Bedford-Strohm: Sprachlosigkeit in Nahost deprimierend

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat die Sprachlosigkeit zwischen Israelis und Palästinensern kritisiert.

evangelisch.de

Es sei unglaublich und deprimierend, dass die beiden Konfliktparteien nicht miteinander kommunizieren, sagte Bedford-Strohm laut einer Mitteilung des Weltkirchenrates vom Freitag in Genf.

Bedford-Strohm wies auf einem ökumenischen Forum zu Friedensschaffung am Vorabend darauf hin, dass er das Fehlen einer Kommunikation im Nahostkonflikt selbst bei seiner jüngsten Reise ins Heilige Land erlebt habe. Der Friedensprozess zwischen den politischenFührungen der Israelis und der Palästinenser liegt seit langem auf Eis.

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Allerheiligen in Polen – es stirbt sich leicht auf den Straßen

Bild: Powazaki Friedhof // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr
Bild: Powazaki Friedhof // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr
Polens Autofahrer haben wieder mal bewiesen, wie toll sie ihre Autos beherrschen. Denn tollwütig waren sie unterwegs am verlängerten Allerheiligen-Wochenende. Bei der Aktion „Grablicht“ verzeichnete die Polizei eine erschreckend hohe Anzahl an Toten und Verletzten.

Von Antoni Wladyka | POLEN HEUTE

Jedes Jahr an Allerheiligen fahren Millionen Polen zu den Gräbern ihrer Familien, Verwandten und Freunden. Das Verkehrsaufkommen steigt ins Unermessliche, die Zufahrtsstrassen zu den Friedhöfen werden gesperrt und die Polizei erhöht ihre Präsenz, damit Polens Verkehr nicht in einem Chaos endet.

Die Aktion „Grablicht“ (poln. Znicz) stellt einige gute Tausend Polizisten in höchste Bereitschaft. Es geht darum, die gefährlichsten Autofahrer aus dem Verkehr zu ziehen und den Friedhofsbesuchern eine geordnete und sichere Feierlichkeit zu gewährleisten. Die Aktion dauerte dieses Jahr von Freitag bis Mittwoch Abend.

Die Statistik

Obwohl es im Vergleich zum Jahr 2015 weniger Unfälle und Tote gab, sind die offiziellen Statistiken alles andere als ermunternd. 428 Unfälle, 39 Tote und 531 Verletzte. Jeder elfte Unfall endete mit dem Tod des Fahrers. Letztes Jahr war es jeder achte.

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Therapeut: Pfarrer haben erhöhtes Suchtrisiko

Der evangelische Pfarrer und Psychologische Psychotherapeut Hans-Friedrich Stängle fordert von der Kirche als Arbeitgeber mehr Sensibilität für Suchtgefahren.

Von Daniel Staffen-Quandt | evangelisch.de

„Das exponierte Dasein im Pfarrberuf mit seinen emotionalen Belastungen zum Beispiel ist ein großer Risikofaktor“, sagte Stängle dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gehe dabei um stoffgebundene Abhängigkeiten, aber auch um süchtiges Verhalten, das destruktiv wirke.

„Ein krankhafter Workaholic hat sehr ähnliche seelische Probleme wie ein Alkoholkranker“, erläuterte Stängle. Er leitet das Haus Respiratio auf dem unterfränkischen Schwanberg bei Kitzingen, ein Rückzugsort für erschöpfte kirchliche Mitarbeiter. Hinweise darauf, dass es unter Pfarrerinnen und Pfarrern überdurchschnittlich viele Alkoholkranke gibt, hätten mehrere Studien geliefert, sagte Stängle. In der von ihm geleiteten Einrichtung indes würden keine Menschen mit einer stoffgebundenen Sucht aufgenommen: „Wenn es in der Anamnese vor der Therapie bei uns einen Hinweis darauf gibt, müssen wir ablehnen.“ Alkohol- oder Drogensucht könne man nicht behandeln.

