mascolo, Christian Baars | tagesschau.de

Allein in den von Kurden kontrollierten Gebieten in Syrien sitzen mittlerweile knapp 100 ehemalige IS-Anhänger und Kinder aus Deutschland im Gefängnis. 15 weitere sind im Irak inhaftiert, rund zehn in der Türkei. Und es werden stetig mehr. Nach Schätzungen von Sicherheitsbehörden müssten noch Hunderte Frauen und Männer in der Region sein, die aus Deutschland stammen und sich in den vergangenen Jahren dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen hatten. Knapp 1000 waren insgesamt in den Dschihad gezogen, von denen 300 zurückgekehrt sind, bis zu 150 sind gestorben.

Unter den Gefangenen sind auch hochrangige ehemalige IS-Kader, etwa der aus Bonn stammende Islamist Fared Saal. Nun müssen sich die europäischen Staaten – darunter Deutschland – mit der Frage beschäftigen, wie sie mit den inhaftierten, teils hochgefährlichen Terroristen, umgehen sollen. Lässt man sie zurückkehren? Oder akzeptiert man, dass sie möglicherweise hingerichtet oder in einzelnen Fällen in das US-Gefangenenlager Guantanamo überführt werden?

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Sicherheitslücken: Medizinische Geräte können gehackt werden

(Bild: Pixabay / CC0)
Medizinische Geräte wie Herzschrittmacher oder Insulinpumpen können gehackt werden – auch wenn die Gefahr gering ist. Anfälliger ist eher die IT in Krankenhäusern, die ein Einfallstor für Hacker zu medizinischen Überwachungsgeräten sein kann.

Andrea Barthélémy | heise online

Ein Herzschrittmacher, der einen zu starken Stromstoß verabreicht. Eine Insulinpumpe, die plötzlich zu viel Insulin pumpt. Für Menschen, die mit einem medizinischen Hilfsmittel leben, ist die Vorstellung, dass das Gerät gehackt und manipuliert werden könnte, ein Horror. Wie angreifbar ist Medizintechnik? Und wie groß ist die Gefahr für Betroffene?

Mit Blick auf Implantate wie Herzschrittmacher und Defibrillatoren sei das Risiko derzeit für den einzelnen Patienten nicht übermäßig groß, befanden kürzlich US-Kardiologen. Zwar bestehe die Möglichkeit. Aber: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hacker ein implantierbares elektronisches Herz-Kreislauf-Gerät erfolgreich beeinflusst oder einen spezifischen Patienten angreifen kann, ist sehr gering“, sagt die Medizinerin Dhanunjaya Lakkireddy vom Klinikum der University of Kansas.

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Stormy Daniels will Aussage Trumps vor Gericht erzwingen

Stormy Daniels will gegen Donald Trump vor Gericht ziehen. Foto: afp
Der Anwalt des Pornostars will mögliche Rolle Trumps bei Stillhaltevereinbarung und Herkunft des an seine Mandatin gezahlten Schweigegeldes aufklären lassen und beantragt eine zweistündige Befragung des Präsidenten.

Frankfurter Rundschau

Die US-Pornodarstellerin Stormy Daniels will eine Aussage von Präsident Donald Trump vor Gericht erzwingen. Ihr Anwalt reichte am Dienstagabend (Ortszeit) einen entsprechenden Antrag bei einem Gericht in Los Angeles ein. Trump und sein persönlicher Anwalt Michael Cohen sollen demnach zu der Schweigevereinbarung hinsichtlich Daniels‘ angeblicher Affäre mit Trump befragt werden.

Die Befragung von Trump und Cohen soll dem Antrag zufolge jeweils bis zu zwei Stunden dauern. Dies stelle „keine unzumutbare Belastung“ für den Präsidenten dar, da seine Aussage nur eine „bescheidene“ zeitliche Länge haben solle, argumentiert der Anwalt des Pornostars, Michael Avenatti.

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Woelki ist für viele „eher Meisner reloaded“

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Christoph Driessen in der „Welt“: „In innerkirchlichen Fragen verfolgt der 61-Jährige einen ebenso konservativen Kurs wie sein Vorgänger und Ziehvater, der vergangenes Jahr gestorbene Joachim Meisner.“

kath.net

Heute ist klar: Die anfänglichen Hoffnungen vieler Katholiken auf eine Art Anti-Meisner haben sich als Irrtum erwiesen. Für sie ist Woelki eher Meisner reloaded. In innerkirchlichen Fragen verfolgt der 61-Jährige einen ebenso konservativen Kurs wie sein Vorgänger und Ziehvater, der vergangenes Jahr gestorbene Joachim Meisner.“ Das schreibt Christoph Driessen in der „Welt“. Woelki habe Hoffnungen enttäuscht, für die Driessen die Grüne Sylvia Löhrmann heranzieht, es gehe um die Rolle der Frau in der Kirche, um alternative Partnerschaftsformen und die Ökumene.

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Scientists think they found a new human organ—a fluid-filled “shock absorber”

Huh, never seen that before. Getty/AFP
Newly identified networks of interconnected, fluid-filled chambers that line tissues throughout the human body may qualify as a completely new organ, researchers report in a study published Tuesday in Scientific Reports.

Beth Mole | ars TECHNICA

Researchers found the web-like tissue on the underside of skin, around the digestive tract, bladder, lungs, arteries, and within muscles. They speculate that the tissues—dubbed the “interstitium”—may act as “shock absorbers,” allowing our organs to swell and compress as we go about our business of breathing, eating, and living in general. The fluid it contains may also play heretofore unappreciated roles in basic biology and disease. For instance, the liquid could act as a conduit for cellular signals or harmful molecules, play a role in the development of edema (excessive fluid retention in tissues), and even help cancer cells spread.

The finding may “necessitate reconsideration of many of the normal functional activities of different organs and of disordered fluid dynamics in the setting of disease,” the authors conclude. And preliminary data “raises the possibility that direct sampling of the interstitial fluid could be a diagnostic tool,” they add.

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