Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

SPD-Chef Gabriel und seine Bigotterie
[…]Berlin (idea) – Dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel bedeutet die Osterzeit „mehr als die säkulare Freude auf einige Tage ohne Politik“.
Für Christen verbinde sich mit der Auferstehung Christi eine enorme Hoffnung, sagte der evangelische Spitzenpolitiker der Zeitung „Welt am Sonntag“. Gabriel: „Ich jedenfalls freue mich auch auf den Besuch des Gottesdienstes an Ostern. Das Herz wird leichter im Frühling – auch wegen der erneuerten Osterbotschaft.“[…]

West-Deutsche werden im Laufe des Lebens religiöser
[…]Deutsche werden im Laufe ihres Lebens immer religiöser. Dies geht aus einer Studie des Chemnitzer Soziologen Daniel Lois hervor, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montag in Berlin mitteilte. Demnach besuchten mit zunehmendem Alter vor allem Westdeutsche immer häufiger einen Gottesdienst. „Für viele ist der Gottesdienstbesuch eine Freizeitbeschäftigung, für die sie erst im Alter genügend Zeit finden“, sagt Lois. Insgesamt gingen die Deutschen aber von Jahr zu Jahr seltener in die Kirche. Ein Anstieg der Gottesdienstbesuche gebe es besonders nach der Heirat und der Einschulung der Kinder, so Lois. Auch nach dem Tod des Partners gingen die Menschen häufiger in die Kirche. „Die Verbindung zu Gott kompensiert für viele Menschen die verloren gegangene Beziehung zum Partner“, vermutet der Soziologe. Die religiösen Gewohnheiten der Ostdeutschen änderten sich durch familiäre Ereignisse hingegen nicht. Grund sei, dass die Menschen in Ostdeutschland die Verhaltensmuster ihrer in der DDR aufgewachsenen Eltern übernommen hätten. Für die Erhebung wertete Lois Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus, die zwischen 1992 bis 2007 erhoben wurden.[…]

Sachsen-Anhalt: Erst kommt die Kirche, dann die Politik
[…]Magdeburg (dpa/sa) – Vor der ersten Sitzung des neuen Landtags haben Abgeordnete und Minister am Dienstag an einem Gottesdienst im Magdeburger Dom teilgenommen. Eingeladen waren die alten und neuen Parlamentarier samt Familien. Der ökumenische Gottesdienst stand unter der Leitung der Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche in Sachsen-Anhalt. Die Landtagsabgeordneten wurden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Macht aufgefordert. Der Landtag kommt am Vormittag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Am Nachmittag soll der bisherige Wirtschaftsminister Reiner Haseloff zum Nachfolger von Wolfgang Böhmer (beide CDU) als Regierungschef gewählt werden.[…]

Österreich: Klerus fordert Steuerbegünstigungen
[…]Wien, 19.04.2011 (KAP) Die katholische Kirche fordert die volle steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags und die Steuerbegünstigung von kirchlichen Spenden. Das betonte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, am Sonntag im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“. Für eine Steuerbegünstigung von kirchlichen Spenden sprach sich auch der evangelische Oberkirchenrat Raoul Kneucker gegenüber „Orientierung“ aus. Es wäre eine „deutliche Diskriminierung“, wenn künftig viele andere Organisationen in den Genuss der steuerbegünstigten Spenden kämen und die Kirchen davon ausgeschlossen blieben, so Kneucker. Anlass für die Debatte ist die von der Regierung geplante Erweiterung der Begünstigung von Spenden beispielsweise für Feuerwehr, Umwelt- und Naturschutz[…]

Thüringen: Für Ministerpräsidentin und Theologin Lieberknecht ist der Papstbesuch wie ein Wunder
[…]„Es ist eine ganz große Auszeichnung, ein Wunder!“, so Lieberknecht. „Schon allein aus der Tatsache heraus, dass noch nie ein Papst diesen thüringischen Boden betreten hat. Und das jetzt zugehend auf das Reformationsjubiläum, wo wir auf 500 Jahre Reformation blicken werden. Das ist ein Signal an die Christenheit!“, so die Ministerpräsidentin im domradio.de-Interview … Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht war lange Zeit Pastorin im Kirchenkreis Weimar und hat ihr theologisches Examen an der Universität zum Thema Ökumene geschrieben. Auch deshalb ist es Ihr persönliches „Wunder“, dass der Papst während ihrer Amtszeit als Ministerpräsidentin Thüringens nach Erfurt kommt[…]