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So suchte die SS nach der effektivsten Mordmethode

Auf dem Weg in den Tod: sowjetische Gefangene in Sachsenhausen im Herbst 1941 Quelle: Nationalarchiv Prag
Auf dem Weg in den Tod: sowjetische Gefangene in Sachsenhausen im Herbst 1941 Quelle: Nationalarchiv Prag
Überraschende Genickschüsse beim Messen der Körpergröße: Im Herbst 1941 wurden Tausende Kriegsgefangene im KZ Sachsenhausen in ein Behandlungszimmer gebracht – um möglichst schnell zu sterben.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Die Strapazen haben Spuren hinterlassen. Die Gesichter der Männer sind verhärmt, oft abgemagert. Ihre Kleidung ist meist zerschlissen, die Augen schauen misstrauisch in das Objektiv der Kamera. Und doch ahnen sie nicht, was ihnen bevorsteht.

Es handelt sich um gefangene Soldaten der Roten Armee, die im Sommer und Herbst 1941 zum KZ Sachsenhausen gebracht wurden. Ein Weg in den Tod. Denn als potenziell „gefährliche Elemente“ hatten spezielle Kommissionen der Gestapo sie aus den unübersehbaren Mengen sowjetischer Kriegsgefangener „selektiert“. Insgesamt starben im Lager in Oranienburg nördlich von Berlin zwischen Ende August und Mitte November 1941 mehr als 10.000 Rotarmisten.

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Bedford-Strohm: Zum Fremdschämen unterwürfig und geschichtsvergessen

Bild: Jüdische Rundschau
Ein offener Brief von Gerd Buurmann an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland
 

Jüdische Rundschau

Bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem nahmen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sowie sein katholischer Kollege Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, ihre Brustkreuze ab, bevor sie den Tempelberg besuchten. Heinrich Bedford-Strohm rechtfertigt die Entscheidung mit diesen Worten: „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt.“ Es handele sich „um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber.“

Wie Bedford-Strohm vor Journalisten weiter sagte, trage er bei Moscheebesuchen sonst das Bischofskreuz: „Das halte ich für den Normalfall.“ Den eigenen Glauben im interreligiösen Dialog zu verleugnen, sei der verkehrte Weg. In dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es aber falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen, erklärte er.

Sehr geehrter Heinrich Bedford-Strohm,

da möchte ich ihnen vehement widersprechen. Gerade auf dem Tempelberg war es besonders falsch, das Kreuz abzunehmen, denn es gab da mal jemanden, der sagte, genau dieser Ort, „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Wissen Sie, wer das gesagt hat? Jesus! Kennen Sie den? Wenn nicht, schlagen Sie mal bei Markus 11, 17 nach.

Wissen Sie auch, was dieser Jesus mit Leuten gemacht hat, die den Ort, an dem Sie Ihr Kreuz abgenommen haben, nicht als einen Ort des Gebets für alle behandelt haben. Schlagen Sie mal bei Johannes 2, 15 nach. Jesus wurde erstaunlich ungemütlich:

„Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus.“

Ich gebe zu, Jesus war an dem Tag etwas hart drauf. Sonst war er nicht so gewalttätigt. Eins aber war Jesus recht konsequent: Er stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie.

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Too Far: Dunkin Donuts Holiday Cup Is Richard Dawkins Giving The Finger

Image: aboveaverage.com
Image: aboveaverage.com
I consider myself a reasonable woman. Although I’m disappointed by Starbucks’ choice to eliminate Christmas from their holiday cup designs in recent years, I’m not the type to get up in arms about little things like that. But after Dunkin Donuts revealed their new holiday cups, I couldn’t stay silent any longer.

By Emily Davidove | AboveAverage

When I stopped into Dunkin Donuts yesterday, I was greeted by a terrible surprise when the cashier handed me my hot chocolate in their new holiday cup. There was no Christmas motif, no red and green, and not a seasonal snowflake to be found. It was just the Dunkin Donuts logo and a picture of notorious atheist Richard Dawkins giving me the finger. I asked to speak to the manager immediately.