Zollitsch Bla, bla, bla …
[…]Wo Christen aus dem heraus handeln, was Gott uns zeigt, erleben sie nach Überzeugung von Erzbischof Zollitsch, „dass es für unsere Kirche aber auch für unsere Gesellschaft eine wirkliche Zukunft gibt, die uns trägt!“ Wichtig sei auch, darum zu beten, „dass es junge Menschen gibt, die offen dafür sind, als Priester oder Ordensleute, diesen Weg der Nachfolge Christi zu gehen. Denn hier bauen die, die sich darauf einlassen, aktiv an der Zukunft der Kirche mit!“ Zukunft wolle erarbeitet und vor allem gestaltet werden. Alle, die „miteinander Kirche bilden“, müssten sich nach Meinung Zollitschs fragen, was sie gemeinsam tun können, „um das Zeugnis des Glaubens in unserer Zeit attraktiv zu gestalten“. Der Erzbischof sagte mit Blick auf den angestrebten Dialog der Kirche: „Wir haben zu fragen, wie wir im gemeinsamen Hören auf Gott genauso wie im Hören aufeinander Wege finden, wie wir die Zukunft, die Gott uns schenkt, besser leben und gestalten können[…]

Bibel als Magazin, damit man beim lesen nicht mehr einschläft 😀
[…]Hamburg/Stuttgart (kath.net/idea) Neben Zeitungen und Illustrierten kann man am Kiosk jetzt auch das Neue Testament als Magazin kaufen. Rund 15.000 Exemplare werden an mehr als 1.000 Verkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Preis von je 9,20 Euro angeboten. Auf dem Einband steht das Bibelwort „Damit ihr Hoffnung habt“ (aus 1. Petrus 1,21) Die Idee zu dem NT-Magazin hatte der Hamburger Journalist Oliver Wurm (40). Der Katholik war bei einem Hotelaufenthalt beim Lesen der dort ausliegenden Bibel eingeschlafen. Daraufhin entschloss er sich, das Neue Testament modern und lesefreundlich als Magazin zu gestalten. Zusammen mit dem Designer Andreas Volleritsch (München) verwirklichte er das Projekt in rund 500 Arbeitsstunden[…]

Religioten-Belästigung wird jeden Lebensbereich betreffen
[…]“Glaube am Montag“ will im Rahmen eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses Christen dazu herausfordern, ihren Glauben in der Gesellschaft sichtbarer zu leben und mehr in ihren Alltag zu integrieren. Natürlichkeit, Selbstbewusstsein und eine verbesserte Sprachkompetenz sollen dazu beitragen, „dass der Glaube kein Geheimnis bleibt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu gehöre, seinen „Beruf als Gottesdienst zu sehen, ein Jesus-bewusstes Zu-Sich-Stehen in der Gesellschaft einzuüben und authentische Ausdrucksformen des Glaubens zu finden“ – zum Beispiel in der Politik oder im Sportverein.[…]

Polizeipräsidium Mittelfranken arbeitet nach Bibel-Anleitung
[…]Der evangelische Christ und Mitglied der Christlichen Polizeivereinigung Deutschland (CPV), Roman Fertinger, ist neuer Vizepräsident im Polizeipräsidium Mittelfranken. Am vergangenen Donnerstag wurde er vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in sein Amt eingeführt … Die Christliche Polizeivereinigung versteht sich als eine Organisation, die ihre Maßstäbe auf biblische Werte setzt. So verrichten die Mitglieder ihre Arbeit auf dieser Grundlage. Dazu gehören auch die seelsorgerliche Betreuung der Polizeibeamten während ihres Dienstes sowie praktische Arbeitshilfen. […]