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Polnische Christen greifen auf Facebook zur Waffe – wortwörtlich

Jestem chrześcijaninem i się tego nie wstydzę. Dziękujemy za zdjęcie! #PatriotyczneWychowanie (y) ______ Dołącz do akcji #jestemchrzescijaninem – prześlij zdjęcie, udostępnij, polub! ‚Do triumfu zła wystarczy bierność ludzi dobrych’…Ich bin Christ und schäme mich dafür nicht. Danke für das Bild! #PatriotischeErziehung (y) – Mach mit bei #IchBinChrist – schick uns ein Bild, teile, like! „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen“

Von Maciek Piasecki | VICE.com

Ein tätowierter junger Mann mit gepflegtem Bart posiert für ein Bild. Er steht vor einem dezent kitschigen Jesusbild und hält eine Schrotflinte in der Hand, an der ein paar Patronen befestigt sind. Neben ihm steht ein kleines Mädchen mit einer roten Brille, das eine Figur des weißen Adlers in den Händen hält—das polnische Wappentier. Das Foto wurde vor Kurzem auf der Facebook-Seite für #jestemchrześcijaninem [#IchBinChrist] hochgeladen und ist prompt viral gegangen- Bis zu diesem Zeitpunkt wurde es 3.438 mal geteilt. Auf der Facebook-Seite findest du tonnenweise ähnlicher Fotos—polnische Menschen, die ihren Glauben mit a) einem selbstgemachten Schild mit der Aufschrift „Ich bin Christ“ und b) einer Pistole, einer Schrotflinte oder einem Maschinengewehr bekunden.

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Brüsseler Gericht stoppt Verfahren gegen kurdische Politiker

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Das Brüsseler Gericht hat gestern entschieden, dass das Hauptverfahren wegen Terrorismusvorwurfs gegen die kurdischen Exilpolitiker Remzi Kartal, Adem Uzun und Zübeyir Aydar nicht eröffnet und das Verfahren eingestellt wird. Dies teilte AZADÎ e.V., der Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland, in einer Pressemitteilung mit.

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Das Gericht begründete seine Entscheidung u. a. mit dem fortgesetzten Krieg des türkischen Staates gegen die Kurden. Der Widerstand seitens der kurdischen Bewegung sei als ein bewaffneter Konflikt im Sinne des Völkerrechts anzusehen und die Antiterror-Gesetze deshalb nicht anwendbar.

Bei einer großangelegten Polizeirazzia wurden am 4. März 2010 in Brüssel die Büros des Kurdischen Nationalkongresses, der Auslandsvertretung der damals noch nicht verbotenen prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP), die Studios des damaligen kurdischen Fernsehsenders ROJ TV sowie Dutzende Privatwohnungen durchsucht. Über ein Dutzend Personen wurden festgenommen und teilweise inhaftiert. Zu ihnen gehörten der KONGRA-GEL-Vorsitzende Remzi Kartal und dessen Vorgänger Zübeyir Aydar. Gegen über 30 Personen wurden von der belgischen Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Musik: Geheimnis der Ohrwürmer gelüftet

Warum werden manche Musikstücke zum Ohrwurm, andere dagegen nicht? © CssandDesign/ thinkstock
Warum werden manche Musikstücke zum Ohrwurm, andere dagegen nicht? © CssandDesign/ thinkstock
Musikalische Endlosschleife: Warum bestimmte Musikstücke eher ein Ohrwurm werden als andere, haben Forscher nun aufgeklärt. Demnach spielen neben der Vertrautheit und dem erst kürzlichen Hören auch bestimmte Merkmale der Melodie eine wichtige Rolle. Besonders gut bleiben Songs mit einer auf- und absteigenden Tonfolge im Ohr, aber auch ungewöhnliche, wiederholte Tonsprünge.

scinexx

Das Phänomen ist so nervig wie bekannt: Man hört ein Lied im Radio oder unterwegs – und schon wird man es nicht wieder los. Wie eine Endlosschleife geht einem die Melodie im Kopf herum. Sie wird zum Ohrwurm. Warum aber bestimmte Musikstücke besonders „klebrig“ sind, andere dagegen nicht, ist bis heute nur in Teilen geklärt.

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SPD und CDU gegen Überlassung von Grundstücken für Moscheebauten

Islamfeindlichkeit © Motiv aus dem Plakat zur Ausstellung
Islamfeindlichkeit © Motiv aus dem Plakat zur Ausstellung „Angezettelt“.
Mit einem Bürgerbegehren wollen die Parteien SPD und CDU in Monheim die kostenlose Überlassung von Grundstücken für Moscheebauten verhindern. Das Begehren trägt den Titel: „Keine Steuergelder für Moscheegrundstücke“.