Diakoniestation Berlin-Brandenburg noch schlimmer als die generelle Sklavenhalter-Diakonie
[…]Nach der Absage vereinbarter Verbesserungen für die rund 3.500 Beschäftigten der Diakoniestationen in Berlin und Brandenburg haben Mitarbeitervertreter den Berliner Bischof Markus Dröge um Hilfe gebeten. Dass eine kirchenrechtlich verbindliche Schlichtung nicht umgesetzt werde, sei ein in seiner Tragweite «bundesweit einmaliger Vorgang», heißt es in einem offenen Brief an den Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der am Montag in Berlin verbreitet wurde. «Wir erwarten von Ihnen, dass Sie dafür sorgen, dass die Regeln, die die Kirche sich selbst und ihrer Diakonie im Arbeitsrechtregelungsgesetz und in der Arbeitsrechtregelungsordnung gegeben hat, eingehalten werden», schreiben die Mitarbeitervertretungen. Sollten diese Regeln nicht eingehalten werden, müsse der Abschluss von Tarifverträgen für die Diakonie-Beschäftigten auf die Tagesordnung. Damit würden die Mitarbeitervertreter den kirchliche Sonderweg beim Arbeitsrecht infrage stellen und Tarifverträge, wie sie im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft üblich sind, fordern. Der Diakonische Rat als Aufsichtsgremium der Diakonie hatte am vergangen Mittwoch den Schlichterspruch von 2010 gekippt, weil dadurch den Einrichtungen «dramatische wirtschaftliche und existenzielle Konsequenzen» drohten. Mit dem aktuellen Beschluss verlasse der Diakonische Rat bewusst den Dritten Weg im kirchlichen Arbeitsrecht, heißt es in dem offenen Brief. Dem Schlichtungsergebnis vom November zufolge sollten die Beschäftigten der Diakoniestationen ab Januar 2,75 Prozent mehr Lohn erhalten. Ab Juli sollte zudem eine vor mehr als zehn Jahren eingeführte Sonderregelung mit schlechteren Arbeitsbedingungen aufgehoben und wieder das reguläre Diakonie-Arbeitsrecht eingeführt werden. Die Löhne liegen nach Angaben der Mitarbeitervertretungen zwischen zwölf und 25 Prozent unter denen anderer Diakonie-Einrichtungen.[…]

Lady Gaga schockiert US-Katholiken 😀
[…]Provozieren und Schockieren gehört bei Lady Gaga zum Handwerk. Aktuell fühlen sich die amerikanischen Katholiken getroffen. Seit Freitag ist die zweite Single aus Lady Gagas angekündigtem Album „Born This Way“ auf dem Markt. In diesem Song erzählt die Sängerin von ihrer Leidenschaft zu Judas. Judas Ischariot ist nach den Texten der Bibel allerdings der Apostel, der Jesus an die Römer verraten hat und damit ans Kreuz lieferte. „Ich möchte dich lieben/ Aber etwas hält mich von dir fern / Jesus ist meine Tugend und Judas ist der Dämon, an dem ich hänge / … /Oh, Baby, er ist so grausam, / aber ich liebe Judas immer noch, Baby,“ – so singt Lady Gaga in ihrem neuen Song über ihre Liebe zu Judas. Und weiter: „In der überaus biblischen Hinsicht, / Stehe ich über der Reue / Berühmte Nutte, prostituiertes Weibsbild, kotzt ihren Verstand aus/…/Judas, küss mich, wenn ich ein Unrecht begehe/…“
US-Katholiken reagieren mit scharfer Kritik auf den Text: „Sie will mit dieser Provokation nur von ihren talentlosen, banalen und langweiligen Auftritten ablenken“, sagt Bill Donahue, der Präsident der Katholischen Liga für Religiöse und Bürgerliche Rechte. „Ist das alles, was ihr einfällt?“ erzürnt sich Donahue weiter. Nach seiner Ansicht habe die Sängerin den Termin der Veröffentlichung sehr bewusst gewählt, schließlich stehe die Karwoche und Ostern kurz bevor. Die 25-jährige Lady Gaga dürfte sich gut mit der Bibel und den katholischen Gebräuchen auskennen. Die italienischstämmige Popsängerin wurde katholisch erzogen. Sie besuchte die katholische Mädchenschule Convent of the Sacred Heart in New York. Schon vor der Veröffentlichung kritisierte die Katholische Kirche auch das Video zu „Judas“. Lady Gaga spielt dort die Maria Magdalena, die Judas Ischariot liebt. Die Musikerin selbst ist begeistert von dem Musikvideo: „Es ist der spannendste künstlerische Moment in meiner Karriere. Es ist die größte Arbeit, die wir getan haben“, sagt sie im Gespräch mit MTV.[…]