MiGAZIN

Gegen die geplante kostenlose Überlassung von zwei Grundstücken für den Bau von Moscheen in Monheim am Rhein formiert sich Widerstand. Mit einem Bürgerbegehren wollen sich die Parteien SPD und CDU gegen die vom Stadtrat beschlossene Bereitstellung der beiden Areale wehren, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst sagte.

Am Montag hatten Vertreter der beiden Oppositionsparteien das Bürgerbegehren mit dem Titel „Keine Steuergelder für Moscheegrundstücke“ im Rathaus angemeldet. Die Initiative braucht für das Bürgerbegehren die Unterschriften von sieben Prozent aller Wahlberechtigten ab 16 Jahren – das sind rund 2.500 Bürger. Innerhalb von drei Monaten muss diese Zahl erreicht werden, damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist.

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Türkische Polizei nimmt Parteispitze der prokurdischen HDP fest

foto: reuters/umit bektas/ Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ.
foto: reuters/umit bektas/ Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ.
Behörden werfen Vorsitzenden der linksliberalen HDP „Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ vor

derStandard.at

Die beiden Vorsitzenden der prokurdischen Partei HDP in der Türkei sind Berichten zufolge festgenommen worden. Polizisten hätten die Koparteichefs Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ in der Nacht auf Freitag im Rahmen einer „antiterroristischen Operation“ abgeführt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Gegen Demirtaş und Yüksekdağ liefen bereits seit längerem Ermittlungsverfahren wegen „Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“. Die türkische Regierung wirft der linksliberalen HDP vor, der politische Arm der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu sein, was die Partei zurückweist.

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Codename „Schatzgräber“: Russland erforscht geheime Nazi-Wetterstation in der Arktis

 Von der Wetterstation der Wehrmacht in der Arktis belieben nur noch Überreste - doch die liefern Forschern nun wichtige Erkenntnisse © Jewgeni Jermolow/Nationalpark Russische Arktis/DPA
Von der Wetterstation der Wehrmacht in der Arktis belieben nur noch Überreste – doch die liefern Forschern nun wichtige Erkenntnisse © Jewgeni Jermolow/Nationalpark Russische Arktis/DPA
Mit großem Aufwand errichtete die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Wetterstationen in der Polarregion. Russische Forscher untersuchen jetzt die Ruinen. Sicher ist: In der Basis „Schatzgräber“ spielte sich ein Drama ab.

stern.de

Die Umgebung lebensfeindlich, der Name eine Tarnung, die Position streng geheim: Mit einem spektakulären Auftrag landen deutsche Forscher und Soldaten im September 1943 in der Arktis. In der Basis „Schatzgräber“ sammeln die Männer wichtige Wetterdaten für die Wehrmacht. Doch die Mission endet im Juli 1944 in einem Fiasko.

72 Jahre später stehen russische Wissenschaftler in den Ruinen der sagenumwobenen Station und wollen ihr die letzten Geheimnisse entreißen. „Über die deutschen Polar-Operation existieren viele Mythen, aber wenige Belege“, sagt Expeditionsleiter Jewgeni Jermolow.

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PKK-Chef Öcalan droht der Galgen

Seit seiner Festnahme 1999 kämpfen die Kurden für die Freilassung von Abdullah Öcalan.Foto: Umit Bektas/REUTERS
Seit seiner Festnahme 1999 kämpfen die Kurden für die Freilassung von Abdullah Öcalan.Foto: Umit Bektas/REUTERS
Die Türkei will die Todesstrafe wieder einführen, damit droht auch dem inhaftierten Kurdenchef Öcalan die Hinrichtung. Der Konflikt könnte dadurch weiter eskalieren.

Von Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Europa zuliebe verzichtete die Türkei vor 16 Jahren auf die Hinrichtung des kurdischen Rebellenchefs Abdullah Öcalan. Inzwischen interessiert Europa niemanden mehr in der Türkei, und Präsident Recep Tayyip Erdogan ködert mit der Wiedereinführung der Todesstrafe die Nationalistenpartei. Damit kommt auch die Hinrichtung von Öcalan wieder auf die Tagesordnung – der ultimative Funke für die hochexplosive Lage im Kurdengebiet.

Dass er nach seiner Festnahme 1999 nicht aufgehängt wurde, hat Öcalan ausgerechnet zwei Männern zu verdanken, die ihn nun doch noch an den Strang bringen könnten. Gemeinsam wollen Erdogan und der türkische Nationalistenchef Devlet Bahceli im Frühjahr die 2003 abgeschaffte Todesstrafe wieder einführen. Mit Rücksicht auf den EU-Beitrittsprozess hatte Bahceli im Januar 2000 als Mitglied der damaligen Regierung zähneknirschend zugestimmt, die Vollstreckung der Todesstrafe an Öcalan auszusetzen. Erdogan war es, der als Ministerpräsident 2003 die Abschaffung der Todesstrafe verabschieden ließ – wiederum ausdrücklich als Beitrag zum EU-Beitrittsprozess.

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Hessen: Euthanasie war früh bekannt

Der Hadamarer Tötungstrakt: In der Mitte sieht man die „Schleifspur“, auf der Leichname ins Krematorium gezogen wurden.epd Foto: epd
Der Hadamarer Tötungstrakt: In der Mitte sieht man die „Schleifspur“, auf der Leichname ins Krematorium gezogen wurden.epd Foto: epd
Justizministerium und Landeswohlfahrtsverband gedenken der Opfer. Gerichte deckten Dimension der Morde aus den 40er Jahren auf.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

In der Tötungsanstalt Hadamar wurden unter dem Nazi-Regime mehr als 15 000 Menschen ermordet, darunter viele behinderte und psychisch kranke Kinder. Daran haben das Justizministerium und der Landeswohlfahrtsverband am Donnerstag in Wiesbaden erinnert.

Dabei wurde deutlich, dass schon mit den ersten Frankfurter Urteilen von 1947 die Dimension der Tötungsmaschinerie weitgehend bekannt war. „Die Urteile führten aber kaum zu einer Aufarbeitung in den Anstalten, in der Forschung oder gar in der Öffentlichkeit“, bedauerte der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes, Andreas Jürgens.

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Boston Archdiocese Will Spend $850,000 to Fight Marijuana Legalization

Image: Friendly Atheist
Image: Friendly Atheist
The Boston Archdiocese is making a major investment to fight marijuana legalization in Massachusetts. Because there are apparently no other problems in the world.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

Archdiocese spokesman Terrence Donilon said that decriminalizing pot would somehow be a “threat” to their other services helping the homeless and hungry.

“We provide extensive programs, and the church has historically spoken out on issues that are both a public policy matter and also impact the wider society in terms of serving those who are truly in need,” Donilon said. “We’re convinced now more than ever that these programs will take a negative impact. It’s going to have a huge societal impact.”

Not everyone agrees with that assessment, pointing out that pot is not a gateway drug and regulating it may actually alleviate more problems than it’ll ever cause.

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Türkei: Religionsbehörde beruft Imam für die Hagia Sophia

Die türkische Religionsbehörde Diyanet hat für die als Museum genutzte frühere Kirche und spätere Moschee Hagia Sophia in Istanbul erstmals einen Imam berufen.

kath.net

Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die ehemalige Kirche aus dem 6. Jahrhundert war 1453 in eine Moschee umgewandelt worden und ist seit 1935 ein Museum. Der neue Geistliche, Onder Soy, hat seinen offiziellen Amtssitz in einem Nebengebäude auf dem Gelände. Seine Gebete dort werden aber bereits von den Minaretten der Hagia Sophia über Lautsprecher ausgestrahlt. Präsident Recep Tayyip Erdogan habe der Religionsbehörde zu der Ernennung gratuliert, heißt es weiter. Inzwischen werden vor allem in den sozialen Medien in der Türkei Forderungen laut, die Hagia Sophia wieder ganz als Moschee zu nutzen. Bislang sind dort religiöse Riten untersagt. Allerdings wird das Verbot immer mehr aufgeweicht. Bereits im April 2015 fand dort ein Gebetsgottesdienst statt. In diesem Jahr lasen im Fastenmonat Ramadan Imame aus dem Koran vor und sprachen Gebete, die vom Fernsehen übertragen wurden.