Österreich: Die spirituelle Konkurrenz
[…]Nach dem 1. Mai und dem 23. Oktober des Vorjahres ist es also wieder so weit: Am kommenden Samstag, Punkt 16.30 Uhr, sagt der italienische „Seher“ Salvatore Caputa zum dritten Mal eine „Marienerscheinung“ am Schlossberg von Bad St. Leonhard voraus. Die Diözese Kärnten und die örtliche Pfarre distanzieren sich nach wie vor davon und raten den Gläubigen, daran nicht teilzunehmen. Dass die Erscheinung dieses Mal ausgerechnet auf den Karsamstag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi fällt, bringt zusätzlichen Zündstoff in die ohnehin schon sehr emotional geführte Diskussion.[…]

RatzeBenes „Verdammnis-Phobien“
[…]Die Technologie, mit der wir uns tagtäglich beschäftigen, ist selbst Ziel des päpstlichen Zorns. Wir werden immer gottgleicher und wenn wir so weiter machen, dann droht uns allen die ewige Verdammnis. „Seit Anbeginn der Zeit – und das ist auch heute noch wahr – sind Männer und Frauen erfüllt von dem Wunsch ‚zu sein wie Gott‘, um die Höhe Gottes mit ihren eigenen Kräften zu erreichen. Die Menschheit hat so viele Dinge erreicht: Wir können fliegen! Wir können andere sehen, hören und mit ihnen sprechen, die am entferntesten Ende der Welt leben. Und jetzt ist es die Gravitation, die die Macht hat, uns nach unten zu ziehen.“[…]

Prof. Matthias Beck : Kirche fehlt naturwissenschaftlicher Sachverstand, deswegen Fresse halten, wenn man keine Ahnung hat
[…]St. Pölten, 18.04.2011 (KAP) Wenn die Kirche in medizinethischen Debatten wie auch in anderen naturwissenschaftlichen Problemfeldern gehört werden will, muss sie Sachverstand und nicht religiöse Begründungen einbringen. Das betonte der renommierte Medizin-Ethiker Prof. Matthias Beck von der Universität Wien bei einer Veranstaltung des FORUMS XXIII in St. Pölten zum Thema „Darf der Mensch alles, was er kann?“. „Was die Kirche diesbezüglich lehrt, interessiert nicht“, stellte der Theologe, der selbst Medizin und Pharmazie studierte, vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen fest. Beck arbeitet im In- und Ausland in Gremien zur Klärung medizinethischer Fragen u. a. mit Ärzten und Juristen zusammen. Die Kirche könne nur dann einen nützlichen Beitrag zum Diskurs über ethische Fragen in der Medizin leisten, wenn sie den Status quo der Wissenschaft im Blick habe und Argumente vorbringe, die auch für nichtreligiöse Menschen einsichtig sind. Dabei sei die zu beurteilende Materie so komplex, dass ihr „einfache Lösungen“ nicht gerecht werden, meinte Beck. Dazu komme, dass sich Menschen in den verschiedenen Kulturkreisen auch von unterschiedlichen „Ethiken“ leiten ließen[…]

1 Comment

  1. „West-Deutsche werden im Laufe des Lebens religiöser“ schreibt Subkuttan in seinem obigen Kommentar.

    Handelt es sich da nicht um einen Irrtum ? Wenn dieser Sachverhalt zutrifft, müßte es doch zumindest heißen:
    „West-Deutsche werden im Laufe des Lebens immer religiöser und somit immer dümmer !?“

    Ich darf Subkuttan doch sehr bitten, künftig etwas exakter zu formulieren !

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