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Umweltschutz: Duscht euch weniger und geht zu Fuß!

Wer wie diese Frau öffentliche Duschen für Arme besucht, wird das kaum aus Klimaschutzgründen tun / picture alliance
Wer wie diese Frau öffentliche Duschen für Arme besucht, wird das kaum aus Klimaschutzgründen tun / picture alliance
Laut einer Studie sind arme Menschen gut für das Weltklima. Der Zynismus hinter solchen Aussagen zeigt: Nachhaltigkeit kann ideologisch werden und selbstgerecht.

Von Alexander Kissler | Cicero

Fast fiel vor Schreck die Bio-Semmel in den fair gehandelten Kaffee. Was die kostenlose Fachzeitschrift „Schrot & Korn“ nun ihren Lesern auftischt, ist harter Stoff. Unter dem Motto „Bio Leben, Bio Lieben“ sorgt die neunköpfige Redaktion – darunter ein Mann – monatlich für das gute Gewissen, das Richtige gekauft zu haben. Eigentlich. Darum wandert die 124 Seiten starke Lach- und Sachfibel gerne mit in den Einkaufswagen im Biosupermarkt. Und nun das, ganz staubtrocken, vollkommen humorfrei: „Arme Menschen sind die wahren Klimaschützer“.

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Islam-Expertin über die An’Nur-Moschee :«Das ist nur die Spitze des Eisbergs»

Islam-Spezialistin Saïda Keller-Messahli. (Bild: Alessandro Della Bella / Keystone)
Islam-Spezialistin Saïda Keller-Messahli. (Bild: Alessandro Della Bella / Keystone)

Die Islam-Expertin Saïda Keller-Messahli fordert die sofortige Schliessung der Winterthurer An’Nur-Moschee. Die Behörden hätten sich von den Verantwortlichen lange genug vorführen lassen.

Interview Marcel Gyr | Neue Zürcher Zeitung

Frau Keller, sind Sie überrascht von der Entwicklung in der Winterthurer An’Nur-Moschee?

Nein, nicht wirklich. Dort brodelt es ja schon lange. Die Behörden hätten schon viel früher einschreiten müssen, Hinweise gab es genug, auch ich habe mehrmals gewarnt und gefordert, genau hinzuschauen. Aber die zuständigen Leute bei der Stadt Winterthur haben stets beschwichtigt und verharmlost. Man hat lieber einen «runden Tisch» geschaffen. Das ist lächerlich. Mit derart radikalen Leuten wie in der An’Nur-Moschee darf man nicht verhandeln, man muss handeln.

Der jetzt inhaftierte Imam aus Äthiopien war erst seit wenigen Wochen in Winterthur.

Ja, aber er ist nur die Spitze des Eisbergs. In der An’Nur-Moschee predigten immer radikale Imame, das hat System. Die Verantwortlichen sind Fanatiker. Es ist kein Zufall, dass so viele junge Leute von Winterthur aus radikalisiert in den Jihad zogen oder ziehen wollten.

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Neither Male Nor Female Birth Control Should Make People Feel Like Crap

Bild: 4ever.eu
Bild: 4ever.eu
Much noise has been made this week about a study on a male birth control injection. The good news is that the hormonal contraceptive worked: it was 96 percent effective at preventing pregnancy in the trial population. The bad news is that it caused a lot of negative side effects, including depression, leading a review board to terminate the study.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

If you read the trending headlines on the topic, though, the study was ended because men are big babies who can’t handle the mild side effects that women on the pill endure all the time. Others lamented that it perpetuated a double standard. But multiple doctors (and Vox’s Julia Belluz) have pointed out that this is straight up inaccurate and also completely misses the point: We all need, and deserve, better birth control.

Some of the criticism stems from the understandable place of anger over the horrendous history of women’s birth control testing, which ignored serious health risks in early trials. But that should only be a lesson to us to hold all future testing, for men and women, to higher and safer standards.

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